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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/19 – Vorbericht Zwischenrunde Detmold

Auch in der DBB-Halle Detmold kämpfen 16 Teams um sechs Plätze für die Endrunde am 13. Januar in Lemgo. Hier ist der Vorbericht zur Zwischenrunde.

Alles ist möglich – Was macht der Titelverteidiger?

LZ-Cup (ab). Vier schwer einzuschätzende Gruppen haben sich für die Zwischenrunde in der DBB-Halle Detmold zusammengefunden. Eine Prognose ist kaum abzugeben, fast alle Teilnehmer haben in der Vorrunde überzeugende Vorstellungen abgeliefert oder zumindest noch das Potenzial, um in der Zwischenrunde einen Gang zuzulegen. Wie in Lemgo heißt es auch in Detmold 6 aus 16. Die vier Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die Zweiten der Gruppe 1 und 2 sowie der Gruppen 3 und 4 spielen in Qualifikations-Spielen zwei weitere Teilnehmer aus. Anders als in der Hansestadt beginnt in Detmold das erste Spiel allerdings bereits um 09:30 Uhr.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

Gruppe 1

TuS Horn-Bad Meinberg
Blomberger SV
SF Oesterholz/Kohlstädt
SuS Pivitsheide

Sportfreunde wollen „Überraschung schaffen“

(ab). Drei Teams aus der Kreisliga A Detmold, dazu eine Mannschaft aus der Kreisliga B. Die Rollen sollten klar verteilt sein, denkt man zumindest. Doch wer die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt unterschätzt, der wird möglicherweise das Nachsehen haben.

Von André Bell

 

Denn die Mannschaft von Trainer Sascha Möller hat sich souverän für die Zwischenrunde qualifiziert, zog punktgleich mit dem TSV Horn als Gruppenzweiter in die nächste Runde ein und ließ dabei die Spielgemeinschaften aus Kachtenhausen/Helpup, sowie aus Istrup/Brüntrup und Klüt/Wahmbeck hinter sich. Noch etwas bessere machte es der TuS Horn-Bad Meinberg, der alle vier Spiele gewinnen konnte und dabei nur zwei Gegentore kassierte, im Gegenzug aber satte 20 Treffer erzielte. Für TuS-Coach Richard Soethe gibt es in der DBB-Halle Detmold ein Wiedersehen mit dem Blomberger SV, der sich ebenfalls als Gruppensieger qualifizieren konnte und dabei auch ungeschlagen blieb. Zehn Punkte aus vier Spielen ist die Ausbeute des A-Ligisten. Komplettiert wird das Feld von einem weiteren A-Ligisten. Der SuS Pivitsheide zog als Dritter der einzigen Sechser-Gruppe direkt in die Zwischenrunde ein, hat aber noch Luft nach oben.

Das kann man vom TuS Horn-Bad Meinberg nun wahrlich nicht behaupten. In der Vorrunde lief alles beinahe perfekt. Coach Richard Soethe meint: „Aus der Vorrunde nehmen wir mit, dass man mit Spaß, ohne Druck, ohne jegliche Aggression und einer klaren Spielstruktur in der Halle spielen sollte, um erfolgreich zu sein.“ Mit der gleichen Taktik, aber mit einem anderen Kader wird man auch nach Detmold reisen. Denn, wie im Nachbericht bereits erwähnt, nimmt Soethe „nur die halbe Mannschaft zur Zwischenrunde mit, da sich die anderen Vorrundenhelden an diesem Wochenende auf einem verlängerten Jahresendtrip befinden, was ich niemandem verübeln kann, da es sich anbietet.“ So wird man beim TuS mal schauen, „was wir wieder auf die Beine stellen können.“ Mit wem sich Horn-Bad Meinberg am Sonntag duelliert, ist dem Coach dabei „vollkommen egal, denn in der Halle zählen andere Gesetze, auch, wenn wir von der Papierform her mit Pivitsheide und Blomberg zwei gute Mannschaften aus unserer Liga dabei haben und mit Oesterholz eine Mannschaft, die, wie wir, eine sehr gute und engagierte Vorrunde gespielt hat und ambitioniert ist.“ So wäre es für den TuS schön, „wenn wir den Sprung in die Finalrunde schaffen“, aber wenn es nicht klappt, „ist es auch kein Beinbruch.“ Für Richard Soethe sind „Hallenturniere, egal ob LZ-Cup oder andere, zur Überbrückung der Winterpause ganz schön, aber nicht mehr und nicht weniger.“

Und prinzipiell könnte man die Worte von BSV-Coach Mike Winkler ähnlich deuten, denn auch er ist der Meinung, dass „mit der Quali für die Zwischenrunde jedes Team gezeigt hat, dass man in der Halle ein gutes Team auf dem Feld hat.“ So gibt es für Winkler keinen „klaren Favoriten. Den sehen wir in unserer Gruppe eigentlich nicht, die Chance auf die Endrunde ist daher für jedes Team gegeben.“ Allerdings haben die drei Kontrahenten eines gemeinsam: „Alle Teams haben sich in ihren Gruppen sehr stark gezeigt und werden daher selbstbewusst in die Spiele gehen.“ Das Ziel des Blomberger SV ist natürlich die Endrunde, „wie aber wohl bei jedem Team in der Zwischenrunde.“ Ob es dann dazu auch reicht, wird sich zeigen. Im Kader der Nelkenstädter wird es kleinere Veränderungen unter anderem wegen Urlaub geben.

Anders als einige andere Trainer, Spieler und Funktionäre findet es SF-Obmann Björn Brinkmann gar nicht so schlecht, „dass man zwischen den Tagen doch die Möglichkeit hat sich zu bewegen und den Weihnachtsschmaus wenigstens ein bisschen abzubauen.“ Oder zumindest „denken sich das auf jeden Fall die Jungs und sind schon ganz heiß auf den letzten offiziellen Auftritt in diesem Jahr.“ Und den gehen die Sportfreunde durchaus ambitioniert an: „Wir wollen den Auftritt so positiv wie möglich gestalten in einer Gruppe, wo wir zwar klarer Außenseiter sind, uns diese Rolle aber auch ganz gut tut.“ Denn: „Wie in Horn hat großartig keiner mit uns gerechnet, haben aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen und unterschätzt wird in der Zwischenrunde eh keiner.“ So glaubt der Obmann, dass es „enge Spiele“ werden, „wo zum Schluss auch das Quäntchen Glück ausschlaggebend sein wird.“ Eine hohe Meinung hat er von den drei Kontrahenten: „Horn kommt mit einer blütenweißen Weste. Pivitsheide und Blomberg haben sich auch keine Blöße gegeben. Es wird spannend, aber auch der Zweite kann sich dann noch Hoffnungen machen weiterzukommen. Einen klaren Favoriten habe ich in der Gruppe nicht. Es kommt auch drauf an, welche Spieler dem Trainer in diesen Tagen zur Verfügung stehen.“ So sieht es beim B-Ligisten dahingehend auch nicht ganz so rosig aus, denn David Hoffmann wird weiterhin fehlen. Dazu hat sich Sebastian Hüttmann noch verletzt. „Das wird eng“, so Brinkmann. Außerdem sind Simon Strohdiek, Marnik Wobbe und Lukas Waldeyer im Urlaub. Und sollten die Sportfreunde auch beim Sylvester-Cup in Paderborn ins Achtelfinale kommen, „müssen wir eh zwei Mannschaften stellen, da dieses auch Sonntag anstehen würde.“ Das kennt man bei den Sportfreunden aber schon „seit Jahren und wir haben es immer gut hinbekommen.“ Der Fokus liegt dabei „auch wie jedes Jahr auf den LZ Cup, da schmeißen wir jetzt alles rein, um eine Überraschung zu schaffen.“

Wäre es auch eine Überraschung, wenn der SuS Pivitsheide sich als Erster oder gegebenenfalls als Zweiter durchsetzen würde? Die Vorrunde jedenfalls hat gezeigt, dass man gegen Teams wie Hiddesen/Heidenoldendorf und Post TSV Detmold zwar mithalten kann, punkten konnte man aber nicht. So zog man mit drei Siegen gegen B-Ligisten als Dritter in der Sechser-Gruppe in die Zwischenrunde ein. SuS-Kicker Daniel Wichmann sah nach Vorrunde allerdings großes Steigerungspotenzial. Mit so einer „überschaubaren Leistung“ wie vor zwei Wochen wird der SuS die Endrunde wohl nur als Zuschauer erleben dürfen.

 

Gruppe 2

TSV Horn
FSV Pivitsheide
RSV Hörste
SuS Lage

Derby-Alarm und ein Geheimfavorit

(hk). Reichlich Zuckerstadt-Derbys gibt es in der Gruppe 2 in der DBB-Halle zu bestaunen. Dreiviertel der Teams kommen aus dem Ballungsraum Lage. Der einzige Nicht-Lagenser Verein ist der Bezirksliga 3-Vertreter und klare Favorit Türkischer SV Horn. Man darf gespannt sein, wie sich die Schmiech-Spieler gegen FSV Pivitsheide, RSV Hörste und SuS Lage so schlagen.

Von Henning Klefisch

 

In der Gruppe 1 in der Witex Halle in Augustdorf ist der TuS Horn-Bad Meinberg der absolute Dominator gewesen, gewann alle vier Spiele. Drei Teams folgten mit je sechs Zählern. Mit dem besten Torverhältnis auf Rang zwei platziert war der FSV Pivitsheide, der sich das Ticket für den Sehnsuchtsort Detmold sicherte. Bereits in der Vorrunde in Detmold kreuzten sich die Klingen zwischen dem RSV Hörste und dem SuS Lage. Die Hörster belegten im Endklassement mit neun Punkten die zweite Position, während Lage zwei Zähler weniger aufwies, was für den dritten Rang berechtigte. Nun darf man gespannt sein, spielen die beiden Nachbarn jetzt in einer Vierer- statt Fünfergruppe. Ein herzlicher Gastgeber und eine exzellente Hallenmannschaft: Der Türkische SV Horn hat in der Vorrunde in Bad Meinberg herausragende Eigenwerbung betrieben. Mit zehn Punkten aus vier Spielen holten sich die Eggekicker die Spitzenposition. Neben drei Siegen gab es einzig beim 2:2 gegen die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt keinen Dreier.

Dankbar zeigt sich TSV Horn-Manager Ender Ünal, dass die Weihnachtsfeiertage für etwas Besinnlichkeit allenthalben gesorgt haben. Denn: Seine Spieler konnten sich ganz entspannt ausruhen – physisch wie psychisch entspannen. Heute Abend werden die Kicker ein einstündiges Hallentraining absolvieren. Eine bedenkliche Entwicklung: Die Motivation ist bei vielen Akteuren aber nicht mehr ganz so gewaltig: „Wir müssen schauen, wer am Sonntag da ist und spielen möchte. Vor zehn Jahren war es noch so, dass du zehn Leute gezwungenermaßen zu Hause lassen musstest, weil alle mitwollten. Mittlerweile ist es so, dass wir den einen oder anderen zwingen müssen zu spielen. Die Jungs wollen auch mal zur Ruhe kommen“, erklärt Ünal, der der Meisterschaft „absolute Priorität“ einräumt. Wenn er sich die Teams rein auf dem Papier anschaut, ist ein Weiterkommen möglich. Dennoch glaubt er felsenfest daran, dass ein Weiterkommen nicht zu einem Selbstläufer wird. Ender Ünal erinnert sich nämlich an Situationen aus dem Liga-Alltag: „Unsere Mentalität ist leider so, dass wir unsere Leistung gegen Top-Teams abrufen und uns den schwächeren Gegnern anpassen.“ Einen Durchmarsch wird es nicht geben, liefert er dafür auch eine mögliche Begründung: „Wir haben auch nicht die Top Hallen-Spieler, wie vor Jahren, aber die Reife und Erfahrung haben wir und auch nicht den Zwang, um unbedingt weiter zu kommen.“ Ihm ist bewusst: „Klar erwartet man das von uns oder wünscht es.“ Demungeachtet: Die Lagenser möchte er tunlichst nicht unterschätzen, verfügen diese doch über starke Spieler, auch den Pivitsheidern bescheinigt er ein gewisses Überraschungspotential. Der Zeitpunkt der Ansetzung ist wenig optimal, sagt Ünal doch: „Dazu kommt uns die Früh-Gruppe auch nicht entgegen, aber wir werden sehen, wie es kommt“, bemüht der Manager nun keinen Gang zum Wahrsager. Er hofft auf Gerechtigkeit und keine verletzten Spieler, wünscht sich eine Fortführung der positiven Tradition: „Die letzten Jahre haben wir es eigentlich immer geschafft, in die Endrunde zu kommen“, fühlen sich die Horner vor großem Publikum pudelwohl.

Übungseinheiten unter dem Hallendach, das ist die Einstimmung für den FSV Pivitsheide. Im Vergleich zur Vorrunde werden zwei neue Akteure auf jeden Fall mitwirken. FSV-Spielmacher Jürgen Bolinger ist sich bewusst: „Mit dem TSV Horn als Bezirksligisten haben wir natürlich den Favoriten in der Gruppe. Wenn die am Turnier teilnehmen, schaffen sie es meist auch in die Endrunde“, hat er hier eine Regelmäßigkeit erkannt. Auf einem Niveau betrachtet er die Seinen mit den A-Liga-Mannschaften aus Lage und Hörste. Bolinger glaubt an die spezielle Motivation der Nachbarvereine: „Beide Mannschaften haben Spieler, die es alle in die Endrunde schaffen wollen und geil drauf sind. Wir natürlich auch“, erkennt er hier eine Gemeinsamkeit. Wenig Glanzvolles gab es aus Sicht der Pivitsheider in der ersten Gruppenphase. Coach Dima Charov hat hier noch erheblichen Verbesserungsbedarf erkannt. Bolinger: „Das wollen wir in der DBB-Halle natürlich ändern. Die Halle wird voll sein und darauf freuen wir uns. Wir wollen den Zuschauern und unseren mitfiebernden Fans natürlich tollen Fußball zeigen“, ist solch eine Fan-Unterstützung im lippischen Amateurfußball eher selten anzutreffen. Sein Seelenheil wird von einem erfolgreichen Abschneiden nicht abhängig gemacht. „Sollte es am Ende nicht reichen, dann ist das halt so. Ziel ist es trotzdem, am 13. Januar mit der Tasche nach Lemgo zu fahren.“

Geschlossenheit möchte der RSV Hörste auch in der Zwischenrunde demonstrieren. Dies ist ein Erfolgsfaktor in der Vorrunde gewesen, die die Mannschaft von Coach Frank Linnemann nach ansprechenden Leistungen als Gruppenzweiter abgeschlossen hat. Auf einige Urlauber und Verletzte muss Linnemann nun wohl verzichten. Die Gruppen-Analyse von Hörste-Führungsspieler Kevin Leps hat ergeben: „TSV Horn ist der klare Favorit in der Gruppe. Sie sind spielerisch brutal gut bestückt und haben ein enormes Tempo. SuS Lage und FSV Pivitsheide sehe ich als robuste, starke Truppen, die auch einen gepflegten Ball in der Halle spielen können.“ Die Hörster streben den Maximalertrag an, was für sie den zweiten Platz bedeutet. „Das ist unser Ziel“, betont Leps im Lippe-Kick-Gespräch.

Die sportlichen Leistungen des SuS Lage sind so unberechenbar wie die Stimmungsschwankungen einer 14-Jährigen. Man weiß nie so wirklich, woran man bei den Zuckerstädtern ist, denn fußballerisch verfügt die Mannschaft von Coach Christian Martens über ausreichend Qualität. Dies auf die Platte umzusetzen, das wird am Sonntag notwendig sein. Manuel Eßer ist seit Menschengedanken ein Verteidiger, er ist quasi als fleischgewordenes Abwehrbollwerk auf die Welt gekommen. Folglich darf man seinen Worten Glauben schenken, wenn er sich verbal mit dem Thema Defensive beschäftigt: „Wir müssen unsere Rückwärtsbewegungen auf jeden Fall verbessern. Wenn das besser wird, ist viel möglich!“ Ein Deja-vu-Erlebnis mit dem RSV Hörste hat es bereits in der ersten Turnierphase gegeben. Nun ist die Sehnsucht enorm, dass gegen den A-Liga-Aufsteiger gepunktet wird. „Aber in der Halle ist alles drin. Von daher lasse ich mich mal von den Gegnern überraschen“, befindet Eßer, dass diese Gruppe „ausgeglichen“ daherkommt. Bis auf Dominik Zlatar kann Martens seine Bestbesetzung aufbieten.

 

Gruppe 3

FC Augustdorf
SG Hiddesen/Heidenoldendorf
FC Fortuna Schlangen
SC Türkgücü Detmold

Hammer-Gruppe – Wer hat das bessere Ende für sich?

(ab). Das ist schon ein hartes Brett, das der Titelverteidiger vor der Brust hat. Mit drei A-Ligisten duelliert sich der FC Augustdorf um den sicheren Endrunden-Platz. Wirklich souverän ist der FCA in den vergangenen Jahren allerdings nie bei der Zwischenrunde aufgetreten.

Von André Bell

 

Ganz anders lief da dieses Jahr die Vorrunde, die der FCA souverän mit vier Siegen als Gruppensieger beendet hat. Diestelbruch/Mosebeck, Jerxen/Orbke, Müssen und Berlebeck/Heiligenkirchen hat gegen die Sandhasen nichts auszurichten. Ähnlich gut lief es für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf, die sich in der einzigen Sechser-Gruppe ebenfalls als Sieger durchsetzte und dabei unter anderem den Post TSV Detmold und den SuS Pivitsheide hinter sich gelassen hat. Spannender hat es die Fortuna aus Schlangen gemacht. Aus vier Spielen holte die Hohnhold-Truppe zwei Siege und ein Unentschieden, das reichte hinter Gruppensieger TuS WE Lügde zu Rang zwei und berechtigte zur Teilnahme an der Zwischenrunde. Noch knapper ging es für den SC Türkgücü Detmold zu, der sich punktgleich hinter dem FSV Pivitsheide Rang drei sicherte, dabei aber den Hakedahler SV nur Dank des besseren Torverhältnisses hinter sich ließ. Als einer der drei besten Gruppendritten reichte es auch für den Lokalmatador zur Zwischenrunde-Teilnahme.

Anders als die Vorrunde verlief die Zwischenrunde für den FC Augustdorf nicht immer souverän. „Die Zwischenrunde war bisher immer ein knappes Ding bei uns“, erinnert sich Matthias Heymann. So musste der FCA letztes Jahr ins Entscheidungsspiel gegen Hiddesen/Heidenoldendorf, welches dann klar mit 4:1 gewonnen wurde. „Dieses Jahr wird das sicher eine deutlich knappere Geschichte“, mutmaßt Heymann, denn gleich im ersten Spiel geht es erneut gegen die SG: „Wir müssen hellwach sein und 100% unseres Leistungsvermögens abrufen“, weiß Heymann. Das gilt aber auch für das Spiel gegen Schlangen, denn auch die Fortuna ist „nicht zu unterschätzen.“ Zudem ist der Coach gespannt, „ob sie wieder mit fliegendem Hüter spielen.“ Einzig den SC Türkgücü Detmold schätzt Heymann nicht ganz so stark ein, zumindest nicht, wenn man die Vorrunde als Referenz nimmt: „Detmold wird sich deutlich steigern müssen. In der Vorrunde war das nicht überzeugend. Aber auch sie haben das Potenzial in einem Spiel jede Mannschaft in der Halle schlagen zu können.“ Womit wir zur Personalsituation der Sandhasen kommen. Kevin Sömmer wird verletzt ausfallen, dafür werden Serdar Caliskan und Cedric Berkemeier wieder mit dabei sein. Aber welche acht Spieler der FCA zuerst auf den Platz schickt, entscheidet sich erst nach dem Freitags-Training.

Für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf gestaltet es sich nur unwesentlich anders, denn auch für die SG ist es eine „sehr, sehr schwere Gruppe, da braucht man nicht groß herumreden“, findet Coach Markus Rüschenpöhler. Zum einen natürlich Titelverteidiger FC Augustdorf, der das „stark gemacht und verdient den Titel geholt hat. Haben sich auch diesmal souverän durchgesetzt und sind klarer Favorit. Sie werden von vielen Zuschauern lautstark unterstützt, für uns die schwerste Aufgabe“, so der Coach. Doch auch die anderen beiden Kontrahenten werden nicht unterschätzt: „Schlangen ist ein Top-Team in der A-Liga, hat viele gute Spieler in den Reihen und rechnen sich viel aus, genau wie Türkgücü Detmold, die technisch starke Spieler haben und insbesondere in Detmold von den Zuschauern unterstützt werden.“ So stellt man sich bei der SG auf „umkämpfte Spiele“ ein gegen „drei richtig gute Gegner, wo keiner dabei ist, wo man als klarer Favorit ins Rennen geht aus unserer Sicht.“ So vermutet Rüschenpöhler, dass es für den A-Liga-Vierten schwer werden wird, „die nächste Runde zu erreichen.“ Zwar hat seine Truppe es in der Vorrunde „gut gemacht und souverän die nächste Runde erreicht. Und wir wissen auch, zu was wir zu leisten im Stande sind, aber wir müssen uns noch steigern, um die Zwischenrunde zu überstehen.“ Als Favoriten sieht der Coach, wie bereits erwähnt, den FC Augustdorf, aber „danach werden alle anderen gehandelt.“ Klar ist: „Wir werden uns am Sonntag nicht verstecken, wenn wir eine gute Performance auf den Platz bringen, wird es nicht einfach uns zu schlagen. Das Selbstbewusstsein können wir durchaus an den Tag legen.“ Allerdings muss Rüschenpöhler urlaubsbedingt auf vier Spieler im Vergleich zur Vorrunde verzichten. „Das ist bitter“, meint der Coach, „aber dennoch zu akzeptieren, es stand schon länger fest.“ So gilt es nun, „gute Alternativen zu finden.“ Einen guten Kader wird die SG aber sicherlich an den Start bringen. In „einer der stärksten Gruppen“ hat man das „klare Ziel Endrunde, sonst bräuchten wir nicht antreten“, stellt der Coach klar. „Das haben wir uns auf die Fahne geschrieben. Da interessiert mich auch nicht, ob wir personell dünn besetzt sind oder wer im Einzelnen dabei ist und wer nicht.“ Sollte es dann nur zu Rang zwei reichen, wird es ähnlich kompliziert, denn: „Auch die Parallelgruppe mit Detmold, Lügde und Di/Mo ist stark besetzt. Der Tabellenzweite, der das Quali-Spiel spielt, hat auch eine schwere Aufgabe vor der Brust. Da geht man auch nicht als Favorit ins Spiel.“

Nicht ganz so souverän, wie es der ein oder andere vielleicht vermutet hätte, hat sich der FC Fortuna Schlangen für die Zwischenrunde qualifiziert. Rang zwei hat gereicht, um nun um das Endrunden-Ticket spielen zu dürfen. Co-Trainer Mike Klöpping findet, dass „Steigerungspotential zur Vorrunde vorhanden“ ist, denn es „gibt in der Zwischenrunde keine leichten Gegner mehr. Alle wollen nach Lemgo.“ Damit sich die Fortuna qualifiziert, „muss schon alles passen.“ Das gilt allerdings auch für de anderen Mannschaften, denn „in der Halle ist auch immer alles möglich“, wird das Lippe-Kick-Phrasenschwein auch diesmal zielsicher gefüttert. Mit welchem Kader die Fortuna antreten wird, entscheidet sich erst kurzfristig am Wochenende.“

Viel Luft nach oben hat auch der SC Türkgücü Detmold. „In der Vorrunde ist es nicht so nach meiner Vorstellung gelaufen“, meint Coach Erhan Eksioglu. Er geht ins Detail: „Wir waren zu verspielt und haben die Tore nicht einfach über die Linie gebracht. Das haben wir aber besprochen und müssen es auch in der Zwischenrunde anders gestalten.“ Die Gruppe empfindet Eksioglu als „eine der stärksten.“ „Mit Augustdorf den Sieger des letzten Jahres. Sie haben auch in der Vorrunde gezeigt, dass sie dieses Jahr wieder was erreichen möchten. Mit Hiddesen/Heidenoldendorf ebenfalls eine technisch starke, junge Mannschaft. Sie gehören dieses Jahr auch zu den besten Kickern. Dann haben wir Fortuna Schlangen. Auch die haben in der Vorrunde gezeigt, dass sie einen sehr guten Fußball spielen können“, urteilt der Coach. Für seine Mannschaft bleibt nur eine Rolle übrig: „Wir sind Außenseiter und der Druck liegt nicht bei meiner Mannschaft. Wir werden versuchen unser Spiel zu machen und wollen auch den Zuschauern einen guten Fußball bieten.“ Der Coach übt Kritik am Termin: „Es ist schade, dass die Zwischenrunde am 30.12. terminiert wurde. Dadurch werden einige Mannschaften auf Spieler verzichten müssen.“ Letztendlich wünscht sich der Coach, „dass die Spiele fair und verletzungsfrei werden.“ Ein Wunsch, dem man sich so nur anschließen kann.

 

Gruppe 4

TuS WE Lügde
SV Diestelbruch/Mosebeck
Post TSV Detmold
SG Kachtenhausen/Helpup

Post TSV und die harten Nüsse

(hk). Haushoher Favorit in dieser Gruppe ist der Post TSV Detmold, der den LZ-Cup mit jeder Faser lebt und liebt. Nach der bockstarken Vorrunde hat sich der TuS WE Lügde in die Rolle des Mitfavoriten gespielt. Auch der SV Diestelbruch/Mosebeck ist nie zu verachten. Auf den ersten Blick besetzt die SG Kachtenhausen/Helpup nur die Außenseiterrolle.

Von Henning Klefisch

 

Geschickt eingefädelt hat der Post TSV Detmold den Sprung in die nächste Runde. Wegen der rudimentär schlechteren Tordifferenz (ein Tor) gegenüber der SG Hiddesen/Heidenoldendorf gehen die Postler einem Zwischenrundenduell mit dem amtierenden Sieger FC Augustdorf aus dem Weg. Der erste Auftritt im diesjährigen Wettbewerb war einmal mehr ein Warnsignal an die Konkurrenz. Graziös zauberten die Brokmänner in einer abwechslungsreichen Gruppe. Plus 19 Tore, dazu zwölf Zähler, das A-Spitzenteam FC Fortuna Schlangen überzeugend mit 4:2 bezwungen – diese Bilanz des TuS WE Lügde ist beeindruckend. Vier Punkte in vier Spielen gesammelt zu haben, ist wahrlich keine Glanz- und Gloria-Leistung der SG Kachtenhausen/Helpup, die eine gewaltige sechs-Punkte-Differenz zum Führungsduo Türkischer SV Horn und SF Oesterholz/Kohlstädt aufweist. Drei ihrer vier Spiele hat der SV Diestelbruch/Mosebeck gewonnen, einzig zum Auftakt gegen den FCA mit 0:3 verloren.

Einen gar nicht mal mehr so geheimen Geheimfavoriten stellt der TuS WE Lügde dar. Leichtfüßig schwebten die Südostlipper durch die Vorrunde, feierten ein Schützenfest nach dem anderen und demonstrierten ihre Hallenfertigkeiten. Man geht durchaus ambitioniert in die Zwischenrunde, möchte nach 2018 auch 2019 in die Endrunde einziehen. Zu viel Risiko möchte Lügde jedoch nicht eingehen. Angeschlagene Akteure werden nicht mitwirken. Viel Reverenz erweist Lügde-Coach Andreas Hoffmann den kommenden Aufgaben: „Die Gruppe ist einer der schwierigsten und somit eine große Herausforderung, diese positiv zu überstehen. Mit Kachtenhausen/Helpup haben wir in der Halle noch keine Erfahrungen gemacht, Diestelbruch/Mosebeck ist traditionell eine sehr starke Hallenmannschaft und Post TSV der Favorit auf den Gesamtsieg.“ Bange machen gilt nicht: „Wir nehmen die Aufgabe aber an und hoffen auf attraktive Spiele.“

Für den SV Di-Mo gibt es einmal mehr nichts Neues. Erneut geht es für die Männer von Chefcoach Sascha Weber in eine Hammergruppe. Assistenztrainer Lennart Rethmeier ist ein cleveres Kerlchen, lässt seine Jungs frei atmen, indem er ganz galant sagt: „Wir sehen uns als krasser Außenseiter.“ Das Sprachrohr kann seine These auch mit vernünftigen Sachargumenten untermauern. Die Westfälische Eiche hat der Sportverein in dieser Serie nicht fällen können, gab es gegen Lügde doch gleich zwei herbe Klatschen. Der Post TSV Detmold ist für ihn per se ein jährlicher Titelanwärter. Die Personalsituation macht möglicherweise die Ringe größer als die Augen. Christopher Wessel hat seinen Winterurlaub angetreten und Timo Schiewe, der Spieler der Vorrunde aus Sicht des SV Diestelbruch/Mosebeck, fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung. Diese hat er sich beim Badminton zugezogen. Dennoch: Wer will denn da gleich schwermütig werden? Nicht die Frohnatur Rethmeier, der energisch Lippe-Kick in den Notizblock diktiert: „Dennoch werden wir versuchen, das beste draus zu machen. Wir werden auf jeden Fall den Zuschauer-Bonus in dieser Gruppe haben“, werden auch die menschlichen Bestandteile vom „Support-Hügel“ der Dörenwald-Arena die Rot-Weißen lautstark unterstützen. Rethmeier pustet kurz durch, fokussiert seinen Blick, reibt sich die Hände, um sogleich folgende Deklaration seinen Spielern mit auf den Weg zu geben: „Die Jungs sollen einfach wieder Spaß haben. Wir haben nichts zu verlieren“, lässt sich druckbefreit aufspielen.

Prinzipiell kann der Post TSV sich nur selbst schlagen. So richtig gewinnen können sie in dieser Gruppe nicht. Es wird nichts anderes als das Weiterkommen verlangt. Ein Ausscheiden wäre eine mittelgroße Katastrophe, ist aber bei dieser illustren Gegnerauswahl nicht unwahrscheinlich. Detmolds Manager Michael Grundmann tritt aber einmal mehr als Mahner auf, wenn er gegenüber Lippe-Kick deutlich macht: „Wir wissen, wie schwer es in der Halle ist und oft entscheiden in den Spitzenspielen nur Kleinigkeiten.“ Die Vorstellung in der ersten Gruppenphase ist ansprechend, voller Konzentration und fußballerischer Klasse gewesen. Grundmann zeigt sich überzeugt, dass eine Wiederholung dieser Leistungsfähigkeit den Sprung nach Lemgo ermöglicht. Trotzdem: „Die Gruppe ist natürlich sehr gut und anspruchsvoll, aber grundsätzlich sind wir in jedem Spiel Favorit, was die Sache nicht leichter macht, da jedes Team gegen uns doppelt motiviert ist“, ist dies der Bayern München-Effekt im lippischen Fußball. Der Post TSV-Macher steigt etwas präziser in die Gegneranalyse ein: „Lügde führt die A-Liga als Tabellenführer an und wird sicherlich eine starke Mannschaft haben. Kachtenhausen/Helpup hat in der Vergangenheit immer bewiesen, dass sie es in der Halle können. Gegen Diestelbruch/Mosebeck haben wir noch etwas gerade zu rücken“, sagt er vielsagend, fügt hinzu: „Ich hoffe, das klappt am Sonntag auf dem Spielfeld und nicht neben dem Spielfeld.“ Zu den Dörenwald-Jungs sagt er: „Draußen spielen sie eine enttäuschende Saison und ich denke, dass sie in der Halle Selbstvertrauen tanken wollen, um gestärkt in die Rückrunde zu gehen.“ Da die Vorrunden-Kicker fußballerisch und mental überzeugt haben, wird wohl auch wieder dem gleichen Kader das Mandat erteilt. Michael Grundmann unterstreicht die Marschroute: „Das Ziel heißt definitiv Lemgo!“

Etwas knapp im Vergleich zum B-Ligisten SG Istrup/Brüntrup hat sich die Spielgemeinschaft aus Kachtenhausen/Helpup für diese Runde qualifiziert. Trainerfuchs Jörg Horstkötter stammt nicht aus dem Phantasialand, weshalb er realistisch anmerkt: „Als ganz krasser Außenseiter geht es nach Detmold.“ Was ebenfalls wichtig erscheint: „Die jungen Spieler können auch daraus nur lernen. Wir werden versuchen, jeweils die „0“ so lange wie möglich stehen zu haben. Das wird sicher nicht ganz einfach“, könnte Horstkötter hier nichts als die Wahrheit gesprochen haben. Die drei Gruppengegner sieht er als „übermächtig“ an. Trotzdem möchte sich das Team, beheimatet zwischen Lage und Bielefeld, unbedingt zu einem Ärgernis für die Favoriten entwickeln. Ganz unberechtigt ist die Hoffnung nicht, verfügt die Spielgemeinschaft doch über einige ansprechende Zocker. Horstkötter ordnet die Verhältnisse aber kurz ein, wenn er sagt: „Unsere Gegner sind auf dem Papier schon zwei, drei Nummern zu groß für uns. Egal, Spaß soll es machen, vielleicht können wir Dritter werden”, wäre dies ein Etappenziel. Neben dem Schnapper Hertel stehen Kruse, Gronemeier, Pieper, Pook, Hoffmann, Fichna, Schmidt und Rehm im Kader.

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