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Hallenfussball

A-Jugend-Kreismeisterschaften – Der Nachbericht

Unter uns: Damit haben jetzt nicht allzu viele Leute gerechnet. Die Meier-Jungs lassen die Favoriten aus Hiddesen und Jerxen/Orbke hinter sich, krönen sich unter dem Hallendach zum Detmolder Kreismeister. Lippe-Kick blickt zurück.

Meier-Männer mutieren zu Legenden

 

Hallenkreismeisterschaften A-Jugend (hk). Ihren Kindern – ich korrigiere, ihren Enkelkindern – können die wackeren Helden der JSG Diestelbruch/Mosebeck/Klüt/Wahmbeck von ihrem sensationellen Triumph bei der A-Junioren-Endrunde erzählen. Nach 13 Punkten aus fünf Spielen realisiert sich neben dem Hallentitel auch der Sprung in den Westfalen-Hallenpokal , wo nun prominente Teams wie SV Spexard, SV 20 Brilon, Delbrücker SC und vor allem die Nachwuchsteams der ehemaligen Bundesligisten SG Wattenscheid 09 und Rot Weiß Ahlen auf die Dörenwald-Jungs warten.

 

Von Henning Klefisch

 

Einzig im Auftaktmatch gegen den ersten Verfolger aus Hiddesen gewinnt die JSG nicht ihr Spiel, teilt sich brüderlich die Ausbeute. In den restlichen vier Partien geht die Mannschaft vom Veranstalter stets als Sieger vom Feld, feiert somit den größten Erfolg ihrer Geschichte. Meier verneigt sich vor der Leistung seiner Truppe, betont er doch: „Man muss meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment machen. Dass wir das geschafft haben – und dies ohne Niederlage – ist schon eine Sensation“, sind doch Kontrahenten wie eben Hiddesen, Jerxen/Orbke, aber auch die JSG Hügelland von den Propheten vorab als besser eingeschätzt worden. Die Meier-Männer jedoch ziehen ihren Matchplan voll durch, demonstrieren einen „unglaublichen Teamgeist“, strahlen die Meierschen Augen hell wie das Polarlicht. Der Blick geht Richtung kommendes Wochenende, wo man in Gütersloh den FuL-Kreis Detmold gegen andere Gewinner vertritt: „Jetzt freuen wir uns alle auf kommenden Sonntag, dass wir dabei sein dürfen.“ Weil: „Meine Jungs haben es sich mehr als verdient“, spricht er hier nicht die Unwahrheit.

 

Weise Worte wählt der clevere VfL Hiddesen-Coach Kemal Akman (Bild rechts), denn ungeschlagen nicht den Titel zu erringen, so etwas ist wahrlich bitter. Das Turnier in Gütersloh zu erreichen, das ist das erklärte Ziel der talentierten Truppe gewesen, die spielerisch ausgesprochen reif agiert, gute Spielzüge initiiert. Nicht von ungefähr erspielem sich die Blau/Weißen das beste Torverhältnis mit plus neun. Trotz der Spitzenposition in diesem Ranking bemängelt Akman aber dennoch die „schlechte Chancenverwertung.“ Die feingliedrige technisch ansprechend agierende Mannschaft hat sich zu sehr den Schneid abkaufen lassen, wenn es gegen „körperlich starke Mannschaften“ zu Duellen kommt. Der eigene Pfad ist verlassen worden, hat Akman doch erkennen müssen: „Wir haben uns aus dem Konzept bringen lassen und nicht unseren Fußball gespielt, auf den wir viel Wert legen.“ Den Turniersieg der Truppe aus Diestelbruch/Mosebeck/Klüt/Wahmbeck ist für ihn „hochverdient“, meint er doch, dass das beste Team des gesamten Wettkampfs „in allen Spielen hochkonzentriert war und mit großem Siegeswillen dabei.“ Deshalb richtet er auch fair seinen Glückwunsch an die Meier-Männer.

 

Marcel Brinkmann, der erfahrene Jugendtrainer des SV Eintracht Jerxen/Orbke, bewertet das Turnier als eine „Wundertüte“, geht es bei diesem Futsal-Wettkampf doch auf kleine Tore. „Teilweise sind Sachen passiert, die man so nicht hätte erwarten können.“ Ein kleiner Erfolg ist für Brinkmann die Tatsache, dass sich nur ein Akteur „leicht verletzt hat.“ Kein Grund, um rigoros durchzudrehen, kann dieser angeschlagene Kicker schließlich ganz normal mit in die Vorbereitung starten. „Das absolut höchste Ziel ist damit für uns erreicht“, verrät der SVE A-Jugendcoach seine Maßgabe. Er fühlt sich mit Blick auf die eigene Performance hin- und hergerissen, gibt es doch im spielerischen Bereich Licht und Schatten. „Eine gelungene Veranstaltung“, ist dies auch eine Art Standortbestimmung und Gradmesser für die eigene Vorbereitung gewesen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Geschichte basteln können“, rechnet Marcel Brinkmann damit, dass er viel Positives aus der A-Jugendkreismeisterschaft ziehen kann.

 

Enttäuschung herrscht bei JSG Hügelland/Belle/Brüntrup/Cappel/Istrup/Leotal-Jugendobmann Alexander Bulau, der klarstellt: „Der vierte Platz ist definitiv nicht das, was man sich vorgestellt hat“, sind die sieben errungenen Zähler in fünf Spielen unter den eigenen Ansprüchen anzusiedeln. So gänzlich überraschend kommt dieses Abschneiden für ihn aber nicht, hat er doch bereits im Vorfeld gewusst, dass es leistungsmäßig eng zur Sache geht bei diesem Endturnier der besten A-Jugend-Teams aus dem FuL-Kreis Detmold. Er fühlt sich bestätigt, wenn er sagt: „Es waren meist sehr knappe Ergebnisse, die oft durch einzelne Entscheidungen oder Aktionen entschieden wurden. Daher blieb die Spannung auch bis zu den letzten Spielen hoch“, hat dies die zahlreichen Zuschauer in der Heinrich-Drake-Halle gehalten. Bulau wurmt das knappe 0:1 gegen die Jerxer, vermisst er in diesem Spiel doch die nötige Kaltschnäuzigkeit, um vielleicht einen dreifachen, minimal einen einfachen Punktgewinn einzufahren. „Die Glückwünsche gehen raus an die Jungs von Diestelbruch/Mosebeck und Jan Meier“, so Alexander Bulau. Was hat den Sieger ausgezeichnet? „An diesem Samstag waren sie die abgeklärteste Mannschaft, spielen sich, wenn auch knapp, aber ungeschlagen durchs Turnier und darauf kommt es an.“

 

Als einziger Teilnehmer bei diesem Endturnier bleibt es den Sportfreunden aus Oesterholz/Kohlstädt nicht vergönnt, einen Zähler mitzunehmen. Die unsägliche Bilanz: Alle fünf Spiele werden verloren, meist sogar deutlich, was sich am Torverhältnis von 0:15 ablesen lässt. SF-Coach Heiner Hesse erklärt konsterniert: „Wir hatten leider einen rabenschwarzen Tag erwischt, keine Punkte, keine Tore, so bitter kann Fußball sein.“ Die hohe Aggressivität und der enorme Druck der Hügelland-Kicker haben dem Schlusslicht im ersten Spiel enorm zugesetzt, führt dies doch auch zu leichten Fehlern. Verbessert treten sie im folgenden Match gegen den Turniersieger aus Diestelbruch/Mosebeck/Klüt/Wahmbeck auf, kommen zu ansprechenden Abschlussaktionen, doch scheitern mehrfach aussichtsreich.  Vorbildlich sind in dieser Sparte die Meier-Jungs, die effizient eine Unachtsamkeit nutzen und mit 1:0 siegen. Hesse: „Danach war leider der Drops gelutscht. Gegen Jerxen-Orbke und Hiddesen geht es nur mit einer top Motivation, die hat uns in den beiden Spielen leider gefehlt, so dass die beiden Bezirksligisten gegen uns leichtes Spiel hatten“, folgen deutliche Niederlagen gegen diese beiden Granden. Die Maßgabe ist für die Sportfreunde, dass man zumindest nicht die rote Laterne innehat, gibt es trotz eines guten Auftakts auch hier eine Nullrunde – diesmal mit 0:1 gegen den Tabellennachbarn Türkischer SV Horn, der letztlich vier Zähler im Endklassement verbucht. „Ein gebrauchter Samstagmorgen, mit einigen enttäuschten Gesichtern – Lebbe geht weiter, wieder mehr und intensiver trainieren, dann kommt auch der Erfolg zurück“, ist Heiner Hesse überzeugt und vertraut damit einem altbekannten Slogan von Trainerlegende Dragoslav Stepanovic.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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