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TuS Ahmsen — TuS Leopoldshöhe

Spielbericht

Oldie, but what a Goalie

 

(hk). Lange Zeit deutet nicht wirklich viel darauf hin, dass die Partie solch ein dramatisches Ende nimmt. Dank eines Tores in der ersten Minute der Nachspielzeit entführt der TuS Leopoldshöhe aus Ahmsen die volle Punktzahl – behält mit 2:1 die Oberhand.

Von Henning Klefisch

 

M. Reh

Auch Leo-Coach Sebastian Brosch muss einräumen, dass in der ersten halben Stunde Ahmsen besser drin ist im Spiel: „Da hatten wir deutliche Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, waren nicht griffig in den Zweikämpfen“, sieht er die Hausherren als tonangebend. Bis 30 Minuten vor dem Schlusspfiff legen beide Mannschaften den Fokus auf intensive, direkte Duelle im Mittelfeld. Sie bieten Neutralisationsfußball an. Es werden dennoch Chancen erspielt, um in Führung zu gehen. Ein Teufelskerl zwischen den Leo-Pfosten ist der fliegende Obmann Carsten Schulz, der so manchen Einschlag verhindert. Nach einem Zuckerpass von Tim Jahn in die Schnittstelle auf Sören Seifert, läuft dieser mutterseelenallein auf den Torwart-Routinier zu, wackelt diesen exzellent aus, doch die rechte Pranke von Schulz zuckt plötzlich nach oben. Ein unfassbarer Reflex des letztjährigen Team Lemgo-Auswahltrainers. Die blau-weißen Löwen kontern nach 62 Minuten, erzwingen einen Eckball, der durch den einköpfenden Marc Reh zum 1:0 führt. Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann reibt sich etwas verwundert die Augen, sagt nur: „In dieser Situation schon überraschend, hatten wir in der Zeit doch mehr vom Spiel, aber so ist Fußball“, ist dieser oft auch nicht gerecht. Der TuS Ahmsen verharrt für zehn Zeigerumdrehungen in einer Art Schockstarre, vergeben die Gäste in dieser Phase Möglichkeiten zur möglichen Vorentscheidung. Mit einer Mischung aus Glück und Pyka, Vorname Bengt, Aufgabe Fänger, verhindert der Favorit das zweite Gegentor.

 

Heisler macht es gefühlsecht

M. Heisler

Ab der 72. Minute entwickelt auch Ahmsen einen besseren Einstieg, doch findet mehrfach in Schulz seinen Meister. „Nun, heute muss man von Unvermögen sprechen, weil wir einfach das Tor nicht trafen oder uns immer wieder in der Abwehr der Leos verrannten“, sind die Hausherren nun voll drin im Spiel, um mit einem Mann weniger den Ausgleich zu markieren. Da Ahmsen zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hat, Tobias Frenzel wegen muskulärer Probleme vorzeitig runtermuss, spielen die Hausherren fortan in Unterzahl. Es deutet auf einen Muskelfaserriss hin. In der 89. Minute fällt der verdiente Ausgleichstreffer, als Jahn Heidemann bedient, der mit einem Querpass Jan-Hendrik Pluskat in Szene setzt. Dieser trifft. Nur 120 Sekunden danach nutzt Leopoldshöhe eine Unaufmerksamkeit in der Ahmser-Abwehr, ist es Marcel Heisler, der äußerst gefühlvoll per Schlenzer in die lange Ecke vollendet. Lothar Köhnemann resümiert: „Es wäre ein Unentschieden gerechtfertigt gewesen, weil sich beide doch gleichwertig neutralisiert und nicht so viel zugelassen haben. Man kann sagen, Leo hat das Hinspiel egalisiert“, wünscht sich der Ahmser-Obmann, dass seine Reservemannschaft das so wichtige Spiel im Abstiegskrimi gegen den TuS Leopoldshöhe II gewinnt. Köhnemann hofft mit einem Augenzwinkern: „Drücken wir mal die Daumen, dass sich die Jungs, die Sonntag wieder hier antreten müssen, heute verausgabt haben.“ Für Brosch steht fest, dass letztlich sein Team „zwar knapp, aber verdient gewinnt.“ Immerhin kann man doch die höhere Qualität an Abschlussaktionen für sich verbuchen. „Ahmsen hat, gerade in Person von Seifert, sehr große Schwierigkeiten im Abschluss gehabt. Sie hätten einige Situationen klarer ausspielen können. Dann wäre es ein Unentschieden geworden, was auch okay gewesen wäre“, erzählt Brosch, der sich über das so relevante Quäntchen Glück, was für sein Team den Ausschlag gibt, freut. „Wir hatten sehr gute Möglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben“, bedauert Brosch, dass seinem Team in gewissen Situationen die Kaltschnäuzigkeit fehlt.

 

Fazit: Ein durchaus interessanter Vergleich zwischen zwei Teams, die mit mehr Fortune im Offensivspiel früher ein Tor hätten erzielen können. Die Fänger wachsen an diesem Tag über sich hinaus, verhindern viele Einschläge. Beide Truppen spielen in einer spannenden Schlussphase auf Sieg, doch die Löwen beweisen hier mehr Bissfertigkeiten.

 

Tore:

0:1 Marc Reh (62. Min.)
1:1 Jan-Hendrik Pluskat (89. Min.)
1:2 Marcel Heisler (90. + 1 Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
17. Mai 201990'Kreisliga A Lemgo2018/1927

Spielort

Werrekampfbahn
TuS Ahmsen, 1, Am Sportplatz, Biemsen-Ahmsen, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Ahmsen011Loss
TuS Leopoldshöhe022Win

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Schiewe

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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