Connect with us

Frauenfussball

FC Donop/Voßheide Frauen – Titelrennen gesichert

Die Frauen vom FC Donop/Voßheide schafften es am Sonntag sich gegen SC Wiedenbrück durchzusetzen und holten sich damit den Titel der Landesliga der Frauen. Den Bericht bekommt ihr hier.Frauen-Landesliga

FC Donop-Voßheide I – SC Wiedenbrück 1:0 (0:0)

 

Auf der Felge durchs Ziel gerollt

Seit dem dritten Spieltag hatte der FC Donop-Voßheide die Tabellenführung der Frauen-Landesliga ununterbrochen inne. Nach der Verletztenmisere in den letzten Wochen gab es nicht wenige, die damit rechneten, dass der Platz an der Sonne womöglich noch am letzten Spieltag verloren gehen würde. Die Befürchtungen erwiesen sich dann aber als unbegründet: in einem wahren Kraftakt kämpfte sich die Mannschaft gegen den direkten Konkurrenten SC Wiedenbrück mit einem knappen 1:0 Sieg durchs Ziel und holte sich erneut den Meistertitel in der Landesliga, der zum direkten Aufstieg in die Verbandsliga (Westfalenliga) berechtigt.
Top-Torjägerin Jenni Friedel wird sicherlich lange ausfallen und auch Marina Heidebrecht konnte diesmal verletzt nicht mithelfen. Jana Wiemann-Großpietsch, die ihre schmerzhafte Wadenverhärtung unter der Woche mehrfach hatte behandeln lassen, wollte es zumindest versuchen, hielt auch fast die gesamte Spielzeit durch und zeigte erneut ihre Bedeutung als Schaltzentrale im Mittelfeld.
Schon zur Pause, als es noch 0:0 stand, attestierte FC-Coach Knut Winkelmann seinen Schützlingen einen hervorragenden Charakter – und in der Tat zerrissen sich alle seine Spielerinnen bis zur Belastungsgrenze. Das goldene Tor fiel dann aber erst kurz nach der Pause in der 51. Minute: nach einer scharfen Hereingabe von Charlotte Meier von der linken Seite blieb Wiedenbrücks Nr. 5, Ina Sonneborn zwei Meter vor dem Tor nichts anderes übrig als den Ball vor der einschussbereiten Milena Szymkowiak ins eigene Tor zu spitzeln. Der Jubel beim FC war entsprechend groß und man konnte förmlich die Steine vom Herzen plumpsen hören. Danach war das Spiel an Dramatik kaum zu überbieten: Wiedenbrück drängte vehement auf den Ausgleich, der FC warf in der Defensive alles rein, insbesondere die vor dem Spiel vom Coach als „Shooting-Star“ der Saison gefeierte 18-jährigen Kathi Opitz und Fast-Torschützin Szymkowiak gelang es hervorragend, die Schaltzentralen des SC und die Top-Torjägerin Jocelyn Hampel zu neutralisieren, während die beiden Schwestern Anna-Lena und Charlotte Meier über die Flügel immer wieder gefährliche Nadelstiche setzten. 15 Minuten vor Schluss sah eine Spielerin der Gäste die gelb-rote Karte.
Als endlich der Schlusspfiff ertönte, gab es kein Halten mehr; vor dem eigenen Tor, wo der letzte gegnerische Angriff noch Sekunden vorher erfolgreich abgewehrt worden war, bildete sich eine glückselige Traube von Spielerinnen, die Meister-T-Shirts durften übergestreift werden und die Feierlichkeiten durften beginnen.
Da der Meistertitel zum Aufstieg in die Westfalenliga berechtigt, steht die schwierigste Entscheidung noch an: bis Mittwoch muss sich die Mannschaft und der Verein entscheiden, ob man den Aufstieg wahrnehmen will – bei der gegenwärtigen Personalsituation sicherlich keine leichte Entscheidung.

Bilder:
links: Anna-Lena Meier bringt gleich den Ball nach innen, im Hintergrund eine ziemlich verzweifelt dreinblickende Wiedenbrücker Gegenspielerin

mitte: Die Meistertruppe:
Oben von links nach rechts: Ersatztorhüterin Annika Schlosser, Milena Szymkowiak, Jennifer Friedel, Genephe Mäder (mit Jenny Friedels Sohn auf dem Arm), Anna-Sophie Meyer, Kapitänin Jana Wiemann, Nele Klappheck, Charlotte Meier, Sarah Einhorn, Marie Wollbrink, Trainer Knut Winkelmann, Co-Trainer Mario Reinhold, Co-Obleute Heino Grollich und Dirk Seidlitz.
Unten von links nach rechts: Marina Heidebrecht, Anna-Lena Meier, Katharina Opitz, Melanie Gutsch, Co-Kapitänin Marina Niemeier (mit der Meisterschale), Torhüterin Laura Schulte, Julia Hartmann, Selin-Aylin Kartin, Tabea Macy.

 

Frauen-Bezirksliga

FC Donop-Voßheide II – SC Bielefeld 06/07 1:3 (1:2)

 

Unerwartetes Happy-End

Nach dem Abpfiff ging die FC-Zwote mit hängenden Köpfen vom Platz, denn durch die 1:3 Niederlage gegen den SC Bielefeld war der Abstieg in die Kreisliga ja besiegelt – bis dann der den beiden Spielen beiwohnende Staffelleiter Peter Dold, nach dem Landesligaspiel FC-Co-Obmann Heino Grollich signalisierte, dass eventuell noch mit einer erfreulichen Nachricht zu rechnen sei, eine schriftliche Bestätigung aber noch ausstehe. Man solle später noch ins DFB-Net gucken. Was sich dann dahinter verbarg, war eine völlig unerwartete Wende der Situation. Denn der FC Bad Oeynhausen hatte gemeldet, dass er seine Mannschaft zurückzieht, was bedeutete, dass die FC-Zwote in der Bezirksliga bleiben darf. Einige aus der Mannschaft hatten sich schon ungläubig die Augen gerieben, als sie plötzlich in der Tabelle nicht mehr als Absteiger gekennzeichnet standen, als die entsprechende Nachricht vom Staffelleiter um 20.40 Uhr eintraf und natürlich entsprechenden Jubel auslöste. Vielleicht sollte die Mannschaft geschlossen in der Kirche eine Kerze anzünden!

 

Frauen Kreisliga

FC Donop-Voßheide III – SG Schweicheln 7:0 (2:0)

 

Toller Abschluss

Die 3. Frauen des FC hatten mal wieder Spaß. Anfangs als Kellerkind der Liga angesehen haben sie eine begeisternde Rückserie hingelegt, 23 Punkte gesammelt und sind bis auf Platz 10 geklettert. Chapeau! Die Tore teilten sich Sina Flakowski, Kim Laura Wehfer (je 3) und Vanessa Colik.

 

 

Quelle: Pressemitteilung FC Donop/Voßheide, H. Grollich, D. Seidlitz

More in Frauenfussball

%d Bloggern gefällt das: