Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Vorberichte 19. Spieltag 2018/19 A Lemgo

Ganz viel Spannung oben und unten, das ist ein wahres Merkmal im Lemgoer Kreisoberhaus. Wir haben mehr dazu.

Hansestadt-Derby mobilisiert die Massen

 

Kreisliga A Lemgo (hk).  Ein Zweikampf wird sich wohl an der Tabellenspitze entwickeln. Der RSV Barntrup tritt beim TSV Kirchheide an, der TuS Asemissen hat den Aufsteiger aus Kalldorf zu Besuch. Deutlich spannender geht es da schon im Tabellenkeller zur Sache. Zwischen dem Tabellenelften TuS Brake und dem Vorletzten TSV Schötmar liegen gerade einmal fünf Punkte. Mit einem Heimsieg über den TSV Oerlinghausen II könnten die Schötmaraner den Abstand bis auf zwei Punkte verkürzen, falls Brake beim TBV Lemgo II patzen sollte. Mit dem Spiel der SG Bentorf/Hohenhausen gegen den TuS Ahmsen gibt es schon einmal einen Ausfall.

 

Von Henning Klefisch, Andre Bell & Gerrit Barthelmeus

 

TBV Lemgo II vs. TuS Brake

(hk). Nicht nur die regionale Nähe, sondern auch die Tabellensituation sorgt dafür, dass die Brisanz gewaltig ist in diesem Spiel. TBV II-Coach Benjamin Rawe mutmaßt: „Brake will Abstand gewinnen, wir wollen die abstiegsgefährdete Gruppe da unten eng zusammenhalten. Außerdem haben wir nach den letzten Aufeinandertreffen (4:5, 3:8) etwas gut zu machen“, ist die Motivation gewaltig. Über den Gegner sagt er: „Brake hat sehr gefährliche und schnelle Offensivkräfte, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. In der Abwehr haben sie sich allerdings genauso wenig wie wir mit Ruhm bekleckert“, sind die Defensivreihen nicht gerade die allerstabilsten. Auch weil es gewisse Parallelen in den Testpartien gegeben hat, rechnet er mit einer Partie voller Spannung. Die Tabellensituation liest sich eindeutig für das einzige Team der Spielklasse, das noch eine einstellige Anzahl an Zählern auf der Habenseite aufweist. „Grundsätzlich muss für uns aber ganz klar die Devise lauten, die drei Punkte am Platz zu halten. Wir wollen und müssen da unten raus und dafür werden wir Sonntag Vollgas geben“, sagt Rawe. Auf den verletzten Jannis Gronemeier kann er nicht setzen. Ibrahim Uso und Bani Schormann müssen arbeiten, Marvin Fuchs weilt im Urlaub. Fatih Öztürk, die interne Verstärkung aus dem Team A, hat sich einen Kreuzbandriss im Training zugezogen, fällt langfristig aus.

 

Die Bedeutung dieser Begegnung ordnet TuS Brake-Coach Axel Wehmeier kurz ein: „Es ist für uns die Mutter aller Derbys. Ich brauche aus keinem Spieler irgendwas rauskitzeln, jeder will spielen, beim Training waren bis auf Student Tobi Schürmann alle Spieler und es ging mal richtig zur Sache“, hat ihm diese Gier im Trainingsbetrieb außerordentlich gefallen. Da Tobias Schürmann aus Münster am Sonntag kommen wird, erhöhen sich die Auswahlmöglichkeiten deutlich. Für ihn ist es zugleich aber auch eine Reise in das Ungewisse, ist doch unbekannt, wo und wie man fußballerisch steht. Der Blick auf das Tableau könnte ihm Recht geben, wenn er sagt: „Ich glaube, der Druck gewinnen zu müssen, ist bei den Lemgoern höher als bei uns, wir könnten auch mit einem Punkt leben.“ Man möchte auf dem Jahnplatz auch durchaus etwas mitnehmen, würde man bei einem Sieg doch einen zweistelligen Vorsprung aufbauen können. Kein Interesse zeigt Wehmeier schließlich an einem unruhigen Saisonabschluss. Was für Zuversicht bei ihm sorgt: „Meine Mannschaft hat eine Topvorbereitung hingelegt, auch in den Testspielen lief der Ball schon recht gut. Jedoch zählt das Sonntag alles nichts“, schreibt der Wettkampf bekanntlich seine eigenen Gesetze. Was ist entscheidend für den erwünschten Coup: „Es wird am Sonntag auf unsere Abwehr und den Spielaufbau nach vorne ankommen, wo es gilt, möglichst wenig Fehler zu machen. Nach vorne haben wir mit unseren schnellen Leuten, wie Schulz und Pieper, sowie dem Neuzugang Ayhan Karadan, der sich hervorragend in der Mannschaft eingeführt hat und voll akzeptiert ist, sicherlich die ein oder andere Waffe zur Verfügung“, erklärt Axel Wehmeier gegenüber Lippe-Kick. Er erwartet ein „tolles Spiel“, was zudem vor einer ansprechenden Kulisse stattfinden wird. Ganz besonders wird diese Begegnung auch für Wehmeier, ist es doch sein „letztes Derby und das will auch meine Mannschaft sicherlich für mich gewinnen“, bleibt schließlich auch im Fußball der letzte Eindruck bestehen. „Es fängt langsam an zu kitzeln und ich freue mich auf das Spiel“, gewährt er Lippe-Kick einen exklusiven Einblick in seine Gefühlswelt.

An der Pfeife: Wilhelm Hackl ab 13.00 Uhr auf dem Jahnplatz in Lemgo.

 

TuS Sonneborn vs. TuS Bexterhagen

(hk). Nach einer wahrlich intensiven Trainingswoche präsentiert sich der TuS Sonneborn „gut gerüstet für den Ligastart.“ Vor allem die kämpferischen Tugenden werden in die Waagschale geworfen müssen. Dann klappt es vielleicht auch mit dem Sieg, wodurch der Abstand auf die unteren Plätze weiter vergrößert werden kann. Gespielt wird auf dem pflegeleichten Kunstrasenplatz im Nachbarort Barntrup. Ungewöhnlich ist dies nicht, bestritten die Blau-Gelben doch die vollständige Vorbereitung im dortigen Waldstadion. „Wichtig für ein gutes Spiel ist natürlich erstmal den Wettkampfmodus anzunehmen und direkt gut im Spiel zu sein, die einfachen Dinge umzusetzen“, könnten die Sonneborner dadurch die nötige Sicherheit erlangen. Auf Captain Westphal, Marter und Quast müssen die Hausherren verzichten. Niemeier läuft zwar schon wieder, aber noch ohne Ball. Dammann und Reineke befinden sich im Urlaub. Und: „Mit einigen Rückkehrern aus dem Skiurlaub können wir aber eine schlagkräftige Truppe am Sonntag auf den Platz bringen.“

 

Der Aufsteiger hat sich auf einem Niveau im Hinspiel mit den Sonnebornern bespielt, war letztlich nur hauchdünn mit 1:2 unterlegen. Bexterhagen Betreuer Uwe Wehmeyer erwartet eine mögliche Wiederholung: „Auch deshalb gehen wir davon aus, dass es auch am kommenden Sonntag ein enges Match wird. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen.“ Dem aktuellen zehn Punkte Vorsprung in der Tabelle sollte nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. Wehmeyer rechnet sich durchaus etwas aus: „Wir fahren sicherlich nicht chancenlos nach Barntrup.“ Keine genaueren Angaben möchte er dazu machen, welche Spieler konkret ausfallen. Es wird sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden, welche Spieler tatsächlich passen müssen.

 

Lukas Wessel ist der Spielleiter für dieses Aufeinandertreffen ab 15.00 Uhr in Barntrup.

 

TuS Asemissen vs. SG Kalldorf

(ab). Der TuS Asemissen ist, genau wie Mit-Absteiger RSV Barntrup, ohne Niederlage durch die Hinserie gerauscht. Vor allem zu Hause hat man, bis auf ein Unentschieden, alle Spiele gewonnen. Auch gegen die SG Kalldorf sind die West-Lipper Favorit, wollen und müssen der Rolle auch gerecht werden, wenn sie dem RSV Barntrup auf den Fersen bleiben wollen. Man fühlt sich gut vorbereitet. „Die Trainingswoche verlief wie die gesamte Vorbereitung sehr gut. Wir waren immer um die 20 Leute beim Training. Alle sind absolut heiß und freuen sich, dass es endlich wieder los geht“, so Gerrit Barthelmeus. Der TuS-Kicker erinnert sich zurück: „Im Hinspiel hat man die Aufstiegseuphorie noch sehr gespürt in Kalldorf, das haben wir insgesamt sehr unterschätzt, wodurch wir uns da sehr schwer getan haben.“ Erst in der Schlussphase konnte Asemissen das Spiel doch noch mit 4:1 für sich entscheiden. Barthelmeus vermutet, dass Kalldorf auch „in diesem Spiel versuchen wird, hinten dicht zu machen, das Training wurde dementsprechend darauf ausgelegt.“ Asemissen muss am Sonntag auf Dominic Pollakowski verletzungsbedingt verzichten, hinter dem Einsatz von Winterzugang Metin Souk steht noch ein Fragezeichen, „da er sich im letzten Test verletzt hat und wir gucken müssen, wie es Sonntag aussieht.“

 

Beim Aufsteiger aus dem Kalletal lief die Vorbereitung auf die Rückrunde im Großen und Ganzen zufriedenstellend: „Wir hatten eine gute Vorbereitung und haben gut gearbeitet. Leider hat uns das Erkältungsgespenst öfter heimgesucht, aber es haben alle trotzdem gut mitgezogen.“ Und auch, wenn „als Auftaktspiel gleich gegen Asemissen nach der langen Pause zu spielen nicht gerade ein Geschenk ist“ und Coach Stephan Brill und seiner Mannschaft „natürlich bewusst ist, dass es sehr schwer für uns werden wird“, steckt man nicht von vornherein den Kopf in den Sand: „Wir wollen natürlich 90 Minuten dagegenhalten und so wenig wie möglich zulassen. Ein Punktgewinn wäre wie ein Sieg für uns.“ Doch Brill weiß: „Dafür müssen wir alle einen sehr guten Tag erwischen und versuchen mit Kampf, Leidenschaft und Willen das Unmögliche möglich zu machen.“

 

Ob das gelingt, entscheidet sich ab 15.00 Uhr. Axel Wattenberg ist der Spielleiter.

 

TSV Kirchheide vs. RSV Barntrup

(hk). „Vom Papier her ist die Favoritenrolle klar verteilt“, sagt Kirchheide-Coach Andre Plaß. Er führt weiter aus: „Barntrup verfügt über viel Qualität und Quantität. Letzteres haben wir im Moment nicht.“ So hat der TSV die komplette Vorbereitung über nie im voller Montur trainiert, hat die Erkältungswelle eiskalt zugeschlagen. „Trotzdem“, will er sich davon nicht verunsichern lassen, „werden wir am Sonntag ein gutes Team auf den Platz bringen.“ Für Plaß persönlich ist es ganz entscheidend, dass sein Team alles gibt, was im Tank ist.

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht und wir in den Wettkampfmodus zurückkehren. Meine Jungs sind hochmotiviert, was die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung von 17 Spielern im Schnitt belegt“, ist diese Zahl durchaus beeindruckend. Aus einem Reservoir von 21 Akteuren kann er auswählen. Einzig Oliver Sölter und Lucas Schmidt müssen passen. Der Einsatz von Ole Dobrileit (muskuläre Probleme) ist noch nicht geklärt. „Ansonsten gehen wir ganz entspannt in die Rückserie. Ich mache den Jungs keinen Druck, es war ganz klar vor der Serie kommuniziert, dass wir nicht aufsteigen müssen“, haben die Roten Teufel die vergangenen Monate den Status als Tabellenführer genießen können. Nun möchte man diese allzu gerne verteidigen, tut doch Höhenluft Geist und Körper meist gut. „Aber“, hebt Barbarito den Zeigefinger, „es ist kein Muss.“

Stefan Wattenberg bläst im Stadion Westhang um 15.00 Uhr zum Anpfiff.„Beim Gegner lassen wir uns nicht vom Tabellenstand täuschen. Denn im Hinspiel hatten wir schon einige Probleme gegen Leo II.“

 

SV Werl-Aspe vs. VfL Lüerdissen

(hk). Zwei direkte Tabellennachbarn, die grundsätzlich eher die Blickrichtung nach oben wählen, duellieren sich am Sonntag ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Schulzentrum Aspe. Ralf Greinus ist der Spielleiter dieser Partie. SV Werl-Aspe Co-Trainer Carsten Voelzke konstatiert: „Mit Lüerdissen haben wir einen starken Gegner zu Gast!“ Als Beleg dafür dient auch der gegnerische Spielvortrag im ersten Duell der beiden Kontrahenten: „Wenn ich allein ans Hinspiel denke, da haben die uns phasenweise an die Wand gespielt! Aber, diesmal sieht es bei uns vom Personal her etwas besser aus, so dass ich guter Dinge bin, dass die Punkte am Platz bleiben.“ Auf Plail (Trainingsrückstand), Krencky, Seipt (beide verletzt) und Lambracht ( beruflich verhindert) muss Cheftrainer Bonzo Meier verzichten.

 

Die Pause war lang. Nun geht es wieder auf den Platz. „Nach einer Vorbereitung mit Höhen und Tiefen geht’s nun endlich wieder um Punkte“, atmet Lüerdissen-Spielertrainer Tim Steffen erleichtert durch. Im Hinspiel war aus seiner Sicht mehr möglich, erklärt er doch via Lippe-Kick: „Wenn ich an das Hinspiel gegen Werl-Aspe zurückdenke, muss ich an zwei liegengebliebene Punkte denken! Wir hatten einige hochkarätige Einschussmöglichkeiten, die wir leider nicht nutzen konnten“, ist diese fehlende Effizienz im Hinspiel ein vermeidbares Manko gewesen. Das jüngste Testspiel: Das 3:3 gegen den klassentieferen FC Union Entrup bezeichnet Steffen als „durchwachsen.“ Die richtigen Lehren hat er gezogen, wenn er präzisiert: „Im Vergleich zu diesem Spiel müssen wir allerdings zwei zentrale Dinge besser machen! Das Zweikampfverhalten muss deutlich aggressiver werden und das Umschaltspiel handlungsschneller durchgeführt werden!“ Speziell im Angriffsbereich hat er die Stärken der Asper erkannt, die über die Außenbahnen, auch durch das Zentrum, für ständige Torgefahr sorgen. „Sie haben da eine Reihe an Spielern, die gefährlich sind! Es gilt also defensiv sehr aufmerksam und klar zu spielen“, meint Steffen, der überdies auch noch auf einige Spieler verzichten muss.

 

TuS Lipperreihe vs. TuS Leopoldshöhe

(gb). Von einer durchwachsenen Vorbereitung auf das erste Saisonspiel gegen die Löwen spricht Lipperreihe-Trainer Timo Blodow. „Aufgrund von vielen Erkrankungen und Verletzungen lief nicht alles so wie gewünscht“, erwartet er nun am Sonntag einen Gegner, der von der ersten Minute Druck machen wird. „Leopoldshöhe wird sich in unserer Hälfte festsetzen wollen. Um das zu verhindern müssen wir von der ersten Minute an die Zweikämpfe annehmen und versuchen, das Spiel und den Gegner durch Ballkontrolle zu kontrollieren und zu dominieren“. Zur Kaderkonstellation kann er noch nichts sagen, will sich dort aber sicherlich auch nicht in die Karten schauen lassen.

 

Auch Löwen-Trainer Sebastian Brosch spricht von einer schwierigen Vorbereitung, vor allem aufgrund der Wetterverhältnisse. „Diese Probleme haben aber viele Mannschaften im Winter, die nicht über einen Kunstrasenplatz verfügen“, zeigt er auch Mitgefühl in Richtung andere Mannschaften. Dennoch ist er zufrieden mit der Vorbereitung und haben aus den Möglichkeiten das Beste gemacht. In den Testspielen lag der Fokus auf eine neues Spielsystem, welches nun in der Rückrunde eingesetzt werden soll, um „in der Entwicklung nun den nächsten Schritt zu machen. Personell hat Brosch ein absolutes Luxus-Problem, hat er doch alle Mann an Bord und kann sogar noch den ein oder anderen Akteur an die Reserve abgeben. Aus dem Hinspiel erhofft er sich, „dass alle wissen, dass ein Spiel 90 Minuten dauert und man so nicht eine 2:0 Führung durch individuelle Fehler herschenkt.“

 

TSV Oerlinghausen II vs. TSV Schötmar

(gb). Von einer sehr positiven Vorbereitung auf das erste Saisonspiel nach der langen Winterpause spricht Oerli II-Trainer Sebastian Boer. „Diesen Schwung wollen wir in das erste Spiel mitnehmen und in diesem Sechs-Punkte-Spiel gegen einen Fast-Tabellennachbarn die ersten drei Punkte in der Rückrunde einfahren.“, berichtet er, weiß aber auch, dass es gegen die Jungs aus dem Vorort von Bad Salzuflen ein hartes Stück Arbeit wird. Personell kann Boer aus dem Vollen schöpfen und wird gegen des TSV seine beste Elf auf den Platz schicken können.

 

Auch Schötmars Schriftführer Yasin Altinsik weiß, wie wichtig diese Partie gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf ist. „Für uns ist jedes Spiel ein Finale. Wenn man sich die Tabellenkonstellation ansieht, weiß man wieso“, ist ihm die prekäre Situation durchaus bewusst. Einen Vergleich zum Hinspiel möchte er nicht ziehen: „Das waren andere Umstände.“ Nach einer sechswöchigen, guten Vorbereitung gehen die Schötmaraner bis auf den rotgesperrten Erdal Celik fit und mit dem Willen ein Signal zu setzen in diese Partie.

Fahrschule Duru

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: