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Kreisliga A Detmold

SF BHK – Geffers-Aus und die Folgen

Die SF Berlebeck/Heiligenkirchen haben ihren Cheftrainer Thorsten Geffers verloren. Die jüngste Heimniederlage hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

„Es mangelte an der richtigen Einstellung“

Kreisliga A Detmold (hk). Man muss bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen nicht um den heißen Brei herumreden. Die Bilanz im neuen Fußballjahr 2018 ist desaströs. Von 24 möglichen Zählern holten die Blau-Grünen vier Stück. Einzig beim 2:1-Erfolg über den SC Ditib Detmold und beim gestrigen 1:1 beim Post TSV Detmold II gingen sie nicht als Verlierer vom Platz. Hätten die Sportfreunde nicht vor der Winterpause so fleißig Punkte gehamstert, wäre das Abstiegsgespenst ein treuer Begleiter bis zum heutigen Zeitpunkt. Die bedenkliche Vorstellung bei der 1:3-Heimpleite gegen die SG Kachtenhausen/Helpup am vergangenen Dienstag hat dazu geführt, dass Cheftrainer Thorsten Geffers mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt zurückgetreten ist.

Von Henning Klefisch

„Entscheidend war hierfür nicht die Niederlage an sich, sondern der extreme negative Trend in vielen Bereichen“, liefert Geffers (Bild rechts) eine Erklärung für die vorzeitige Trennung ab. So räumt er ehrlich ein, dass „bei einer Trainingsbeteiligung der ersten Mannschaft von durchschnittlich fünf Spielern hier kein vernünftiges Training zu planen und einfach nicht durchführbar ist.“ Immerhin waren es bei der Donnerstagseinheit auch mal sieben bis acht Kicker bei den Übungseinheiten. Auch aufgrund der geringen Spieleranzahl sind folglich spielerische und taktische Inhalte nicht zu trainieren. Die Einheiten in der Rückserie der Vorserie bezeichnet er als „noch ordentlich“, ehe dies abnahm. Immerhin ist er als ehemaliger Landesligaspieler sehr motiviert diese Aufgabe angegangen. Mit der Trainingsbeteiligung ist er unzufrieden gewesen, weshalb er seine gesteckten Ziele mit der Mannschaft nicht in die Realität umsetzen konnte. „Zudem mangelte es folgerichtig auch an der richtigen Einstellung zum “Mannschaftssport Fußball“, so der 42-Jährige. Dies zeigte sich auch am fehlenden Teamgeist in den Spielen“, ist es insbesondere das Aufgeben beim 0:8 gegen den TuS WE Lügde, das ihn nachdenklich stimmt. „Nachdem ich mich monatelang immer positiv vor meine Mannschaft gestellt habe, ist das Maß seit dem Kachtenhausen/Helpup-Spiel leider echt voll.“ Es ist ein schleichender Prozess gewesen, der Geffers zum Rücktritt bewegt hat. Auch im Kreisligafußball hilft da ein Blick auf die Statistik. Seit der Winterpause gab es mit dem 0:7 gegen das Führungstrio Fortuna Schlangen, dem besagten 0:8 gegen Lügde, dem 1:4 gegen Jerxen/Orbke und den beiden 0:3-Niederlagen gegen TuRa Heiden und TuS Horn-Bad Meinberg – die grundsätzlich auf Augenhöhe sind – deutliche Niederlagen. Dabei haben die Sportfreunde ihre Qualitäten doch unter Beweis gestellt, stellen mit 51 erzielten Toren in 25 Partien die achtbeste Angriffsreihe der Detmolder Premiumklasse.

Positive Rückmeldungen beim Abschied

Thorsten Geffers erkennt auch deshalb eine „Lücke zwischen Anspruch und Realität“, weil die Entwicklung seit der Winterpause eher bedenklich daherkommt bei nur einem Sieg insgesamt. Immerhin sollte doch auf dem neuen Kunstrasenplatz in Heiligenkirchen „eine gute Rolle in der A-Klasse“ gespielt werden. Die letzten Jahre haben Appetit auf mehr gemacht, hat BHK doch 2017 frühzeitig den Klassenerhalt als Tabellendreizehnter gesichert. Nach der diesjährigen Hinserie standen die Sportfreunde immerhin auf einem beruhigenden neunten Tabellenplatz. Er räumt ein, dass er den Maximalerfolg mit den zwei Klassenerhalten erreicht hat. „Mehr“, konstatiert er ehrlich, „ist aber leider aus den genannten Gründen nicht möglich.“ Als gut erachtet er, dass es nach seinem Rücktritt von einigen Spielern positive Rückmeldungen gab, „was zeigt, dass es halt rein sportlich nicht gepasst hat.“ Auch Geffers weiß: Der Trainer ist stets das schwächste Glied in der Kette. Seinen Ex-Spielern wünscht er für den weiteren Saisonverlauf „viel Erfolg und für die neue Serie viel Glück.“ Auch der Verein Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen hat sich zu dieser prompten Trennung geäußert. Ursprünglich sollte dies, wie im Februar geplant, nach dem Saisonende vonstattengehen. Aber: „Die negativen Ergebnisse in den letzten Spielen haben nun aber dazu geführt, dass sich die Wege ab sofort trennen“, verkündet der Verein in einer Pressemitteilung. Die Nachfolgeregelung wird „kurzfristig über interne Lösungen abgewickelt“, wird es dazu in den nächsten Tagen wohl mehr Informationen geben. „Die Sportfreunde bedauern diese Entwicklung und wünschen Toto in der neuen Saison beim TuRa Heiden alles Gute“, so der Verein abschließend.

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