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RSV Schwelentrup — SG Bega/Humfeld II

Spielbericht

Aufstiegsfreude überwiegt

 

(hk). Als Tabellendritter im Abschlussranking kehrt der RSV Schwelentrup in die B-Liga zurück. Selbst trennt man sich im Dörentrup-Derby 2:2 von der SG Bega/Humfeld II. Da aber im Parallelspiel Lokalrivale FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II mit 6:2 bei der SG Extertal/LaSi III triumphiert, ist es Rang drei im Endklassement. Die Enttäuschung über den Absturz am letzten Spieltag ist jedoch nur von kurzer Dauer, verzichtet SSW II auf den Aufstieg, weshalb die Dinkelbach-Kicker nunmehr die Liga nach oben verlassen.

 

Von Henning Klefisch

 

Die Hausherren beginnen auf dem Hartplatz im Bergstadion die Partie mit einem zeitigen Pressing, stehen hoch, sind aufmerksamer bei Ballbesitz und bei Ballverlust, kommen immer wieder zu Abschlussaktionen. Dass die Schwelentruper aber nicht in Führung gehen, liegt am starken SG II-Fänger Oliver Bertram, der sehr reaktionsschnell und präsent ist, sein Gehäuse deshalb sauber hält. Gäste-Trainer Andre Brakemeier hat für die Schwelentruper „eine gute und eine halbe Chance“ beobachtet. Die Gäste streben ab Mitte des ersten Abschnitts ebenfalls den Weg nach vorne an, kommen in Abschlusssituationen. Man merkt: Die Akklimatisierung auf dem roten Rasen funktioniert immer besser. RSV-Kicker Frank Stamm (Bild links) analysiert: „Zum einen bieten die RSVler durch ihr hohes Stellungsspiel und aktives Pressing den Gästen Raum für Konter und vereinzelte Chancen. Zum anderen macht das stürmische Wetter beiden Teams einen Strich durch die Rechnung, sodass die erhöhte Fehlpassquote auf beiden Seiten viele Bälle im Mittelfeld hält.“ Eine Torlosigkeit zur Halbzeitpause wäre nicht unverdient gewesen. So aber agiert Bega/Humfeld II in der Schlussphase deutlich kaltschnäuziger im Torabschluss. 40 Minuten sind gespielt, als ein grundsätzlich ungefährlicher Freistoß auf Anhöhe der Mittellinie auf den zweiten Pfosten geschossen wird. Schütze Mark Nolting (Bild rechts) ist der Torschütze, geht die Kugel doch an allen Spielern vorbei, ist auch für RSV-Fänger Patrick Menton tückisch, daher ein Stück weit unhaltbar.

 

Löwen macht den Torbutler

 

Wie die erste Hälfte endet, so beginnt die zweite. Die Partie spielt sich auf Augenhöhe ab, erspielen sich beide Teams Abschlussaktionen. Die Qualität an Kombinationen nimmt zu, die falschen Zuspiele ab. Auch das Wetter spielt mit und bietet einen perfekten Rahmen für ein verbessertes Spiel. In diesem erhöht Bega/Humfeld II nach einer Stunde Spielzeit auf 2:0. Schwelentrup kann die Kugel nicht konsequent verteidigen, fangen sich einen Konter. Die Gäste bauen den Angriff über die rechte Seite auf, flanken auf Hermann Pfister, der die Kugel per Direktabnahme zum 2:0 einschießt. Weitere Möglichkeiten, um vielleicht die Entscheidung zu erzwingen, vergibt die Gästetruppe nahezu leichtfertig. Die Schwelentruper schütteln sich kurz, doch können schnell alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, zudem einen Gang hochschalten. Der Anschlusstreffer nach 64 Minuten ist die logische Konsequenz. Eugen Löwen macht den Torbutler, bedient Fabian Ludwig, der das Objekt der Begierde in die untere Ecke einschießt.

 

Platzverweis für Bega/Humfeld II-Fans

 

Die Hausherren sind von diesem Tor beseelt, drängen auf den Ausgleichstreffer. Sie erspielen sich massig Flanken und Ecken. Eine davon führt zu einem Elfmeter. Goalgetter Jonas Boehmfeld, der nervenstark nach 68 Minuten zum 2:2 einschießt, gibt zu: „Glücklich für uns, keiner hat es so richtig gesehen. Der Ball fliegt Richtung Abwehrspieler, prallt auf den Boden, müsste eigentlich hochspringen, doch ist kurze Zeit später wieder unten. Kurios, aber der Schiri hat entschieden“, hat Referee Marius Teuber in dieser Szene wohl den besten Blick auf die Ereignisse. Stamm verrät: „Es wird hitziger, der RSV will unbedingt den Siegtreffer und die Gästefans sind mit dem Spielstand und dem Offiziellen alles andere als zufrieden. So kommt es letztendlich dazu, dass die gesamte Begleitung der Auswärtsmannschaft geschlossen den Platz verlassen muss und die letzten Minuten als Zaungast verbringt.“ Nicht minder interessant ist die zehnminütige Nachspielzeit, die aber keinen Sieger kürt. Frank Stamm fasst zusammen: „Summa summarum ein typisches Derby zum Saisonabschluss. Kleine Nickligkeiten, ohne große Fouls, viele Bälle im Mittelfeld, Chancen auf beiden Seiten“, kommen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Was nach dem 2:2 passiert, schildert Brakemeier: „Schwelentrup hatte ab da mehr vom Spiel, konnte aber keine wirklich gefährlichen Situationen mehr heraufbeschwören.“ In Gänze zeigt sich der Bega/Humfeld II-Trainer Andre Brakemeier mit dem Auftreten seiner Mannschaft beim Aufsteiger zufrieden, urteilt er doch: „Bis auf die sieben Minuten nach unserem 2:0 war es ein gutes Spiel von uns. Wir hatten gute, schnelle Angriffe und defensiv haben wir Boehmfeld nahezu ausgeschaltet“, trifft dieser schließlich nur per Elfmeter.

 

Fazit: Ein Remis in einer guten Partie, welches den Tatsachen auf dem Spielfeld Rechnung trägt. Beide Teams spielen sich gute Möglichkeiten heraus, es fallen kuriose Tore, es ist ein gut anzuschauendes Spiel zwischen den beiden Dörentruper-Nachbarvereinen.

 

Tore:
0:1 Mark Nolting (40. Min.)
0:2 Hermann Pfister (60. Min.)
1:2 Fabian Ludwig (64. Min.)
2:2 Jonas Boehmfeld (per Elfmeter; 68. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
8. Juni 201990'Kreisliga C1 Lemgo2018/1922

Spielort

Bergstadion
Schwelentrup, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32694, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
RSV Schwelentrup022Draw
SG Bega/Humfeld II112Draw

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