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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht TuS Bexterhagen vs. TuS Leopoldshöhe

Was für ein Flutlicht-Knaller, wenn es zum Ortsderby kommt. Lippe-Kick hat die frischesten Informationen hier.

 

 

Bexterhagen möchte Bock umstoßen

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Ein wirklich schönes Spiel der dritten Runde erleben die Zuschauer morgen Abend am Alten Postweg. Um 19.00 Uhr bespielen sich die beiden Nachbarvereine, der TuS Bexterhagen und der Namensvetter aus Leopoldshöhe. Referee dieser Begegnung wird Erdogan Sayan sein – bei der Begegnung vom Tabellen-Vorletzten gegen den Siebten.

 

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Von Henning Klefisch

 

Die Emotionen werden Breakdance tanzen, die Stimmung ist bombastisch, denn zahlreiche Zuschauern bevölkern den Sportplatz in Bexterhagen. Vor einer stimmungsvollen Kulisse wird der sogenannte 12. Mann automatisch die Spieler zum Laufen animieren. „Da ist immer Tempo drin, dicke Luft“, reibt sich Bex Co-Trainer Maximilian Illgner diebisch die Hände vor dem Duell unter Nachbarn. Die Hausherren übernehmen freiwillig die Außenseiterrolle, wollen trotzdem die favorisierten Leos überraschen. Bisher sind die Reitemeier-Jungs noch sieglos. Was würde nur los sein, holten sie ausgerechnet gegen den großen Nachbarn ihren ersten Saisonsieg? Ekstase pur, was für eine komische Frage. Illgner ist auch deshalb ganz elektrisiert, weil er einst selbst für den TuS Leopoldshöhe seine Fußballschuhe geschnürt hat, mit einigen ehemaligen Weggefährten weiterhin freundschaftlich verbunden ist. Diese Freundschaft muss allerdings für die gesamte Spielzeit ruhen, möchten die Reds dem Rotlichtbezirk der A Lemgo möglichst schnell Adieu sagen. Was kann er denn inhaltlich zum TuS Leopoldshöhe beitragen? „Eine sehr gute, junge, hungrige Truppe“, attestiert Illgner seinem Ex-Team. Individuell kommt da eine große Wucht auf die Bexterhäger zu. Es sind  namentlich Angreifer wie Jan Plöger oder der zentrale Mittelfeldmann Daniel Heisler. Plöger ist extrem schwierig zu verteidigen. Heisler ist der mit dem Ball tanzt. Der zweimalige Team Lemgo-Auswahlspieler scheint einen Ballmagneten im Fuß zu haben, setzt seine Mitspieler gekonnt in Szene. „Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, diese beiden Spieler während des Spiels zu ärgern“, so die Ankündigung von Maximilian Illgner, hier einen Schlüssel zum möglichen Erfolg erkennend. Vorfreude ist der bestimmende Stimmungsinhalt im Lager der Bexterhäger, die nach einer komplizierten Startphase im Übungsbetrieb „mit Spiel und Spaß“ nach dem kräftezehrenden Asemissen-Match (3:5-Niederlage) agierten.

Dennoch waren in den Einheiten eine Menge Tempo und zielsichere Torabschlüsse anzutreffen. Mehr Mut nun gegen einen Gegner der ähnlichen Kragenweite zu zeigen, frech zu sein, auch einmal das Unvorhersehbare in das eigene Spiel einfließen zu lassen. Damit könnte die harte Nuss Leopoldshöhe geknackt werden. Die drei erzielten Tore gegen den Spitzenreiter aus Asemissen sollten die eigene Brust stärken. Sich selbst für die eigene Leistung mehr zu belohnen, endlich mal den Befreiungsschlag zu landen, das ist die große Hoffnung in diesem Knackpunkt-Spiel mit reichlich Lokalkolorit. „Ich finde, die Mannschaft hat es zu 100 Prozent verdient, einen Sieg einzufahren. Was gibt es Besseres, als das Ganze in einem Derby zu realisieren?“, stellt sich Illgner diese rhetorische Frage. Er kann diese auch ohne Publikumsjoker beantworten, weiß, dass es schon fast das Maximum an Glücksgefühlen auslösen würde. In diesem Orts-Kracher muss allerdings der Ausfall von echten Leadern kompensiert werden.

Torwart Marcel Frormann (Bild links) fehlt verletzungsbedingt. Defensiv-Maestro Sören Brüntrup (Bild rechts) quält sich mit Oberschenkelproblemen herum. Niklas Bergen muss sich von einer Operation erholen. Vielversprechend: Der Aufstiegstorhüter Dennis Wehmeyer gibt nach längerer Pause aushilfsweise sein Comeback im Bex-Gehäuse. Auch deshalb fordert Maximilian Illgner abschließend: „Wir wollen mit vollem Mut und Ehrgeiz das Derby angehen und alles dafür tun, dass die drei Punkte in Bexterhagen bleiben, freuen wir uns auf ein packendes und gutes Spiel.“

 

 

Leopoldshöhe-Cheftrainer Jan Plöger erzählt keine komischen Geschichten, wenn er nüchtern konstatiert: „In Bexterhagen sind es eigentlich immer besondere Spiele.“ In seiner neuen Funktion als Coach ist es sein erstes Derby am Alten Postweg.

Allerdings hat er die unglaubliche Begeisterung, die Leidenschaft, die vom Publikum auf das Spielfeld übertragen wird, auch schon zu Leeser Zeiten hautnah miterlebt. Auf Einzelspieler will Plöger trotz bekannter Qualität nicht näher eingehen, hat er den „Zusammenhalt“ als die große Qualität der Hausherren erkannt. Der 5:2-Auswärtserfolg in Leese gehörte nicht unbedingt zur Gattung der unvergesslichen Momente.

Wichtig war vor allem der dreifache Punktgewinn – trotz einer leistungsmäßig eher schwächeren Vorstellung. „Moral“ und „Teamgeist“ sind zwei Faktoren, die ausschlaggebend für den Erfolg waren. Verbesserungswürdig: Im spielerischen Sektor möchten die Leopoldshöher einige Treppen auf einmal nehmen. Namen sind für Plöger Schall und Rauch. Zwei Urlauber geben ihr Comeback. Einer muss arbeiten, während bis zu drei Akteure mit Wehwehchen erst kurz vor dem Anpfiff ihre Bereitschaft signalisieren können.

 

 

 

 

Ergebnisse von TuS Bexterhagen – TuS Leopoldshöhe seit 2002/03

Saison Level Liga Erg.
2018/19 9 Kreisliga A Lemgo 0:2
2019/20 9 Kreisliga A Lemgo 1:0
Bilanz: 1-0-1; Tore: 1:2

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