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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 1. Spieltag 19/20

Drei Lipper sind in dieser sogenannten Landgruppe also beheimatet. Zwei davon treffen am Sonntag im direkten Duell aufeinander. Schaut mal auf unsere Einstimmung.

Barbarito‘ s Schwärmerei über die Postler

 

Bezirksliga 3 (hk). Ein wenig Stolz schwingt schon mit, wenn ich beherzt in die Tasten haue – immerhin und logischerweise zum ersten Mal für die Vorberichte der Bezirksliga 3 in dieser Spielzeit. Da muss man also knapp 34 Jahre alt werden und fast fünf Jahre bei Lippe-Kick arbeiten, um zum ersten Mal eine Bezirksliga komplett allein zu betreuen. Dieses Privileg darf ich nun in der Bezirksliga 3 voll und ganz auskosten. Neben dem „alten Bezirksliga-Hasen“, dem Post TSV Detmold, gibt es als neue Attraktion auch die beiden lippischen Aufsteiger, die Roten Teufel, den RSV Barntrup, und die jungen Fohlen, die SG Hiddesen/Heidenoldendorf.

 

Von Henning Klefisch

 

Delbrücker SC II vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk). Mit einer herben Personalnot als Bürde geht der Delbrücker SC II in diese Begegnung. Auf ein Sextett muss der Aufsteiger verzichten, weshalb sich Coach Benjamin Braune einiges einfallen lassen muss, um eine passende Aufstellung zu finden. Davon lässt er sich jedoch nicht entmutigen: „Dennoch bin ich guter Hoffnung, dass wir punkten, da wir auch in den Testspielen immer wieder personelle Probleme hatten und trotzdem sehr ordentliche Ergebnisse erzielt haben.“ Nach 25 Siegen in Folge soll diese bombastische Bilanz nur allzu gerne weiter ausgebaut werden. „Daher gehen wir hochmotiviert in die neue Spielzeit“, gibt er bei Lippe-Kick zu Protokoll.

 

Am zweiten Augustwochenende fällt auch für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf der Startschuss in den Pflichtspielauftakt. Im Aufsteigerduell in der Nähe von Paderborn muss die Spielgemeinschaft schon um 13.00 Uhr antreten, ist dieses Spiel bei der Westfalen-Liga-Reserve zugleich der Saison-Opener für diese dritte Staffel. Der DSC II ist für das Team aus den westlichen Regionen von Detmold fast schon gleichbedeutend mit einem Buch mit sieben Siegeln, hält sich der Informationsfluss arg in Grenzen. Nachdem die Delbrücker die Meisterschaft in der A1 Paderborn gefeiert haben, gab es im Entscheidungsduell einen Erfolg über den TuRa Elsen. Die Zukunftsfähigkeit ist gewährleistet, in Delbrück bedient man sich im eigenen Stall. Vom eigenen Nachwuchs sind sie Profiteure, spielt die A-Jugend doch in der Landesliga. Auch nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Kicker aus der sechstklassig agierenden Erstvertretung zwei Spielklassen tiefer Spielpraxis erhält. Die 42 Kilometer weite Anreise soll mit einer fetten Ausbeute im Gepäck eine lohnenswerte Reise darstellen. Da ist man doch Lipper vom Scheitel bis zur Sohle. „Wir müssen die Stärken ausbauen und die Schwächen verhindern“, so der Wunsch von SG-Coach Markus Rüschenpöhler. Die Integration der Neuzugänge läuft weiter an, ist noch nicht abgeschlossen, da in der Vorbereitung die Urlaubswelle auch vor der SG Hiddesen/Heidenoldendorf nicht Halt gemacht hat. In allen Facetten muss sich Detmolds Kreisliga-Meister an die neue Spielklasse gewöhnen, diese adaptieren, sich im Klaren sein, dass ein höheres Tempo vorherrscht, körperlich, fußballerisch und mental deutlich mehr abverlangt wird. Eine lange Eingewöhnungszeit sollte die Spielgemeinschaft aber nicht in Anspruch nehmen. Vielmehr muss man möglichst schnell in den Punktemodus schalten. Die Vorbereitungsresultate haben nur den hartgesottenen SG-Fans ein müdes Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es knarrte und zwickte an vielen Ecken und Enden. Der Motor stockte, sprang teilweise überhaupt nicht an. Nach einem 0:1 gegen Werl-Aspe, blieb man auch beim 0:2 gegen Wellensiek torlos. Es folgte als einziger (kleiner) Lichtblick der 3:2-Sieg über den TBV Lemgo, ehe zuletzt wieder zwei Niederlagen folgten. Ein 0:1 gegen Lüerdissen schloss sich ein 1:4 gegen Jerxen/Orbke an. Beachtlich: Bis auf den Bezirksligisten VfR Wellensiek stellten sich nur Kreisligisten zum direkten Duell. Dennoch: Testspiele besitzen nicht die Wertigkeit von einem Pflichtspiel. Man muss sich trotzdem vor Augen führen: Allein die Tatsache, dass vier von 18 Teams den bitteren Gang in die A-Klasse antreten müssen, sollte Warnung genug sein. Fleißig wie die Bienchen sollten daher die jungen Fohlen auf den Erfolgsritt gehen. Als „utopisch“ und „unrealistisch“ bezeichnet der Fußball-Professor alles, was über den Klassenerhalt hinausgeht.

 

Florian Witzig wird auf dem Kunstrasenplatz im Stadion Laumeskamp das Spiel wohl ernst nehmen.

 

Post TSV Detmold vs. RSV Barntrup

(hk). Zugegeben, Michael Grundmann hat die Barntruper schon ein wenig aus den Augen verloren, haben sich die Klingen in Pflichtspielen schon etwas länger nicht mehr gekreuzt. Der Manager vom Post TSV Detmold erklärt: „Den RSV Barntrup habe ich persönlich lange nicht mehr gesehen, aber soweit ich weiß, ist es eine körperlich starke Truppe, die sehr diszipliniert Fußball spielt und ein gutes Umschaltspiel hat“, kann jeder Faktor schon eine enorme Gefahr für die Postler bedeuten. Die Einsatzfähigkeit der Hausherren ist zum Besten bestellt, nur Johann Felker weilt im Urlaub und Fabio Cucchiara kommt aus selbigem zurück. „Wir sind alle heiß und freuen uns auf den Start! Natürlich wollen wir zum Start die drei Punkte“, so der Grundmann‘ sche Plan. Nachdem in der jüngsten Vorbereitung viel Schweiß

M. Grundmann

geflossen ist, die Kicker fleißig gewesen sind, soll am Sonntag im Lipper-Derby der Belohnungseffekt verbucht werden. Die Testspiel-Bilanz: Drei Siege und je ein Remis und eine Niederlage. Der Post-Kutscher warnt vor: „Es ist aber auch klar, dass nicht alles funktionieren wird, da wir viele neue Spieler geholt haben. Solange die Einstellung und der Wille passen, bin ich aber sicher, dass wir gute Chancen haben, das Derby zu gewinnen.“

 

 

 

Wenn man den Ausführungen von Daniel Barbarito so lauscht, lässt sich schnell die Begeisterung ablesen, die beim Barntruper-Coach für den kommenden Gegner entfacht wird: „Post TSV Detmold hat sich in den letzten Jahren zur Top-Adresse in Lippe entwickelt und ist momentan so ziemlich die einzige Mannschaft, die in Lippe an das Tor der Landesliga kratzen kann. Auch wenn es meiner Meinung nach in dieser Saison noch nicht reichen wird“, steht er mit dieser Meinung realistisch gesehen nicht allein auf weiter Flur. Dass die Residenzler als bezirksligaerfahrene Truppe dennoch in dieser Spielklasse gut performen werden, steht für ihn nicht zur Debatte. Er sieht seine Barntruper im Gastspiel in der Werre-Arena als „klaren Underdog.“ Wie lassen sich denn die eigenen Erfolgschancen steigern? „Für uns ist es wichtig, die starke Offensive um Buba in den Griff zu bekommen und die Räume in unserer Defensive engzumachen. Schaffen wir in Detmold einen Punktgewinn, dann bin ich mehr als zufrieden“, wäre dies zum Auftakt ein regelrechter Achtungserfolg. Die Vorbereitung lief eher

Daniel Barbarito

mäßig bis trüb. Das volle Potenzial haben die Nordlipper dort noch nicht ausgeschöpft, haben dafür zu viele RSV-Jungs den Urlaub genossen. Spitzbübisch meint er: „Ich hoffe, in Detmold sah es ähnlich aus“, gilt gemeinhin der Juli jawohl als ganz beliebter Urlaubsmonat. Kamp und Hoffmann beherzigen dies im August, was Daniel Barbarito dennoch nicht die Schweißperlen auf die Stirn treibt. „Das macht noch 22 Leute, die ich rein theoretisch zur Verfügung habe.“ Verschmitzt grinst dabei wohl RSV II-Coach Martin Schäfer, der wohl den einen oder anderen Spieler für seine Reserve gebrauchen kann.

 

Dennis Langer ist um 15.00 Uhr der Spielleiter zwischen den beiden lippischen Schwergewichten.

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