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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 12. Spieltag 2019/20

Fünf Spiele und fünf Vorberichte. Das erwartet die Freunde der höchsten Detmolder Kreisliga am folgenden Sonntag. In aller Ausführlichkeit liefert Lippe-Kick den obligatorischen Warm-Up.

Findet das Horn-Derby auf Augenhöhe statt?

Kreisliga A Detmold (hk). In Horn-Bad Meinberg steigt die Spannung. Am kommenden Sonntag kommt es zum Treffen unter Bekannten. Dies passiert mit ganz viel Lokalkolorit, wenn der TuS Horn-Bad Meinberg den Türkischen SV Horn begrüßt. Auch der glanzvolle Tabellenführer gibt sich am Sonntag wieder die Ehre. Alle zehn Saisonspiele hat der SV Eintracht Jerxen/Orbke bisher gewonnen. Am Sonntag geht es zum sieglosen Schlusslicht SG Brakelsiek/Wöbbel. Alles andere als Erfolg Nummer elf wäre eine große Überraschung. Nicht minder aussichtsreich sind der TuS WE Lügde (beim SuS Pivitsheide) und der Blomberger SV unterwegs. Blomberg hat allerdings spielfrei, weil die Stadt Lage den Rasenplatz in Heiden nicht freigibt.

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

Post TSV Detmold II vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(hk). Erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Personalsektor zu vermelden, freut sich Post TSV Detmold II-Coach Tobias Gatzke doch über eine „gute Truppe“, die ihm zur Verfügung steht. Leicht wird dieses Heimspiel in der Werre-Arena jedoch nicht gegen den Tabellenzehnten. „Diestelbruch/Mosebeck spielt dieses Jahr unter ihren Möglichkeiten und sie sind ein mental starker Gegner“, gilt Di-Mo-Coach Sascha Weber doch als exzellenter Motivations-Guru. Die mögliche Erfolgstaktik: „Wir wollen hinten erstmal kompakt stehen und gezielt nach vorne spielen.“ Zugleich dient dieses Spiel mit der gewissen Würze auch als Belohnung, haben die Postler unter der Woche schließlich „gut trainiert“, wie Gatzke im Lippe-Kick-Gespräch freudestrahlend zu Protokoll gibt. Vielleicht hat er auf die Verteidigung viel Wert gelegt, denn zuletzt war seine Abwehr nicht ganz dicht, schluckte 15 Gegentore in den vergangenen drei Partien. Der letzte Sieg liegt einen guten Monat zurück, als Schlusslicht SG Brakelsiek/Wöbbel mit 3:1 in die Knie gezwungen wurde.

 

Die Lieferzeit ist für den SV Diestelbruch/Mosebeck angebrochen. Seit drei Spielen warten die Dörenwald-Kicker bereits auf einen Sieg. Das Gastspiel bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen verlor man klar mit 0:4. Es folgte ein Punkt aus zwei Heimspielen. Zunächst teilte man sich gegen den FC Fortuna Schlangen beim 2:2 die Punkte, ehe das Derby gegen den TuS Horn-Bad Meinberg am Sonntag klar mit 0:3 verloren wurde. Das Kommando von Di-Mo-Abwehrspieler Patrick Hoffmann kennt nicht viele Abweichungen: „Gegen Post TSV Detmold II wollen und müssen wir wieder in die Erfolgsspur finden.“ Ein gewisses Restrisiko erkennt der legitime Nachfolger vom Sprachrohr Lennart Rethmeier definitiv: „Bei einer zweiten Mannschaft weiß man natürlich nie, was einen personell erwartet – aber am Ende ist es auch egal, wer beim Gegner aufläuft, wir müssen auf uns und unsere Stärken bauen.“ Bei einer Auswärtspleite wären die Kicker aus der rund 75.000 Einwohner-Stadt verdächtig nahe bis auf einen Punkt herangerückt. Nicht auszuschließen, dass Ballvirtuose Philip Herclik wieder ein Kadermandat erhält. Ach, übrigens: Es soll am Wochenende heiter bis wolkig werden. Dazu passt auch die Aussage von Hoffmann: „Wer am Ende endgültig im Kader steht, wird sich zeigen.“

 

Max Meckelmann ist um 13.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz für die Spielleitung zuständig.

 

SuS Pivitsheide vs. TuS WE Lügde

(hk). Der überraschend gut gestartete SuS Pivitsheide muss auf ein Quartett verzichten. Neben den beiden Urlaubern Felix Akemeier und Denis Zurheide kann auch Clemens Weber im Heimspiel gegen einen ganz heißen Aufstiegskandidaten nicht mitwirken, hat er doch Verpflichtungen für die Universität nachzugehen. Verletzungsbedingt fehlt zudem Philipp Laubinger. SuS-Coach Karsten Kuczer kennt den erhöhten Schwierigkeitsgrad gegen diese Südostlipper, wenn er anmerkt: „Lügde ist eine spielstarke Mannschaft, die bis jetzt nur ein Spiel verloren hat“, nämlich mit 1:3 in Heiligenkirchen – geschehen Mitte September. Die abschlussstärksten Kantonisten sind jedoch in der Osterräderstadt zu finden, übertrifft die 48 erzielten Tore kein anderes Team der Liga. Die Marschroute von Kuczer macht auf den ersten und den zweiten Blick Sinn: „Wir werden Sonntag probieren, wieder gutzustehen und die Räume engzumachen.“ Trotz der 0:3-Niederlage in Blomberg möchte man nicht alles in Schutt und Asche reden aus Pivitker-Sicht, denn über eine Stunde lang ist der mannschaftliche Defensivvortrag vorbildlich gewesen. Kuczer wünscht sich hier vor allem Kontinuität: „Dieses werden wir auch gegen Lügde probieren.“ Keine Gegenwehr zeigt der Tabellensechste, dass für ihn die Underdog-Rolle in diesem ungleichen Duell reserviert ist. Das ist nahezu logisch, wenn man bedenkt, dass Lügde in den zehn Saisonspielen 13 Punkte mehr geholt hat.

 

Nach sechs, meist auch klaren Siegen in Folge steht nun also das Gastspiel bei einem der Überraschungsteams der Liga an. Es geht zum SuS Pivitsheide, auf einen gewohnten Natur-Rasenplatz. Der Untergrund könnte sich als vorteilhaft für die Gäste erweisen, haben sie ihre einzigen Verlustpunkte doch auf dem Kunstrasenplatz in Heiligenkirchen hinnehmen müssen. „Wir wollen unsere Siegesserie weiter fortsetzen und spielen daher auf Sieg“, gibt es für Lügde-Coach Andreas Hoffmann daran überhaupt nichts zu rütteln. Die Stärken der Hausherren kennt der Eichen-Übungsleiter, erklärt er bei Lippe-Kick: „Sie stehen kompakt und haben auch in der Offensive Qualität.“ Erst beim Abschlusstraining am heutigen Freitag wird sich die exakte Kaderzusammenstellung klären.

 

Dennis Götsch ist um 15.00 Uhr der Referee für diese Begegnung auf dem Naturrasenplatz an der Hebbelstraße in Pivitsheide.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SV Eintracht Jerxen-Orbke

(ab). Bei der SG Brakelsiek/Wöbbel ist man vor dem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer realistisch. David Pusch meint vor dem Spiel: „Die Tabelle sagt schon einiges aus. Wenn ich so an das Pokalspiel denke, war es schon Einbahnstraßen-Fußball.“ Aber natürlich wird man bei der SG „alles probieren, dass es diesmal nicht so wird.“ Zunächst gilt es „hinten sicher zu stehen und nach vorne Nadelstiche zu setzen. Vielleicht kann uns ja eine Überraschung gelingen“, hofft Pusch. Personell sieht allerdings „leider immer noch schlecht aus. Wer Sonntag zur Verfügung steht, weiß ich leider noch nicht. Aber die, die da sind, werden alles geben, da bin ich mir sicher.“

 

An das Pokalspiel erinnert sich auch Marco Schlobinski, wenn er an den kommenden Gegner denkt: „Wir haben im Pokal gegen Bra/Wö gesehen, dass sie mit Mann und Maus verteidigt haben.“ Für Sonntag geht er aber davon aus, „dass sie zu Hause insgesamt mutiger agieren werden. Ich habe ein, zwei schnelle Spieler in Erinnerung und letztlich fehlten bei ihnen im Pokal auch Spieler.“ Daher erwartet Schlobinski „eine knifflige Aufgabe“ für seien Truppe. Doch das Selbstbewusstsein ist groß: „Wir wollen natürlich auch dort drei Punkte holen“ und damit auch dem langjährigen und verdienten Kapitän Marcel Görlich einen verdienten Abschied geben. „Es ist hoffentlich nur auf Zeit“, so der Coach, „denn im Rahmen seiner Lehrertätigkeit zieht es ihn erstmal nach Solingen. Wir wünschen uns alle, dass er irgendwann wieder für den SVE die Schuhe schnürt.“

 

Das vorerst letzte Spiel für Görlich im Trikot der „Junx“ beginnt um 15.00 Uhr auf der Emmer-Kampfbahn in Schieder-Schwalenberg und wird von Ulrich Multhaup geleitet.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. Türkischer SV Horn

(hk). Immer klarer ist die Handschrift von Coach Sascha Möller erkennbar. So nah war noch kein Team wie der TuS Horn-Bad Meinberg, die um Haaresbreite dem Klassen-Streber SV Eintracht Jerxen/Orbke zumindest einen Zähler abgeknöpft haben. Ein Kompliment gibt es für diese couragierte und engagierte Leistung. Eine sehr reife Vorstellung zeigten die Kurstädter zudem am vergangenen Spieltag, als mit 3:0 in Diestelbruch klar und überzeugend triumphiert wurde. Möller konnte unter der Woche nicht beim Team weilen, hat er doch in Timmendorf eine Schulung mitgemacht. Kein großer Nachteil für die HBM-Jungs. Der TuS kann nämlich mit genügend Selbstvertrauen in dieses Orts-Derby gehen, waren schließlich die letzten beiden Matches sehr achtbar. Sascha Möller gibt zu: „Sicherlich haben sich die Vorzeichen durch die tragischen Wochen zuletzt ein wenig geändert. Deshalb hoffe ich auf ein maximal respektvolles Spiel, in dem wir uns am Fußball erfreuen und die Zuschauer mit einem tollen Offensivspektakel begeistern können“, hilft Ablenkung in diesen schweren Stunden vielleicht etwas.

 

Völlig treffend betont TSV Horn-Coach Thorsten Schmiech gegenüber Lippe-Kick: „Gegen den TuS erwartet uns am Sonntag natürlich ein besonderes Spiel, gerade auch, weil es dieses Stadtderby mehrere Jahre in Pflichtspielen nicht gegeben hat“, hat es zuletzt nur Aufeinandertreffen bei vergleichsweise unwichtigen Hallenturnieren gegeben. „Nach den Turbulenzen unmittelbar vor der Saison ist der TuS für mich überraschend gut in die Saison gekommen und hat unter Saschas Leitung viel Struktur bekommen“, wählt Schmiech hier Worte der Anerkennung für seinen Gegenüber. Wie der Lokalrivale gegen die Eintracht aus Jerxen/Orbke tatsächlich performed hat, ist für ihn definitiv beeindruckend, weshalb man diese Aufgabe extrem seriös angeht. Überraschungen wird es aber wohl nicht mehr geben, lauscht man den Worten vom empathischen Coach: „Wir wissen um die Stärken und Schwächen jedes Spielers, weil man sich lange kennt und ich hoffe, dass wir die richtigen Lösungen finden und drei Punkte erreichen können.“ Die roten Adler sind richtig gut in Form, haben die letzten vier Liga-Spiele allesamt gewonnen, damit die richtige Antwort auf das schmerzhafte Pokal-Aus in Remmighausen gegeben. Da einige TSV-Jungs verschnupft waren, hat Thorsten Schmiech die Trainingseinheiten in dieser Woche gedrosselt. Tatsächlich wissen die Gäste erst am Samstag, wer personell tatsächlich zur Verfügung stehen wird.

 

Justus Rehermann ist um 15.00 Uhr im Bad Meinberger Waldstadion für die Spielleitung verantwortlich.

 

FC Fortuna Schlangen vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). Die Erfahrungswerte spielen eindeutig der Fortuna aus Schlangen in die Karten, die die letzten Duelle mit dem SC Türkgücü Detmold meist als Sieger beendete. So soll es – trotz einer schwierigen Saison – auch dieses Mal aussehen, geht das Team von Trainerfuchs Oliver Roggensack schließlich als Favorit in dieses Heimspiel. Reichlich Fragezeichen schwirren noch umher, wie sich das Team letztlich zusammensetzt. FC-Betreuer Jens Riepenhausen hält viel vom kommenden Gast. Der 4:3-Erfolg gegen das Spitzenteam Berlebeck/Heiligenkirchen hat mächtig Eindruck hinterlassen. „Deswegen sind wir sehr gewarnt und werden versuchen, Türkgücü Detmold nicht ins Spiel kommen zu lassen“, sagt Riepenhausen gegenüber Lippe-Kick. Er muss mit säuerlicher Miene konstatieren: „Bei uns herrscht momentan Tristesse pur, nach der momentan kleinen Negativserie an nicht gewonnenen Spielen.“ Der letzte Sieg datiert vom 8. September dieses Jahres, als mühsam mit 3:2 beim Schlusslicht SG Brakelsiek/Wöbbel die Oberhand behalten wurde. Ein Problem der Fortunen: „Bei einigen Akteuren fehlt einfach das Selbstvertrauen nach vielen langen Verletzungen. Wir müssen uns bald wieder fangen beziehungsweise bald wieder konstanter die Leistung abrufen. Es muss auch mal ein “dreckiger Sieg” herausspringen“, so der Wunsch von Jens Riepenhausen, der sich zusammen mit seinen Spielern innig ein Erfolgserlebnis herbeisehnt. Die Seele ist zweifelsfrei durch die vielen Negativerlebnisse malträtiert worden. Am Sonntag geht es gegen den Tabellenzwölften vor allem darum, über den Kampf ins Spiel zu finden, wünscht sich Riepenhausen, dass der Schönspielerei keinerlei Beachtung geschenkt wird. Eine zielstrebige Spielweise, die wünscht sich der Kult-Betreuer von seiner Equipe, beweist er einmal mehr gnadenlosen Pragmatismus, indem er sagt: „Momentan zählen einfach nur die Punkte, die wir holen müssen.“

 

SC Türkgücü-Übungsleiter Erhan Eksioglu zeigt sich ähnlich überrascht, wie viele andere, die eine Bewertung über den FC Fortuna Schlangen vorgenommen haben: „Ein sehr starker Gegner, den ich eigentlich stärker eingeschätzt hätte. Sie spielen unter ihren Fähigkeiten.“ Trotzdem bewertet er den nur vier Punkte besser platzierten Tabellenachten vor heimischer Kulisse als „immer stark.“ Er will nicht gänzlich außer Acht lassen: „Aber auch Schlangen hat Schwächen und genau da wollen wir sie auch packen.“ Die Residenzler zeigen sich vor dem interessanten Auswärtsspiel im 9.300 Einwohner-Ort bestens vorbereitet, wollen die demonstrierte Spielfreude vom 4:3-Sieg über BHK auch in das Match gegen den nächsten Favoriten mitnehmen. „Wenn wir einen kontrollierten Fußball spielen und unsere Chancen noch effektiver gestalten, werden wir sicherlich das Spiel sehr offen gestalten“, mutmaßt Eksioglu im Lippe-Kick-Gespräch. Wie gewohnt, so wünscht er sich ein „faires und schönes Spiel.“ Die Personalsituation liest sich jedoch bedenklich. Yasin Karaman hat unter der Woche einen Autounfall gehabt, fehlt deshalb. Ihm geht es zwar seelisch und körperlich den Umständen entsprechend gut, doch eine Ausfallzeit von einigen Wochen ist trotzdem unausweichlich. „Auch auf diesem Wege gute Besserung, Yasin“, gilt Eksioglu als empathischer Menschenfänger. Neben Karaman fallen auch Onur Ak, Abdullah Aydin, Ayoub Hanafi, Yasin Karaman, Sefa Sahin und Bünyamin Cinar aus.

 

Justin Grob pfeift dieses Spiel um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Rennekamp an.

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