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SG Bega/Humfeld II — RSV Schwelentrup II (9er)

Spielbericht

Erst die Hoffnung, dann das Debakel

 

(hk). Mit einer wahren Machtdemonstration setzt die SG Bega/Humfeld II ein echtes Ausrufezeichen, schlägt im Neuner-Duell den RSV Schwelentrup II mit 10:1. Etwas verwundert reibt sich Andre Brakemeier, der Coach der Hausherren, die Augen, erklärt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich war schon überrascht, dass wir trotz der ungewohnten Positionen so hoch gewonnen haben.“ Man munkelt, dass die Positionen vor dem gewürfelt werden.

 

Von Henning Klefisch

 

Nach einer Minute Spielzeit nimmt die Begegnung ihren gewohnten Gang. Tim Gramsch (Bild links) erzielt die fast schon logische Führung für den Favoriten. Zehn Minuten später muss dieser aber schlucken, als Jan-Moritz Brunemeier die Kugel zum 1:1 in das eigene Gehäuse befördert und die Schwelentruper kurz von einer Überraschung träumen lässt. Brakemeier beweist viel Empathie: „Der Arme musste Innenverteidiger spielen, das war eventuell seine Rache“, vermutet er lachend. RSV II-Co-Trainer John Breeden freut sich etwas, wenn er sagt: „Die ersten 15 Minuten konnten wir gut mithalten und haben auch verdient das zwischenzeitliche 1:1 gemacht.“ Bis zur Halbzeit schießt sich die Spielgemeinschaft aber eine 6:1-Führung heraus, sind Robert Weiss (28., 31., 39. Min.), Sven Kuhlemann (mit einem Wahnsinns-Distanzschuss in den Winkel; 38. Min.) und erneut Gramsch (42. Min.) erfolgreich. Offenbar sind die Kicker aus Bega/Humfeld deutlich hitzeresistenter, wie Breeden betont: „Bei den sommerlichen Temperaturen konnte Humfeld die Hitze wesentlich besser wegstecken als wir. Humfeld hat aber dann den Druck etwas erhöht und so wurden wir mehr oder weniger überlaufen.“

 

Lob für Referee Kuduzovic

 

In den zweiten 45 Minuten machen es Tim Gramsch (68. Min.), Ramon Kretschmann (70., 90. Min.) und Dawyniak Alexander (73. Min.) zweistellig. Die grün/weißen Gäste haben reichlich Routine auf dem Feld. Neben Stier, auch Rudi Eppinger, Fänger Aki Nieden und Breeden (Bild rechts). Sie haben versucht, die Monster-Überraschung zu schaffen, was aber deutlich verfehlt wird. Woran hat es denn gelegen? John Breeden glaubt: „Letztlich sind es viele individuelle Fehler im Spielaufbau, wodurch wir den Gegner oft eingeladen haben. Zum Ende der Serie merkt man die lange Serie in den Knochen“, ist der Tabellenletzte froh, wenn die Serie bald vorbei ist. Ein Lob gebührt auch dem Referee Jasmin Kuduzovic, dem Breeden attestiert: „Er hat gut gepfiffen.“ Er nennt sogar ein Beispiel: „Beim Stand von 6:1 für Bega/Humfeld II hat er einen berechtigten Platzverweis gegen unseren Spieler Schwabedissen nicht vollzogen.“ Es handelt sich um eine Notbremse, haben auch die überlegenen Hausherren keine Welle geschoben. Der Vorteil bei den komplizierten äußeren Bedingungen: Der Underdog kann mit neun Akteuren zu Ende spielen.

 

Fazit: Am Anfang schnuppert der krasse Außenseiter leicht an einer Überraschung. Je länger aber die Partie läuft, umso stärker tritt die Überlegenheit der Spielgemeinschaft zum Vorschein. Dieser Sieg ist eindeutig in Ordnung in einer fairen Partie.

 

Tore:
1:0 Tim Gramsch (1. Min.)
1:1 Jan-Moritz Brunemeier (per Eigentor; 11. Min.)
2:1 Robert Weiss (28. Min.)
3:1 Robert Weiss (31. Min.)
4:1 Sven Kuhlemann (38. Min.)
5:1 Robert Weiss (39. Min.)
6:1 Tim Gramsch (42. Min.)
7:1 Tim Gramsch (68. Min.)
8:1 Ramon Kretschmann (70. Min.)
9:1 Dawyniak Alexander (73. Min.)
10:1 Ramon Kretschmann (90. Min.)

Details

Datum Zeit Liga Saison Spieltag
2. Juni 2019 90' Kreisliga C1 Lemgo 2018/19 21

Spielort

Sportplatz Humfeld an der B 66
50, Bundesstraße, Dörentrup, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32694, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Bega/Humfeld II6410Win
RSV Schwelentrup II101Loss

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