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Kreisliga C1 Detmold

Bollwerk-Report – Kreisliga C1 Detmold

Alles über die besten Abwehrreihen der C1 Detmold liefert euch Lippe-Kick in diesem Text. Schmökert doch gerne einmal und erfahrt mehr.

 

„Aus dem Spiel heraus bekommen wir wenig Gegentore“

Kreisliga C1 Detmold (hk). Asche über das Haupt der Lippe-Kick-Zeilenknechte. Die stabilste Defensive dieser Spielklasse wird nicht analysiert. Auf Anfrage wollte die Spielvereinigung Hagen/Hardissen, die in 16 Gegentoren den Spitzenwert mit 18 Einschlägen belegt, nicht antworten. Dies gilt es zu respektieren, denn einige Verantwortliche wollen das Team in den Fokus rücken, nicht einzelne Mannschaftsteile oder sogar Spieler. So nehmen wir uns also die drei Führenden der C1 Detmold vor, die die weiteren Plätze belegen. Mit 24 Gegentoren steht ebenso hier die SG Hiddesen/Heidenoldendorf III auf dem zweiten Rang. Es folgen der Dritte TuRa Heiden II (25) und Primus FC Cavo Lage (26) auf den weiteren Plätzen.

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf III, 17 Spiele, 24 Gegentore.

Safety first, dieses Motto genießt höchste Priorität beim Aufstiegsaspiranten SG Hiddesen/Heidenoldendorf III. Mit einem 3-5-2-System agiert der Tabellenzweite, wird hier die Verteidigung vom eigenen Gehäuse in den Vordergrund gerückt, untermalt dies auch SG III-Akteur Nils Hinder (Bild rechts) bei Lippe-Kick: „Deshalb hat es für uns auch oberste Priorität, dass hinten erstmal die Null steht, weil wir vorne individuell eigentlich so stark besetzt sind, dass die Tore schon irgendwann fallen.“ Mit 72 erzielten Hütten ist es der drittbeste Wert der gesamten Spielklasse bis dato. In fünf der 14 Partien fraß die Spielgemeinschaft keinen Gegentreffer. Der Traumstart war sogar perfekt mit den Siegen über die SG Klüt/Wahmbeck (6:0) und SC Türkgücü Detmold II (1:0). Auch gegen die FSG Waddenhausen/Pottenhausen (4:0) und den RSV Hörste II (3:0) blieb man uneinnehmbar. Noch klarer wurde es, als der TuS Eichholz/Remmighausen III mit 9:0 abgefertigt wurde. Wir kommen zur Taktik: In bester 90er Jahre-Anordnung laufen die Blanke-Boys mit einem legendären Libero auf, den Tim Gausmann (Bild links) spielt. Er ist prädestiniert dafür, mit seiner exzellenten Ballbehandlung wie Übersicht. „Außerdem besitzt er ein sehr gutes Timing in den Defensivzweikämpfen, wenn er gefordert wird“, ist Hinder sehr angetan vom Team Detmold-Auswahlspieler aus dem Jahr 2018. Außen verteidigen Nico Erfkamp (Bild rechts unten) und Michael Gollan. „Beide Spieler sind extreme Zweikampfmonster und physisch bockstark. Es ist wirklich nicht einfach, im Eins-gegen-eins an ihnen vorbeizukommen“, so Nils Hinder, der den torgefährlichen Gollan darüber hinaus lobt: „Michael ist außerdem eine echte Waffe bei Standards. Bei Ecken und Freistößen ist er immer vorne dabei und das auch oft erfolgreich. Auch diese Saison hat er schon fünf Treffer erzielt – für einen Abwehrspieler eine echt starke Quote.“ Notgedrungen kam es in dieser Spielzeit zu diversen Umstellungen in der Verteidigung. Die taktische Disziplin bei der Drittvertretung ist lobenswert, denn die neue Rolle wurde schnell adaptiert. Fänger Jan Luca Sprenger (Bild links) komplettiert die Defensive. Der letztjährige A-Jugendliche bestreitet seine erste Saison im Seniorenfußball „und ist für uns stets ein sicherer Rückhalt. Stark am Ball, im Eins-gegen-eins und am Tresen“, lobt Nils Hinder die Vielseitigkeit vom leistungsstarken und muskulösen Fänger. Äußerst knapp ging es am dritten Spieltag gegen die SG Kachtenausen/Helpup II zur Sache, als Sprenger beim Zwischenergebnis von 4:3 für den Favoriten einen Elfmeter überragend parierte. Letztlich gewann der Favorit mit 5:3 dieses hart umkämpfte Spiel. Exakt die Hälfte ihrer Gegentore musste die SG Hiddesen/Heidenoldendorf III in vier Spielen verkraften. Neben dem eben genannten Spiel erlitt man noch ein 1:3 gegen den BSV Müssen II und die 2:3-Niederlagen beim FC Cavo Lage und beim SC Türkgücü Detmold II. Nils Hinder hat aufmerksam beobachtet: „Aus dem Spiel heraus bekommen wir eigentlich relativ wenige Gegentore. Meist sind es Standardgegentore oder individuelle Fehler, die sich einschleichen. Dort besteht bei uns noch Verbesserungspotenzial.“

 

TuRa Heiden II, 16 Spiele, 25 Gegentore.

Für den TuRa Heiden II gibt es nur hopp oder top. In den 16 Partien remisierte man kein einziges Mal. 13 Siege und drei Niederlagen stehen zu Buche. In fünf Partien waren die Heidener hinten vollkommen dicht. Das 2:0 im Gastspiel beim BSV Müssen II und erst recht die beiden 10:0-Siege gegen den SuS Pivitsheide III waren ein Beleg für das Sicherheitsgefühl des Turn- und Rasensportvereins. Ebenfalls das 7:0 beim TuS Eichholz/Remmighausen II und das 2:0 beim SC Türkgücü Detmold II waren Werte von höchster defensiver Sorgfaltspflicht. Diese wurde beim 9:5-Auswärtserfolg beim TuS Eichholz/Remmighausen III mit Füßen getreten, hatte der Tabellendritte in diesem Match offenbar seine Probleme mit dem Neuner-Modell. TuRa II-Coach Markus Kortekamp (Bild rechts) bezeichnet als „unsere absolut stärkste Waffe in der Abwehrreihe“ den Dauerbrenner Björn Holtmann (Bild links), adelt ihn zugleich: „Für mich ist er der zweikampfstärkste Spieler der Liga.“ Er übt allerdings ebenso leise Kritik am Defensivspezialisten, vermisst er zuweilen die „Ruhe im Aufbauspiel“ von ihm, ist zugleich aber froh über dieses leichte Manko: „Aber wenn er das auch noch perfekt könnte, dann würde er sicherlich auch nicht beim TuRa Heiden II spielen.“ Auf den kickenden Obmann Martin Böddeker (Bild rechts unten) ist im zentralen Abwehrbereich ebenso Verlass, besticht dieser doch mit seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Dieser musste sich zunächst umstellen, denn Böddeker beackerte zuvor das Mittelfeld als sein bevorzugtes Terrain. Arge Verletzungssorgen sind im Bereich der Außenverteidigung festzumachen. So ist aus der Not heraus die Idee geboren, dass etatmäßige Offensivkräfte wie Andre Pauksch oder Lukas Hülsiggensen neue Erfahrungswerte als Verteidiger sammeln sollten. „Beide haben das sehr gut gemacht“, lobt Kortekamp. Zugleich sind auch die langjährigen Defensivhaudegen wie Tim und Jan-Niklas Grote, dazu Jan-Niklas Eickmeier in diesem Mannschaftsteil eingesetzt worden, „haben immer solide Leistungen abgerufen.“ Somit gab der Abwehrverbund der gesamten Mannschaft Kraft, bot die Basis für die herausragende Offensivleistung mit 79 Toren in 16 Spielen. Den Bärenanteil an dieser defensiven Erfolgsstory darf sich jedoch Fänger Benjamin Liess (Bild links unten) ans Revers heften. „Er hat sich aufgrund von einer Verletzungsmisere im ganzen Verein auf der Torhüterposition zur Verfügung gestellt, ins Tor zu gehen, obwohl er eigentlich als Mittelstürmer bekannt ist. Mittlerweile hat er sogar das ein oder andere Spiel in der ersten Mannschaft ausgeholfen. Was er leistet, ist nicht hoch genug zu bewerten“, klatscht Markus Kortekamp für diese schnelle Anpassungsfähigkeit vom mannschaftsdienlichen Akteur artig Beifall.

FC Cavo Lage, 19 Spiele, 26 Tore.

In fast allen Statistiken tritt der FC Cavo Lage äußerst dominant in der C1 Detmold auf. Alle 19 Partien haben die Cavonisten gewonnen, diese meist auch mit einer klaren Überlegenheit. Luft nach oben existiert, was die Abwehrstabilität angeht, sind 26 Gegentore einfach zu viel, um Aufstiegsreife zu besitzen. Nur zwei Spiele blieben die Zuckerstädter unbeschadet, waren dies der 3:0-Sieg beim TuS Eichholz/Remmighausen II und der 7:0-Erfolg gegen die SG Klüt/Wahmbeck. Die meisten Tore schenkte der RSV Hörste II dem Primus ein, bei der 5:12-Niederlage. Eine mögliche Begründung für die allzu oft undichte Abwehrkette: Die extreme Rotation durch Verletzungen. Auch im Gehäuse musste munter durchgewechselt werden, haben sich Ashiti Farho, Kaniwar Guro und zumeist Faton Hajdini (Bild rechts) abgewechselt. Cavo-Pressesprecher Djar Guro attestiert Hajdini „gute Spiele.“ In der Erinnerung lebendig ist das Auswärtsspiel Mitte November beim FC Augustdorf III, als Hajdini beim Spielstand von 2:2 mit einer tollen Parade den Rückstand verhinderte, dadurch seinem Team Mut einimpfte. Letztlich gelang bei den Sandhasen ein 4:2-Erfolg. Im Defensivverbund erhielten Spielertrainer Silo Yalcin (Bild links), Nico Bergmann, Davut Özturk, Alexander Yaps und der aktuelle Müssener Dennis Seiler die meiste Spielzeit. „Yalcin hat in den Spielen, die er absolviert hat, immer die beste Leistung gezeigt und die Kette intakt gehalten“, bemerkt Guro. Den Stab über die eigene Mannschaft möchte er auf keinen Fall brechen, unterstreicht im Lippe-Kick-Gespräch vielmehr: „Es gibt wirklich kaum Spiele, in denen ich sage, dass unsere Abwehr einen schlechten Tag gehabt hatte. Wenn ich mir ein Spiel aussuchen müsste, wäre das die zweite Hälfte gegen CSL Detmold (1:4) im Pokalspiel. Die meiste Zeit über war Alexander Japs (Bild rechts unten) in der Kette und ich muss sagen, dass er in einigen Aktionen unseren A…. gerettet hat“, wuchs der Gladiator im FCC-Team über sich in diesem Pokalspiel hinaus. Auch im Zuckerstadt-Derby gegen die FSG Waddenhausen/Pottenhausen (3:1) hat sich Japs als Retter in heikler Mission erwiesen. Ein 95er lief bereits an Cavo-Torhüter Farho vorbei, musste nur noch in das leere Gehäuse einschieben, doch der tollkühne Japs rettete mit einer tollen Kopfballabwehr auf der Torlinie.

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