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Kreisliga C1 Lemgo

SC Extertal III – Neuer Name, alter Inhalt

Wie es beim Schlusslicht der Kreisliga C1 Lemgo nach der Corona-Pandemie weitergeht, steht noch in den Sternen. Coach Andreas Adler wählt zumindest eindringliche Worte bei Lippe-Kick.

 

 

„Wir sind nicht mehr in den 90ern.“

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Lippe-Kick zieht alle vorhandenen Hüte mit Blick auf ein Schlusslicht aus dem Extertal, das sich immer wieder selbst motivieren muss. Chefcoach Andreas Adler ist keineswegs zu beneiden, denn er musste mit einer erheblichen Personalnot kämpfen, fehlte zudem oft auch das Belohnungssystem in Form von Punkten. Mit vier Zählern aus elf Partien rangiert die in der Vorrunde noch als SG Extertal/LaSi III aktive Mannschaft bereits etwas abgeschlagen am Tabellenende der C1 Lemgo. Im Lippe-Kick-Gespräch äußert sich Coach Adler zur aktuellen Situation.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Andreas Adler

Eine eigenständige Fitness zu erlangen, das war die Maßgabe für die dritte Mannschaft aus dem Extertal. Dass diese tatsächlich mit aller Akribie Anwendung fand, dafür möchte der langjährige Spieler nicht seine Hand ins Feuer legen: „Ob es gemacht wurde, wird man dann sehen beim ersten Spiel.“ Möglich, dass es im September 2020 mit der neuen Serie weitergehen wird. Andreas Adler erwünscht sich vorab allerdings noch einige Freundschaftsspiele, um wieder in den Rhythmus zu kommen, ein Gefühl für den Fußball in einem Match zu erlangen. „Das werden dann die meisten machen, wenn die Saison nicht weitergeht, wovon ich ausgehe“, wäre alles andere eine große Überraschung allgemein hin. Die Entwicklung macht vor allem auch nicht vor den Fußball-Vereinen im ländlich geprägten Extertal Halt. Was waren das noch für Zeiten, als es den VSV Teutonia Silixen gab, den SV Laßbruch, den FC Oberes Extertal und sogar den SV Kükenbruch. Diese vier Vereine haben sich vor einigen Wochen zum SC Extertal zusammengeschlossen, gibt es dank dem TuS Almena immerhin noch ein Extertal-Derby, dies in der C1 Lemgo. Dass die Spielgemeinschaft nunmehr vier Vereine bündelt, sorgt für eine zufriedene Miene beim Coach, der fein parliert: „Ich finde das eine gute Sache mit der Spielgemeinschaft. Die Jungen kennen sich ja untereinander sowieso alle. Zum anderen sind wir ja nicht mehr in den 90ern, wo alle noch Fußball gespielt haben“, es daher viele eigenständige Vereine gab. Die Interessenlage hat sich kolossal verändert, sind viele junge Leute lieber im Internet unterwegs. „Da bleibt der Sport insgesamt auf der Strecke“, werden die Sportvereine in der aktuellen Zeit wahrlich vor einige Probleme gestellt.

 

„Durch die Pandemie ist alles ein bisschen anders“

 

Ein Gegenbeispiel liefern in diesen Tagen der TuS Kachtenhausen und der TuS Helpup, die sich aus der Spielgemeinschaft gelöst haben, nun wieder im Ursprungsverein kicken. „Wenn Vereine das können, ohne Spielgemeinschaft, ist das doch super, wenn das klappt. Das wird aber immer schwieriger werden“, kalkuliert er, glaubt nicht, dass in Extertal ein ähnlicher Weg gegangen werden kann. Weil: „Das ist ja noch alles frisch und durch die Pandemie alles ein bisschen anders.“ Und, er kommt zurück zum Ausgangspunkt: „Personalmäßig ist das immer schwierig. Das ist Woche für Woche anders. Da werde ich auch wohl mal einspringen müssen, weil der eine oder andere fehlt.“ Eine Qualitätseinbuße ist das jedoch nicht, wenn Andreas Adler seine Töppen schnürt, denn kicken kann der kahlköpfige Stratege durchaus. Schwierig gestaltet sich die Prognose, wie es nach der langen Pause weitergeht beim SC Extertal III. „Es wird sich dann zeigen, wer Lust zu spielen hat, wenn es wieder weiter geht!“ Insbesondere in der derzeit grassierenden Krise geht es darum, Zusammenhalt zu demonstrieren, dann die nötige Fitness zu erlangen, wenn der Spielbetrieb wieder Fahrt aufnimmt. „Das“, treffen seine Worte genau den Kern, „zeigt dann die Stärke des Vereins und der Spieler.“

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