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Hallenfussball

Classic-Cup 2020 – Post TSV Detmold kann es nicht lassen

Die Postler stellen eine überragende Indoor-Truppe, bringen sich in Stimmung für die baldige Finalrunde der lippischen Hallenmeisterschaften. Lippe-Kick zeichnet den Erfolgsweg beim Turnier in Barntrup nach.

Schwere Verletzungen trüben tolles Turnier

Classic-Cup 2020 (hk). Dieses Turnier mit Generalprobe-Charakter hat die Sehnsüchte komplett erfüllt. Die Favoriten setzen sich am Ende durch. Die drei Bezirksligisten zeigen sich resistent, ziehen geschlossen in das Halbfinale ein. Zusammen mit dem A-Liga-Schwergewicht TuS WE Lügde. Am Ende schlägt der Post TSV diese Lügder im Endspiel klar mit 3:0. Den dritten Rang holt sich im Neunmeterschießen der Lokal-Matador RSV Barntrup mit einem 5:4 gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Immerhin: Keine Mannschaft reist ohne Punktgewinn ab. Erstaunlich: Trotz Eintrittspreisen von bis zu vier Euro sind die Tribünen in der Holstenkamphalle relativ voll, ist eine gute Stimmung garantiert. Das Catering ist üppig und bedient alle Geschmäcker.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von der:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Gruppe A

 

Mit einer vorzeigbaren Torstatistik von 20:6 und zwölf Punkten im Gepäck übersteht der RSV Barntrup in sehr souveräner Art und Weise die Gruppenphase. Durch das 1:2 gegen den TuRa Heiden werden die Roten Teufel direkt zum Start geschockt. Die Antwort fällt umso überzeugender aus, als der Blomberger SV beim 4:1 keine echte Chance besitzt. Ein Tor mehr wird der SG Bentorf/Hohenhausen im folgenden Match eingeschenkt. Der schwerste Gruppengegner TuS WE Lügde unterliegt mit 1:3, bevor es beim 7:1 gegen den SC Bad Salzuflen ein prächtiges Schützenfest

D. Barbarito

gibt. RSV-Coach Daniel Barbarito hat diesen Classic-Spirit mit allen Sinnen genossen: „Ich denke, insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Dass auch die eigene Reserve sich „sehr gut verkauft hat“, möchte er positiv anmerken. Die kleine Einschränkung: „Natürlich hat dadurch ein wenig die Qualität in der Gruppe B gelitten, aber in einigen Spielen konnten sie erhobenen Hauptes vom Feld gehen. Hut ab.“

 

Andreas Hoffmann

Vier der fünf Vorrunden-Spiele hat der TuS Westfälische Eiche Lügde gewonnen, was für den zweiten Platz berechtigt. Mit 15:9 Toren und zwölf Punkten ziehen die Jungs vom ehemaligen Barntruper-Coach Andreas Hoffmann als Gruppenzweiter in die K.o.-Phase ein. Zum Auftakt erleben sie einen 3:0-Sieg über den SC Bad Salzuflen, ehe im zweiten Spiel auf dramatische Art und Weise der TuRa Heiden mit 4:3 bezwungen wird. Auch der Blomberger SV hat beim 1:3 das Nachsehen. Gegen den Gruppensieger RSV Barntrup erleiden die Südostlipper die einzige Pleite in der Gruppenphase – verlieren mit 1:3. Mit einem 4:2-Sieg über die SG Bentorf/Hohenhausen wird diese erste Turnierphase abgeschlossen. „Wir haben insgesamt ein sehr gutes Turnier gespielt, sind verdient ins Halbfinale eingezogen“, stellt Hoffmann im Lippe-Kick-Gespräch heraus. Sein Lob richtet sich auch an das große Ganze: „Das Turnier war wie gewohnt super organisiert und das Teilnehmerfeld stark besetzt.“ Das Produkt von dieser Performance klingt verlockend: „Wir gehen nun selbstbewusst in die LZ-Endrunde.“

 

Mit einem negativen Torverhältnis von 10:15 und neun Punkten scheitert der SC Bad Salzuflen nur knapp am Sprung in das Halbfinale. Hätten sich die Kurstädter im finalen Gruppenspiel gegen den RSV Barntrup nicht mit 1:7 abschießen lassen, wäre wohl mehr möglich gewesen.

 

Stimmungstechnisch, auch im Geschmacksbereich, da fühlt sich der TuRa Heiden richtig gut aufgehoben in der Holstenkamphalle in Barntrup. Coach Thorsten Geffers zollt dem Rasensportverein für die gesamte Organisation ein „dickes Kompliment“, leckt sich dabei die Lippen, um von einem „tollen, reichhaltigen Catering“ zu schwärmen. Den Wettbewerb möchte er ebenfalls keineswegs missen, sagt er doch: „Der Classic-Cup ist und bleibt ein ganz fester Bestandteil der Hallensaison.“ Der verpassten Option, in das Halbfinale einzuziehen, trauert der erfahrene Trainer ein wenig hinterher, erscheint dies doch „absolut möglich.“ Am Ende sind es sechs Punkte aus fünf Partien und Rang vier im Endklassement. 14:14 Tore lautet hier die ausgeglichene Bilanz. Einem Husarenstreich gleicht der 2:1-Auftakterfolg gegen den favorisierten Gastgeber RSV Barntrup. Gegen Lügde folgt eine Enttäuschung. Dreimal führt Heiden, doch stets verdaddeln sie lasch den Vorteil, geben sich am Ende mit 3:4 geschlagen. Auch die 2:3-Niederlage gegen den SC Bad Salzuflen ist als „unnötig“ einzuordnen. Der Letzte aus

Thorsten Geffers

Bentorf/Hohenhausen wird mit 3:1 bezwungen, wodurch sich die Chance auf das Weiterkommen bietet, „da Lügde bis kurz vor Ende ihrer letzten Partie zurücklag, aber das Spiel dann noch drehte“, schildert Geffers sichtlich geknickt. Das Positive überwiegt, erklärt er gegenüber Lippe-Kick: „Trotzdem haben wir eine gute Hallensaison gespielt, aber man hat auch gesehen, dass sowohl beim LZ-Cup in der Zwischenrunde als auch beim Classic-Cup noch rund 20 Prozent fehlen, um den großen Wurf zu schaffen.“ Was ist im Detail dafür ursächlich? „Mein Team ist noch sehr jung und teils nicht abgeklärt genug gewesen. Aber die Entwicklung ist klasse und wird in den nächsten Monaten noch mehr an Qualität zunehmen“, können sich diese gemachten Erfahrungswerte auf Dauer als extrem hilfreich erweisen.

 

Der diesjährige Budenzauber entpuppt sich für die Blomberger als faule Magie, denn die Ergebnisse sind ernüchternd. Dazu kommt die Knie-Verletzung von Unterschiedsspieler Thomas Stirz. Der Wettkampf beginnt mit einer Trauerphase. Vier Niederlagen erlebt man zunächst gegen die SG Bentorf/Hohenhausen (0:1), RSV Barntrup (1:4), TuS WE Lügde (1:3) und SC Bad Salzuflen (2:3). Zum Abschluss können sich die Kicker aus der „kleinen Stadt, die alles hat“, über einen 5:4-Sieg gegen den TuRa Heiden, dem Ex-Club von Coach Mike Winkler, freuen. Drei Punkte bedeuten daher den vorletzten Rang im Klassement dieser Turnier-Frühphase. Winkler teilt mit viel Wahrhaftigkeit mit: „Damit konnten wir sportlich zumindest einen Dreier einfahren. Mehr Positives gab es für uns eigentlich nicht.“

 

Mit drei Punkten haben die Jungs der SG Bentorf/Hohenhausen genauso viele wie der langjährige Bezirksligist Blomberger SV geholt. Da sie aber eine um drei Treffer schlechtere Tordifferenz aufweisen, bleibt den Kalletalern nur der letzte Platz im Ranking. Deshalb findet Ben/Hoh-Obmann Marco Evers auch: „Die Bilanz ist durchwachsen, aber denke, wir haben uns im Konzert der Großen ganz gut verkauft.“ Ein guter Turnierauftakt wird mit dem 1:0 gegen Blomberg erwischt. Es reiht sich das unglückliche Spiel gegen den SC Bad Salzuflen an, in dem allein dreimal das Aluminium-Geräusch ertönt – dies bei einer 1:0-Führung. Evers ist kopfschüttelnd unterwegs: „Statt einer 4:0-Führung bekommen wir den Ausgleich. Eine Minute 20 vor Schluss steht es noch 1:1 und du verlierst das Spiel noch 1:3.“ Beim folgenden 1:5 gegen Barntrup sieht er sein Team chancenlos, hat die Motive für diese Aussichtslosigkeit flugs erkannt: „Barntrup ist hochmotiviert und wir knabbern noch an der unnötigen Niederlage gegen Salzuflen.“ Es folgt eine ausgeglichene Angelegenheit gegen den TuRa Heiden, „aber letztendlich verlierst du das Spiel.“ Beim 2:4 gegen Lügde ist „die Luft raus“, wie Marco Evers moniert und die Prioritäten vernünftig einordnet: „Wichtig ist, dass sich keiner großartig verletzt hat und der Spaß im Vordergrund stand.“

 

Gruppe B

Vielleicht würde ich sogar meinen BMW darauf verwetten, dass diese SG Hiddesen/Heidenoldendorf in diesem Jahrzehnt den Sprung in die Landesliga schafft. Die jungen Wilden lassen eine vielversprechende Perspektive erwarten. Die befähigten A-Jugend-Kicker scharren mit ihren Hufen, zugleich ist die derzeitige Kaderqualität der Seniorenteams verheißungsvoll wie wohl nie zuvor. In der Gruppenphase in Barntrup gleiten sie durch die Gruppenphase wie ein warmes Messer durch die Butter. Von allen zwölf Teams stellen sie mit 24 Toren die torgefährlichste Offensive, häufen damit 13 Zähler an. Sie holen sich dank der besseren Tordifferenz den ersten Platz vor dem punktgleichen Post TSV Detmold. Einzig im Einführungsspiel gegen den Triumphator und neuen Rivalen muss sich das Rüschenpöhler-Team mit einem 1:1 begnügen. „Wir hätten gewinnen müssen, hatten die besseren Torchancen“, klagt Gatzke darüber ein wenig, um dann korrekterweise klarzustellen: „Das erste Spiel im Turnier ist immer schwierig.“ Ein nicht zu vernachlässigender Fakt: Für die Postler ist diese Partie die einzige von insgesamt sieben, die sie nicht als gutgelaunter Sieger beenden. Für die Spielgemeinschaft folgen in der Gruppenphase vier Siege. Gegen den Detmolder A-Ligisten SV Diestelbruch/Mosebeck gibt es einen 4:1-Sieg, gegen Barntrup II ein 7:1, gegen Extertal/LaSi wird mit 9:2 gewonnen, sammelt das derzeit wohl spannendste Team in Lippe abschließend einen 3:2-Erfolg über den klassentieferen TuS Horn-Bad Meinberg. Fußball-Professor Markus Rüschenpöhler erklärt via Lippe-Kick: „Wir haben gut gespielt, nicht überragend, aber das war in Ordnung“, wird an diesen Worten auch die Anspruchshaltung deutlich, die sichtbar gestiegen ist beim ehrgeizigen Coach.

 

Die Postler überzeugen besonders mit ihrer sicheren Deckung, weisen hier den Bestwert mit nur drei Gegentoren auf. 15 Mal sind sie erfolgreich und Antreiber Tobias Gatzke (Bild links) erkennt die kontinuierliche Entwicklung: „Wir sind von Spiel zu Spiel immer besser geworden, haben immer souveräner gespielt. Wir haben alle Spiele gewonnen, die wir in der Gruppe hatten“, bis auf das 1:1 zum Auftakt gegen den Ligakonkurrenten aus Hiddesen/Heidenoldendorf. Vier Siege hintereinander folgen. Erst ein 2:0 über den Underdog SG Extertal/LaSi, dann ein deutliches 4:0 gegen den TuS Horn-Bad Meinberg. Dem schließen sich ein 3:1-Erfolg über den RSV Barntrup II und ein berauschendes 5:1 über den SV Diestelbruch/Mosebeck an. Auf den ersten Blick wirkt etwas überraschend, dass gegen die A-Ligavertreter jeweils doppelt so hoch gewonnen wird wie gegen die Außenseiter aus der B1-Lemgo. Allerdings ist dies einmal mehr eine Bestätigung dafür, dass unter dem Hallendach die Ligazugehörigkeit eine geringfügige Bedeutung besitzt.

 

Vier Punkte aus fünf Partien, elf Tore erzielt und 21 kassiert. Am Ende reicht dies für das B-Liga-Spitzenteam SG Extertal/LaSi zum vierten Rang, weshalb Coach Christian Ziereis damit „ganz zufrieden“ ist. Schließlich sei sein Team „zusammengewürfelt.“ Das Turnier beginnt denkbar ungünstig mit einer herben 1:5-Klatsche gegen den TuS Horn-Bad Meinberg. Auch das zweite Spiel geht verloren. Mit 0:2 gegen den Titelgewinner Post TSV Detmold. Es folgt der einzige Sieg beim 5:2 über den favorisierten SV Diestelbruch/Mosebeck. Im vorletzten Gruppenspiel werden den Extertalern beim 2:9 mächtig die Leviten gelesen, ehe es ein versöhnliches 3:3 gegen den nachbarschaftlichen Liga-Rivalen RSV Barntrup II gibt. Ziereis findet: „Wir haben uns dann Spiel für Spiel

Christian Ziereis

gesteigert, bis uns zum Schluss dann doch die Kräfte verlassen haben, da noch zwei Spieler wegmussten“, fehlen dann die nötigen Wechsel-Optionen. Das Angenehme ist in der Mehrzahl, unterstreicht Ziereis via Lippe-Kick dies: „Aber es war ein tolles Turnier mit schönen Toren und klasse Spielen.“

 

S. Weber

Reichlich angefressen präsentiert sich SV Diestelbruch/Mosebeck-Chefcoach Sascha Weber, ist es der vorletzte Platz nach nur einem Sieg und einem Zahlensalat von 8:17. Dementsprechend schimpft Weber mit viel Vehemenz in seiner Stimme: „Von unserer Leistung bin ich sehr enttäuscht. Drei Punkte aus fünf Partien ist eine miese Ausbeute. Ausscheiden ist ok. Aber nicht so.“ Er hätte sich von seiner Mannschaft eine andere Wehrhaftigkeit gewünscht. Das einzige Erfolgserlebnis gibt es im direkt im ersten Match mit dem 2:0-Erfolg über Schlusslicht RSV Barntrup II. Vier Pleiten am Stück sind die peinliche Realität. Konkret: 1:4 gegen Hiddesen/Heidenoldendorf, 2:5 gegen Extertal/LaSi, 2:3 gegen Horn-Bad Meinberg und schlussendlich ein 1:5 gegen den Post TSV Detmold. Ein kleines Trostpflaster: Sie verlieren kein Spiel zu null, doch schlucken stets reichlich Einschläge. Vielsagend ergänzt er: „Wenn man so abschneidet wie wir, sage ich über das fußballerische Niveau besser nichts. Angehoben haben wir es nämlich nicht“, unterschreibt man dieses Urteil blind. Trotz dieser sportlichen Bruchlandung lässt es sich aushalten, wie Weber anmerkt: „Ansonsten angenehm wie immer. Prima Bewirtung. Gute Organisation. Viele Bekannte getroffen.“ Ein kleiner Schatten: „Leider nicht mehr ganz so viele Zuschauer wie vor ein paar Jahren.“ Damit haben einige Fußball-Events in Lippe zu kämpfen.

 

Von den Dutzend Teams hat sich der RSV Barntrup II am meisten mit der Zählereinfuhr zurückgehalten, einen von 15 möglichen Zählern ergattert. Auch in weiteren Statistiken belegt der nachgerückte Gastgeber den letzten Platz. Die fünf erzielten Tore lassen ein laues Lüftchen durch den eigenen Sturm wehen, die 21 Gegentreffer bedeuten zusammen mit der SG Extertal/LaSi die löchrigste Defensive. „Die hohen Niederlagen taten weh“, so Interimstrainer und Keeper Björn Sievert. Zu anspruchsvoll sind die Ansprüche allerdings auch nicht formuliert, übt er sich in Demut: „Nichtsdestotrotz konnte man vielleicht nicht mehr erwarten.“ Was ihn eine Prise versöhnlich stimmt: „Alle haben das gegeben, was drin war. In der ein oder anderen Situation hätte man mit etwas Spielglück den einen oder anderen

Björn Sievert

Punkt mehr holen können“, entscheiden im Hallenfußball meist nur ein paar Zentimeter. Man möchte jetzt aber nicht gleich traurig sein, verdeutlicht Sievert im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir sind trotzdem zufrieden, weil die Einstellung und der Einsatz super waren.“ Der angemessenen Vorbereitung auf die anstehende Rückserie wird nun enorm viel Bedeutung beigemessen. „Wir wollen uns nun vernünftig auf die Rückrunde vorbereiten“, ist diese Herangehensweise nur mehr als verständlich. Er gratuliert dem „verdienten Turniersieger aus Detmold!“ Dass die eigene Erstvertretung Hallengötter in Rot sind, ist allgemein bekannt. Björn Sievert wiegt sich in der Hoffnung einer erfolgreichen Revanche beim nahenden LZ-Cup „und den Pokal letztendlich in Lemgo in die Luft zu halten“, steht der komplette Verein hinter dem RSV Barntrup I.

Halbfinale

RSV Barntrup vs. Post TSV Detmold 2:3

 

Was für eine bemerkenswerte Moral des Post TSV Detmold. Nach einem 0:2-Rückstand gegen den „Brocken Barntrup“ (O-Ton: Gatzke) drehen sie die Begegnung noch mit 3:2. Warum sind die Residenzler zunächst so unkonzentriert? Der Filet-Fußballer findet darauf eine plausible Antwort: „Die Pausen waren zu groß.“ Dennoch. „Am Ende haben wir verdient gewonnen, waren die bessere und cleverere Mannschaft.“ Dass der Post TSV Detmold der „verdiente Sieger“ ist, das möchte Barbarito überhaupt nicht in Abrede stellen. Er will mit seiner Meinung allerdings nicht hinter dem Berg halten: „Ich hätte mich schon sehr gefreut, endlich den Pokal mal wieder in Barntrup zu lassen. Zumal mit Nico Haase wieder unsere RSV-Legende aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von Rethmeier mitgewirkt hat. Für ihn hätte ich mich sehr gefreut, er hat seine Sache wieder hervorragend gemacht, wohlgemerkt mit 41 Jahren“, hat Haase die Gene von einem Lothar Matthäus in seinen Gliedern.

TuS WE Lügde vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf 2:0

Zwischen den beiden Teilnehmern der letztjährigen A-Liga-Aufstiegsrunde entwickelt sich über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe. Der Spielgemeinschaft fehlt offensichtlich das Durchsetzungsvermögen im letzten Drittel. Was noch schmerzhafter ist: Spielführer Ingo Schmitz zieht sich eine Verletzung zu. In der Endphase dieser viertelstündigen Partie schluckt das Rüschenpöhler-Team das erste Gegentor. Als sie immer mehr investieren, mehr Risiko gehen, kassieren sie mit dem Schlusspfiff das 0:2, da Lügde ins verwaiste Gehäuse trifft. Für Hoffmann ist dieses Ergebnis nur mehr als nachvollziehbar: „Wir haben verdient mit 2:0 gegen Hiddesen/Heidenoldendorf gewonnen und sind ins Finale eingezogen.“

 

Neunmeterschießen um Platz drei und vier

 

RSV Barntrup vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf 5:4 nach Neunmeterschießen

Die etwas besseren Nerven beweisen die Barntruper in diesem Shoot-Out, gewinnen es mit 5:4. Rüschenpöhler fasst offenherzig zusammen: „Natürlich sind wir etwas enttäuscht. Wenn man im Halbfinale steht, möchte man auch in das Finale. Dennoch sind wir nicht unzufrieden mit dem Abschneiden, denn wir haben eine sehr ordentliche Leistung in der Vorrunde gebracht und sind dann letztlich Vierter geworden.“ Dass sich die Spielgemeinschaft in der aktuellen Sauren-Gurken-Zeit ästhetisch und in prominenter Gesellschaft die Beine vertreten darf, dafür bedankt sich der rhetorisch begabte Rüschenpöhler ausdrücklich beim RSV Barntrup. „Es war sehr schön, hat sehr viel Spaß gemacht. Der Ball ging viel hin und her“, freut sich der Fußball-Feinschmecker darüber sehr. Auch deshalb sagt er: „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein können,“ um dann aus der bis dato einmaligen Teilnahme eine Serie zu starten.

 

Finale

 

Post TSV Detmold vs. TuS WE Lügde 3:0

Über die gesamte Viertelstunde haben die Lügder nur eine einzige Abschlussaktion, während die Postler feine Kombinationen einstreuen, zudem in den richtigen Momenten die Tore erzielen. Robin Jöstingmeier, Philip Wichmann und Johann Felker sind erfolgreich. Hoffmann bekümmert sich, erklärt: „Im Finale ließen wir bis vier Minuten vor Ende nichts zu und hatten die große Chance zur Führung.“ Diese erzielt jedoch Jöstingmeier, die entscheidenden Treffer folgen schnell. „Nach dem Rückstand kamen wir nicht zurück und Post spielte das sehr abgeklärt und stark zu Ende“, fasst Andreas Hoffmann deshalb gönnerhaft zusammen: „Somit war der Turniersieg verdient.“ Auch Gatzke stimmt hier mit ein. „Ein verdienter Turnier-Sieg. Wir haben super gespielt, den Ball und Gegner gut laufen gelassen. Mit der Rundum-Bande hat das richtig Spaß gemacht.“ Neben dem HH-Kicker Ingo Schmitz haben sich auch der Blomberger Thomas Stirz und der Salzufler Dennis Reichert verletzt. Die beiden Letztgenannten wohl etwas schwerer. Bei Stirz ist es das Knie. Eine MRT-Untersuchung wird hier für Gewissheit sorgen. Es ist bei Reichert wohl die Achillessehne gerissen. „So etwas ist immer traurig“, sagt Gatzke und richtet die „besten Genesungswünsche“, auch im Namen seiner Mannschaft, an die drei Geschädigten.

 

 

 

 

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