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Kreisliga A Detmold

SuS Pivitsheide – Zurheide hört auf

Einen wichtigen Einschnitt in seinem Leben hat es für Denis Zurheide vom SuS Pivitsheide gegeben, der seine fußballerische Karriere nach der laufenden Saison beendet. Hier gibt es die Hintergründe dazu.

Zurheide legt den Fokus auf Kind und Karriere

Kreisliga A Detmold (hk). Die Spielerkarriere von Denis Zurheide neigt sich dem Ende zu. Im Sommer 2017 ist für den 30-Jährigen nach 20 Jahren Schluss mit dem aktiven Fußball. Eine berufliche Weiterbildung und die frischgebackene kleine Familie erfordern die volle Konzentration von Zurheide, der die Prioritäten anders ordnen muss. Sein Credo: „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer überall 120 Prozent geben möchte“, ist genau dies aber mit diesen neuen Herausforderungen im Fußball bei seinem Heimatverein SuS Pivitsheide nicht mehr möglich.

Von Henning Klefisch

Bei den Pivitkern gibt es nach der Saison einen Umbruch. Coach Ralf Brokmann zieht es zum Post TSV Detmold. Carsten Skarupke übernimmt dieses Traineramt. Auch die Fitz Brüder Thomas und Tobias verlassen den Verein. Das Duo zieht es zur SG Hörstmar/Lieme. Zurheide betont aber: „Dass dieses gerade mit dem Wechsel von Ralf übereinstimmt, hat rein gar nichts miteinander zu tun“, hat er diese kolossale Entscheidung unabhängig voneinander getroffen. Beim SuS Pivitsheide wird er sich nicht komplett abmelden. Nicht auszuschließen, dass er nach der Prüfung, die im Herbst 2017 auf ihn wartet, in der zweiten Mannschaft mit weniger Training mitspielt. Auf besondere Erlebnisse in seiner Karriere angesprochen, gibt es einige erwähnenswerte Erinnerungen. „Damals der Doppelaufstieg der ersten und zweiten Seniorenmannschaft war mit das Emotionalste.“ Beim BSV Müssen unter Michael Majewski hat er die „Staubsaugermentalität“ erlernen dürfen. Überkreisliche Erfahrungen sammelte er beim Blomberger SV unter dem Trainerduo Manuel Roßblatt und Oliver Görlich. „Beide haben meine Entwicklung maßgeblich mit beeinflusst“, ist er den beiden sehr dankbar. Auch von seinem aktuellen Coach Ralf Brokmann hat er viel mitnehmen dürfen. Insgesamt steht für ihn fest: „All diesen Trainern möchte ich danke sagen, dass ich ihr Vertrauen genossen habe und ich viel von ihnen lernen durfte.“ Auch seinen vielen Mit- und Gegenspielern spricht er ein Dankeschön „für die tolle Zeit im Seniorenfußball“ aus. Für den restlichen Saisonverlauf verspricht er, dass er sich „zu 120 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen wird.“ Aktuell steht er mit dem letztjährigen Aufstiegsanwärter auf dem fünften Tabellenplatz. Zurheides Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn wir in der Rückrunde für unseren Noch-Trainer Ralf Brokmann das Meistmögliche an Erfolg bieten, um diesen auch in einem angemessenen Rahmen zu verabschieden“, liegt dies sicherlich im Interesse aller. Warme Worte hat er auch abschließend für seinen Heimat- und Herzensverein parat: „Für die sportliche Zukunft wünsche ich dem SuS Pivtsheide nur das Beste und bedanke mich für viele, tolle Jahre, die ich mitgestalten und erleben durfte.“

Auch einige Weggefährten erinnern sich an ihn.

SuS Pivitsheide-Obmann Dieter Przybila (Bild links): „Ich kenne Denis schon seit der A-Jugend. Als ich Senioren-Obmann geworden bin, kam er in die Seniorenmannschaft. Mich beeindruckt an ihm seine Mentalität. Er gibt nie auf, ist immer lernbereit und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. So hat er zum Beispiel in Blomberg und auch bei uns Verteidiger gespielt, was nicht seine Lieblingsposition ist, er aber dort benötigt wurde. Er will und muss nicht selbst glänzend, sondern denkt immer an das Team. Auch schwierige Tore erzielt er durch seinen Willen und die Leidenschaft, die er im Fußball demonstriert. Er ist in seinen Fähigkeiten eventuell nicht der Beste, aber gibt stets alles und trainiert hart, um sich immer zu verbessern. Die Identifikation mit SuS Pivitsheide ist bei ihm ganz stark ausgeprägt gewesen. Wenn er sich in der Mannschaft und dem Umfeld wohlfühlt, bringt er starke Leistungen. Für mich ist er eine der wichtigsten Spieler in meiner Karriere und bin froh ihn zu kennen, ich schätze ihn sehr und freue mich, dass ich mit ihm zusammen arbeite.“

Blomberger SV-Obmann Michele Caporale: „Ich möchte erstmal Glückwünsche los werden, da er vor kurzem ja Papa geworden ist. Ich persönlich bin sehr froh, einen solchen Typen kennengelernt zu haben. Man konnte immer auf ihn bauenein Mann, ein Wort. Sein Kampfgeist war überragend, ein sehr bissiger und mannschaftsdienlicher Spieler. Bei den Jungs (die ihn noch kennen) immer gerne gesehen und freundschaftlich empfangen. Es war damals ein großer Verlust für uns, aber wir sind immer offen und ehrlich miteinander umgegangen, daher freue ich mich, dass ich ihn immer mal wieder am Platz sehe. Denis, ich wünsche dir neben und auch manchmal auf dem Platz (wenn es nicht gegen uns geht) alles Gute und vor allem Gesundheit.“

BSV Müssen-Mitspieler Andre Swoboda: „Denis war in unserer gemeinsamen Zeit beim BSV immer ein super loyaler Mensch, der offen und ehrlich war und bis heute ist. Fußballerisch macht Denis vor allem in Sachen Einstellung und Bereitschaft für die Mannschaft so schnell keiner was vor. Schade, dass er aufhört. Wir werden freundschaftlich verbunden bleiben. Auch wenn es mich wurmt, ihn bei direkten Aufeinandertreffen nicht mehr freundlich begrüßen zu können. Er ist sicherlich eine Koryphäe und polarisiert hier und da. Aber ich habe ihn einfach nur positiv in Erinnerung. Vor allen Dingen auch privat.“

SuS Pivitsheide-Mitspieler Jannik Fischer: „Denis ist für mich ein super Typ. Er gibt, egal wie der Spielstand ist oder wer der Gegner ist, jedes Mal 100 Prozent und hat das Team, auch wenn es mal nicht so gut aussah, immer positiv beeinflusst. Auch neben dem Platz kann man sich immer auf Denis verlassen. Mir persönlich hat es immer Spaß gemacht, mit Denis in einem Team zu zocken und das wird mir auch immer positiv in Erinnerung bleiben.“

BSV Müssen-Mitspieler Niklas Ernst: „Also mit Denis wird es ja nie langweilig. Eine Anekdote, an die ich mich sehr gut erinnere, beschreibt eine Autofahrt mit ihm. Ich kam aus Dortmund zum Wochenspiel und Denis holte mich aus Bielefeld ab, um pünktlich am Platz in Müssen zu sein. Mein Zug hatte in Gütersloh eine Panne und statt 18.00 Uhr war ich erst um 19.00 Uhr in Bielefeld. Denis wurde schon halb verrückt, schließlich sollten wir das Sturmduo der Startelf stellen und um 19:30 Uhr war Anstoß. Dann begann die Fahrt, auf der ich mehr geschwitzt habe als in den 90 Minuten später. Denis ist gefahren und ich habe versucht, anzusagen, wo Lücken waren, quasi wie bei einer Rallye. Wir waren um 19:17 Uhr am Platz, zogen uns um und standen dann rechtzeitig auf dem Platz.“

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