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Kreisliga B1 Lemgo

Kreisliga B Lemgo – Die Meinungen zur Verkleinerung der Ligen

Die beiden Staffeln der Kreisliga B werden zur übernächsten Saison auf je 14 Teams verkleinert. Die Folge: Mindestens vier Team pro Staffel müssen absteigen.

 

 

Meschonat: „Als Aufsteiger eine noch schwerere Saison“

Kreisliga B Lemgo (ab). Der FLVW Lemgo hat auf seinem Staffeltag am 17. August beschlossen, dass die beiden Staffeln der Kreisliga B zur Saison 2021/2022 auf jeweils 14 Mannschaften reduziert wird. So soll der Spielplan entzerrt, die Anzahl der Spielausfälle verringert werden und auch die C-Liga am Leben erhalten werden. Mit aktuell nur noch 19 Mannschaften stellt man in den C-Ligen das geringste Kontingent aller ostwestfälischen Fußballkreise. Da man sich für diese Reduzierung der B-Ligen allerdings keinen langsamen Übergang über bspw. zwei Saisons gönnt, geht man den radikalen Weg: In der kommenden Spielzeit müssen aus jeder Staffel mindestens vier Mannschaften absteigen. Was die Verantwortlichen der Vereine davon halten? Wir haben uns in beiden Ligen umgehört und die Meinungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Die einen finden sie gut, die anderen eher weniger. Die einen plädieren für eine eingleisige Lemgoer B-Liga, andere wiederum sogar für eine gemeinsame Lösung mit dem FuL-Kreis Detmold. Aber lest selbst.

 

Florian Meerkötter, Coach TuS Asemissen II

„Insgesamt war die Anzahl von 16 Mannschaften aus meiner Sicht optimal. 14 Mannschaften sind sicherlich auch noch in Ordnung. In dieser Saison bedeutet das aus meiner Sicht bei vier Absteigern, dass die halbe Liga um den Klassenerhalt spielt.“

 

Simon Meschonat, Coach SC St. Pauli

„Ich finde, dass man die Ligen ruhig bei 16 Teams hätte lassen können, so wie es in der letzten Saison zu Beginn war. Es macht ja auch zum Teil den Reiz der höheren Kreisligen aus, sich mit mehr Mannschaften messen zu können. 4 – 5 Absteiger in einer Saison finde ich viel zu viel. So verlässt ja die Hälfte aller Teams am Saisonende die Liga. Natürlich für uns auch negativ dadurch bedingt, dass wir als Aufsteiger nun eine noch schwerere erste Saison in der B-Liga vor uns haben.“

 

Martin Schäfer, Coach RSV Barntrup II

„Ich finde zwei 14er-Staffeln nicht richtig, dadurch hat man zu wenige Spiele. So wie es ist, mit 30 Spielen, ist es genau das richtige, das finde ich für eine Saison absolut ausreichend. Ich verstehe aber auch, dass es einen Mannschaftsschwund gibt in beiden Ligen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, was man in Detmold gemacht hat. Dort gibt es seit Jahren sehr erfolgreich eine eingleisige B-Liga. Klar sind es dort weitere Fahrten, aber wenn ich jetzt von Stadtzentrum Detmold ausgehe und dann in den lippischen Südosten fahren muss, dann ist es genauso, als wenn wir von Barntrup aus nach Bad Salzuflen müssten. Deshalb sollte man sich darüber mal Gedanken machen. Das wäre interessanter, ich würde spannendere Duelle erwarten. Das würde ich bevorzugen anstatt zwei B-Ligen mit 14 Teams. Von den 14 Mannschaften, wobei man das jetzt bei 16 genauso sagen, sind immer rund die Hälfte Top-Teams und die andere Hälfte Teams, wo man im Vorhinein denken kann, das ist leichteres Spiel und man nimmt es gar nicht mehr richtig ernst. So ist es in beiden Ligen. Da sollte man sich kurzfristig mal Gedanken machen, ob man nicht eine eingleisige Liga in Lemgo einführt. Da gäbe es viele Duelle auf Augenhöhe, das wäre eine Aufwertung der B-Liga. Der Nachteil wäre, wie gesagt, die weiten Reisen, aber die sollte man in Kauf nehmen, anstatt zwei Ligen zu machen, die weniger attraktiv sind.“

 

 

Robert Maros, Coach SG Leese-Hörstmar/Lieme II

„Der letzte Spieltag ist Mitte Dezember, dann soll es Anfang Februar wieder losgehen. Für uns wird es schwer, da wir keinen Kunstrasen haben, wo ich sagen kann, da können wir jederzeit drauf und spielen und auch die Winter-Vorbereitung ohne Probleme bestreiten. Ich weiß nicht, wie die sich das vorgestellt haben. Man hätte sofort reagieren müssen und gleich weniger Mannschaften einteilen soll, so wie nächstes Jahr mit 14 Teams. Wie stellen die sich das vor, dass wir dienstags, mittwochs und sonntags spielen können? Wir haben Schichtarbeiter, Verletzte, Spieler mit Kindern. Man hätte es gleich auf weniger aufteilen müssen, abwarten, wie es sich mit Corona entwickelt und dann entscheiden. Mit 14 Teams ist es einfacher, man hätte wenigstens genug Zeit in der Winter-Vorbereitung.“

 

Timo Lesmann, Spieler TuS Brake II

„Ich stehe der Änderung relativ neutral gegenüber. Das Problem der Knappheit an Mannschaften in der C-Liga ist ja ein bekanntes Problem, und dass, wenn man dagegen vorgehen will, aus der B-Liga zugeführt werden muss ist nur logisch. Ich finde die jetzige Lösung deutlich besser als beispielsweise einen direkten Cut auf eine einzelne B-Liga und dem damit verbundenen Massen-Abstieg. Die Übergangssaison ist natürlich immer blöd, aber unvermeidbar.“

 

Dennis Lütkehölter, Coach TuS Bexterhagen II

„Ich glaube, dass die vier B-Liga-Absteiger zustande kommen, weil es in diesem Jahr überall nur Aufsteiger gab. Die Reduzierung der Ligen liegt doch wohl hauptsächlich daran, dass es immer mehr Spielgemeinschaften gibt. Ich denke, der Vorteil ist wohl, dass gerade zu Saisonbeginn die unsäglichen Wochenspiele wohl wegfallen können. Des Weiteren braucht man da nicht bis in den Dezember herein Spieltage ansetzen, oder bereits im Februar wieder anfangen. Was bei mir die Frage aufwirft, warum man nicht die Coronapause genutzt hat, um den Spielplan umzustellen und grundsätzlich von April bis Oktober zu kicken. Viel weniger Aufwand für die Vereine. Bestes Fußball- Wetter und genug Zeit, auch während der heiligen Sommerferien noch eine kurze Pause einzubauen. Des Weiteren könnte man sich die Ablösesummen im unteren Amateurbereich so grundsätzlich sparen. Die Wettbewerbsgleichheit wäre auch deutlich besser hergestellt, da Vereine ohne Kunstrasen halt im Winter fast gar nicht trainieren können oder hohe Kosten in Kauf nehmen müssen für die Miete fremder Kunstrasenplätze zu unchristlichen Zeiten, sowie die Nutzung von Soccerhallen.“

 

 

Lars Pielsticker, Coach SC Extertal II

„Was soll man davon halten!? Gut finde ich es nicht die Ligen zu verkleinern. Aber man muss sich ja fügen und irgendetwas werden sich die Funktionäre vom Kreis Lemgo dabei gedacht haben.“

 

Max Meckelmann, Spieler TuS Leopoldshöhe II

„Die Reduzierung der Anzahl an Mannschaften sehe ich allgemein positiv. Die geringere Anzahl der Spiele senkt hoffentlich die Zahl der wetterbedingten Spielabsagen. Auch ergeben sich Zeiträume, um ausgefallene Spiele nachzuholen. Dies führt zu einem faireren Wettbewerb. Zusätzlich kann durch die Maßnahme hoffentlich die Kreisliga C wieder gestärkt werden, damit auch hier ein regulärer Ligabetrieb erhalten bleiben kann. Die hohe Zahl an Absteigern ist leider die logische Folge der Reduzierung.“

 

Julian Meise, Spielertrainer TSV Kirchheide II

„Da wir ja eine Spitzenmannschaft sind und mit dem Abstieg ohnehin selten was zu tun haben, kann es uns ja wumpe sein.

Mal im Ernst, was soll ich dazu sagen? Vielleicht eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der beteiligten Personen, andererseits besteht dann nicht mehr die Gefahr, dass es früher oder später nur noch 6 – 8 Mannschaften in der Kreisliga C geben wird. Man sollte aber bedenken bzw. es vermeiden, dass bei 14 Mannschaften sechs Teams beispielsweise aus demselben Verein kommen, dann wären Verschiebungen nicht mehr zu vermeiden.“

 

Marius Grimm, Spieler SV Werl-Aspe II

„Wenn es nur Aufsteiger gibt und keine Absteiger, war klar, dass die Liga größer wird. Dass dies nur für ein Jahr machbar ist, war mir ebenfalls klar. Dass dies natürlich vier Absteiger bedeutet und im schlimmsten Fall noch mehr, hatte ich bis Montag so aber nicht auf dem Schirm, ist aber sinnvoll. Wenn ich mir die Spieltage so anschaue, wird das richtig spannend und auch anstrengend. Bis in den Dezember rein und dann schon ab Februar geht es weiter. Kaum eine Winterpause und Zeit sich neu zu ordnen. Gerade bei den Mannschaften ohne Kunstrasen kann da eine große Belastung mit englischen Wochen auf sie zukommen. Je nachdem wie das Wetter wird, kann das mal ganz schnell mit fünf, sechs Nachholspielen verbunden sein. Da es irgendwie bei allen immer schwieriger wird Leute für regelmäßige Teilnahme am Mannschaftssport zu begeistern wird sich am Ende die Mannschaft durchsetzen, die den breitesten Kader zur Verfügung hat. Ich glaube auch, dass es die ein oder andere Mannschaft gar nicht bis zum Saisonende schafft. Ich würde mich freuen, wenn alle bis zum Ende durchhalten und es zu einem sportlichen Abstieg kommt, aber ich befürchte, dass hier der ein oder andere auf der Strecke bleiben wird. Umso wichtiger ist es, diese Belastung nicht über folgende Jahre aufrechtzuhalten. Gerade die Wochenspiele verzerren den Wettbewerb schon recht stark, da allein durch Schichtarbeit einige Mannschaften mächtig umstellen müssen. Auch werden kleinere Verletzungen eher verschleppt und führen zu längeren Ausfällen. Alles kann Probleme bedeuten, muss es aber nicht. Der Abstiegskampf wird diese Saison das größte Augenmerk bekommen. Um den Aufstieg werden sich maximal drei Mannschaften streiten und das wird sich vermutlich schnell herauskristallisieren. Der Rest der Liga wird sich gegenseitig die Punkte stibitzen und dadurch das Feld recht eng halten und dadurch wird es lange für viele gefährlich bleiben.

Wie heißt es so schön: „Wettbewerb belebt das Geschäft.“ Wir wollen hoffen, dass niemand vorzeitig aufgibt und dadurch schnell für Entscheidungen sorgen wird. Auch hoffe ich, dass es keine Corona-bedingten Ausfälle und Verschiebungen gibt, da dies in diesem engen Plan dann fast gar nicht mehr aufzufangen ist.“

 

 

Tim Rose, Betreuer SG Sonneborn/Alverdissen II

„Wir sind von der Idee nicht begeistert. Nur damit die C-Ligen aufgestockt bzw. am Leben gehalten werden, müssen die vermeintlich „kleineren“ Teams der B-Liga darunter leiden. Gegebenenfalls könnte man sich mit dem Detmolder Kreis mal zusammensetzen und sich über eine gemeinsame Lösung für den ganzen Kreis Lippe unterhalten, um zukünftig für alle Ligen wieder Anreize zu schaffen.“

 

Dennis Driedger, Coach TBV Lemgo III

„Macht für uns die Saison mit den Zielen des Nichabstiegs natürlich erstmal schwerer, gleichzeitig aber auch spannender. Ich denke, dass die B- Ligen in Lemgo dadurch aufgewertet werden, was erstmal gut ist. Deshalb vom Grundsatz erstmal eine gute Entscheidung, für den TBV III jedoch eine ordentliche Herausforderung. Es wird wahrscheinlich den ein oder anderen Überraschungsabsteiger geben!“

 

Julian Gerber, Coach SG Bentorf/Hohenhausen II

„Die Verantwortlichen stehen vor großen Herausforderungen. Corona und immer weniger Mannschaften. Ich finde es gut, dass man kreative Lösungen gefunden hat, die vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen. Alles hat Vor- und Nachteile. Die Vereine tragen diesen Vorschlag mehrheitlich mit. Für uns gilt: wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

 

 

Viktor Melnicuk, Trainer SV Wüsten II

„Ich halte nicht so viel davon. 16 – 18 Teams in der Liga sind optimal mit zwei Absteigern. So haben die „schwächeren“ Mannschaften einen Anreiz, bis zum Ende zu kämpfen.“

 

Lothar Köhnemann, Obmann TuS Ahmsen II

„Nun ja, es bedeutet nur dieses Jahr für uns, dass wir von Beginn an ein Ziel haben: Platz 13 und besser ist also gefragt. Die ganze Sache dient dazu, die C-Liga aufzufrischen und dort ähnlich wie in der B-Liga dann eine ordentliche Stärke, also Mannschaftsstärke, zu finden. Also alles gut. Wir hatten eh aufgrund der letzten beiden Serien überlegt, freiwillig in die C zu gehen und dort neu aufzubauen und vielleicht dort die C-Liga zu rocken. Schließlich haben wir aber innerhalb des Vereins ein klares Veto gehabt und so haben wir uns entschieden, in der-B Liga den nächsten Anlauf zu nehmen. Und nach Corona ist es ja noch gar nicht, weil wir ja noch mittendrin sind. Aber nach Corona ist auch gleichzeitig vor dem 100-jährigen Geburtstag in 2021 und da wollten wir doch wohl in der A- und B- Liga spielen.

Also die Verringerung auf 14 Teams hat einen Reiz, der nicht von der Hand zu weisen ist. Ob es dann auch noch was bringt weiß ich aber nicht. Wir haben im Gegensatz zu 2019 dieses Jahr schon sechs Mannschaften weniger im Kreis und somit wird es klar, wo das Problem liegt. Es werden immer weniger Mannschaften. Somit haben wir jetzt im Kreis einen Plan, um dieses Sterben aufzuhalten. Mal sehen ob er aufgeht und es klappt, ich drück die Daumen.

Also wir nehmen es wie es kommt, wir müssen ja eh ein paar Plätze klettern, weil wir ja nun mal zuletzt mehrmals ganz weit unten standen. Also wir nehmen den Auftrag an.“

 

Simon Koring, Coach TSG Holzhausen/Sylbach II

„14 Mannschaften finde ich relativ wenig, 15 oder 16, wie es normal ist, hätte ich in Ordnung gefunden. Ob man das jetzt auf 14 runterbrechen muss…? Dass man jetzt Wüsten in die andere Gruppe steckt, damit die Gruppen gleichstark sind – ich kenne die andere Liga nicht so gut, da sind auch viele zweite und dritte – aber dass man das leistungsgerechter durchmischt, halte ich für eine gute Variante. Was ich aber vollkommen hirnrissig finde, ist die Tatsache, dass aus der C-Liga zwei Mannschaften aufgestiegen sind. Nachdem unsere dritte nicht aufgestiegen ist und dass dann St. Pauli als zweiter aufsteigt, das ist nachvollziehbar. Coronabedingt mit Abbruch war das eh alles schwierig. Ich verstehe aber nicht, dass es gerade jetzt, wo man wusste, dass es keine Absteiger gibt, zwei Aufsteiger gebe muss. Damit bläht man das künstlich auf. Das hätte man intelligenter, smarter, besser lösen können, wenn nur jeweils einer aufgestiegen wäre, wie es üblich ist und wie es die ganze Saison über in der Tabelle zu sehen war. Damit hätte man sich viel ersparen können.“

 

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