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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 16. Spieltag 2019/20

Die Rückrunde beginnt. Am Sonntag startet Spieltag Nummer 16 mit prima Partien.

Nachbarschaftliches Duell der Gegensätze in Ahmsen

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Definitiv verdient hat sich der TuS Lockhausen in dieser Saison die Herbstmeisterschaft. Am Sonntag-Vormittag könnte Coach Stefan Braunschweig kilometermäßig mit seinen Jungs fast schon eine Fahrradtour unternehmen. Die Entfernung zum nächsten Gastspiel beim TuS Ahmsen II liegt nämlich bei gerade einmal drei Kilometern. Der Klassenbeste hat 32 Zähler mehr als das Schlusslicht aus der Nachbarschaft bisher eingesammelt. Noch nie dürfte die Favoritenrolle klarer gewesen sein. Auch die anderen Begegnungen haben es voll in sich.

 

Von Henning Klefisch

 

TuS Ahmsen II vs. TuS Lockhausen

Neue Runde bedeutet neues Glück. Das gilt insbesondere für den TuS Ahmsen II, der bis dato eine Spielzeit zum Vergessen absolviert hat. Nur in zwei der 15 Saisonspiele haben die Grün-Weißen gepunktet, einmal dreifach gegen Leopoldshöhe II, lange Zeit später einfach gegen den TSV Schötmar. Anspruchsvoller kann die Aufgabe nicht sein, kommt es am Sonntag zum Aufeinandertreffen mit dem Spitzenreiter TuS Lockhausen. Für den Ahmser-Coach Lothar Köhnemann ist dieses Spiel „wie jedes andere“, bezeichnet er dies richtigerweise als ein „kleines Derby.“ Was ist entscheidend? „Es geht um das Nicht-Verlieren, um möglichst wenig Gegentore, um die Achtung zu wahren, um durchzuhalten.“ Köhnemann appelliert an seine Jungs, standhaft zu bleiben, geht er selbst voller Neugierde in die Partie. „Ich bin gespannt, ob wir am Sonntag eine Mannschaft stellen können, die einigermaßen dagegenhalten kann. Lockhausen wird heiß wie Frittenfett sein und uns auch die Hütte vollhauen wollen.“ Im ersten Saisonspiel haben es die Ahmser recht ordentlich gemacht, deutete damals nicht viel darauf hin, dass diese Hinserie als eine der schlechtesten in der gesamten Vereinsgeschichte eingehen würde. Die Problematik: „Irgendwann kam dann halt der Knick mit Gemecker und Vorwürfen untereinander. Dieses haben wir unterbunden und damit auch qualitativ eingebüßt“, ist die Harmonie extrem wichtig gewesen. Die Ausfälle konnte man nicht beeinflussen, weshalb die Substanz weniger wurde. Allerdings: In den letzten Spielen ist ein Aufwärtstrend klar erkennbar. Köhnemann zeigt sich voller Tatendrang: „Kopf hoch, Brust raus und Körpersprache sind eine Tugend, die wir verinnerlichen wollen und werden. Positiv denken und sich langsam, aber sicher gegen den Trend der Schießbude wehren, ist der erste Ansatz, den wir zeigen und annehmen werden.“ Die redseligen Menschen beruhigt er: „Kopfzerbrechen muss sich wegen uns und um uns keiner machen.“ Weil: „Wir haben unsere Situation selbst verschuldet und werden sie auch meistern.“ Der TuS Ahmsen II möchte sich allerdings auch als wehrhafter Kontrahent präsentieren, der mehr Gegner als Opfer darstellt. Das ist die Maßgabe von Köhnemann in Richtung seiner Mannschaft: „Dass sich unsere Gegner zurzeit nur den Kopf zerbrechen, wie hoch sie gegen uns gewinnen, ist nicht unser Ziel und Anspruch. Von daher zerbrechen wir uns eher den Kopf, um Lösungen zu finden, wie wir dieses Erscheinungsbild schnellstens ändern können.“ Ein Rezept dafür wäre ein toller Fight und eine Überraschung gegen den übermächtig erscheinenden TuS Lockhausen.

 

Wenn TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig jetzt davon sprechen würde, dass es eine Partie auf Augenhöhe wird, würde er wohl glatt für verrückt erklärt werden. Die Tabellensituation liest sich eindeutig. In allen Belangen ist der Primus dem Schlusslicht überlegen. Dass die Braunschweig-Boys den Außenseiter aber nicht unterschätzen wollen, steht fest. Immerhin haben sie doch das Hinspiel „nur“ mit 3:0 für sich entschieden. Lange Zeit stand es sogar gerade einmal 1:0 für Lockhausen. Von der Einstellung seiner Mannschaft zeigt sich Braunschweig sehr angetan: „Die Truppe zieht gut mit. Das Drumherum ist sensationell. Wir müssen das Können in der B-Liga abrufen.“ Ein Problem ist für den ehemaligen Oberliga-Kicker gewesen, dass er zu häufig seine eigene fußballerische Vita nimmt, um einen Maßstab anzulegen. „Wir werden uns step by step entwickeln“, kündigt der TuSL-Coach via Lippe-Kick an. Sehr interessant: Am Dienstag hat der Tabellenzweite TuS RW Grastrup/Retzen in der Soccer-Arena trainiert. Es war ein nettes Miteinander, doch gegeneinander gezockt haben die beiden Aufstiegskandidaten nicht. Jede Mannschaft verfügte über ein Feld, um angemessen zu trainieren. Braunschweig verrät: „Ich habe mich mit Thore ausgetauscht, habe zugegeben, dass wir in dem einen oder anderen Spiel viel Glück gehabt haben“, ist beim TuS Lockhausen Ehrlichkeit Trumpf. Auf zwei Korsettstangen aus den Vorwochen muss verzichtet werden. Dennis Brackhage hat sich verletzt, weilt im Urlaub. Jan Philipp Krügler geht auf Freizeit-Tour.

Um 12.30 Uhr erfolgt auf dem Kunstrasenplatz der Werrekampfbahn in Ahmsen der Kick-Off. Ralph Marquardt pfeift das Nachbarschaftsduell an.

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Lipperreihe II

Wir beginnen mit einem Blick zurück. In völlig neuer Zusammenstellung gab es damals für die SG Hörstmar/Lieme II den Saisonauftakt in Lipperreihe zu erleben. „Für uns war es schwer. Da hätten wir schon fast einen Punkt mitnehmen können“, gibt Hör/Lie II-Co-Trainer Robert Maros bei Lippe-Kick zu dieser Thematik zu Protokoll. Tugenden wie „Bock“ und „Lust“ möchte die Spielgemeinschaft nun anwenden, um dreifach zu punkten. Allzu gerne möchte der Gastgeber an die Leistung vom zweiten Abschnitt gegen den SV Werl-Aspe II anknüpfen, gab es gegen die Schwarz-Weißen am Ende ein 1:1-Unentschieden. „Wir wollen drei Punkte holen“, erklärt Maros. Zugleich warnt er explizit vor der gewaltigen Angriffsmaschinerie der Rot-Weißen. „Ich hoffe, dass wir da bestehen können. Dass sie ein wenig Pech haben und wir das Glück auf unserer Seite.“ Dabei kann aber Roman Winter nicht behilflich sein, hat dieser sich doch seine Schulter ausgekugelt. Deshalb wird er selbstredend auch am Sonntag fehlen.

 

Seinen Hut zieht TuS Lipperreihe II-Zeremonien-Meister Thorsten Taverner vor dem bisherigen Saisonverlauf der Spielgemeinschaft aus Hörstmar/Lieme. Immerhin sei doch die Sommer-Vorbereitung mit all den Neuzugängen ausgesprochen stressig gewesen. Da erstrahlt der fünfte Tabellenplatz schon mit ganz viel Glanz. Taverner wählt Worte der Anerkennung: „Sie spielen als Mannschaft sehr kompakt und haben einen sehr starken Stürmer. Als Kollektiv gefallen die mir sehr gut“, ist es nicht nur der 18-fache Saisontorschütze Konstantin Levykin, der besticht. Wie gestaltet sich die eigene Erfolgsperspektive? „Bei uns kommt es darauf an, wie wir uns an den sehr tiefen Rasen gewöhnen. Dort kann man nur über den Kampf ins Spiel kommen“, bleiben fußballerische Feinheiten zunächst wohl ungefragt. Dessen ungeachtet, dass eine zweistellige Anzahl an Akteuren ausfällt, „werden wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die den Sieg will und sich voll reinhängen wird“, kündigt Taverner im Lippe-Kick-Gespräch schon an. Vielleicht lässt er sich auch durch die sehr ordentlichen Trainingsleistungen zu dieser Aussage hinreißen. „Unsere Spielweise, die in den letzten Spielen erfolgreich war, werden wir auch nicht ändern.“ Mit ganz viel Engagement, sehr viel Einsatz und Willen soll der direkte Tabellennachbar bezwungen werden. Taverner will sich ein Stück weit belohnen, zudem diese Partie auch als weitere Bestätigung ansehen: „Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt und werden auch hoffentlich so erfolgreich in die Rückrunde starten.“

 

Ertugrul Alp pfeift um 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz an der Magdeburger Straße dieses Spiel an.

 

 

SV Wüsten vs. SV Werl-Aspe II

„Wir hatten eine Hinrunde, die wir so nicht erwartet hatten“, räumt SV Wüsten-Fußball-Vorstand Bastian Meißner ehrlich ein. Er liefert Beispiele, warum es bisher nur zum Mittelfeldplatz acht für den letztjährigen Vize-Meister hat: „Eine neue Mannschaft – neun Neuzugänge – musste erst einmal gebildet werden. Unnötige Sperren und Verletzte haben es dann zunehmend erschwert. Jetzt wollen wir aber neu starten und uns in der Rückrunde besser präsentieren und vielleicht noch den einen oder anderen Platz gut machen.“ Die Tabelle ist weiterhin eng beisammen, sind es auf Rang fünf etwa nur zwei läppische Zähler Differenz. Im Heimspiel gegen den SV Werl-Aspe II besetzen die Wüstener die Favoritenrolle, streben folglich die maximale Ausbeute an. Immerhin hat man im Vergleich zu den Gästen schon acht Zähler mehr im bisherigen Saisonverlauf ergattert, was man auf dem Platz untermauern möchte. Meißner’ s Gegner-Analyse hat ergeben: „Werl-Aspe II kommt sicherlich mit mannschaftlicher Geschlossenheit, will sich weiter von unten absetzen. Da müssen wir gegenhalten in den Zweikämpfen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen.“ Meißner selbst muss noch passen, plagt er sich doch mit Adduktorenproblemen herum. In der kommenden Woche, so der Wunsch, möchte er wieder seine Rückkehr feiern. Hochwillkommen ist die Rückkehr von Jonte Welle, ist seine Verletzung doch abgeklungen. „Ein sehr wichtiger Faktor“, untermalt Meißner. Egchig könnte noch ausfallen. Worauf lag der Fokus beim Proben? „Im Training haben wir uns hauptsächlich auf ein Spielsystem und Passübungen konzentriert. Für uns beginnt die Saison jetzt neu und das soll Sonntag gleich gezeigt werden!“

 

Die Erkenntnis ist auch bis in den Salzufler-Vorort durchgedrungen. Dem SV Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm ist nämlich aufgefallen, dass die Wüsten-Füchse bislang nicht das präsentiert haben, was sie ursprünglich wollten. In den Vorwochen allerdings ist die Konstanz zurück beim letztjährigen Vizemeister, der zuletzt vom beeindruckend agierenden Ausnahmespieler Ionica Serea profitiert hat. Was der SVW für eine Angriffswucht aufbietet, ist eine echte Qualität, die verhindert werden muss. Zumindest aus Sicht der Gäste. Die Räume geschickt zu besetzen oder zuzulaufen, das ist die Aufgabe für die Gäste. Zu wenig Wachsamkeit ist gleichbedeutend mit einer möglichen Niederlage, die auch mit Blick auf das Tableau tunlichst verhindert werden soll. Im Hinspiel schnupperte die Zweitvertretung an einer möglichen Überraschung mit einem Punktgewinn. Es fehlte da bereits nicht viel. Grimm prognostiziert bereits: „Sollten wir Wüsten die Stirn bieten können, wäre auch mehr als der Punkt wünschenswert und nicht unmöglich. Entscheidend wird die abgerufene Einstellung, Leistungsbereitschaft und der Kampfeswille sein.“ Damit die Asper nicht mit Schnappatmung unter dem Weihnachtsbaum sitzen, sollten bis zur Winterpause noch einige Zähler angesammelt werden. Eine Erkenntnis ist in ihm gereift: „Die Liga hat in der Hinrunde gezeigt, dass klare Favoriten nicht immer als klare Sieger vom Feld gehen“, spricht dies für eine enorme Ausgeglichenheit in dieser Spielklasse. Timmy Dietze urlaubt, Maurice von Elm ist erkrankt. Es ist aber nicht in Gänze auszuschließen, dass weitere Ausfälle kurzfristig dazukommen.

 

Detlef Meyer ist um 14.30 Uhr der Spielleiter im Aufeinandertreffen der beiden Sportvereine auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten.

 

Yunus Lemgo vs. TSV Schötmar

Warum wird denn im Lager von Yunus Lemgo die Vorfreude geweckt? Coach Levent Sen hat darauf eine Antwort: „Am Sonntag spielen wir gegen den Favoriten aus Schötmar. Diese Duelle machen insbesondere deswegen Spaß, weil sie immer unberechenbar sind und fußballerisch meistens sehr viel bieten.“ Knapp unterlagen die Delphine den rot-schwarzen Panthern im Hinspiel. Sen gibt sich optimistisch: „Diesen Sonntag könnte es aber ganz anders aussehen, weil wir im Vergleich zu letzter Woche viele Rückkehrer haben, wie etwa Mustafa Duru und Alaa Rekan.“ Ein Problem für einen technisch feinen Fußball. Der Rasenplatz auf der West-Alm wird nur schwer bespielbar sein. „Dennoch freuen wir uns auf das Spiel gegen unsere Freunde und Kollegen vom TSV Schötmar“, erklärt Levent Sen abschließend im Lippe-Kick-Gespräch. Bei diesem freundschaftlichen Vergleich werden Cüneyt Kurt (Urlaub), Munzur Hantro und Cengiz Erdem (Rotsperre) allerdings nicht dabei sein.

 

Die Bilanz spricht für den TSV Schötmar, haben die Lohfeld-Jungs in den letzten Jahren gegen Yunus Lemgo meist die Oberhand behalten. TSV-Vereinsboss Ersan Dargecit moniert, dass im Hinspiel seine Mannschaft nicht hoch genug gewonnen hat, sind viele Möglichkeiten schließlich noch ungenutzt geblieben. „Das wird aber nicht unsere Messlatte sein. Es war das erste Saisonspiel und beide Mannschaften waren noch relativ unvorbereitet“, taugt der Auftakt meist nicht als echte Standortbestimmung. Den abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten erwartet Dargecit nun als einen „aggressiven und zugleich motivierten“ Gegner, ist im Tabellenkeller doch die einzige Währung der Punkte-Ertrag. Ehrlich gibt Dargecit nun via Lippe-Kick zu: „Nach dem vergangenen Sonntag ist es meine eigene Mannschaft, die mir Sorgen bereitet. Derzeit habe ich mehr Probleme, meine eigenen Jungs einzuschätzen als den Gegner. Fakt ist: Ich bin genauso gespannt auf unsere Leistung, die wir an den Tag legen werden, wie jeder andere auch.“ Auf Mithat Bozkurt (rotgesperrt), Moutaz Alqusaibati, Murat Incekara (verletzt) und Erdal Celik (Urlaub) muss der Gast verzichten.

 

Wolfgang Lenger leitet dieses Spiel ab 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz der West-Alm.

FC Union Entrup vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Die Feststellung vom chronisch ehrlichen FC Union Entrup-Torwart Timm Lessow ist klar und deutlich: „Grastrup/Retzen gehört zu den wenigen Truppen, die in dieser Saison “Normalform” haben. Das macht den Ausblick für Sonntag nicht unbedingt besser.“ Die herausragende Kombination in den gefährlichen Zonen sorgt für Respekt bei Lessow. Seine konkrete ewertung ergibt: „Grastrup/Retzen ist vorne unheimlich effizient und lässt zugleich hinten wenig zu.“ Das 4:0 über den TBV Lemgo III im jüngsten Derby hat das Selbstbewusstsein enorm gesteigert, benennt Lessow Punkte, die für Zuversicht bei ihm sorgen: „Wenn wir es schaffen, die Einstellung und Moral von letztem Sonntag mit in die Rückserie zu nehmen, dann bin ich guter Dinge, auch Retzen die Stirn bieten zu können.“ Unklar ist einzig noch das Mitwirken von Dome Wildner. Trainiert worden ist nicht in der Ilsekampfbahn, da bis zum heutigen Freitag der Trainings- und Spielbetrieb dort nicht möglich war.

 

Zwei langjährige Vertreter der B2 Lemgo sind der FC Union Entrup und der TuS RW Grastrup/Retzen. Jahrelang stritten die beiden Dinosaurier dieser Spielklasse um die vorderen Plätze. In dieser Serie schnappt nur Grastrup/Retzen nach Höhenluft. Entrup hält sich eher in den südlichen Tabellengefilden auf. Konkret: Sie sind an 13. Stelle gelistet, haben immerhin zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang. RW-Coach Thore Eitner warnt vor diesem Rivalen, erklärt er via Lippe-Kick: „Entrup hat auf dem heimischen Rasen und mit den Fans im Rücken immer eine kämpferisch gute Leistung hingelegt.“ Dies haben die Unioner selbst im Hinspiel unter Beweis gestellt bei der 1:4-Niederlage. Eitner sensibilisiert seine Mannschaft: „Sollten wir nicht von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft sein und auch das schnelle Tor erzielen, wird es schwer, Entrup aus dem Kämpfer-Modus herauszuholen.“ Die oftmals gepredigte Kontinuität ist hier entscheidend. „Wenn wir unsere Leistung der letzten Wochen abrufen können und unsere zahlreichen Chancen nutzen, hoffe ich auf die nächsten drei Punkte“, erklärt der Grastrup/Retzen-Coach. Genauere Angaben über mögliche taktische Kniffe möchte er beim Fußball-Portal seines Vertrauens nicht tätigen, weil: „Keiner lässt sich gern in die Karten schauen.“ Immerhin lässt er sich entlocken, dass in den Übungseinheiten der Fokus auf ein schnelles Umschaltspiel gelegt worden ist. Vorteilhaft ist die Trainingsbeteiligung von 16 Akteuren, was diese Inhalte problemlos durchführen ließ. Verletzungsbedingt müssen am Sonntag Tayb Kaval und Philipp Friedrich aussetzen. Stanislav Kibernik und Fänger Tim Koring stehen nunmehr wieder zur Verfügung. Schnapper Andre Brandenburg muss beruflichen Verpflichtungen nachgehen, weshalb er ausfällt.

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. TuS Leopoldshöhe II

Die 0:3-Auftaktpleite schmerzt der TSG Holzhausen/Sylbach II immer noch gewaltig. Deshalb möchte der Aufsteiger unbedingt erfolgreich Revanche nehmen. In den letzten beiden Spielen hat der Zwölftplatzierte eher dosiert gepunktet, dennoch nicht vollends enttäuscht. Die guten Inhalte möchte man konservieren, zudem auch eine anständige kämpferische Vorstellung offerieren. TSG II-Coach Henri Ellerbrok erinnert sich noch prächtig an das erste Aufeinandertreffen: „Im Hinspiel hatten wir gefühlt doppelt so viel Ballbesitz wie der Gegner und standen trotzdem am Ende mit leeren Händen da.“ Aus diesem Missverhältnis haben sie nunmehr gelernt, weshalb das Thema Effizienz ganz weit oben auf der Agenda Übungsplan stand. Auch im Passspiel hat Ellerbrok noch einiges an Steigerungspotenzial erkannt, dies unter der Woche deshalb gezielt von seinen Jungs eingefordert. Die Parallele zwischen dem schlechter werdenden Wetter und der Personaldecke ist frappant. Bei den Hausherren setzen echte Leistungsträger wie Sundermann, Ewers, Bökehof, Engelhardt, Berkemann und die Funke-Brüder aus. Das letztgenannte Trio quält sich mit fiesen Rückenproblemen herum. Ein Hoffnungsträger kehrt mit Sebastian Aydin jedoch zurück. „Es wird eine spannende Aufgabe für uns, aber andersherum wird es für Leopoldshöhe sicherlich auch eine harte Aufgabe, an der Eichenkampfbahn zu bestehen“, tritt hier eine weitere Parallele zutage.

 

Sofort unterschreiben würde wohl Referee und TuS Leopoldshöhe II-Akteur Max Meckelmann, wenn das Rückspiel den gleichen Verlauf wie das erste Aufeinandertreffen nimmt. Seine proklamierte Zielsetzung offenbart auffällige Ähnlichkeiten: „In die Rückrunde wollen wir ähnlich gut starten.“ Das große Aber: „Natürlich wird es uns Holzhausen/Sylbach II nicht leicht machen. Sie haben eine starke Hinrunde gespielt und wollen uns am Sonntag wieder überholen.“ Mit dann zwei Punkten Bonus würde der Liga-Neuling bei einem Heimsieg dann mindestens an Position zehn rangieren. Ein vernünftiges Abwehrbollwerk, dazu eine torgefährliche Offensive, diese Mischung könnte tatsächlich den Erfolg für die Löwen bringen. Wie sein Team aufgetreten ist, das gefällt Meckelmann sehr, unterstreicht er via Lippe-Kick: „Mit den Leistungen der letzten Wochen brauchen wir uns allerdings nicht zu verstecken. Auch offensiv sehe ich uns am Wochenende gut aufgestellt, was die drei Tore aus der letzten Woche zeigten.“ Das ganz entscheidende Kriterium wird am Sonntag der Platz sein. Mutmaßlich ist dieser extrem tief, was vor allem die Ausdauer- und Kraftkomponenten voll und ganz beansprucht. Daher schwingt sich der Jung-Löwe zu der Aussage hin: „Am Sonntag wird also nicht zwingend das spielerisch bessere Team gewinnen, sondern das Team, was am meisten kämpft. Diesen Kampf wollen wir annehmen.“ Darin liegt der Schlüssel zum Erfolg.

Patrick Elfers ist um 14.30 Uhr für die Spielleitung verantwortlich.

 

TuS Asemissen II vs. TBV Lemgo III

Einen berechtigten Erfolg gab es für Asemisser im ersten Vergleich der beiden Reserveteams in der Hansestadt. TuS Asemissen II-Coach Florian Meerkötter ruft sich ins Gedächtnis: „Lemgo III hatte bis zum letzten Drittel gute Anlagen, aber damals fehlte im letzten Drittel die Durchschlagskraft.“ Schwer zu greifen sind für Meerkötter die Hansestädter, denn zum einen schlägt der Aufsteiger starke Teams wie etwa den Primus TuS Lockhausen. Auf der anderen Seite gibt es unerklärliche Aussetzer wie zuletzt die 0:4-Niederlage in Entrup. In Summe steht für Meerkötter fest: „Ich erwarte ein schweres Spiel für uns. Im Gegensatz zum letzten Sonntag müssen wir uns auch deutlich steigern, da wir keine gute Leistung gezeigt haben.“ Das 2:1 beim TuS Bexterhagen II kann als Arbeitssieg verbucht werden. Trotzdem möchten die zuletzt stark auftrumpfenden Asemisser das erlangte Selbstbewusstsein auch gegen diese fußballerische Wundertüte demonstrieren, sämtliche Zähler bei sich behalten, wie in den letzten vier Saisonspielen bereits geschehen. Die verletzten Niklas Brühl, Patrick Dove und Matthias Riediger setzen aus. Ebenso auf der Ausfallliste stehen Tobias Gröschl, Adrian Sieweke und Yannick Klippenstein. Ob Max Diekhof mitwirkt, erscheint derzeit noch unklar zu sein. Nützlich: Zurück im Kader befinden sich Raffael Giebel, Lasse Huitema und Jonathan Epp.

 

Man hat schon interessante Erinnerungen an den TuS Asemissen II. So sind die Meerkötter-Männer für die Drittvertretung des TBV Lemgo der erste Gegner in der neuen Spielklasse gewesen. TBV III-Coach Sebastian Klaas betont via Lippe-Kick: „Wir wissen, dass sie spielerisch und technisch gut sind, haben ebenfalls einen Kunstrasen zu Hause.“ Der Untergrund kommt den spielstarken Jahnplatz-Jungs wohl entgegen, müssen sie sich nicht auf einen neuen Untergrund einstellen. Klaas stellt voller Zufriedenheit fest: „Jedoch haben wir uns nun langsam an die Liga gewöhnt und uns eingespielt.“ Zuletzt allerdings hat der Aufsteiger deutlich geschwächelt, war mit 0:4 in Entrup unterlegen, davor gab es ein wenig überzeugendes Spiel gegen Yunus Lemgo. Daher betont Klaas bei Lippe-Kick völlig zutreffend: „Wir haben etwas gutzumachen und das weiß auch jeder unserer Spieler.“ Auf die Reaktion der Lemgoer nach zuletzt eher dürftigen Vorstellungen darf man wahrlich gespannt sein.

 

Um 16.30 Uhr ist Rainer Lengert der Referee für diese Begegnung. Auf dem Kunstrasenplatz in Greste pfeift er diese an.

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