Connect with us

Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Nachbericht Zwischenrunde Detmold

Die ganz großen Sensationen sind ausgeblieben, dennoch sehen die Zuschauer in der DBB-Halle packende Duelle. Hier sind die Nachberichte.

Gruppe 1

1.SuS Pivitsheide311:5+67
2.Blomberger SV310:4+66
3.TuS Horn-Bad Meinberg311:6+54
4.SF Oesterholz/Kohlstädt32:19-170

SuS zeigt, wie es geht

LZ-Cup (ab). Da hat der SuS Pivitsheide den anderen drei Teams aber ein Schnippchen geschlagen. Nach durchwachsener Vorrunde galt der A-Ligist nicht unbedingt als Favorit auf die Endrunde, doch nach sieben Punkten aus den Spielen gegen Oesterholz/Kohlstädt, Blomberg und Horn-Bad Meinberg setzt sich die Skarupke-Truppe als Gruppensieger durch und fährt nach Lemgo. Anders als die Konkurrenten. Blomberg unterliegt im Entscheidungsspiel und die vor zwei Wochen noch so überzeugend aufgetretenen Teams vom TuS Horn-Bad Meinberg und der SF Oesterholz/Kohlstädt können nicht an die Leistung anknüpfen und verabschieden sich nach der Zwischenrunde.

Von André Bell

 

Und schon gleich zu früher Stunde um 09:30 Uhr sind die Kicker des SuS hellwach. Im Gegensatz zu den Sportfreunden, die kaum eine Chance haben und sich mit 0:5 geschlagen geben müssen. „Wir sind mit dem hohen Sieg gegen Oesterholz gut gestartet, waren von Beginn an effektiv und haben unsere ersten drei Chancen zu einer 3:0-Führung genutzt. Mit dieser Führung konnten wir das Spiel entspannter angehen und haben einen noch höheren Sieg aufgrund der nachfolgenden schlechten Chancenverwertung ausgelassen“, ist Kicker Manuel Wichmann (Bild rechts) dennoch sehr zufrieden mit dem Auftakt. Erfolgreich verläuft auch das Spiel gegen Ligakonkurrent Blomberger SV, in welchem der SuS mit „viel Disziplin agiert und mit großem Kampf und Laufbereitschaft“ verdient mit 3:2 gewinnt und nach zwei Spielen eine exzellente Ausgangslage hat. Gegen Horn-Bad Meinberg würde ein Punkt bereits reichen und den holt man beim 3:3 auch, allerdings glücklich, wie Manuel Wichmann zugeben muss: „Wir haben zu passiv gespielt und trotzdem eine 3:1-Führung herausgespielt. Danach waren wir zu wild und haben es nicht ruhig zu Ende gespielt, woraufhin Horn noch einmal herankam und den Ausgleich erzielte. Am Ende hatten wir in doppelter Überzahl auch etwas Glück, dass wir nicht noch das 3:4 kassiert haben.“ Doch am Ende zählt nur eines: „Wir haben unser großes Ziel erreicht bei der Finalrunde in Lemgo teilzunehmen. Spielerisch ist immer noch Luft nach oben, aber dennoch sind wir froh, dass wir in diesem erlesenen Kreis der Finalteilnehmer sind.“

Dort wird der Blomberger SV fehlen, obwohl der Start auch für die Nelkenstädter durchaus gelingt, gegen Horn-Bad Meinberg gibt es einen 2:0-Sieg. Der wird allerdings teuer bezahlt, denn Keeper Chris Reuter verletzt sich. Fortan muss ein Feldspieler ins Tor. Gegen Pivitsheide geht das Spiel dann auch gleich verloren. Immerhin kann man sich durch das 6:1 gegen Oesterholz/Kohlstädt noch Rang zwei sichern. „Dass wir gegen Pivitsheide das entscheidende Duell verloren haben und daher in der Endabrechnung nur Platz zwei in der Gruppe erreichten und dort auf TSV Horn treffen, da hat die Glücksfee nicht unbedingt an den BSV gedacht“, hadert Mike Winkler mit der Fortuna. Besonders bitter ist natürlich die Verletzung von Chris Reuter. Der erste Verdacht: „Sprunggelenksverletzung und zumindest Bänder im Knöchel durch“, hofft Winkler, dass das MRT diesen Verdacht nicht bestätigen kann. Lippe-Kick wünscht gute Besserung und schnelle Genesung. Winkler richtet dennoch seine „Glückwünsche an Pivitsheide und Horn.“

Nach dem Durchmarsch des TuS Horn-Bad Meinberg in der Vorrunde trauten viele der Soethe-Elf auch den Sprung in die Endrunde zu, doch der Coach musste seine Mannschaft auf vielen Position ändern, bescheinigt seiner Truppe aber, „ein gutes Turnier gespielt“ zu haben. Der einzige Vorwurf, den Richard Soethe (Bild rechts) seiner Mannschaft macht: „Wir haben das erste Spiel gegen Blomberg verschlafen und unsere Chance nicht genutzt und im entscheidenden dritten Spiel gegen SuS Pivitsheide haben wir in den letzten 37 Sekunden beim Stand von 3:3 in zweifacher Überzahl nicht clever genug agiert und viel zu überhastet abgeschlossen und somit haben wir Pivitsheide die Chance gegeben irgendwie die Sekunden doch noch unbeschadet in Unterzahl zu überstehen.“ So holt der A-Ligist zwar einen 8:1-Sieg gegen die Sportfreunde, das 3:3 gegen SuS Pivitsheide ist allerding zu wenig, mit vier Punkten scheidet der TuS aus.

Einen schwarzen Sonntag haben die Kicker der SF Oesterholz/Kohlstädt erwischt. Als Geheimtipp gehandelt steht nach drei deutlichen Niederlagen das klare Aus fest. 0:5, 1:8 und 1:6 lauten die Ergebnisse aus Sicht des B-Ligisten. „Wir haben keinen guten Tag erwischt. Die Gegner haben fast jede Chance genutzt und wir waren nicht bissig genug. Es haben bei uns auch zahlreiche Spieler wegen Urlaub und Verletzung gefehlt, das sollte aber keine Ausrede sein“, hatte sich Obmann Björn Brinkmann (Bild links) trotzdem „ein bisschen mehr erhofft.“ Nun aber geht es für die Sportfreunde „in die verdiente Winterpause.“ Der volle Fokus richtet sich nun „auf die Rückrunde in der Liga.“ Brinkmann hofft, dass „zur Vorbereitung wieder alle fit sind und wir die erfolgreiche Saison weiter fortführen können.“ Der Obmann wünscht „allen Vereinen einen guten Rutsch“

Die Ergebnisse im Überblick:

SF Oesterholz/KohlstädtSuS Pivitsheide0:5
TuS Horn-Bad MeinbergBlomberger SV0:2
SF Oesterholz/KohlstädtTuS Horn-Bad Meinberg1:8
Blomberger SVSuS Pivitsheide2:3
SuS PivitsheideTuS Horn-Bad Meinberg3:3
Blomberger SVSF Oesterholz/Kohlstädt6:1

 

Gruppe 2

1.FSV Pivitsheide39:7+27
2.TSV Horn313:7+66
3.SuS Lage37:9-24
4.RSV Hörste35:11-60

FSV fährt nach Lemgo – TSV Horn folgt

LZ-Cup (ab). Der FSV Pivitsheide war einer von überhaupt nur noch zwei Detmolder B-Ligisten und ist nach der Zwischenrunde der letzte Mohikaner. Denn gegen drei höherklassige Teams setzt sich der FSV Pivitsheide durch und fährt als Gruppensieger direkt nach Lemgo. Der TSV Horn folgt auf Rang zwei und Dank des erfolgreichen Entscheidungsspiels sind auch die Schmiech-Jungs bei der Endrunde dabei. Die A-Ligisten aus Hörste und Lage sind dann nur noch Zuschauer.

Von André Bell

 

Der FSV Pivitsheide überzeugt auf ganzer Linie. „Wir haben guten Fußball gespielt und sind als Mannschaft aufgetreten. Gute Teamleistung und ein verdienter Sieg gegen Hörste“, bereiten dem B-Ligisten einen perfekten Start ins Turnier. Mit 3:2 wird der RSV besiegt. Mit dem gleichen Ergebnis wird dann auch der zwei Ligen höher spielende TSV Horn geschlagen, doch Tobias Gatzke (Bild rechts) moniert, dass man „zu leichtsinnig mit den Chancen umgegangen“, sei. So hätte es nach zehn Minuten „auch 7:0 für uns stehen können. Das rächte sich und wir haben 15 Sekunden vor Schluss das 2:2 kassiert.“ Doch Gatzke gilt nicht umsonst als Zauberfuß, tanzt gleich nach dem Wiederanpfiff seinen Gegenspieler aus und zimmert den Ball ins rechte obere Toreck zum umjubelten Siegtreffer. Damit war klar, dass dem FSV im abschließenden Gruppenspiel gegen Lage ein Punkt reichen würde, den man mit dem 3:3 auch holt. „Ein verdientes Ergebnis“ findet Tobias Gatzke.

Einen eigentlich guten Auftritt legen auch die Kicker des TSV Horn hin, doch die beiden Siege gegen Lage (5:2) und Hörste (6:2) reicht nur zu Rang zwei hinter dem FSV Pivitsheide. Manager Ender Ünal (Bild links) ist mit der spielerischen Leistung nicht unbedingt einverstanden: „In der Endrunde ist eine Steigerung Voraussetzung, ansonsten sind wir mit der Leistung Kanonenfutter. Wir müssen uns erheblich steigern.“ Doch schon im Vorhinein hat der Manager gewusst, dass es wohl nur über den Umweg gehen würde: „Wie ich es schon vorher gesagt habe, müssen wir es uns immer wieder schwermachen. Wir müssten eigentlich ohne Wenn und Aber durchmarschieren, wir gewinnen Spiele, ohne zu spielen und werden immer bestraft. Wenn es drauf ankommt sind die Jungs wie verhext.“

Knapp hinter dem TSV läuft der SuS Lage auf Rang drei ein. Dabei sieht es aber zunächst nach einem guten Start aus, denn: „Gegen Horn führen wir mit 2:0 und müssen das 3:0 komplett freistehend vor dem Tor einschieben. Im Gegenzug bekommen wir das 1:2. Anstatt zu verwalten und sich zurückzuziehen, wollen meine Männer zu viel und verlieren leichte Bälle“, ärgert sich Coach Christian Martens (Bild rechts) über die unnötige Niederlage. „Vielen fehlt die Ruhe am Ball für die Halle.“ Immerhin machen seine Jungs es „im zweiten Spiel besser und gewinnen verdient 2:1 gegen Hörste. Eine super Revanche für das späte Unentschieden in der Vorrunde.“ Im letzten Gruppenspiel besteht somit noch die Chance auf Rang zwei und „gegen Pivitsheide, die zuvor beide Spiele gewonnen haben, geben die Jungs nochmal Gas, aber es reicht leider nur für ein 3:3.“ Martens hadert: „Wären wir im ersten Spiel cleverer gewesen und hätten das 3:0 gemacht, wäre alles sicher anders gelaufen.“ Doch es hat nicht sollen sein: „Hätte, wenn und aber zählt aber leider bekanntlich nicht und somit sind wir mit einer ordentlichen Zwischenrunde raus aus dem Turnier.“

Das gilt auch für den RSV Hörste. Der Ärger über das Aus ist groß, „denn die Gruppe schien auf dem Papier machbar. Auch fußballerisch waren wir den Truppen aus Pivitsheide und Lage nicht unterlegen“, findet Dennis Gerstenberg (Bild links). Doch bei den Niederlagen zieht der A-Ligist jeweils knapp den Kürzeren. Gegen Horn wird es dann deutlich: „Horn hat sich gut geschlagen und ist in meinen Augen auch verdient weitergekommen.“ Nach dem Aus meint der Kicker: „Es war mal wieder ein großer Spaß dabei gewesen zu sein, leider müssen wir in Lemgo zugucken.“ Dort wünscht er „allen Mannschaften viel Erfolg.“

Die Ergebnisse im Überblick:

TSV HornSuS Lage5:2
FSV PivitsheideRSV Hörste3:2
TSV HornFSV Pivitsheide2:3
RSV HörsteSuS Lage1:2
SuS LageFSV Pivitsheide3:3
RSV HörsteTSV Horn2:6

 

Entscheidungsspiel Blomberger SV vs. TSV Horn 2:5

Das Entscheidungsspiel zwischen den beiden letztjährigen Liga-Konkurrenten wird früh eine klare Angelegenheit für den TSV Horn. Beim 5:2 erweist sich Markus Wittmann als dreifacher Torschütze als der Spieler, der den Unterschied zu Gunsten des TSV macht. BSV-Coach Mike Winkler urteilt: „Horn war abgeklärter und hat die Chancen konsequent genutzt. Verdienter Sieg für Horn.“ Er hadert: „Ohne den Ausfall von Chris Reuter hätte es evtl. etwas anders ausgesehen.“ Auf der Gegenseite ist Ender Ünal glücklich, dass es über den Umweg noch geklappt hat: „Wir haben unser Ziel erreicht und da gratuliere ich den Jungs, die meinten, dass es wie die Jahre zuvor spannend gemacht werden muss und sie ein Spiel mehr wollten. Ich meine, wenn es klappt ist es gut.“ Bereits zum dritten Mal hat sich der TSV Horn über das Entscheidungsspiel für die Endrunde qualifiziert: „Zweimal gegen TuS und jetzt gegen Blomberg.“ Besonders freut sich Ünal darüber, dass Edeltechniker Berat Köse seine Zusage für die Finalrunde gegeben hat: „Er hat uns versprochen, dass er bei der Endrunde spielen wird. Leider wollte er in der Vorrunde und Zwischenrunde nicht spielen, obwohl ich noch versucht habe ihn zu überreden. Aber er hatte seiner Verlobten ein Frühstück versprochen und uns vorher gesagt, dass er nur im Finale seine Edelkünste zeigt.“ „In diesem Sinne freuen wir uns jetzt am Wochenende auf unser Turnier und danach auf die Endrunde“, so der Manager.

 

Gruppe 3

1.SG Hiddesen/Heidenoldendorf322:2+209
2.FC Augustdorf315:7+86
3.SC Türkgücü Detmold310:14-43
4.FC Fortuna Schlangen32:24-220

Junge Fohlen bieten Unterhaltungsfußball

(hk). Zwei der Titelfavoriten für den LZ-Cup sind in der Gruppe 3 fußballerisch unterwegs gewesen. Mit jeweils sieben Punkten beenden die SG Hiddesen/Heidenoldendorf und der FC Augustdorf die Gruppenphase. Im direkten Duell steht es nach absolvierter Spielzeit 2:2-Unentschieden. Da aber die Spielgemeinschaft das um zehn Tore bessere Torverhältnis aufweist, muss der FCA in ein Entscheidungsspiel. Der SC Türkgücü Detmold belegt mit drei Punkten den unliebsamen dritten Rang, schnuppert aber an einem Entscheidungsspiel, verliert aber auf dramatische Art und Weise mit 4:5 gegen den FC Augustdorf. Völlig chancenlos kommt der FC Fortuna Schlangen daher, der mit einer Mischung aus der zweiten und dritten Mannschaft (beides C-Ligisten) daherkommt. Mit einem desaströsen Torverhältnis von 2:24 endet diese Zwischenrunde verdientermaßen als Tabellenletzter.

Von Henning Klefisch

 

Vielen Dank, SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Das war einfach nur Unterhaltung pur, was ihr in der DBB-Halle zu Detmold zelebriert habt. Zusammen mit dem Post TSV Detmold und der SG Hiddesen/Heidenoldendorf gehört die Spielgemeinschaft zweifelsfrei zum ganz engen Favoritenkreis im Kampf um die lippische Hallenmeisterschaft 2019. 20:2 Tore bei besagten sieben Zählern. Die Männer vom innovativen Coach Markus Rüschenpöhler (Bild links) haben offensiv ein echtes Feuerwerk abgebrannt. „Es ist für uns alles sehr gut gelaufen. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über den heutigen Tag“, macht sich der Trainer damit keiner Falschaussage verdächtig. Beste Werbung für den Hallenfußball zeigt die Spielgemeinschaft im ersten Gruppenspiel gegen den FC Augustdorf, das fußballerisch sehr ansprechend daherkommt und 2:2 endet. Die Korsettstangen Christoph Rüschenpöhler und Robin Jöstingmeier bringen HH jeweils in Führung, doch der amtierende LZ-Cup-Sieger schlägt in beiden Fällen gnadenlos zurück. Der leichtfüßige Jöstingmeier hat kurz vor der Schlusssirene noch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch sein Flachschuss knallt an den Innenpfosten, von dort aus dem Tor heraus. „Beide Teams konnten mit dem Remis leben“, kommt es doch dann auf die Duelle gegen Türkgücü und Schlangen an. Die mental starken „jungen Fohlen“ demonstrieren ihre Klasse. Zunächst im Spiel gegen die Residenzler. Nach einer überlegen geführten Anfangsphase gehen sie verdientermaßen mit 1:0 in Führung. Dann kommt der Sportclub etwas auf, schnuppert am temporären Remis. Mit dem zweiten und dritten Tor sorgt die Spielgemeinschaft jedoch für klare Verhältnisse, nutzen die existenten Lücken gegen einen offensiver agierenden Gegner. Mit 8:0 fertigt Hiddesen/Heidenoldendorf den Ligakonkurrenten ab. Mit einem schnöden Sieg über Fortuna Schlangen wäre das Ticket für die Endrunde gesichert. Es wird ein glorreicher 10:0-Erfolg gegen die bemitleidenswerten Blau-Weißen. Bilanzierend steht für Markus Rüschenpöhler fest: „Ein rundum guter Auftritt der Mannschaft. Sie hat sich sehr sympathisch präsentiert, wir haben als Einheit sehr gut agiert“, sind es auch die Akteure mit dosierter Spielzeit, die für wichtige Unterstützung gesorgt haben. In der dritten Partie werden noch einige Kicker für diese Geduld mit einem Einsatz belohnt. „Nun freuen wir uns über den super Abschluss dieses Jahres nach einem erfolgreichen SG-Jahr. In der Endrunde in Lemgo wollen wir den Verein und den FuL-Kreis sehr gut vertreten. Sicherlich sind wir der Außenseiter, was den Namen angeht“, ist Rüschenpöhler uneingeschränkt glücklich. Ein seltener Gemütszustand beim „Zetterer aus der Zuckerstadt.“

So glorreich wie die SG Hiddesen/Heidenoldendorf ist der FC Augustdorf nicht durch die Vorrunde marschiert. Vor allem das abschließende 5:4 gegen den SC Türkgücü Detmold hat für das eine oder andere graue Haar beim Trainerteam Heymann/Hengstler gesorgt. FCA-CoachMatthias Heymann (Bild rechts) meint aber: „Wir haben heute insgesamt eine ordentliche Leistung gezeigt“, ist es besagtes letztes Gruppenspiel, „was mir nicht gefallen hat“, hält er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Das 2:2 gegen Hiddesen/Heidenoldendorf war Fußball aus der Feinkostabteilung. Danach erahnt Heymann, dass die Tordifferenz entscheidende Ausmaße annimmt. Selbst spielt man sich beim 8:1 über Fortuna Schlangen zeitweise in einen Rausch. Dass seine Sandhasen erneut in Lemgo vertreten sind, ist für ihn nur mehr als verdient: „Am Ende sind die stärksten drei Mannschaften in der Nachmittagsgruppe verdient weitergekommen“, verrät er gegenüber Lippe-Kick bereits sein Programm für die nächsten Wochen: „Jetzt bereiten wir uns auf die Endrunde vor. Es werden noch einige Spieler zurückkommen und wir werden dadurch in Lemgo noch mehr Möglichkeiten haben“, wird mit dem Titelverteidiger definitiv zu rechnen sein.

Nicht aus allen Wolken gerissen ist Türkgücü-Trainer Erhan Eksioglu (Bild links), dass diese Konstellation „echt stark“ gewesen ist. Die eigene Performance beim 6:1 über Fortuna Schlangen hat ihn nicht vom Hocker gerissen. Nach der klaren Klatsche gegen Hiddesen/Heidenoldendorf bedauert er: „Im zweiten Spiel haben wir leider verpasst, nach dem 1:0 den Ausgleich zu erzielen und dann auch noch weiter Chancen ausgelassen“, wird diese fehlende Effizienz gnadenlos bestraft. „Dann haben unsere Jungs zu viele Spielräume zugelassen. Und wenn man sie spielen lässt, machen sie echt ihre Aufgabe sehr gut“, verneigt sich Eksioglu innerlich vor dem A-Liga-Spitzenteam. Eine frühe Führung hilft den Residenzlern im dritten Gruppenspiel gegen den FC Augustdorf nicht. Ein kleiner Erfolg aus Sicht vom Sportclub-Trainer: „Es war bis zum Schluss ein spannendes und echt gutes Spiel. Am Ende haben wir bei den Gegentoren zu viele Fehler gemacht.“ Insgesamt möchte er allen Zwischenrundenteilnehmern recht herzlich gratulieren, weil: „Es waren gute Spiele dabei“, zeigt er sich verzückt vom Niveau dieser Veranstaltung.

Sven Gerbsch aus dem Vorstand des FC Fortuna Schlangen sagt als Begründung für den letzten Platz: „Tapfer geschlagen und das Beste daraus gemacht, weil einige Schlüsselspieler in Paderborn beim renommierten und traditionsreichen Silvestercup des SV Heide-Paderborn waren.“ Ein Wunsch aus Sicht der Fortunen: „Wir würden es begrüßen, wenn der FuL-Kreis Detmold zukünftig die Zwischenrunde des LZ-Cups zeitlich so terminieren würde, dass Kollisionen mit dem Silvestercup vermieden werden. Auch im Interesse von Zuschauern und Sponsoren“, haben die Blau/Weißen in Detmold mit einer Mischung aus der zweiten und dritten Mannschaft gespielt. Bevor Gerüchte aufkommen, muss gesagt werden, dass die Lippische Landeszeitung mit dem Verbot für das C-Liga-Turnier des FC Fortuna Schlangen am 30. Dezember 2018 nichts zu tun hat.

Die Ergebnisse im Überblick:

FC Fortuna SchlangenSC Türkgücü Detmold1:6
FC AugustdorfSG Hiddesen/Heidenoldendorf2:2
FC Fortuna SchlangenFC Augustdorf1:8
SG Hiddesen/HeidenoldendorfSC Türkgücü Detmold8:0
SC Türkgücü DetmoldFC Augustdorf4:5
SG Hiddesen/HeidenoldendorfFC Fortuna Schlangen10:0

 

Gruppe 4

1.Post TSV Detmold312:0+129
2.TuS WE Lügde39:6+36
3.SV Diestelbruch/Mosebeck37:703
4.
SG Kachtenhausen/Helpup31:16-150

Viel Theater um nichts

(hk). Einer bemerkenswerten Antipathie erfreuen sich Remis in dieser Gruppe 4. Alle sechs Gruppenspiele teilen sich einen Gewinner und Verlierer, ein Unentschieden gibt es nicht. Im Stile einer Klassemannschaft macht es Titelfavorit Post TSV Detmold, gewinnt alle drei Spiele, dies als Mr. Souverän. Für das Entscheidungsspiel qualifiziert sich TuS WE Lügde als Gruppenzweiter mit sechs Zählern. Komplett raus sind der SV Diestelbruch/Mosebeck auf Platz drei mit ebenso vielen Zählern und die punktlose Spielgemeinschaft aus Kachtenhausen/Helpup.

Von Henning Klefisch

 

Ein Dutzend Tore erzielt, keines kassiert, dabei alle drei Gruppenspiele überzeugend gewonnen. Viel besser als vom Post TSV Detmold kann eine Zwischenrunde nicht bestritten werden. Manager Michael Grundmann lobt die „Mannschaftsleistung.“ Dass die Spielpartner in einigen Situationen etwas von der Pechmarie verfolgt werden, spielt den Brokmännern in die Karten. Gegnerische Einschussmöglichkeiten sind beim Indoorsoccer auf dieser kleinen Spielfläche einfach nicht zu verhindern, „weil jede Truppe vier, fünf Spieler hat, die gut sind.“ Im Hexenkessel DBB-Halle haben die Postler besonnen und voll konzentriert agiert. Spürbare Hektik ist durch Uwe Schwarzer vom SV Diestelbruch/Mosebeck entstanden, der nach einem offensichtlichen Fehler von Schiedsrichterin Lisa Glowatzki Einspruch eingelegt hat. Der Hintergrund: Der verhängte Neunmeter wird aus sieben Metern Entfernung erfolgreich ausgeführt. Nach einer zweiminütigen Zeitstrafe gegen Di-Mo wird der vierte Spieler erst nach 2.37 Minuten wieder auf das Spielfeld gewunken. Eine Tatsachenentscheidung ist die ausbleibende Hinausstellung von Mesut Demir, der seinen Gegenspieler Patrick Hoffmann unchristlich in die Waagerechte befördert. „Die Schiedsrichterin hat einen Fehler gemacht, für den wir nichts konnten“, so Grundmann, der fortführend erklärt: „Das Schiedsgericht hat selbstverständlich auf ein Wiederholungsspiel entschieden. Diese Aktion bewerte ich mal lieber nicht“, beißt sich Grundmann hier dezent auf die Zunge. Bei Lippe-Kick gibt er dennoch zu: „Ich musste wirklich sehr ruhig bleiben und meine Wut zurückhalten und wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass es nicht gerade meine Stärke ist“, gilt der Post TSV-Macher doch als wahres Energiebündel mit Vorliebe für Emotionen. Schnell ist ihm klar geworden, dass die Dörenwald-Akteure überhaupt nichts für diese Aktion können und so schildert er: „Ich bin dann zu Diestelbruch/Mosebeck in die Kabine gegangen und habe das auch so gesagt: Sie sollen sich keinen Kopf machen, weil sie einfach nichts dafür können, dass EIN Verantwortlicher sportliche Niederlagen nicht akzeptiert. Auch unseren Jungs habe ichgesagt: Sie sollen bitte ruhig und konzentriert bleiben. Die Spieler von Diestelbruch/Mosebeck haben dann entschieden, nicht zu spielen und den Einspruch zurückzuziehen, was ich wirklich toll finde! Respekt an die Spieler und den Trainer!“ Grundmann räumt unverdrossen ein, dass er sich ausgesprochen erfreut über die Tatsache zeigt, dass es nicht zu einem zweiten Spiel gegen die Weber-Mannen gekommen ist. „Das wäre wahrscheinlich von der Härte und Emotionen sehr heftig gewesen“, könnte er damit Recht haben. „Auch Michael Cucchiara(Bild links; Obmann Diestelbruch/Mosebeck; Anm. d. Red.) hat sich danach bei mir persönlich entschuldigt und wir sind uns einig, dass wir diesen „Hass“ zwischen den Vereinen eigentlich gar nicht wollen. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung“, darf man auf die Wirkung bei den nächsten Duellen gespannt sein. Bei ihm dominiert abschließend aber die Vorfreude auf das Eldorado Hallentempel in Lemgo. „Da kann alles passieren“, spricht es Michael Grundmann aus und schnalzt mit der Zunge.

Vorbehaltlos angetan zeigen sich viele Besucher vom LZ-Cup von der Qualität des TuS WE Lügde nach den ersten beiden Spielen. Zunächst wird die SG Kachtenhausen/Helpup mit einem 5:0 abgefertigt, ehe auch der zweite Ligakonkurrent, der SV Diestelbruch/Mosebeck, mit einem 4:2 in die Schranken verwiesen wird. Lügde-Trainer Andreas Hoffmann (Bild links) freut sich über die „souveränen“ Siege. Dann folgt zu viel Furcht vor dem Post TSV Detmold (0:4-Niederlage), weshalb Hoffmann resümiert: „Trotz einiger guter Chancen haben wir gegen Post eine verdiente Niederlage einstecken müssen.“

In diesem Jahr sind die frenetischen wie heißblütigen Anhänger des SV Diestelbruch/Mosebeck ein wahrer Farbtupfer in der Endrunde der lippischen Hallenmeisterschaften gewesen. 2019 muss darauf verzichtet werden, denn nach zwei Niederlagen aus drei Spielen scheiden die Dörenwald-Jungs aus. Co-Trainer Lennart Rethmeier (Bild rechts) meint, dass dies „verdient, aber auch sehr unglücklich“ vonstattengeht. Dieses Scheitern stellt für ihn ein Ärgernis da, „weil heute viel mehr drin gewesen wäre.“ Seine Analyse der Spiele hat ergeben: „Gegen Post spielen wir auf Augenhöhe, ein typisches Unentschieden-Spiel. Gegen Lügde sind wir zu unkonzentriert und zeigen eine schwache Defensiv-Leistung“, sind es vier Gegentore, die von den Osterräderstädtern eingeschenkt werden. Rethmeier mutmaßt: „Ein großer Faktor dabei war bestimmt die Vorgeschichte und die lange Diskussion um einWiederholungsspiel“, hat dies die Vorbereitung spürbar gestört. Das 5:1 gegen das Schlusslicht Kachtenhausen/Helpup hat für einiges entschädigt, spielen die Rot/Weißen frisch, fröhlich und frei auf. Die Unzufriedenheit nimmt Besitz von Rethmeiers Gemütslage, befindet er doch bei Lippe-Kick: „Insgesamt bin ich von dem Turnier heute enttäuscht gewesen. Das Niveau war nicht so gut wie die letzten Jahre.“ Er wird in seinen Ausführungen präziser: „In die Zwischenrunde gehört auf jeden Fall ein Hallensprecher, der klare und deutliche Ansagen macht. Dazu wurde das Stoppen und Weiterlaufen der Zeit ständig vergessen. Teilweise war dies sogar spielentscheidend. Außerdem war über den ganzen Tag eine sehr unglückliche Schiedsrichterleistung zu beobachten. Dies lag wahrscheinlich auch an den unterschiedlichen Regelauslegungen“, spekuliert er. Nicht verachten möchte er: „Allerdings gab es mit Jan Ole Krüger und Nils Hasse auch zwei Lichtblicke.“

Immerhin: „Unter dem Strich wurden wir mit weniger Gegentoren abgeschossen als erwartet, bei mehr Konzentration wäre es noch besser gewesen“,nimmt SG Kachtenhausen/Helpup-Coach Jörg Horstkötter (Bild links) Stellung zu der Bilanz von null Punkten und 1:16 Toren. K/H-Fänger Hertel besticht mit einigen hervorragenden Paraden, verhindert insbesondere im Spiel gegen den Post TSV Detmold (0:6) eine höhere Klatsche. Horstkötters Beobachtung: „Unsere Spieler waren sehr ängstlich und hatten keinen Mut nach vorne zu spielen“, macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Von einigen unserer Spieler war ich schon enttäuscht, wo ich dachte, die wären abgezockter und würden den Jüngeren helfen“, ist dies doch ein Trugschluss. „Einige werden sich ab dem 31.01. sicherlich wundern, denn mit der Einstellung von gestern werden wir keinen Blumentopf gewinnen“, wäre die bittere Konsequenz der Gang in das Detmolder Unterhaus.

Die Ergebnisse im Überblick:

TuS WE LügdeSG Kachtenhausen/Helpup5:0
SV Diestelbruch/MosebeckPost TSV Detmold0:2
TuS WE LügdeSV Diestelbruch/Mosebeck4:2
Post TSV DetmoldSG Kachtenhausen/Helpup6:0
SG Kachtenhausen/HelpupSV Diestelbruch/Mosebeck1:5
Post TSV DetmoldTuS WE Lügde4:0

 

Entscheidungsspiel FC Augustdorf vs. TuS WE Lügde 3:1

Der Titelverteidiger erreicht das Weiterkommen im Nachsitzen. Mit einem 3:1 über den TuS WE Lügde hoppeln die Sandhasen in die Endrunde, wo sie zumindest zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen sind. Spannung ist in diesem Endspiel um das letzte Final-Ticket ein ganz wichtiger Begleiter. TuS WE Lügde-Trainer Andreas Hoffmann meint im Lippe-Kick-Gespräch: „Es war bis zum Ende ein 50:50-Spiel, bei dem am Ende das Glück gefehlt hat. Da war mehr für uns drin“, trauert er dem Comeback in Lemgo hinterher. Marco Mescheder bringt die Augustdorfer mit einem präzisen Schuss mit 1:0 in Führung. Nils Nehrig gleicht diese nach fünf Minuten aus. Unmittelbar danach bringt Cedrik Berkemeier die Sandhasen jedoch erneut in Führung. Tobias Schaad sorgt kurz vor dem Schlusspfiff für die Entscheidung mit dem 3:1-Endstand.

More in Hallenfussball

%d Bloggern gefällt das: