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Kreisliga C1 Lemgo

Kreisliga C1 Lemgo – Vorbericht 5. Spieltag 2020/21

Früh aufstehen, lautet das Motto für vier Teams am Sonntagmorgen. Wir blicken auf die Partien.

Scarlata hofft auf Reaktion nach Almena-Debakel

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Bereits zweimal früh aufstehen heißt es gleich für 50 Prozent der involvierten Teams am kommenden Sonntag. Schon um 10.30 Uhr erfolgt schließlich der Anpfiff für die Begegnungen vom TuS Brake III gegen den SC Extertal III und der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III gegen die SG Bega/Humfeld II. Es folgt zur besten Sonntagsbraten-Zeit das Aufeinandertreffen zwischen der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II und dem VfB Matorf. Die einzige Erstvertretung, die ein Heimspiel hat, ist der RSV Schwelentrup, der den sieglosen FC Unteres Kalletal II zum Duell bittet.

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Von Henning Klefisch

 

TuS Brake III vs. SC Extertal III

Das Comeback des Jahres hat der TuS Brake III ganz bestimmt nicht vergessen. Im jüngsten Heimspiel lagen sie bereits scheinbar aussichtslos mit 1:4 zurück, um dank einer tollen zweiten Halbzeit noch mit 5:4 zu triumphieren. Der unterlegene RSV Schwelentrup schaute nur bedröppelt drein. Am Sonntag in aller Früh wird der SC Extertal III im Walkenfeld vorstellig. Coach Björn Menze möchte den noch sieglosen Tabellensiebten auf keinen Fall verharmlosend darstellen, lief es doch im letzten Vergleich der beiden Kontrahenten lange Zeit auf ein 1:1-Unentschieden hinaus, ehe ein Braker Schlussspurt in den letzten zehn Minuten mit drei Treffern den Sieg einbrachte. Eine Wiederholung der zuletzt gezeigten Leistung wäre ganz in seinem Sinne, drückt es Menze klar aus: „Aber trotz alledem müssen wir die Leistung von Sonntag abrufen, dann sind uns die drei Punkte sicher.“ Dass seine Abwehr teilweise nicht ganz dicht ist, hat sie beim letzten Vergleich bewiesen. „SCE III kann dies ausnutzen und dann stehen wir da“, möchte Menze keine unliebsame Überraschung erleben. In Summe ist bei ihm die Zuversicht groß, dass die volle Punktzahl im Walkenfeld bleibt. Bis auf Daniel Mellies kann der TuS Brake III mit seinem besten Team auflaufen.

 

 

So richtig zu greifen ist die dritte Mannschaft vom TuS Brake für Andreas Adler nicht. Mit zwei Siegen rangieren sie auf einem Aufstiegs-Playoff-Platz, wobei der 2:0-Sieg über die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III kampflos eingefahren wurde. „Das wird schwer werden. Gegen Brake III haben wir uns immer schwergetan, aber meist gewonnen“, fanden diese Begegnungen doch noch auf dem Aschenplatz im Walkenfeld statt. Neuer Untergrund, neues Glück. Die Extertaler wollen zunächst die Abwehr stabilisieren, fallen in diesem Mannschaftsteil einige wichtige Akteure aus. Heiko Schnüll etwa ist einer von den „Untouchables“, ein ultimativer Leistungsträger. Auch der Denker und Lenker im Mittelfeld, Andreas Helmhold, muss ersetzt werden. Adler ärgert sich: „Uns fehlt einfach ein Knipser, der die Tore vorne macht. Meine Zeit ist dafür vorbei, das Alter“, kann Adler dafür die Fäden im Mittelfeld ziehen, mit seinen Schnittstellenpässen die gegnerische Verteidigung aushebeln. Ein Zähler und eine faire Partie wären ganz im Sinne der Gäste.

 

Atilla Serdengecti ist auf dem Kunstrasenplatz vom Walkenfeld der Referee in dieser Begegnung.

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III vs. SG Bega/Humfeld II

Circa 50 Prozent der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III-Mannschaft haben erst vor zwei Spieltagen gegen den gleichen Gegner gespielt, mit der Zweiten mit 1:4 verloren. „Was ich so gehört habe, waren sie gar nicht einmal so schlecht. Also Vollgas voraus“, gibt SG LTW III-Spielertrainer Jan Rügge die Zielsetzung bereits aus. Die Hausherren wissen, was sie erwartet, „was sie leisten müssen.“ Dennoch schiebt er völlig nachvollziehbar die SG Bega/Humfeld II in die „haushohe Favoritenrolle“, möchten die Kalletaler ihnen „das Leben schwer machen.“ Verheißungsvoll reibt sich Rügge die Hände, sagt via Lippe-Kick: „Ich glaube, mit dem Personal kann man arbeiten.“

 

Tiefere Angaben zum Gegner kann SG Bega/Humfeld II-Spielertrainer Dennis Scarlata nicht anstellen. Hier muss er sich vor allem auf die Zahlenwerte verlassen. Immerhin ist ihm der Spielertrainer geläufig, wenn er gegenüber Lippe-Kick klarstellt: „Ich kenne nur den Trainer Jan Rügge, mit dem ich in der Jugend ein paar Jahre zusammengespielt habe und auch schon als Gegenspieler gegenüberstand, was mir die Gegneranalyse aber auch nicht vereinfacht“, stellt er schmunzelnd fest. Nach der 0:4-Klatsche im Spitzenspiel gegen den TuS Almena wollen sich die Dörentruper zunächst einmal sammeln, auf die eigenen Stärken setzen. „Dafür müssen wir uns in jedem Bereich verbessern gegenüber Almena. Das Spiel gegen Almena wollen wir vergessen machen und so wieder in die Erfolgsspur finden.“ Die Auswahl an Feldspielern liest sich günstig, doch auf der Position vom Schlussmann hapert es. Leader Oleg Klassen, ein Muster-Spieler an Einsatz, Teamgeist, Authentizität und großer Identifikation, ist rot-gesperrt.

 

Viktor Braun ist um 10.30 Uhr auf dem Rasenplatz im Westorfer Waldstadion der Spielleiter.

 

 

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II vs. VfB Matorf

Das letzte Aufeinandertreffen mit diesem Gegner liegt für die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II bereits einige Jährchen zurück. „Das letzte Mal habe ich oder ein Teil der Mannschaft noch gegen sie in der B-Liga gekickt“, erklärt SG II-Coach Felix Preuß im Lippe-Kick-Gespräch. Die Partien aus der laufenden Saison haben ihm darüber Rückschluss gegeben, dass die Defensive mit nur einem Gegentor nach zwei Begegnungen sehr sicher wirkt, zugleich der Sturm eine ständige Torgefahr ausstrahlt, bei sechs Saisontoren bisher. Die Kalletaler gehen punktgleich mit dem Verein für Bewegungssport in dieses Duell, weshalb Preuß sich wünscht: „Wir müssen unser Spiel einfach durchziehen und 90 Minuten wach sein, nicht wie in den letzten Partien.“ Er meint vor allem die 1:4-Niederlage gegen Bega/Humfeld II, aber auch das mühsame 4:3 über den SC Extertal II glich keinem Ruhmesblatt. Unterschiedsspieler Jan Buchenau muss wohl aussetzen. Trotzdem findet Preuß: „Der bisherige Kader der SG LTW II lässt sich gut lesen.“ Vor allem, da Ausnahmekönner Oliver Gehrmann als Edel-Joker aus dem Hut gezaubert wurde.

Florian Schnüll ist ab 12.30 Uhr der Referee im Westorfer Waldstadion.

 

RSV Schwelentrup vs. FC Unteres Kalletal II

Als einen „unangenehmen, schwer bespielbaren Gegner“ beschreibt RSV Schwelentrup-Coach Bodo Phillips den FC Unteres Kalletal II. Vor allem ist ihm wichtig: „Der Gegner ist dabei stets fair.“ Auf der heimischen Asche ist eine Maximal-Leistung erforderlich, um gegen die noch sieglosen Gäste tatsächlich den so wichtigen zweiten Saisonsieg einzufahren. Immerhin sind die Play-Offs noch absolut in Reichweite, sollten für den letztjährigen B-Ligisten die Maßgabe sein. Deshalb verkündet auch Phillips: „Die drei Punkte sind aber Pflicht, wenn man oben mitspielen möchte. Dennoch wird’s Sonntag nicht einfach“, da auch die Kalletaler so langsam in die Puschen kommen müssen. Der Stammfänger Patrick Mischke steht vor seinem Comeback. Schwerwiegende Ausfälle drohen, denn das Mitwirken von André Bebermeier und Roland Fiebig ist in der Schwebe. „Dennoch müssen wir es als Team schaffen, diesen Weg zu machen“, fordert Bodo Phillips lautstark bei Lippe-Kick.

 

Eine kurze Gegnereinschätzung von FC Unteres Kalletal II-Coach Fabien Dankwerth: „Den Gegner kann ich schlecht einschätzen. Als Absteiger aus der B-Liga hätte ich sie stärker erwartet, aber der Start in die Saison lief bei ihnen auch nicht sehr gut.“ Womit er recht hat, denn drei von neun möglichen Zählern sind eine steigerungsfähige Bilanz. Vor allem der Kampfeswille, auch die Emotionen, werden am Sonntag wohl tangiert werden. „Spezielle Spieler konnte ich nicht ausfindig machen, auf die wir achten müssen“, gibt Dankwerth zu, der sich auf die eigene Leistung konzentrieren möchte. Das 0:4 gegen Matorf war ergebnistechnisch ein weiterer Rückschlag, doch die Leistung macht Mut. Das Problem: Die Chancenverwertung der Kalletaler ist unsäglich, müssen sie sich mehr selbst beschenken. Auf einige wichtige Spieler muss der Tabellenvorletzte verzichten. Konkret: Hossmann, Gerke, Schröder und Hintz (Bild links) wirken allesamt nicht mit. Bei einigen Akteuren muss noch verifiziert werden, ob es bis Sonntag tatsächlich realisiert werden kann.

 

Daniel Stahl ist am Sonntag um 15.00 Uhr der Referee der Partie.

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