Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Vorberichte 17. Spieltag 18/19 A Lemgo

Was sollen wir euch sagen? Ganz einfach, mehr Ausführlichkeit geht nicht, hier ist die Vorbereitung Deluxe. Klickt euch vernünftig rein und taucht ein in die Erlebniswelt Kreisliga A Lemgo.

Derby-Vorfreude in West-Lippe

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Äußerst interessant: Drei unterschiedliche Anstoßzeiten hält die 17. Runde in Lemgos Premium-Kreisklasse bereit. Den Anfang macht um 14.30 Uhr die Begegnung der SG Kalldorf gegen den VfL Lüerdissen, es folgen drei Begegnungen um 14.45 und vier Stück um 15.00 Uhr. Schöne Derbys werden beim Aufeinandertreffen zwischen dem TuS Leopoldshöhe und dem TuS Bexterhagen, sowie TuS Lipperreihe und TSV Oerlinghausen II angeboten. Das Führungsduo TuS Asemissen (in Sonneborn) und RSV Barntrup (beim TBV Lemgo II) hat interessante Aufgaben zu bewältigen.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Kalldorf vs. VfL Lüerdissen

(ab). Zweimal trafen diese beiden Teams in dieser Saison bereits aufeinander, am Sonntag sieht man sich innerhalb von drei Monaten zum dritten Mal. Doch: „Die letzten beiden Partien sind für uns dieses Mal kein Maßstab mehr“, meint Coach Stephan Brill. Die Begründung liegt auf der Hand: „Beide Male waren wir in Lüerdissen aktiv, jetzt haben wir ein Heimspiel.“ Und „bis auf die Langzeitverletzten sind alle an Bord“, sind auch die personellen Voraussetzungen für die Schwarz-Gelben sehr gut. Für den Aufsteiger ist „jeder Punkt, den wir einfahren können, immens wichtig und so werden wir auch versuchen aufzutreten. Von der Einstellung und der Leistung ist auch alles möglich und wir werden versuchen das Maximale herauszuholen.“ In den letzten drei Spielen des Jahres, aber auch in der Rückrunde, muss die SG an sich arbeiten „und die Fehler minimieren und auch mal das Glück erzwingen, ein Spiel für uns zu entscheiden.“

VfL-Kicker Tim Steffen erinnert sich: „Kalldorf sehen wir diese Spielzeit schon zum dritten Mal, zweimal haben wir 3:1 gewonnen zu Hause.“ Und Steffen weiß daher ganz genau: „Sie sind unangenehm und haben mit Paul Mattern einen richtig guten Stürmer.“ Ein Selbstläufer wird das Spiel „sicherlich nicht auf des Gegners Platz“, gilt es für den VfL, „konzentriert und aktiv ins Spiel“ zu gehen. „Defensiv stehen wir inzwischen recht ordentlich, im Spiel nach vorne gilt es, zielstrebig und geradlinig zu agieren.“ Aus personeller Sicht gibt es „wieder einige Fragezeichen“, so Tim Steffen. So stehen hinter Krüger und Bailis noch Fragezeichen, Lehmeier fehlt beruflich.

Benjamin Löding pfeift das Spiel um 14.30 Uhr an.

 

TuS Sonneborn vs. TuS Asemissen

(hk). Neben dem Sonneborner Nachbarn RSV Barntrup darf der TuS Asemissen als einziges Team der Liga für sich beanspruchen, ungeschlagen zu sein. Auch Sonneborn-Kicker Oliver Drawe ist sich dieser besonderen Statistik nach 16 Spielen bewusst, hat zudem analysiert: „Asemissen ist ein sehr spielstarker Gegner, der versucht, über die Außenpositionen zum Torerfolg zu kommen. Sie haben viele torgefährliche Spieler in ihren Reihen, daher sind sie schwer zu verteidigen“, ist diese Unberechenbarkeit und Varianz eine echte Stärke der Westlipper. Selbst möchten die Sonneborner ihre enorme Heimstärke in die Waagschale werfen, haben sie doch 13 Zähler aus sechs Partien an der B1 eingefahren. Das ist auch der Hintergrund, warum Drawe argumentiert: „Wir wollen auf unseren Heimvorteil bauen und kämpferisch sowie spielerisch alles reinhauen, um zum Erfolg zu kommen. Da wir die letzten Spiele wenig Torgefahr ausgestrahlt haben, heißt es, sich dort deutlich zu steigern.“ Die Asemisser Auswärtsbilanz ist vorbildlich, haben sie sieben der acht Spiele siegreich gestaltet, dazu ein Remis geholt. Torhai Drawe, der auch diesmal gesperrt zuschauen muss, ist sich im Klaren: Man wächst mit den Aufgaben. Folglich erklärt er im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir haben das beste Auswärtsteam der Liga zu Gast, da ist die Motivation natürlich riesig, die Punkte daheim zu behalten.“ Neben Drawe fallen auch Niemeier und Quast aus. Reineke und Dammann haben zuletzt nur individuell trainieren können, weshalb deren Einsatz noch unklar erscheint.

Lang und auch ein wenig beschwerlich wird am Sonntag die Auswärtsfahrt für den TuS Asemissen ausfallen, geht es doch satte 45 Kilometer von der westlichsten Seite des Lipperlandes an die Landesgrenze zu Niedersachsen. Michael Kastner vom TuS Asemissen spekuliert: „Das ist mit eine der weitesten Fahrten und es kann dir passieren, dass du bei herrlichstem Wetter in Asemissen losfährst und dann kurz vor Sonneborn Schneeketten aufziehen musst“, so seine Befürchtung, die er jedoch nicht ohne Grund anmerkt: „Das habe ich als Spieler selbst erfahren müssen!“ Auch die Heimstärke der Sonneborner möchte Kastner keineswegs unter den Teppich kehren, weiß er doch zu berichten, dass die Blau/Gelben zumeist ihre Zähler in heimischen Gefilden holen. Ein Grund, warum bis dato nur eine Platzierung im tristen Tabellenmittelfeld für den TuS Sonneborn konstatiert werden muss. Sie haben erst sechsmal vor heimischer Kulisse gespielt. Kastner räumt ein: „Als Kunstrasenmannschaft ist es natürlich immer etwas schwieriger auf einem tiefen Rasenplatz zurechtzukommen, aber da wir in der Bezirksliga meist auf Rasen gespielt haben, kommen wir auch damit mittlerweile prima klar!“ Die jüngsten beiden Begegnungen haben die Asemisser Schultern weiterwachsen lassen. Gegen Schötmar gab es einen 10:1-Erfolg, gegen Leopoldshöhe ein 7:3. Kastner hofft, dass der Primus diese Leistungen auch in das Sonneborn-Spiel transportieren kann. Neben den Langzeitverletzten muss Coach Florian Müller auch auf Marius Ravenschlag verzichten, der fortan ein sechsmonatiges Praktikum bei der TSG 1899 Hoffenheim absolviert.

Michael Knöner pfeift die Begegnung um 14.45 Uhr auf dem Naturrasenplatz in Sonneborn an.

 

TSV Kirchheide vs. TuS Ahmsen

(hk). Eindeutig: Die Außenseiterrolle obliegt dem TSV Kirchheide. Allein das Zahlenwerk macht dies deutlich. Der Tabellenzehnte aus Kirchheide hat 17 Punkte weniger auf dem Konto als der Tabellenvierte TuS Ahmsen. Im Hinspiel gewannen die Grün/Weißen mit 3:1. All dies spielt in der Meinungsfindung vom TSV-Trainer Andre Plaß eine Rolle: „Bis jetzt waren die Duelle gegen Ahmsen sehr einseitig.“ Dass die Ahmser über ein großes Arsenal an Fähigkeiten verfügen, dessen ist sich Plaß bewusst. Man möchte aber auch nicht demütig in diesem Heimspiel auftreten, sagt er doch auch gegenüber Lippe-Kick: „Trotzdem muss es unser Anspruch sein, zu Hause mindestens einen Punkt zu holen. Punkt!“ Bis auf Sascha Wotzke kann der Gastgeber in Bestbesetzung auflaufen.

Der anspruchsvollen Aufgabe ist sich Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann um jeden Preis bewusst: „Kirchheide ist ein schwieriges Pflaster für uns“, speist sich sein Respekt allein schon aus der Tatsache, dass auch die Kirchheider Kunstrasen-Kicker sind und folglich erprobt auf diesem Untergrund. Ein weiterer Punkt, warum er nicht sein Haus und Hof auf Spiele mit Kirchheider Beteiligung verwetten würde: „Sie sind sehr schwankend, so dass man sie schwer einschätzen kann. An guten Tagen wird es sehr, sehr schwer gegen sie zu spielen. Also ist der Ausgang offen wie ein Leserbrief in der Zeitung und somit kann und soll sich jeder seine eigene Meinung bilden“, möchte Köhnemann keine Sorgenfalten auf seiner Denkerstirn entwickeln lassen. Kurzurlauber und Berufstätige sind dafür zuständig, dass Ahmsen-Cheftrainer Michael Tönsmann auf wichtige Akteure verzichten muss. Manager Köhnemann gibt zu, dass die Seuche sein Team befallen hat, rettet man sich quasi auf dem Zahnfleisch gen Winterpause. Da auch in der Zweitvertretung die Ausfallliste von einem stattlichen Ausmaß ist, gibt es auf den Ahmser Auswechselbänken derzeit viel Platz. So weit, dass der einstige Sturmführer Lothar Köhnemann ein Trikot überstreifen muss, ist es aber noch nicht. Die Ausfälle für das Kirchheide-Spiel sind von prominenter Natur, fehlen Seifert, Brüntrup, Brünger und Heidemann. Jahn, Ewert und Frenzel sind erkältet, zur Heide, Anker und Lienekampf weiterhin verletzt. Pyka und Kampf sind angeschlagen. Klagen wollen die Ahmser jedoch keineswegs, erfreut sich Köhnemann doch an der Sonne, die wohl Sonntag über dem Westhang scheinen wird. Die Devise für Lothar Köhnemann ist klar: „Daumen drücken und sich freuen auf alte, bekannte Gesichter in Kirchheide.“ Da er im Juni verhindert war und das Ahmser Gastspiel in Kirchheide nicht persönlich besuchen konnte, lag sein letzter Vor-Ort-Besuch dort bereits einige Jahre zurück. Es war noch zu Zeiten, als Köhnemann als Ahmser C-Jugend-Coach den Taktstock geschwungen hat.

Schiri ab 14.45 Uhr: Udo Dissmeier.

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. SV Werl-Aspe

(hk). Irgendwie scheinen die Kicker der SG Bentorf/Hohenhausen Spaß am Achterbahnfahren zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass ihr bisheriger Saisonverlauf einer Achterbahnfahrt gleicht. Das einzig Konstante bei den Kalletalern ist die Inkonstanz. Nun geht es gegen den Tabellenfünften SV Werl-Aspe. Mit einem Heimsieg könnte das Team von Coach Naki Sevgül bis auf vier Zähler an die Asper heranrücken. Ben/Hoh-Stürmer Niklas Brand warnt: „Ein spielstarker Gegner.“ Leicht wird diese Aufgabe nicht, zumal Severino-Valentino Westhoff nach Ampelkarte sein Büßergewand am Sonntag präsentiert. Mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck erinnert sich Brand an die 3:2-Niederlage zurück. Jetzt strotzt er nur so vor Tatendrang, macht bei Lippe-Kick deutlich: „Wir wollen unser Heimspiel gewinnen, weil wir was gut zu machen haben aus dem Hinspiel.“

Die zuletzt respektable Serie mit fünf ungeschlagenen Spielen und 13 von 15 möglichen Zählern möchte der SV Werl-Aspe im Auftritt bei der SG Bentorf/Hohenhausen weiter fortsetzen. Auf der anderen Seite: „Da etliche Jungs von uns nicht einsatzbereit sind, werden wir einige A-Jugendliche mit nach Ben/Hoh mitnehmen und auch einsetzen“, erklärt Werl-Aspe Co-Trainer Carsten Voelzke. Seipt, Krencky, Allevato, Meßmann und Weber fallen aus. Ob Schneider, Jablonsky und Lang mitspielen können, steht noch nicht fest.

Auf dem Rasenplatz in Bentorf pfeift Sükrü Bulut diese Begegnung um 14.45 Uhr an.

 

TuS Leopoldshöhe vs. TuS Bexterhagen

(hk). Das Fahrrad-Derby findet am Sonntag um 15.00 Uhr in Leopoldshöhe statt. Nicht einmal fünf Kilometer beträgt die Entfernung von Bexterhagen nach Leopoldshöhe. „Das ist das Derby schlechthin. Für beide Ortschaften ist es ein besonderes Spiel“, merkt Leo-Chefcoach Sebastian Brosch im Lippe-Kick-Gespräch an. „Für mich als Unbeteiligten ist es zunächst ein Spiel wie jedes andere auch“, sagt Brosch, der sich dennoch dem „Charakter des Spiels bewusst ist.“ Mit einem Heimsieg könnten sie im Optimalfall bis auf Rang sechs springen. Zuvorderst genießt bei Brosch aber Priorität, dass sich sein Team ein Polster auf die ungemütlichen Tabellenplätze erspielt. Er geht von vielen Mann-gegen-Mann-Duellen aus, glaubt aber nicht, dass es „in die falsche Richtung läuft“ oder auch eine „übertriebene Härte“ zu beobachten ist. Fußballerisch ansprechende Spielzüge werden nicht erwartet, bietet der Rasenplatz der Löwen doch schlichtweg nicht die Voraussetzungen dafür. Hilfreich für die eigene Ambition: Die Leos können in Bestbesetzung auflaufen. Beim Donnerstagstraining ist das eine oder andere Taktische bereits eingeübt worden. „Wir wollen gegen Bexterhagen erfolgreich sein“, ist dieser Anspruch leicht nachvollziehbar.

Der Besen, den der neue Kehrmeister Frank Warbende schwingt, fegt gut. Der Aufsteiger hat sich mit guten Leistungen bis auf einen Nichtabstiegsrang gespielt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang und den TSV Schötmar liegt aber bei nur einem mickrigen Punkt. Am Sonntag wartet bekanntlich das Derby bei den Leos. TuS Bexterhagen-Betreuer Uwe Wehmeyer erinnert sich: „Wir haben sicher noch was gutzumachen aus dem Hinspiel, das wir doch relativ klar mit 0:2 verloren haben.“ Deshalb gilt: „Und das werden wir am Sonntag auch versuchen. Punkten heißt die Devise.“ Am Spieltag selbst wird es erst Erleuchtung im Personalbereich geben.

Robin Escher leitet die Partie ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Leopoldshöhe.

 

TSV Schötmar vs. TuS Brake

(hk). Dass Geduld auch im Fußball grundsätzlich eine wichtige Tugend ist, in der prekären Situation des TSV Schötmar aber unangebracht, dessen ist sich Schriftführer Yasin Altinisik eindeutig bewusst. Er nimmt seine Spieler ins Gebet, trichtert ihnen ein: „Langsam wird es Zeit, zu gewinnen!“ Sicherlich, es gibt wieder zahlreiche Ausfälle von echten Korsettstangen. Doch Altinisik möchte keine Alibis nennen, betont im Lippe-Kick-Gespräch: „Diese Woche zählen nicht die Ausfälle, es zählt nur der Sieg.“ Er nimmt seine Kicker, die mit zehn Punkten einen besorgniserregenden vorletzten Tabellenplatz belegen, in die Pflicht, wenn er sagt: „Die Jungs müssen beweisen, dass die Klatsche von letzter Woche nur ein Ausrutscher war und nichts anderes.“ Unzweifelhaft hat dieses 1:10 beim TuS Asemissen richtig wehgetan. Hoffnungslos gibt sich Altinisik aber nicht: „Der Gegner ist unter normalen Bedingungen zu schlagen, aber bei uns zählt die Tagesform“, gelten die Schötmaraner doch als eine Wundertüte.

In der Stratosphäre des Abstiegskampfes schwirrt auch der TuS Brake herum. Deshalb hat Brake-Cheftrainer Axel Wehmeier auch die Zeichen der Zeit erkannt, wenn er sagt: „Ein wichtiges Spiel, welches wir unbedingt gewinnen sollten, um den Abstand nach unten zu halten.“ Derzeit belegen die Walkenfeld-Kicker mit 15 Punkten Rang zwölf. Fünf Zähler Vorsprung sind es auf den ersten Abstiegsrang. Das einzig Gute beim 1:2 gegen den TuS Leopoldshöhe war die nur knappe Niederlage aus Brake-Sicht. Wehmeier schreibt seinen Spielern hinter die Löffel: „Nach der schwachen Leistung in der letzten Woche muss meine Truppe eine Reaktion zeigen und alles dransetzen, einen Dreier zu setzen.“ Die auf einem Abstiegsplatz befindlichen Schötmaraner sieht er aber noch mehr unter Druck, glaubt auch, dass bei ihnen der Sinn auf Wiedergutmachung sehr stark sein wird. Ergo: „Es ist angerichtet für ein echtes Sechs-Punkte-Spiel.“ Kein Alibi sollte sein, dass Deppe und Schürmann fehlen.

Mohamed El-Ali ist ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Lohfeld der Spielleiter.

 

TBV Lemgo II vs. RSV Barntrup

(hk). Viel größer könnten die Unterschiede nicht sein, wenn der Tabellenletzte das zweitbeste Team der Spielklasse begrüßt. 33 Zähler Rückstand haben die Lemgoer auf den RSV Barntrup. Nicht nur deshalb ist die Wertschätzung beim TBV Lemgo II-Cheftrainer Benjamin Rawe enorm: „Der RSV Barntrup ist eine absolute Top-Mannschaft und steht völlig zurecht da oben.“ So geht er in seiner Analyse ins Detail: „Sie sind individuell sehr gut besetzt, harmonieren als Team und spielen nach vorne sehr flexibel, indem sie zwischen langen Bällen und einem schnellen Kurzpassspiel variieren. Da kann man schon mal ins Schwärmen kommen“, gibt er gegenüber Lippe-Kick offen zu. Auf diese Mammutaufgabe wollen sich die Hansestädter gezielt vorbereiten, sich nicht in Geberlaune zeigen, sondern als widerstandsfähig erweisen. Rawe malt sich aus: „Wir wollen ähnlich diszipliniert wie gegen Werl-Aspe oder Lüerdissen spielen und dadurch auch Barntrup das Leben möglichst schwermachen und das Spiel lange spannend halten.“ Ob der studierende Marvin Fuchs am Sonntag Zeit für einen interessanten Kick findet, ist noch unklar. Zwei bis drei Akteure sind derzeit noch angeschlagen.

Da sieh mal einer an. Auch ein anerkannter Fußball-Fachmann wie Daniel Barbarito, der durch seine unzähligen Duelle im Lemgoer-Kreisfußball schon viele Gegner bespielt hat, kann sich täuschen. Den Coach des RSV Barntrup zeichnet es aus, dass er auch eigene Schwächen offen zugibt. Wahrlich eine Charakterstärke. Dem Fußball-Portal seines Vertrauens verrät er: „Wenn ich auf die Tabelle schaue, dann muss ich mir immer noch meine Augen reiben. Ich hatte vor der Saison TBV II einen Top-Platz prognostiziert und bin immer noch der Meinung, dass sie da unten nicht hingehören“, stimmt das fußballerische Potential und der Ertrag einfach nicht bei den Jahnplatz-Jungs. Barbarito kann seine Ansicht mit stichhaltigen Argumenten auch näher beleuchten: „Dazu hat die Mannschaft viel zu viel Qualität. Benni Rawe kenne ich auch schon ein paar Jahre lang, dadurch bedingt, dass wir zusammen in der Kreisauswahl aktiv waren. Ich glaube nicht, dass er einen schlechten Job macht“, ist das Team vom sympathischen TBV II-Coach auch durch Personalsorgen geschwächt worden. So wäre es für den derzeit stark aufspielenden Tabellenzweiten wohl empfehlenswert, wenn man die Tabellensituation komplett ausblendet, denn die rote Laterne steht dem TBV Lemgo II ausgesprochen schlecht zu Gesicht. Barbarito zeigt sich in bester Jäger-Laune, wenn er via Lippe-Kick postuliert: „Wir müssen alles raushauen, damit wir Asemissen auf den Fersen bleiben. Ich hoffe, meine Jungs verinnerlichen das, denn die Trainingsbeteiligung war diese Woche eher so mittel“, ist Selbstzufriedenheit der erste Schritt zum Misserfolg.

Bayram Yakmaz leitet die Begegnung ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Jahnplatz.

 

TuS Lipperreihe vs. TSV Oerlinghausen II

(hk). Fast schon mit dem Fahrrad könnten die Kicker des TSV Oerlinghausen II das Gastspiel beim TuS Lipperreihe bestreiten, sind es doch nur wenige Kilometer bis zum Vorort. Die Hausherren gehen als Tabellendritter als klarer Favorit in dieses Nachbarschaftsduell. TuS-Coach Timo Blodow warnt aber vor den Qualitäten des Tabellenelften: „TSV Oerlinghausen II ist eine zweikampfstarke Mannschaft. Sie versuchen mit langen Bällen schnell hinter die Abwehr zu kommen“, möchte Lipperreihe dies mit einer intelligenten und vorausschauenden Spielweise zu verhindern wissen. Blodows Wunsch: „Das müssen wir unterbinden.“ Unklar ist noch, wie sich der Kader zusammensetzt.

Auf einen „sehr spielstarken Gegner“ stellt sich Oerlinghausen II-Coach Sebastian Boer ein, dem aber klar ist: „Natürlich gehen wir als Außenseiter in die Partie!“ Die Vorfreude auf dieses Derby ist gewaltig, weil: „Es ist natürlich immer etwas Besonderes, gegen den Nachbarn zu spielen. Die Bergstädter können in Bestbesetzung antreten. Nach dem überzeugenden 2:0-Heimsieg in der Vorwoche gegen die stark eingeschätzte SG Bentorf/Hohenhausen geht Boer nicht ohne Ambitionen in dieses Spiel: „Wir wollen schauen, was wir in Lipperreihe holen können“, verspricht er bei Lippe-Kick.

Stefan Wattenberg pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe an.

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: