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Asemissen II siegt deutlich gegen starke Lemgoer

Spielbericht

(hk). Dank einer ganz reifen Vorstellung sichert sich der TuS Asemissen II einen deutlichen 5:0-Heimtriumph über Yunus Lemgo. Über nahezu die komplette Spielzeit hinweg sind die West-Lipper tonangebend, wissen vor allem im ersten Durchgang zu gefallen. „Wir haben den Ball und Gegner sehr gut laufen lassen“, stellt TuS II-Coach Florian Meerkötter sorglos fest.

 

Von Henning Klefisch

 

In den ersten 45 Minuten vermisst er jedoch das Durchsetzungsvermögen im Lemgoer-Hoheitsgebiet, fehlt die Klarheit in den eigenen Aktionen, auch die Kreativität, um aus dieser Überlegenheit bessere Angriffe zu konstruieren. Der Underdog macht es gar nicht einmal so verkehrt, steht im Abwehrverbund ausgesprochen stabil. Yunus-Coach Ali Sen registriert konzentriert: „Der Gegner konnte nicht viel mehr machen, als die Kugel zwischen ihren Innenverteidigern hin und her zu spielen.“ Ab Mitte der ersten Halbzeit sind die Hansestädter fahriger in ihren Aktionen, leisten sich den einen oder anderen individuellen Patzer. Nach zwölf Minuten hat Marc Schubert (Bild links) die erste Abschlussaktion. Sein Schussversuch endet am Torpfosten. Acht Zeigerumdrehungen danach macht er es deutlich besser, wird zuvor von Raffael Giebel bedient und überwindet Eyigün Abdul Kadir (Bild rechts) per Flachschuss in die linke untere Ecke. Den Takt dieser Partie bestimmen weiterhin die Blau-Weißen, die Möglichkeiten haben, im letzten Drittel aber zu oft die falsche Lösung präferieren. Trotzdem: Yunus Lemgo weiß auch zu gefallen, hat sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Und so dauert es bis zur 40. Minute, ehe Schubert nach dem kostenlosen Servicedienst von Viktor Klich die 2:0-Pausenführung erzielt, dabei von risikofreudigen Gästen profitiert.

 

Unterschiedliche Ansichten über mögliche Strafstoß-Situation

 

 

V. Klich

Nach Gästeansicht wird ihnen ein Strafstoß verwehrt, wie der Asemisser Übungsleiter anschaulich beschreibt: „Kurz vor der Pause fordert Yunus einen Elfmeter. Aber: Bei aller Liebe, da war nicht der Ansatz eines Fouls.“ Sen schildert besagte Szene wie folgt: „Nach einer Ecke rutscht der Ball durch zu unserem Spieler. Der behauptet den Ball, wird zweimal am Bein getroffen, fällt hin, will aufstehen und wird wieder runtergedrückt vom Gegenspieler.“ Das Urteil vom Tabellenvorletzten ist eindeutig: „Das war ohne Frage ein klarer Elfmeter. Dabei muss man auch anmerken, dass der Schiedsrichter die Pfeife schon im Mund hatte, aber einfach nicht gepfiffen hat.“ Die Konsequenz, die auf wenig Sympathie bei Meerkötter stößt: „Ab diesem Zeitpunkt wird es leider etwas unruhig auf dem Feld, aber nicht unfair. Leider lassen wir uns davon anstecken“, konstatiert er zu seinem Bedauern.

 

Yunus mit tollem Charakter

 

Etwas planlos sind die Asemisser in den zweiten 45 Minuten fußballerisch unterwegs, werden die Bälle doch lang und weit nach vorne gebolzt, ohne Sinn und Verstand. Yunus zeigt einen ansprechenden Charakter, drängt in der Frühphase auf das Anschlusstor, doch ihnen fehlen die Werkzeuge, um das Asemisser Abwehrbollwerk zu knacken. Im Gegenteil. Nach 54 Minuten trifft der kurz zuvor eingewechselte Justin Vogt zum 3:0 und damit zur Vorentscheidung. Giebel verrichtet zuvor Maßarbeit, lässt den Joker fußballerisch glänzen und gesichtstechnisch strahlen, spielt einen langen Ball mit ganz viel Verve. Yunus Lemgo gibt selbst dann nicht auf, beordert seinen Sechser in den Angriff, erzeugt dadurch mehr Torgefahr. Mit einem Treffer wird dieser Mut allerdings nicht belohnt.

 

„Auf diese Leistung aufbauen“

 

F. Meerkötter

In der Endphase erhöht jener Vogt auf 4:0, ehe sich in der Nachspielzeit auch der auffällige Giebel endlich belohnen darf, zum Endstand erfolgreich ist. „Insgesamt ein auch in der Höhe verdienter Sieg“, so fasst Florian Meerkötter zufrieden bei Lippe-Kick zusammen. Ali Sen diktiert abschließend Lippe-Kick in den Notizblock: „Unterm Strich muss man aber sagen, dass das Ergebnis einfach zu hoch ausgefallen ist und wir vier der fünf Gegentore durch individuelle Fehler kassiert haben. Auch wenn es bisschen komisch klingt, kann die Mannschaft auf diese Leistung weiter aufbauen.“

 

Fazit: Auch wenn der eine oder andere nach einem 0:5 den Autor dieser Zeilen am liebsten für verrückt erklären möchte, so stimmt es bei Yunus Lemgo. Diese Mannschaft hat die Grundtugenden für den erhofften Klassenerhalt intus. Was fehlt, ist die Initialzündung, um die Aufholjagd zu starten. Dieser Sieg geht für den TuS Asemissen II natürlich in Ordnung. Allerdings verpassen die Delphine das Anschlusstor mehrfach nur äußerst knapp.

 

Tore:
1:0 Marc Schubert (20. Min.)
2:0 Marc Schubert (40. Min.)
3:0 Justin Vogt (54. Min.)
4:0 Justin Vogt (86. Min.)
5:0 Raffael Giebel (90. + 1 Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
13. Oktober 201990'Kreisliga B2 Lemgo2019/2012

Spielort

Sportzentrum Greste
Grester Str. 169, 33818 Leopoldshöhe, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Asemissen II235Win
Yunus Lemgo000Loss

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