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BW Weser entzaubert den Primus

Spielbericht

(hk). Seine erste Saisonniederlage schluckt die SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Dass es irgendwann so weit kommen muss, überrascht keineswegs. So etwas passiert schließlich auch dem FC Bayern München. Dass es allerdings heute Abend in Lauenförde geschieht, beim bis dahin punktlosen FC Blau-Weiß Weser, gleicht wahrlich einer Sensation. SG-Coach Markus Rüschenpöhler nimmt sein Team nach der 1:2-Auswärtsniederlage in Schutz, sagt: „Ich kann meiner Mannschaft kämpferisch, läuferisch und vom Einsatz her keinen Vorwurf machen.“

 

Von Henning Klefisch

 

Von der befreienden Spielweise, die die Spielgemeinschaft an den ersten Spieltagen gezeigt hat, ist heute nur in Spurenelementen sichtbar. Oft werden in der konkreten Situation falsche Entscheidungen getroffen, fehlt das Selbstverständnis im eigenen Spiel.

S. Töws

Hiddesen/Heidenoldendorf hat mehr vom Spiel, doch weiß mit dieser Überlegenheit nicht viel anzufangen. Nach einem torlosen Remis zur Halbzeitpause setzt BW Weser das erste Ausrufezeichen. Nach einem Standard köpft Sebastian Seipt die Kugel aus Nahdistanz ein. Gerade einmal fünf Zeigerumdrehungen später gleicht Samuel Töws allerdings per Elfmeter aus. BW Weser-Coach Marcus Menzel findet: „Den Elfmeter darf man gar nicht geben.“ Seine Begründung: „Meinem Spieler springt der Ball vom eigenen Körper aus an die Hand. Das ist laut meinem Regelwerk kein Elfmeter.“ Seine Jungs werden aber auch dadurch nicht aus dem Takt gebracht, ackern und zocken weiter, dass es eine wahre Wonne ist. Vor allem die Entstehung vom Siegtor in der 63. Minute bedrückt Rüschenpöhler sehr, läuft Christopher Petkau dem Gegenspieler doch in die Hacken. Wütend rennen die Gäste daraufhin an, bestürmen das gegnerische Gehäuse, zeigen viel Elan, demonstrieren ein echtes Powerplay. Mehrere gute Abschlussaktionen ergeben sich, doch das Tor fällt nicht. „Griffiger“ und „aggressiver“, so hat Menzel seine Mannschaft an diesem Tag beobachtet. Vor allem freut er sich sehr, dass die angriffslustigen Lipper nur wenige Einschussoptionen im letzten Spielfelddrittel gestattet bekommen. Er bescheinigt seinem Team eine „ordentliche Leistung.“ So haben die Seinen „konsequent in allen Mannschaftsteilen gut gespielt.“ Resultierend: „Es war ein vollkommen verdienter Sieg.“

Rüschenpöhler bedauert: „Die Niederlage für uns ist sehr bitter. Ob verdient oder nicht verdient, ist eigentlich völlig unwichtig. Das ärgert uns natürlich, denn wir fahren nun mit leeren Händen nach Hause.“ Nun liegt der Fokus auf der wohl noch komplizierteren Aufgabe gegen den SV Höxter. Hier gilt es, die begangenen Fehler abzustellen, Körper und Geist vernünftig zu relaxen.

 

 

Fazit: BW Weser entzaubert die Himmelsstürmer mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung, zeigt dem Favoriten eine lange Nase. Gehemmt wirkt das Rüschenpöhler-Team, was deshalb völlig zu Recht ohne Punkte die weite Heimreise antreten muss.

 

Tore:

1:0 Sebastian Seibt (48. Min.)

1:1 Samuel Töws (per Elfmeter; 53. Min.)

2:1 Fabian Bickmeier (per Elfmeter; 63. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
27. September 202090'Bezirksliga Staffel 32020/214

Spielort

Beverstadion
Bevertrift 25, 37688 Beverungen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
FC Blau-Weiß Weser022Win
SG Hiddesen/Heidenoldendorf011Loss

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