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Kreisliga A Detmold

TuRa Heiden – Etwas Nachhaltiges aufbauen

Es kommt etwas in Bewegung beim TuRa Heiden, der gute Ideen und ein innovatives Konzept offenbart. Der neue Sportliche Leiter Manuel Di Paterniano hat sich zur Neuausrichtung bei Lippe-Kick zu Wort gemeldet. Schaut mal rein in den Hintergrundbericht.

Kehren neue Besen gut?

Kreisliga A Detmold (hk). Beim TuRa Heiden tut sich was. Cheftrainer Thorsten Schmiech hat im Dezember die Heidener verlassen, Obmann Patrick Schmidt folgte im Januar. Nun sind die „jungen Wilden“ mit dem nötigen Stallgeruch auf der Kommandobrücke, besitzen ein gutes Konzept, pfiffige Ideen und viel Herzblut. Man merkt: Es tut sich was beim Turn- und Rasensportverein von der Rotenbergkampfbahn.

Von Henning Klefisch

Dragan Ostojic (Bild links) ist seit dem Schmiech-Aus der Cheftrainer, Christian Baden (ehemals Ridderbusch) fungiert als spielender Co-Trainer, bringt reichhaltige Erfahrung aus seiner Zeit als Jugendspieler beim SC Paderborn und Werder Bremen und Seniorenspieler in Erkeln und zuletzt in Hagen/Hardissen mit. Dazu kommt ein junges, engagiertes Obmänner-Trio. Als neuer sportlicher Leiter, der sich primär um den Trainer- und Spielerbereich kümmert und als Zugpferd dient, gilt Manuel Di Paterniano. Arne Stehr ist für den administrativen Bereich zuständig, während Martin Böddeker das Bindeglied zwischen dem Vorstand und den Seniorenteams ist. Aus den Fehlern soll gelernt werden. Der Saisonstart ist durchaus erfolgreich verlaufen, mischten die Heidener doch munter mit im Aufstiegsrennen. Ab dem siebten Spieltag folgte der massive Einbruch. Mit 18 Punkten belegen sie einen unbefriedigenden 13. Tabellenplatz, haben elf Punkte Bonus auf einen Abstiegsrang, aber noch vier Partien mehr in der Hinterhand im Vergleich zum SC Augustdorf. Fortan wird es für die Heidener darum gehen, „eine schlagkräftige, junge Mannschaft unter den Plätzen fünf bis neun zu etablieren“, wie Di Paterniano als Saisonziel ausgibt und nonchalant ergänzt: „Alles, was darüber hinausgeht, ist ein Bonus.“ Bitter, dass sich in der Hinrunde „ältere Semester“ (O-Ton: Di Paterniano) verletzt haben.

Das Familiäre und Freundschaftliche im Fokus

Mittelfristig ist eine Platzierung zwischen Rang drei bis sechs angedacht. Positiv: Der Kader bleibt komplett bestehen. In der neuen Serie soll mit mehr Konstanz agiert werden. Dabei behilflich sein sollen auch die geplanten bis zu vier neuen Spieler, die mit der nötigen Erfahrung bestechen sollen. Auch junge, entwicklungsfähige Spieler, gerne auch aus der B- und C-Ligatruppe, stehen im Fokus. Allerdings ist für den Obmann bei der Kaderauswahl wichtig: „Nur wer zu 100 Prozent reinpasst, spielt bei uns.“ Damit diese sich hervorragend entwickeln können, ist ein Aufstieg der TuRa-Reserve in die B-Liga überaus wichtig. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist definitiv vorhanden. „Wir haben gesehen, dass es für ganz oben reichen kann, wenn man 100 Prozent gibt“, betont Di Paterniano (Bild rechts) im Gespräch mit Lippe-Kick. Ziel wird es sein, als Mannschaft „gemeinsam etwas aufzubauen“, soll dazu „das Familiäre und Freundschaftliche im Fokus stehen.“ Um diese Werte auch als A-Ligist vermitteln zu können, ist der Klassenerhalt unabdingbar. Mit einem guten Rückrundenstart soll sich von den ungemütlichen Tabellenregionen möglichst schnell abgesetzt werden. „Wenn wir gegen die unteren Mannschaften nicht verlieren sollten, dürften wir mit unten nichts zu tun haben“, gibt Di Paterniano einen möglichen Plan aus. Mit viel Geld können die Heidener nicht dienen. Einen 15.000 Euro Etat, wie ihn manch ein Landesligist zur Verfügung hat, steht nicht zur Verfügung. Man möchte mittelfristig auf die Jugend bauen. Eher ungünstig, dass aktuell weder eine B- noch eine A-Jugend zur Verfügung steht, weshalb Manuel Di Paterniano als Zielsetzung bereits ausgibt: „Langfristig wollen wir alle Jugendmannschaften füllen und die Infrastruktur verbessern“, gehört dazu sicherlich auch ein Kunstrasenplatz, für den sich der TuRa auch diesmal wieder beworben hat. Im Januar fällt eine Entscheidung. Die Heidener beweisen in dieser Thematik einen langen Atem, haben sie doch bereits schon 2009 als Bezirksligist sich dafür beworben. Aus der Bezirksligazeit hat man auch die nötigen Lehren gezogen. „Fremde Spieler zuzukaufen, wollen wir verhindern. Wir wollen etwas Nachhaltiges aufbauen. Ein Prozess soll in Gang gesetzt werden, kein Status quo. Wir wollen hier gemeinsam etwas erschaffen und eine Begeisterung entwickeln“, schwebt es dem 32-Jährigem vor, der es sich zudem wünscht, dass die Spieler aktiv am Vereinsleben teilnehmen und Werte leben, die heutzutage etwas zu kurz kommen, denn „Das Vereinsleben lebt, mit- und füreinander. Keine einzelnen Superstars“ möchte er künftig für den Traditionsverein von der Rotenbergkampfbahn spielen sehen. Eine Aufgabe, die ihm auch wichtig ist, ist die Sponsorenpflege. So ist es ganz in seinem Interesse, wenn Geldgeber in die Jugendarbeit und Infrastruktur investieren, „nicht für einzelne Spieler“, bringt er klar zum Ausdruck, führt weiter fort: „Nachhaltigkeit ist unser oberstes Credo, es wird keine Momentaufnahme mehr geben.“

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