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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Nachbericht Halle Detmold

Das volle Programm erleben die Zuschauer in der DBB-Halle. Die Überraschungen bleiben allerdings aus, die Favoriten setzen sich durch.

Gruppe 1

1.Blomberger SV411:3+810
2.RSV Hörste413:11+29
3.SuS Lage410:5+57
4.Spvg Hagen-Hardissen47:12-53
5.FSG Waddenhausen/Pottenhausen48:18-100

Nichts zu holen für die Außenseiter

(hk). Zusammen ziehen der Blomberger SV, der RSV Hörste und SuS Lage in die Zwischenrunde vom LZ-Cup ein. Die beiden C-Ligavertreter Spielvereinigung Hagen/Hardissen und die FSG Waddenhausen/Pottenhausen bleiben dabei auf der Strecke. Spannend geht es beim Kampf um Rang zwei zwischen den Nachbarvereinen RSV Hörste und SuS Lage zur Sache.

Von Henning Klefisch

 

Vom Ergebnis nicht täuschen lassen möchte sich Blomberg-Coach Mike Winkler, wenn er gegenüber Lippe-Kick klarstellt: „Als Tabellenerster in die Zwischenrunde einziehen, sieht natürlich gut aus, es war jedoch ziemlich holprig in den Spielen“, hat er sich von diesen Spielen nicht grundlegend begeistern lassen. Im spielerischen Segment hat er noch ein erhebliches Potential nach oben erkannt. Dennoch ist Fußball ein klarer Ergebnissport, präsentiert Winkler sich gespannt, sagt er doch bei Lippe-Kick: „Nichtsdestotrotz freuen wir uns natürlich und schauen mal, ob wir uns steigern können und es für den ganz großen Sprung reicht.“

Etwas müde waren die Kicker des RSV Hörste noch im Auftaktspiel gegen den Blomberger SV bei der 1:4-Niederlage, ließen sich „einfach vom BSV ausspielen“, so meint RSV-Defensivspieler Marcus Baumgartner (Bild rechts) gegenüber Lippe-Kick. Es folgten zwei Siege gegen die letztlich chancenlosen tiefklassigen Kontrahenten aus Hagen/Hardissen und Waddenhausen/Pottenhausen. Der knappe Erfolg über den Ligakonkurrenten SuS Lage freut Baumgartner sehr, erquickt er sich doch an einer „starken Leistung.“ Nun steigt die Partystimmung vor dem letzten Höhepunkt des Jahres, am 30. Dezember, an gleicher Stelle: „Die Jungs hatten richtig Lust und freuen sich jetzt auf eine spannende Zwischenrunde“, so Baumgartner abschließend bei Lippe-Kick.

Die sieben Punkte aus vier Partien sind für SuS Lage-Coach Christian Martens (Bild links) gleichbedeutend mit einer „starken Vorrunde.“ Daher gibt er einen Einblick in sein Seelenleben: „Wir sind happy, dass es endlich geklappt hat, die Vorrunde zu überstehen.“ Der Hüpfer hinein in die nächste Runde, das ist die Quintessenz für Martens, der zurückblickt: „Wir kommen völlig verdient als bester Dritter weiter. Wir hätten uns aber auch als Zweiter oder Erster qualifizieren können“, geht es ausgeglichen in dieser Spielklasse zur Sache. Bitter aus Lagenser Sicht, dass ein Wechselfehler gegen den RSV Hörste kurz vor dem Schlusspfiff dafür verantwortlich ist, dass die Hörster den dritten Rang belegen. Martens Resümee: „Ich bin sehr zufrieden, zumal die Jungs echt alles reingehauen und viele Tore gemacht haben. Jetzt sind sie hungrig auf mehr“, bedankt er sich recht herzlich bei den mitgereisten Anhängern. „Ich denke, die Halle wird am 30. Dezember beben“, reibt sich Christian Martens voller Vorfreude die Hände.

Erst im letzten Spiel gegen den Ligakonkurrenten FSG Waddenhausen/Pottenhausen hat sich die Spielvereinigung aus Hagen/Hardissen den ersten Sieg mit dem 5:3 gesichert. Am Ende ist es der vierte Rang im Endklassement. Für Co-Trainer Rudi Krein ist dies beileibe kein Beinbruch, wenn er klarstellt: „Wir haben uns gut verkauft und sind unserer Linie treu geblieben, indem wir versucht haben, strukturiert Fußball zu spielen.“ Mit der knappsten aller möglichen Niederlagen geht es gegen den Blomberger SV aus. Die Nelkenstädter profitieren von einer Unachtsamkeit der Hagen/Hardissen-Kicker eiskalt. Krein kritisiert: „Leider waren wir im Abschluss nicht konsequent genug. Von daher ein gerechtes Ergebnis.“ Mit drei Toren Differenz verliert die Spielvereinigung das ewig junge Derby gegen SuS Lage. „Überhastete Abschlüsse“ sind ursächlich, dass nicht mehr Ertrag aus einem „ordentlichen Auftritt“ gezogen wird. Eine weitere deutliche Niederlage wird im Spiel gegen den RSV Hörste fabriziert. „Es hat eine Verkettung von individuellen Fehlern stattgefunden, sodass wir zurecht die Klatsche einzusortieren wissen“, hat die Analyse diesbezüglich bereits stattgefunden. Mit einem Lächeln im Gesicht kann sich das Andre-Team verabschieden, gibt es in einer kurzweiligen Partie einen 5:3-Erfolg über die FSG Waddenhausen/Pottenhausen. Krein findet eher so medium, dass sein Team zu viel Nachlässigkeit nach einer zwischenzeitlichen 4:1-Führung offenbart, dann noch zweimal den Ball aus dem eigenen Netz holen muss. Die Moral stimmt beim B-Liga-Absteiger, der innerhalb von einem kurzen Zeitintervall wieder die Führung ausbaut. In Summe stellt er aber erfreut fest: „Wir haben das kurze Turnier dennoch genossen und eine faire und gute fußballerische Leistung gezeigt, leider hatten die ambitionierten A-Ligisten die Oberhand“, ist ein Favoritenschreck in dieser Gruppe nur der Vater des Gedanken.

Die rote Laterne in dieser Gruppe hängt bei der FSG Waddenhausen/Pottenhausen. Mit einer negativen Tordifferenz von minus zehn und vier Pleiten aus vier Spielen ist der diesjährige LZ-Cup aus Sicht der 95er alles andere als erfreulich verlaufen. FSG-Coach Ali Souk  (Bild links) spricht Klartext: „Wir haben sehr schlecht gespielt. Meine Jungs haben mehr Potential, aber es hat nicht geklappt, was wir wollten.“ Man freut sich auch an den kleinen Sachen. So etwa, dass Wa/Po verletzungsfrei geblieben ist. Souk zeigt sein hohes Maß an Empathie, wenn er sagt: „Ich wünsche weiterhin anderen Mannschaften viel Glück.“

Die Ergebnisse im Überblick

Blomberger SVSpvg Hagen-Hardissen1:0
SuS LageFSG Waddenhausen/Pottenhausen4:1
RSV HörsteBlomberger SV1:4
Spvg Hagen-HardissenSuS Lage0:3
FSG Waddenhausen/PottenhausenRSV Hörste4:5
Blomberger SVSuS Lage2:2
RSV HörsteSpvg Hagen-Hardissen5:2
FSG Waddenhausen/PottenhausenBlomberger SV0:4
SuS LageRSV Hörste1:2
Spvg Hagen-HardissenFSG Waddenhausen/Pottenhausen5:3

 

Gruppe 2

1.SG Hiddesen/Heidenoldendorf523:4+1913
2.Post TSV Detmold522:4+1813
3.SuS Pivitsheide517:8+99
4.TuS Eichholz/Remmighausen513:22-96
5.CSL Detmold59:24-153
6.SG Belle/Cappel510:32-220

Keine Überraschungen in Gruppe 2

LZ-Cup (ab). Die drei im Vorfeld so hoch gehandelten Teams vom Post TSV Detmold, der SG Hiddesen/Heidenoldendorf und vom SuS Pivitsheide haben die erste Hürde souverän gemeistert und ziehen gemeinschaftlich in die Zwischenrunde ein. Von den B-Ligisten macht der TuS Eichholz/Remmighausen noch den besten Eindruck, wird am Ende aber nur Vierter. CSL Detmold und die SG Belle/Cappel folgen auf den Plätzen fünf und sechs.

Von André Bell

 

Ein einziger Treffer entscheidet darüber, dass die SG Hiddesen/Heidenoldendorf als Tabellenerster in die nächste Runde einzieht. 23:4 lautet das Torverhältnis für die SG, während der Post TSV Detmold auf 22:4 Treffer kommt. „13 Punkte aus fünf Spielen, damit sind wir zufrieden, das ist eine ordentliche Ausbeute, aber wir haben noch Luft nach oben“, zieht Coach Markus Rüschenpöhler (Bild rechts) eine insgesamt positive Bilanz. Aber: „Es ist noch mehr möglich, wir müssen uns noch steigern. Aber wir haben das Ziel erreicht und das sehr souverän geschafft.“ Schon das erste Spiel gegen CSL Detmold deutet an, wozu die SG fähig sein könnte. Beim 6:0 ist der Gegner „ohne Chance. Wir erzielen schnell drei Tore und können das Spiel im Anschluss sehr ruhig gestalten.“ Dann folgt schon das Duell mit dem Post TSV Detmold, gegen den man wenig zulässt, aber dennoch unglücklich in Rückstand gerät. Steffen Hinder kann drei Minuten vor Schluss aber noch zum verdienten Punktgewinn ausgleichen. Gegen Belle/Cappel läuft nur wenig wie gewünscht, obwohl die SG erneut früh 3:0 führt und das Spiel am Ende 8:2 gewinnt. Aber besonders die Gegentore ärgern Rüschenpöhler. „Wenn wir 8:2 gewinnen, aber man nicht zufrieden ist, dann sagt das viel aus. Das ist schon Meckern auf höherem Niveau“, so der Coach. Die Partie gegen Eichholz/Remmighausen hat dann schon vorentscheidenden Charakter, ein Punkt reicht bereits zum Weiterkommen. Und erneut holt man locker alle drei Zähler, schickt auch den TuS mit 6:0 von den Brettern. Im abschließenden Gruppenspiel entscheidet sich dann „nur noch“ die Endplatzierung. „Gewinnen wir das Spiel, sind wir Erster, spielen wir Unentschieden, werden wir Zweiter und bei einer Niederlage sind wir Dritter“, stellt der Coach die Ausgangslage dar. Und auch gegen Pivitsheide gerät man zunächst in Rückstand nach einer Zwei-Minuten-Strafe, die Rüschenpöhler als „Witz“ bezeichnet. Seine Mannschaft kann das Spiel aber noch drehen und nach Treffern von Christoph Rüschenpöhler und Michael Thissen mit 2:1 für sich entscheiden, gleichbedeutend mit dem Gruppensieg.

Sichtlich angetan vom Nachmittag in der DBB-Halle zeigt sich Post TSV-Manager Michael Grundmann: „Es war eine tolle Gruppe, am Ende haben sich die drei Favoriten durchgesetzt. Ich denke, dass wir in allen Spielen die überlegene Mannschaft waren.“ Einzig gegen Heidenoldendorf ist es „ein Spiel auf Augenhöhe, da entscheiden wirklich Kleinigkeiten.“ Gegen die anderen vier Konkurrenten holt der Bezirksligist aber teils sehr deutliche Siege und zieht als Gruppenzweiter in die nächste Runde ein, die an gleicher Stelle ausgespielt wird. Grundmann lobt: „Die Stimmung war super und die Spiele waren sehr fair. Jetzt freuen wir uns auf die Zwischenrunde.“ Aussagekräftig findet er die Tabelle: „Heidenoldendorf und wir waren an diesem Tag die stärksten Teams. Danach kam SuS Pivitsheide. Die anderen drei Teams konnten die Favoriten nicht wirklich ärgern.“

Folglich läuft der SuS Pivitsheide als Dritter ein. Die Spiele gegen Detmold und Hiddesen/Heidenoldendorf gehen verloren, drei Siege gegen die B-Ligisten reichen allerdings für den Einzug in die Zwischenrunde. „Die Vorrunde lief nicht so wirklich rund“, meint SuS-Kicker Daniel Wichmann (Bild rechts). „Wir haben nur eine überschaubare Leistung geboten. Trotzdem konnten wir uns in den ersten beiden Spielen durchsetzen und sind somit gut ins Turnier gestartet. Gegen Post TSV Detmold haben wir ängstlich gespielt und wenig von dem gezeigt, was uns letztes Jahr bis in die Endrunde brachte: Wille, Laufbereitschaft, Einsatz. Da war die Niederlage dann hochverdient. Auch gegen CSL haben wir uns das Leben am Anfang schwer gemacht. Am Ende konnten wir uns trotzdem verdient durchsetzen. Im letzten Spiel die knappe Niederlage gegen Heidenoldendorf war ärgerlich“, fasst Wichmann den Auftritt des SuS zusammen. Die Freude über das Weiterkommen ist groß, dennoch: „In der Zwischenrunde müssen wir uns deutlich steigern, wenn wir wieder nach Lemgo wollen. Aber da werden wir dran arbeiten und am 30. Gas geben. Wir wollen unbedingt nach Lemgo in die Endrunde!“

Das Ziel wird der TuS Eichholz/Remmighausen nicht mehr erreichen, dem B-Ligisten ereilt das Aus nach der Vorrunde. Doch Jannik Rother (Bild links) findet, „dass wir uns alles in allem ordentlich verkauft haben.“ Denn man sieht insgesamt ganz gut aus, zeigt auch gegen die höherklassigen Gegner, dass man durchaus Potenzial hat für mehr. Und gegen die Liga-Konkurrenten CSL Detmold (5:3) und Belle/Cappel (6:4) gelingen zwei Siege. „Ehrlicherweise war dann auch nicht viel mehr drin“, konstatiert Rother. „Ich denke, dass wir direkt im ersten Spiel gegen Post unsere beste Leistung gezeigt haben, konnten das Spiel 13 Minuten lang ziemlich offen halten und haben gegen Pivitsheide auch 10 Minuten gut mitgehalten“, war allerdings von vornherein klar, dass es ein mittelgroßes Fußballwunder braucht, wenn man die Gruppen überstehen möchte: „Man muss auch klar sagen, dass die Gruppe einfach unfassbar stark war. Ein Bezirksligist, zwei A-Ligisten, die oben dabei sind, Tabellenführer der B-Liga, puuh, dann wird’s halt schwer als ‚normaler B-Ligist‘.“ Und auch, wenn sich Rother eigentlich gar nicht beklagen möchte, so wünscht er sich insgeheim wohl eine Setzliste für die Vorrunden-Auslosung: „Hätten wir in den letzten Jahren nicht so ein Glück mit der Auslosung der Vorrunden-Gruppe gehabt, hätte ich dieses normale Losverfahren kritisiert. Kann doch nicht sein – unsere Gruppe und die Gruppe mit Jerxen/Orbke, Augustdorf und Diestelbruch waren ja wohl Wahnsinn.“

Ein Stück weit vom Wahnsinn entfernt ist die Darbietung der Kicker vom CSL Detmold, die sich selbst mehr ausgerechnet hatten und auch von ihren Kontrahenten höher eingeschätzt wurden. Doch es reicht nur zu einem knappen 4:3-Erfolg über Liga-Konkurrent SG Belle/Cappel, die anderen fünf Partien werden teils deutlich verloren. So reicht es auch nur zu Rang fünf für den Tabellenzweiten der Kreisliga B Detmold.

Als Außenseiter gestartet konnte die SG Belle/Cappel in dieser Gruppe nicht viel ausrichten. „Wir haben natürlich in einer Gruppe mit drei Mannschaften gespielt, die sich ganz offensichtlich berechtigte Hoffnungen auf die Endrunde machen können“, meint SG-Kicker Malik Schacht (Bild links). Dennoch findet er es „unnötig, dass wir am Ende mit null Punkten nach Hause gehen, da wir gegen CSL bis kurz vor Schluss 3:1 führen und das nicht verlieren dürfen. Gegen Eichholz war dann die Luft raus.“ Insgesamt war die Leistung aber „nicht die beste, die Gruppengegner, vor allem die ersten drei, waren auch entsprechend stark. So können wir einen Haken an die Hallensaison 2018 setzen.“ Hervorzuheben ist noch Keeper Olli Bäse, „der mit einem Solo-Lauf und Vorlage zum Tor die Halle auf seine Seite brachte und insgesamt höhere Niederlagen verhinderte.“

Die Ergebnisse im Überblick

Post TSV DetmoldTuS Eichholz/Remmighausen4:1
SG Hiddesen/HeidenoldendorfSG Hiddesen/Heidenoldendorf6:0
SG Belle/CappelSuS Pivitsheide0:4
SG Hiddesen/HeidenoldendorfPost TSV Detmold1:1
SuS PivitsheideTuS Eichholz/Remmighausen5:1
CSL DetmoldSG Belle/Cappel4:3
Post TSV DetmoldSuS Pivitsheide3:1
SG Belle/CappelSG Hiddesen/Heidenoldendorf2:8
TuS Eichholz/RemmighausenCSL Detmold5:3
SG Belle/CappelPost TSV Detmold1:10
CSL DetmoldSuS Pivitsheide2:6
SG Hiddesen/HeidenoldendorfTuS Eichholz/Remmighausen6:0
CSL DetmoldPost TSV Detmold0:4
TuS Eichholz/RemmighausenSG Belle/Cappel6:4
SuS PivitsheideSG Hiddesen/Heidenoldendorf1:2

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