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Kreisliga B2 Lemgo

BSV Leese – „Wir respektieren den SV Wüsten“

Emotionen gehören zum Fußball dazu. Man muss auch darüber reden können, wie es die beiden B2 Lemgo-Aufstiegskandidaten tun.

 

„Sind keine unfaire Mannschaft“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Kopfschütteln beim SV Wüsten-Coach Sebastian Milde. Die Enttäuschung über die eigene Leistung, aber auch über das Verhalten der BSV Leese-Akteure, war groß bei ihm. Gegen neun tapfere Yunus-Kicker holte sich der SVW ein spätes Remis, doch, wie sich einige Akteure des Aufstiegskonkurrenten verhalten haben sollen, ruft bei Milde nur Unverständnis hervor. Bei Lippe-Kick lassen wir beide Seiten zu Wort kommen.

 

Von Henning Klefisch

 

Konkret beklagt sich Milde nach dem 3:3 seines SV Wüsten am Donnerstagabend bei Yunus Lemgo, indem er im Nachbericht bei Lippe-Kick erklärt: „Sie haben sehr viel Unruhe hineingebracht, sich einen Ball geholt, den sie während des Spiels einfach auf das Spielfeld geschossen haben. Das war Unsportlichkeit auf allerhöchstem Niveau. Ich musste mich nach dem Spiel beleidigen lassen“, klagt er an. Er hat er sich mit seinem Team auf die Fahne geschrieben: „Wir wollen spielerisch Druck ausüben, nicht unsportlich sein.“ Was bei Sebastian Milde (Bild rechts) auch nicht für grenzenloses Wohlwollen sorgt, ist der von Leeser Seite angeblich getätigte ironische Ausspruch: „Hast du gut gemacht, Milde.“

 

„Sind keine Unruhestifter“

 

Dass das eigene Verhalten so hohe Wellen schlägt, ist für die Beschuldigten unverständlich. BSV Co-Trainer Jan Plöger räumt ein: „Natürlich waren wir vor Ort, um uns das auch für uns wichtige Spiel Yunus gegen Wüsten anzuschauen“, führt Leese aktuell doch mit sechs Punkten vor dem SV Wüsten. Als „selbstverständlich“ bezeichnet er, dass seine Mannschaft mit dem Underdog Yunus Lemgo hält, der tief drin im Abstiegsstrudel steckt. So habe man sich in diesem torreichen Spiel über die Yunus-Treffer gefreut, über deren Gegentore geärgert. Was Plöger klarstellen möchte: „Dem Vorwurf, dass wir nur, um Unruhe zu stiften, gekommen sind, kann ich nur widersprechen.“ Auch, dass ein Ball während der Partie auf den Platz geschossen wurde, wie von Milde beobachtet, schließt der Mittelfeldspieler „nach Rücksprache mit der Mannschaft definitiv aus.“

 

„Respekt für den SV Wüsten und Milde“

 

J. Plöger

Jan Plöger legt seinen Fokus auf die Statistik, die sein Team nach 22 absolvierten Partien „zurecht auf Platz Eins“ listet. Zudem habe der Ballspielverein demonstriert, „bei weitem keine unfaire Mannschaft“ zu sein. Er reicht dem Rivalen aber auch symbolisch die Hand, erklärt der Führungsspieler bei Lippe-Kick: „Wenn sich Sebastian oder Teile der Mannschaft beleidigt gefühlt haben, dann möchte ich mich hiermit im Namen des BSV in aller Form entschuldigen. Wir möchten weiterhin einen fairen Meisterschaftskampf, in dem sich der Bessere durchsetzt“, ist dies doch der sportliche Wettkampf, der Jung wie Alt in seinen Bann zieht. Den SV Wüsten, jeden seiner Kicker, „und natürlich auch Sebastian Milde, der dort einen super Job macht“, respektiert der BSV Leese. Was sie sich aber zugestehen möchten: „Ein paar Emotionen sollten aber schon noch gestattet sein im Kreisligafußball, den wir alle lieben“, auch in allen Formen ausleben.

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