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Kreisliga A Lemgo

TuS Leopoldshöhe – Kmuche-Gabel-Unverständnis über sein Ausscheiden

Schon vor mehreren Wochen ist Günter Kmuche-Gabel mit der Bitte an den TuS Leopoldshöhe-Vorstand herangetreten, dass er zum Saisonende als Trainer aufhören möchte. Bei Lippe-Kick haben wir den Vorstand und den entlassenen Trainer ausführlich zu Wort kommen lassen.

Hintergründe für das Kmuche-Gabel-Aus

Kreisliga A Lemgo (hk). Es ist durchaus überraschend, dass ein Verein drei Spieltage vor dem Saisonende seinen Trainer entlässt. Seit dem letzten Spieltag befinden sich die Westlipper im sicheren Mittelfeld, „was durch die passenden Ergebnisse aus der Bezirksliga (Barntrup) und unserem eigenen Spiel gegen Lüdenhausen herrührt“, sagt  Vorstand Christian Langenfelder und benennt die Hintergründe für die Trennung. Auch der ehemalige Leo-Coach Günter Kmuche-Gabel liefert seine Sicht der Dinge.

Von Henning Klefisch

Am Samstag, den 20. Mai 2017, hat der TuS Leopoldshöhe seinen Trainer Kmuche-Gabel mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Zuvor ist bereits bekannt geworden, dass der erfahrene Fußball-Lehrer zum Saisonende auf eigenen Wunsch ausscheidet. Christian Langenfelder (Bild links) begründet die vorzeitige Demission: „Grund dafür sind nicht die sportlichen Leistungen, denn damit ist man zufrieden, vielmehr lag es an unüberbrückbaren Differenzen zwischen Vorstand, Mannschaft und Trainer Kmuche“, sei der Verein daher gemeinsam mit dem Mannschaftsrat zu dem Entschluss gekommen, die laufende Zusammenarbeit sofort zu beenden. Bis zum Saisonende leiten Co-Trainer Sven Sielemann und Spielführer Marcel Heissler den Trainings- und Spielbetrieb. Der Verein stellt klar: „Der TuS Leopoldshöhe wünscht Günter Kmuche für die weitere Zukunft alles Gute.“ Für den entlassenen Trainer steht fest, dass er mit seiner frühzeitigen Ankündigung auch für Planungssicherheit sorgen wollte. Etwas anders bewertet dies Langenfelder, wenn er sagt: „Günter hat mich zwei Monate hingehalten. Daher ist keine Rede von frühzeitiger Planungssicherheit.“ Neben familiären Gründen sind es auch „interne Dinge“ gewesen, die ihm nicht gepasst haben und zu seiner Entscheidung geführt haben. Nachdem er vom damaligen Vereinsboss Gustav Holzhauer vor zwei Jahren von einem Engagement überzeugt wurde und als Nachfolger von Andreas Milkuhn eingesprungen ist, ist in ihm nun der Entschluss gereift: „In der aktuellen Situation ist für beide Seiten ein Ende besser“, schließlich waren es doch „zwei anstrengende Jahre.“ Die Aufgabe hat er damals auch angenommen, da er viele Leopoldshöhe-Spieler noch aus der Jugend kennt. Speziell die Spiele in der letzten Saison, wo man sich „mit Ach und Krach“ den Klassenerhalt sicherte, haben ihm zu denken gegeben. Deshalb reifte in ihm der Entschluss: „Das ist nicht der Anspruch, wir sollten uns weiter nach oben arbeiten“, erhofft er sich nun, dass mit dem geschafften Aufstieg der Leo-Reserve in die B-Klasse eine Aufwärtsentwicklung insgesamt stattfindet. Für Kmuche-Gabel (Bild rechts) steht fest: „Leopoldshöhe sollte den Anspruch haben, sich im oberen Tabellendrittel zu platzieren“, sollte dies auch unabhängig von den starken Bezirksliga-Absteigern SV Werl-Aspe und TSV Schötmar einhergehen. „Daher ist es gut, wenn einer mit neuen und frischen Ideen diese Aufgaben angeht“, so der Rat vom für den Deutschen Fußball-Bund tätigen Coach, der „Verschleißerscheinungen“ ebenso wie „Reibungspunkte“ gar nicht verhehlen möchte. „Drei Spieltage vor dem Saisonende entlassen zu werden, finde ich nicht gut. Ich hätte sehr gerne die Serie mit der Mannschaft zu Ende gebracht“, macht er im Gespräch bei Lippe-Kick kein Geheimnis daraus, dass ihm diese Entscheidung nicht gefallen hat. Sein Blick ist aber nach vorne gerichtet. Gut möglich, dass er zur neuen Serie die A-Jugend des TuS Asemissen übernimmt. Entsprechende Gespräche haben mit dem Vorstand Andreas Staubach bereits stattgefunden.  

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