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Markmann bringt die lippische Anfield zum Beben

Spielbericht

(hk). Mit schwerer Kost zum vierten Sieg. Beim Spiel vom TuRa Heiden gegen den SuS Pivitsheide bleiben viele Sehnsüchte unerfüllt. Ein Last-Minute-Tor von Janik Markmann in der Schlussminute sorgt für den 1:0-Heimsieg der Hausherren, die die lippische Anfield Road in einen Hexenkessel verwandeln. Der Turn- und Rasensportverein hat somit zwölf Punkte auf der Habenseite, führt zusammen mit dem punktgleichen Primus Blomberger SV die Kreisliga A Detmold an. TuRa-Trainer Thorsten Geffers weiß, dass Gourmet-Fußball hier nicht angeboten wird, erkennt er treffend: „Die einen, SuS Pivitsheide, wollten nicht und die anderen (wir) konnten heute nicht so richtig.“

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Andrei Pyrlitesku

Abschlussaktionen sind Mangelware in den ersten 45 Minuten. Die Hausherren bestimmen die Partie, gewähren dem SuS Pivitsheide nur wenige Entfaltungsmöglichkeiten. Einzig nach einem Eckball erzeugen die Gäste mit einem Kopfball etwas Torgefahr. Die Heidener wirken nach dem berauschenden 3:2-Derby-Sieg über den BSV Müssen unter der Woche ideenarm, ohne Esprit, um die massierte SuS-Defensive in echte Bedrängnis zu bringen. Eine aussichtsreiche Möglichkeit vergibt Heiden-Angreifer Andrei Pyrlitesku, umspielt er nach einem gut getimten Gassenball SuS-Hüter Pawel Kruelkord, lässt sich jedoch zu weit abdrängen, weshalb er einzig das Außennetz mit seinem Versuch trifft. Jan Kemmler (Bild rechts) kommt dem Torerfolg sogar noch etwas näher, als sein Kopfball die Torlatte trifft. Goalgetter Maximilian Unverricht serviert zuvor präzise per Eckball.

 

 

Laabs vergibt die Monster-Möglichkeit

 

Im zweiten Spielabschnitt ändert sich am Spielfilm nicht wirklich viel. Die Pivitsheider schlagen gerne weite Bälle aus der eigenen Defensive munter nach vorne, treffen beinahe zum 1:0. Hendrik Laabs (Bild links unten) läuft frisch, fröhlich, frei, vor allem voller Hoffnung, auf das gegnerische Gehäuse zu. Heiden-Schnapper John Heidebrecht brilliert allerdings mit einer famosen Rettungstat, wodurch er seine Mannschaft im Spiel hält. Am Ende der Spielzeit finden sich alle bereits mit einem torlosen Remis ab. Dann fasst sich allerdings der kompromisslose Innenverteidiger Janik Markmann ein Herz, versenkt einen Eckball, getreten von Jann König, wuchtig in den gegnerischen Maschen. Die zweite Minute der Nachspielzeit ist da bereits gespielt. Die Freude im Lager der Hausherren über den vierten Erfolg hintereinander ist groß. Geffers fasst im Lippe-Kick-Gespräch zusammen: „Definitiv war das heute aufgrund des späten Tores ein glücklicher Heimsieg. Trotzdem, aufgrund der

J. Markmann

Mehrheit an Chancen und der höheren Spielanteile, nicht ganz unverdient. Vor dem Siegtreffer hätten beide Teams wohl noch lange spielen können, ein Treffer wäre normalerweise heute nicht gefallen“, bis Markmann der Torlosigkeit ein Ende bereitet. Immer noch sehr enttäuscht zeigt sich SuS-Coach Karsten Kuczer, hadert zugleich mit dem Fußball-Gott: „Das Spiel war auf Augenhöhe und keiner hätte es verdient zu gewinnen.“ Die Mannschaft hat alles gegeben und hatte auch gute Möglichkeiten“, hat er die Laabs-Chance im Hinterkopf. Dieses Malheur wird bestraft, weshalb er konstatiert: „Mir fehlen die Worte und der Stachel sitzt tief bei mir.“

 

 

Fazit: Tausend Komplimente an diese Mentalitätsmonster vom TuRa Heiden, die viel investieren, nicht die Kastanien von den Bäumen spielen, doch bis zum Schlusspfiff an ihre Chance glauben. Die tapferen Pivitsheider müssen sich quasi mit dem letzten Angriff geschlagen geben. Was für eine bittere Niederlage der Gäste.

 

Tor:
1:0 Janik Markmann (90. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
20. September 202090'Kreisliga A Detmold2020/214

Spielort

Rotenbergkampfbahn
Auf der Heue 1, 32791 Lage, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuRa Heiden011Win
SuS Pivitsheide000Loss

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