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Was macht eigentlich…? Teil 1: Marc Peuser

Wir starten eine neue Serie und sprechen mit ehemaligen Trainern, Spielern, sportlichen Leitern und anderen Verantwortlichen. Heute in Teil 1: Marc Peuser.

 

Peuser: „Es gab sehr viele Anfragen“

Allgemeines (ab). Acht Jahre lang trainierte Marc Peuser die SG Istrup/Brüntrup. Von 2009 bis 2017 zeichnete er für die erste Mannschaft verantwortlich, führte die SG 2011 in die Kreisliga A, in der man eine Spielzeit verbrachte. 2016 coachte er die Lippe-Kick-Auswahl Detmold B & C zusammen mit Markus Rüschenpöhler und holte den Titel gegen Team Lemgo. Seit 2017 hat Peuser kein Team mehr trainiert. Was macht er seitdem? Verfolgt er den lippischen Fußball? Gibt es Anfragen und Ambitionen, wieder als Trainer einzusteigen? Wir haben ihn gefragt in unserer neuen Serie „Was macht eigentlich…?“

 

Die Spiele der SG Istrup/Brüntrup verfolgt Peuser weiterhin, auch wenn es ihm schwerfällt, „den Jungs einfach so zuzugucken und nicht aktiv agieren zu können.“ An erster Stelle steht aber seine Familie, weshalb er viele Spiele1 über Lippe-Kick verfolgt oder sich auf fussball.de oder im dfbnet informiert, wie die Spiele ausgegangen sind. „Ich verfolge den lippischen Fußball sehr aufmerksam. Ob das die Frauen sind oder die Jugend, das interessiert mich alles sehr. Ich schaue hauptsächlich auf die Spiele von Istrup/Brüntrup oder Donop/Voßheide, in erster Linie aber Istrup/Brüntrup, weil mir die Jungs immer noch am Herzen liegen und wir einen engen Kontakt haben, was auch immer so bleiben wird.“

 

„Das Emotionale ist wichtiger als das Monetäre“

Zurück auf den Trainerstuhl zieht es Peuser nach über drei Jahren trotz der familiären Aufgaben aber schon. „Es gab sehr viele Anfragen aus der A- und B-Liga, aus Detmold und Lemgo, das hat mich sehr gefreut“, gibt Peuser zu. „Dann hat man auch das Gefühl, dass man in den letzten Jahren einiges richtig gemacht hat.“ Der Ex-Coach hat „sehr viele, sehr nette Gespräche geführt“ und war einmal sogar schon „sehr weit in den Gesprächen, aber es passte damals nicht in die private Situation“, was Peuser als „sehr schade“ empfindet. Denn alles andere hätte gepasst: „Wenn ich nochmal wiederkomme, dann ist das Emotionale viel wichtiger als das Monetäre. Ich muss mich im Verein wohlfühlen, mit den Verantwortlichen, mit der Mannschaft. Und ich will dann eine junge Mannschaft haben, mit der man etwas erreichen kann. Das ist für mich viel wichtiger als Geld.“

 

„Wenn ich zurückkomme, dann nur mit jemandem zusammen“

Genau das hat er auch in den Gesprächen aufgeführt, die damals recht weit fortgeschritten sind, letztlich aber doch nicht zu einem Engagement führten. Eine weitere Bedingung: Peuser wird es nur im Duo mit einem anderen Trainer geben: „Auch, wenn es damals nur ein kurzer Moment war, als ich mit Markus [Rüschenpöhler; Anm. d. Red.] zusammen die Lippe-Kick-Mannschaft betreut habe, was unheimlich viel Spaß gemacht hat, glaube ich, dass das der richtige Weg ist. Wenn zwei zusammen für eine Mannschaft verantwortlich sind, glaube ich, dass Verein und Mannschaft unglaublich viel davon haben. Jeder bringt seine eigenen Ideen ein, jeder hat eigene Vorstellungen und eine andere Ansprache an die Mannschaft. Wenn ein Verein diesen Weg mitgeht, können alle davon profitieren.“ Als wichtigstes Kriterium führt Peuser aber „Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Hobby“ an: „Die Ansprüche für uns alle, die das nicht hauptberuflich machen können, sind so anstrengend, dass man sich als Team unterstützen kann. So hat jeder etwas mehr Freiheit für seine Familie. Das ist in der Gesamtgemengelage für alle Seiten nur positiv.“ Somit steht für Peuser eines fest: „Wenn ich zurückkomme, dann nur mit jemandem zusammen. Es gab Angebote, auch richtig gute, aber es hat nicht funktioniert. Mal abwarten, wie es in Zukunft aussehen wird.“

 

Peuser ist gespannt, wie „Vereine das Hygienekonzept umsetzen“

Dass der Ball am 6. September wieder rollen soll, freut Marc Peuser sehr: „Das werte ich in der Corona-Zeit als positives Signal, dass jeder wieder seinem Hobby nachgehen kann. Es ist sehr wichtig, dass man zurück in sein normales Leben kommt. Aber ich bin gespannt, wie die Vereine das Hygienekonzept umsetzen. Das ist sehr anspruchsvoll und ich beneide da keinen Vereinsverantwortlichen.“ Die Pandemie sei „noch nicht ausgestanden und es birgt immer ein Risiko“, weshalb es Peuser toll findet, dass sich „die Vereinsverantwortlichen der Verantwortung stellen, allen Menschen, die aktiv oder passiv den Fußball begleiten, eine Plattform zu geben.“ Auch die Tatsache, dass alle lippischen Bezirksligisten in einer Staffel spielen werden, bewertet Peuser als positiv. „Jetzt ist es ein gerechter Wettkampf“, urteilt er, findet es aber schade, dass „Blomberg nicht daran teilhaben kann. Das war eine harte Entscheidung mit der Aufstiegsregelung. Auch bei den Frauen mit Donop/Voßheide. Aber irgendwie musste man es machen. Ob das so aber gerecht ist, weiß ich nicht. Wenn der erste und dritte aufsteigt und der zweite, der auch eine super Saison gespielt hat, nicht, dann ist das schon merkwürdig.“

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