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Bezirksliga Staffel 3

Vorberichte 14. Spieltag 18/19 Bezirksliga 3

Für den TSV Horn geht es nach dem Coup in Detmold nun gegen den TSC Steinheim. Der Post TSV will sich beim Schlusslicht in Warburg drei Punkte sichern.

Heißes Duell in Horn – Detmold zu Gast beim Schlusslicht

Bezirksliga 3 (ab). Zwei völlig unterschiedliche Partien haben der Post TSV Detmold und der TSV Horn am Sonntag zu bestreiten. Während die Residenzler als klarer Favorit in ihr Spiel beim Schlusslicht Warburger SV gehen, wird es zwischen dem TSV Horn und dem TSC Steinheim trotz herbstlicher Temperaturen sicher ein heißer Fight. Der neue Tabellenführer FC Nieheim trifft auf den SC Borchen, der erste Verfolger SCV Neuenbeken im Spitzenspiel auf den drittplatzierten SV Dringenberg.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

Warburger SV vs. Post TSV Detmold

(hk). Von der jüngsten Schwächeperiode der Lipper möchte sich Warburger SV-Coach Jürgen Voss nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen. „Mit Detmold kommt ein sehr starker Gegner, der zwar in den letzten vier Spielen nur einen Sieg holte, aber dennoch über einen sehr starken Kader verfügt.“ Auch in diesem Spiel möchte der WSV „versuchen, auf drei Punkte zu gehen“, so seine Zielsetzung. Die Ermutigung hierfür gab es in den letzten Partien, wie Voss erkannt hat: „In vielen Spielen wäre das auch möglich gewesen. Es passten dann nur ein paar Kleinigkeiten nicht.“ Er klagt aber im Lippe-Kick-Gespräch über eine aktuell unzureichende Personalsituation. Seine Hoffnung besteht aber darin, dass einige erkrankte und verletzte Akteure bis Sonntag wieder einsatzfähig sind.

Die Reise in das Unbekannte geht weiter für den Post TSV Detmold. Auch vor dem Gastspiel am Sonntag ab 14.30 Uhr beim Warburger SV gibt es mehr Frage- als Ausrufezeichen. Die 1:4-Heimpleite gegen den Türkischen SV Horn ist unerwartet gekommen, war sie doch ein herber Dämpfer im Aufstiegsrennen. Nun geht es also zum noch sieglosen Schlusslicht, der 13 seiner 14 Saisonspiele als Verlierer beendet hat. Post TSV-Manager Michael Grundmann gibt zu: „Wir kennen den Gegner nicht.“ Die Zeichen der Zeit deutet er richtig, weiß er doch, dass nun Taten auf dem Platz folgen sollten: „Wir müssen wieder eine Serie starten, um oben dranzubleiben.“ Dass die Postler ein gewisses Phlegma gegen deutlich schwächer eingeschätzte Teams zeigen, ist nicht von der Hand zu weisen. Grundmann rechnet auch im Gastspiel beim schlechtesten Team der Spielklasse mit einer „nicht einfachen“ Aufgabe. Er fasst seinen Wunsch in Worte, wenn er sagt: „Ich hoffe, die Jungs geben alles, um die drei Punkte mit nach Detmold zu nehmen.“ Allerdings: Buba und Schmitz fallen allesamt aus.

Rene-Pascal Wagner wird ab 14.30 Uhr die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz im Hüffertstadion leiten.

 

TSV Horn vs. TSC Steinheim

(ab). Die Freude nach dem klaren Derby-Sieg beim Post TSV Detmold wirkt noch nach beim TSV Horn. „Wir freuen uns auf unser Heimspiel. Nach einem Befreiungsschlag gegen Post steht ein wichtiges Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust gegen einen sich gut entwickelnden Gegner, der auch mit einer breiten Brust kommen wird“, vermutet Ender Ünal. Zu den Gästen aus Steinheim pflegt man gute Kontakte. Ehemalige Spieler des TSV stehen beim Aufsteiger unter Vertrag. Auch Ex-Coach Ufuk Basaran war vergangene Saison Trainer beim TSC. „Es ist für beide Seiten ein wichtiges Spiel“, weiß Ünal. „Die Steinheimer verfügen über erfahrene Spieler, die an einem guten Tag mit jedem Gegner mithalten können, das haben sie in den letzten Spielen gezeigt. Sie werden uns alles abverlangen“, ist sich der Manager sicher. Die Voraussetzungen sind gut: „Wir haben diese Woche gut trainiert und der Sieg gegen Post hat uns gut getan.“ Was dem TSV in dieser Spielzeit allerdings abgeht, ist die Konstanz. „Ich hoffe, dass wir jetzt so viel Selbstvertrauen zeigen und auch wieder dieselbe Stärke wie im letzten Spiel.“ Trainer Thorsten Schmiech kann fast mit dem gesamten Kader rechnen. Konstantin Wittmann fehlt gelbgesperrt, Cihat Keles ist noch angeschlagen und Hasan Karaduman ist im Urlaub, ansonsten sind alles Spieler an Bord. „Ich freue mich auf viele Freunde, möge der bessere gewinnen“, gibt sich Ünal gewohnt diplomatisch.

Auch den Gästen, die seit vier Spielen ungeschlagen sind, ist der Coup des TSV Horn am Sonntag nicht verborgen geblieben. TSC-Coach Norbert Dölitzsch findet den Sieg „ein bisschen überraschend, weil die Horner im Pokal mit 1:3 verloren haben. Ralf Brokmann ist nach dem 1:4 sicherlich auch überrascht gewesen. Horn hat auch in Nieheim mit 2:1 gewonnen. Daran hat man gesehen, zu was die Horner fähig sind.“ Auch Dölitzsch weiß, dass sich die beiden Mannschaften gut kennen: „Die Keles-Brüder wohnen in Steinheim. Die Vorstände kennen sich ganz gut.“ Der erfahrene Coach weiß aber auch, dass es für den TSV gegen seine Mannschaft „ein anderes Spiel sein“ wird. „Wir wissen, wie schwer das in Detmold war. Wenn man da 4:1 gewinnt, ist das ein Ausrufezeichen.“ Die Gastgeber hat Dölitzsch zweimal gesehen: „Gegen Gütersloh im Pokal haben sie unglücklich verloren, gegen Mastbruch haben sie korrekterweise Unentschieden gespielt. Nichtsdestotrotz haben die Horner in beiden Spielen sehr ansehnlich gespielt. Der Verein hat hohe Ziele, möchte höher in der Tabelle stehen. Deshalb haben sie sich wahrscheinlich auch von Ufuk Basaran getrennt.“ Dem TSV bescheinigt er, „eine gute Mannschaft und gute Fußballer“ zu haben die über ein „schnelles Umschaltspiel, gute Organisation und Kampfstärke“ ins Spiel kommen. Da zwei türkische Mannschaften aufeinandertreffen hofft Dölitzsch, „dass die Emotionen sich im Rahmen halten.“ Bis auf den rotgesperrten Sefa Uslu kann er auf alle Spieler zurückgreifen. „Vorab wollen wir gemeinsam frühstücken“, verrät der TSC-Coach. Und: „Ich möchte in diesem Spiel jedem die Möglichkeit geben, dabei zu sein. Für jeden ist es etwas Besonderes. In diesem Derby will jeder jubeln oder mitjubeln.“ So rechnet er mit „mindestens 200 Zuschauern“ und auch Steinheim werden „eine Menge Zuschauer mitfahren.“ „Auch für mich wird das eine neue Erfahrung sein“, so Dölitzsch.

Kurzfristig wurde das Spiel auf den Ascheplatz am Eggestadion verlegt. Aber auch dort ist um 14.30 Uhr Anstoß unter der Leitung von Schiedsrichter Torben Enriquez Vega.

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