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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Die große Umfrage

Die Spielausfälle haben sich zu einem Problem entwickelt, für das es vielleicht eine Lösung gibt. Zumindest handelt es sich um ein diskussionswürdiges Thema. Heute: Teil drei.

„Es ist immer etwas unangenehm”

Kreisliga A Lemgo (hk). Die Spielausfälle dominierten auch in der höchsten Lemgoer A-Klasse in den letzten Wochen die Schlagzeilen. Die Folge davon ist ein verzerrtes Bild. Wenn man auf die Tabelle blickt, haben einige Kunstrasenmannschaften etwa schon 17 Partien absolviert, während die SG Bentorf/Hohenhausen oder der FC Laßbruch/Silixen erst 14-mal gespielt haben. Lippe-Kick startet die große Umfrage, erkundigt sich nach Lösungsvorschlägen und fragt, ob durch die ungleiche Spielanzahl eine Wettbewerbsverzerrung vorliegt.

Von Henning Klefisch

Lothar Köhnemann, TuS Ahmsen (Obmann)

„Ja klar, es immer etwas unangenehm, wenn einige Mannschaften hinterherhinken mit der Anzahl an Spielen. Gerade deswegen haben wir uns schon vor der Saison Gedanken gemacht und zum Beispiel bei unserem Spiel gegen Sonneborn gleich mal das Heimrecht getauscht. Dadurch hatten wir zwar am Anfang der Serie drei Auswärtsspiele am Stück, konnten aber im November dann gegen Sonneborn mit einem Heimspiel ohne Ausfall in die Winterpause gehen. Auch das Schötmar-Spiel wollten wir tauschen, haben dort aber wohl eine falsche Mail-Adresse angeschrieben und somit wurde im „Sommer” bei uns auf Kunstrasen gespielt und wahrscheinlich im März auf Asche in Schötmar. Das wäre andersherum wohl schöner und angenehmer im September auf einem sehr guten Rasenplatz gewesen. Ich denke, einige Spiele sind auch ausgefallen, weil der Platz  sagen wir mal, zu voreilig gesperrt wurde, zu früh ist nicht immer gut. Oftmals ist ein Spiel möglich und da sollte den Vereinen vielleicht mehr Verantwortung gegeben werden. Eine Wettbewerbsverzerrung sehe ich noch nicht, ist auch nicht so einfach zu steuern. Unglücklich würde ich es eher nennen. Die Staffellleiter sind ja bemüht, so schnell es geht wieder anzusetzen. Das klappt aber auch nur bedingt. Ein Lösungsvorschlag wäre, tatsächlich schon am Anfang der Saison vorausschauend auf die Auswärtsspiele zu gucken und wie wir es versucht haben, tiefe Rasenplätze im Winter – also vom November bis März – so gut es geht zu schonen und Spiele gezielt zu verlegen bzw. das Heimrecht zu tauschen. Natürlich klappt es nur, wenn dieses denn auch möglich ist. Manche Mannschaft oder Verein kann nicht so einfach verlegen oder handeln, wie sie es vielleicht machen möchten, aber gegen einen Versuch spricht nichts, außer es bedeutet dann aber auch, man sollte schon selbst handeln und nicht auf gutes Wetter hoffen. Möglich ist einiges, ob man es möchte, ist die andere Sache.”

Dennis Wieder, SG Hörstmar/Lieme (Torwarttrainer)

„Klar ist das für einige schlecht und es gibt ein verzerrtes Bild in der Tabelle. Aber jeder Verein muss schauen, ob er alles dafür getan hat die Spiele durchzuziehen! Wir hatten dieses Jahr auch zwei bis drei Spiele, wo wir am liebsten gesagt hätten: Wir spielen nicht! Diese Doppelbelastung und diesen Stress in der Woche. Den wollten wir vermeiden. Beim Spiel zum Beispiel gegen Sonneborn bin ich davon überzeugt: Wenn wir das nicht gespielt und das im Frühjahr 2018 ausgetragen hätten, wären wir eventuell als Sieger vom Platz gegangen und hätten somit zwei Punkte mehr auf dem Konto. Deshalb ist jeder Verein dafür selbst verantwortlich, wie früh man die Partien absagt. Eine Lösung könnte sein, entweder etwas eher anzufangen mit der Saison oder mal vorausschauend zu denken und vielleicht das Heimrecht mal zu tauschen oder die Spiele gegen November so anzusetzen, dass die Kunstrasen-Teams dann vorrangig Heimrecht genießen. Auf andere Plätze ausweichen, stellt sich für die meisten Mannschaften schwer dar. Das ist eigentlich keine Option.”

Andre Plaß, TSV Kirchheide (Trainer)

„Das ist ein schwieriges Thema. Dass einige Vereine erst 14 Spiele auf dem Konto haben, sehe ich jetzt nicht so dramatisch. Wenn ich mir die B-Ligen anschaue, dann wird mir ganz anders. Meiner Meinung nach sind hier aber auch die Vereine in die Pflicht zu nehmen. Ich würde außer auf Sportfesten keine Spielwünsche der Vereine mehr zulassen. Ein Beispiel: Warum spielt Silixen im August bei uns in Kirchheide auf Kunstrasen? Und wir fahren dort Anfang März hin. Ob dieses Spiel stattfinden wird? Da müsste man vielleicht den Hebel ansetzen.”

Michael Kamlah, TuS Sonneborn (Spieler)

„Wir sind eine der Mannschaften, die doch recht viele Spiele über die Bühne gebracht hat! Das liegt aber auch nur daran, dass Ahmsen und Oerlinghausen das Heimrecht getauscht haben und wir somit im November nicht zu Hause spielen mussten! Die eine Möglichkeit, das Problem zu lösen, ist die Spiele nach dem Untergrund anzupassen. Demnach hätten viele Kunstrasenmannschaften ihre Heimspiele gegen Mannschaften wie den TuS im Herbst oder Frühjahr! Das bedeutet viel Organisation am Anfang, aber deutlich weniger Spielverlegungen und Ausfälle wie jetzt. Eine andere Idee wäre gleich von vornherein mehr Wochenspieltage zu planen, um nicht bis Ende November spielen zu müssen! Auf den Wettbewerb haben diese Ausfälle schon einen entscheidenden Einfluss! Es kann sein, dass man drei Wochen nicht mehr spielen musste wegen des Wetters und dann nach Lemgo muss und Lemgo in der Zeit alle Spiele gemacht hat! Das Ergebnis vom Spiel ist quasi schon vor dem Spiel klar.”

Sebastian Brosch, TuS Leopoldshöhe (Trainer)

„Ich sehe das relativ entspannt. Ich denke, dass der Staffellleiter einen recht guten Job macht. Die Rahmenbedingungen sind, wie sie sind. Oftmals werden die Plätze von der Stadt oder Gemeinde gesperrt. Somit sind den Vereinen die Hände gebunden. Außer Bentorf/Hohenhausen und Laßbruch/Silixen haben alle etwa gleich viele Spiele absolviert. Im Kreis Detmold sieht das anders aus.”

Patrick Strate, TuS Lüdenhausen (Spieler)

„Die Frage, ob es Wettbewerbsverzerrung ist oder nicht, haben wir uns auch schon des Öfteren gestellt. Meiner Meinung nach ist es das nicht. Da kommt halt der große Vorteil eines Kunstrasenplatzes zum Vorschein. An einem Spieltag haben vier Partien auf Kunstrasen stattgefunden und vier auf Rasen nicht. Wo soll der Staffelleiter die Grenze für eine generelle Spieltagsabsage ziehen? Meines Erachtens ist das in der A-Lemgo noch alles im grünen Bereich. Wir reden hier von drei Partien. Fragwürdig ist nur, ob man den 4. März als Nachholspieltag ansetzen sollte! Klar sind Wochenspieltage für die meisten Truppen Mist, da man da meist auf die Schichtarbeiter verzichten muss. Allerdings finde ich den 4. März doch zu früh. Vereine, die nur einen Rasenplatz zur Verfügung haben, können sich im Winter ja gar nicht richtig vorbereiten! Das ist dann schon eher Wettbewerbsverzerrung.”

Axel Wehmeier, TuS Brake (Trainer)

„Diese Problematik besteht ja jedes Jahr und es ist natürlich nicht gut, wenn in einer Liga die Anzahl der Spiele sehr unterschiedlich sind. Diese Problematik entsteht aber automatisch, da viele Vereine gar keinen Einfluss darauf haben, ob gespielt werden kann oder nicht. Meiner Meinung nach müsste der gesamte Spielapparat unter die Lupe genommen werden. Es ist ja grundsätzlich ein Problem, wenn es viele Wochenspieltage gibt (Arbeit und Studenten etc.). Solange nicht jeder Verein über einen Kunstrasenplatz verfügt, wird es diese Probleme geben. Das ist halt so. Wenn wir nur sonntags spielen wollen, müsste der Sommer durchgespielt werden, also generell über einen anderen Saisonablauf nachgedacht werden. Eine andere Lösung gibt es aus meiner Sicht nicht.”

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