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Asemissen verpasst die Zweistelligkeit

Spielbericht

(hk). Was für eine Lehrstunde für den TuS Bexterhagen. Eine heftige sportliche Tracht Prügel kassieren die Reds, die mit 1:9 in Asemissen untergehen. Sven Gleisner, der Manager der Gäste, muss zähneknirschend eingestehen: „Nach 15 Minuten war die Messe schon gelesen. Die Körpersprache war besser, sie waren gieriger, hatten überragende Einzelspieler mit Dominic Pollakowski, Marius Seipt und Tim Meier, hatten große und überragende Innenverteidiger. Mit Patrick Barthelmeus besaßen sie einen umsichtigen Torwart. Wir haben ja schon einen guten Fänger mit Marcel Frormann, aber Barthelmeus ist ein überragender Torhüter, baut von hinten das Spiel auf, dirigiert die Mannschaft“, gefällt ihm die charakteristische Qualität der Hausherren außerordentlich.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Um tatsächlich gegen diese A Lemgo-Spitzenmannschaft zu bestehen, müssen drei Dinge zusammenkommen, zählt der eifrige Gleisner diese auf: „Wir müssen einen guten Tag erwischen, Asemissen einen schlechten, und der Schiedsrichter muss gut sein.“ Einzig Referee Jannik Simon erfüllt dieses Element, zeigt eine tadellose Vorstellung, mit einer hohen Souveränität und ganz viel Fingerspitzengefühl. Was der TuS Asemissen an diesem Tag zeigt, ist Werbung für das Lemgoer Kreisoberhaus. Marius Seipt (Bild links; 2., 37., 65. Min.), Dominic Pollakowski (15. Min.), Jan Heidschuster (26., 70. Min.), Paul Hersekorn (per Eigentor; 48. Min.) und Tim Tews (54. Min.) treffen zum zwischenzeitlichen 8:0-Vorsprung, den Marc Philipp Hotes in der 80. Minute abschwächt. Seipt krönt seinen Sahne-Auftritt mit dem Tor zum 9:1-Endstand sieben Minuten vor dem Schlusspfiff. Die

D. Pollakowski

Asemisser sind taktisch von ihrem Maestro Carsten Skarupke überragend eingestellt, pressen powervoll, ganzheitlich, sehr leidenschaftlich. Die Bexterhäger geraten in Schwierigkeiten, den Spielaufbau planvoll durchzuführen. Skarupke findet: „Mit dem 4:0 zur Halbzeit war Bexterhagen noch sehr gut bedient“, ist ein Klassenunterschied fast deutlich geworden. Als „kläglich“ bezeichnet er den schlampigen Umgang mit allerfeinsten Abschlussaktionen. Als besagter Hersekorn 180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff die Kugel in das eigene Netz knallt, schalten die Asemisser in den Energiesparmodus, um Kräfte für die nahende englische Woche zu schonen.

Vorbildliche Fair-Play-Geste von Seipt

 

Gleisner wird nicht gleich melancholisch, ist sich der Kader-Architekt doch im Klaren, dass seine so juvenile Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 21,8 Jahren aufläuft, wie er flugs im Kopf ausrechnet. Die richtigen Konsequenzen müssen die Bexterhäger aus diesem Spiel ziehen, was eine ellenlange Fehlerliste hat, die beim Training am Dienstag zumindest teilweise abgearbeitet werden muss. Verärgert sind die Gäste keineswegs, ist die Unterlegenheit doch zu kolossal, um tatsächlich sich in diesem Spiel etwas auszurechen. Für Gleisner ist eine absolut beachtenswerte Situation, über die er bei Lippe-Kick berichtet: „In der 78. Minute wird Marius Seipt angeblich gefoult. Der Schiedsrichter pfeift trotzdem Freistoß und Seipt spielt diesen ins Tor-Aus, sodass wir Abstoß bekommen. Eine mega-faire Geste. Bei einem 8:1 ist das sicherlich einfacher zu machen, als bei einem 1:0. Dass man so etwas überhaupt macht, ist definitiv erwähnenswert“, möchte er vor dem wieselflinken „geilen Zocker“ Marius Seipt sein Käppi als Zeichen der Bewunderung ziehen. Hätte sich Skarupke für einen kurzen Augenblick in die Rolle als Drehbuch-Autor zoomen können, so hätte er genau solch einen Spielfilm produziert. Er strahlt mit der Sonne um die Wette, sagt bei Lippe-Kick in bester Stimmung: „Das Spiel ist genauso gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, ist es die frühe Führung, die den Hausherren die Asse in die Ärmel spielt. „Bexterhagen ist mit dem Ergebnis noch sehr gut bedient gewesen. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden, wie sie es vom Kopf her und von der Einstellung gespielt hat.“ Der einzige Störfaktor in diesem Spiel ist die fehlende Abschlussqualität, präsentieren sich seine Jungs zu christlich, fehlt der Killerinstinkt in Strafraumnähe.

 

Fazit: Es klingt unfassbar, aber die Chancenverwertung vom TuS Asemissen ist unzureichend. Natürlich, wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis tanzen, bemängelt Skarupke in der Stunde des Sieges die fehlerhafte Abschlussqualität. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn die Asemisser zeigen Fußball wie aus einem Guss, demontieren einen äußerst hilflosen TuS Bexterhagen, der einen gebrauchten Tag erwischt.

 

Tore:
1:0 Marius Seipt (2. Min.)
2:0 Dominic Pollakowski (15. Min.)
3:0 Jan Heidschuster (26. Min.)
4:0 Marius Seipt (37. Min.)
5:0 Paul Hersekorn (per Eigentor; 48. Min.)
6:0 Tim Tews (54. Min.)
7:0 Marius Seipt (65. Min.)
8:0 Jan Heidschuster (70. Min.)
8:1 Marc Philipp Hotes (80. Min.)
9:1 Marius Seipt (83. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
20. September 202090'Kreisliga A Lemgo2020/214

Spielort

Sportzentrum Greste
Grester Str. 169, 33818 Leopoldshöhe, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Asemissen459Win
TuS Bexterhagen011Loss

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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