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Bezirksliga Staffel 3

RSV Barntrup – Dettmar muss gehen

Der RSV Barntrup hat sich am Freitag-Abend von Trainer Jörg Dettmar getrennt. Der ist enttäuscht über diese Entscheidung.

Dettmar: „Ich bin enttäuscht vom RSV“

Bezirksliga 3 (ab). Das war schon ein echter Paukenschlag, der am Freitag-Abend durch Barntrup geschallt ist. Der RSV Barntrup trennt sich nach gerade einmal knapp 10 Monaten von Trainer Jörg Dettmar, der im Sommer vom TuS Almena gekommen war. Bei Lippe-Kick äußern sich der Coach und Andreas Schlingmann zur Entlassung.

 

„Ich bin enttäuscht vom RSV, da ich den Job dort angenommen habe mit der Maßgabe ein Projekt mit aufzubauen“, war eigentlich langfristig mit Jörg Dettmar (Bild rechts) geplant. Auch ein möglicher Abstieg war in diesen Planungen mit berücksichtigt: „Aufgrund der Spielerqualität und Quantität war uns allen klar, dass es auch mit einem Abstieg beginnen könnte. Aber so weit ist es meines Erachtens noch nicht gewesen. Von den letzten Spielen war nur eins grottenschlecht, das Letzte.“ Am Donnerstag ließ sich der RSV praktisch ohne Gegenwehr vom SV Grün-Weiß Anreppen mit einem 0:3 im Gepäck wieder nach Hause schicken. In den anderen Spielen gab es „trotz dummer Fehler und Gegentoren ausreichend Chancen, das Spiel zu drehen.“ Rein rechnerisch ist auch noch alles drin für den RSV Barntrup. Doch das ist nicht das eigentliche Problem. Auch hat die sportliche Situation nichts mit der Entlassung zu tun.

„Vertrauensprobleme zwischen Mannschaft und Trainer“

Was zur Entlassung geführt hat, erzählt Dettmar gewohnt offen: „Es haben offensichtlich zwei, drei Spieler zusammen mit ein paar „Funktionären“ die Ablösung seit geraumer Zeit betrieben. Leider war der Vorstand nicht willens, den schwierigen Weg zu gehen und die Quertreiber zu feuern, das ist jedoch auch zu erwarten gewesen. Mit dem Großteil der Mannschaft hätte ich sehr gerne weitergemacht. Sie haben im Laufe der Saison sehr gut trainiert. Letztendlich ist das Geschäft so und die einfache Lösung wird gewählt.“ Auch Andreas Schlingmann äußert sich ähnlich: „Zwischen Teilen der Mannschaft und dem Trainer gab es Vertrauensprobleme, die sich auf das Spiel übertragen haben. Das ist sehr schade, weil es aus sportlicher Sicht überhaupt keinen Grund gab. Leider greifen dann immer die üblichen Szenarien, da es einfacher ist, den Trainer zu entlassen, als die Mannschaft. Mir tut es sehr leid, weil Jörg gute Arbeit geleistet hat.“

„Der RSV wird nicht absteigen“

„Ganz klar sagen muss ich, dass Andreas Schlingmann, Christian Götzel sowie Maik Reese sich immer korrekt verhalten haben“, führt Dettmar weiter aus, dem es besonders um die Entwicklung von Daniel Schlingmann leidtut: „Erst verletzt er sich schwer und dann kann er den Co-Trainerjob bei mir nicht machen. Sorry. Falls ich nochmal einen Job annehmen werde, wird er eine Anfrage diesbezüglich bekommen. Er war auch nicht immer mit Entscheidungen einverstanden, hat sie aber mitgetragen und akzeptiert. Leider konnten dies andere Stars nicht.“ Ein Dank geht von Jörg Dettmar an die „Athletik-Trainer, TW-Trainer, Trainer der zweiten sowie dritten Mannschaft und Betreuer.“ Der Überbringer der Entlassung, Andreas Schlingmann, ist in Dettmars Augen „eine starke Persönlichkeit, nur war er in dieser Sache nicht stark genug.“ Er ist sich sicher: „Der RSV wird nicht absteigen, das wird aber nicht an der Revolte liegen, sondern am Charakter der meisten Spieler.“

Vorerst übernehmen André Köller und Nico Haase das Traineramt bis zum Saisonende.

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