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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 12. Spieltag 2019/20

Einige Derbys stehen einmal mehr an. Lippe-Kick liefert euch hierfür die Einstimmung.

Schwimmt sich Yunus gegen Asemissen II frei?

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Am Nord- und Südpol sind es jeweils vier Punkte, die über die kommende Ligazugehörigkeit entscheiden. Der Klassenbeste TuS Lockhausen besitzt vier Zähler Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsrang, während Schlusslicht TuS Ahmsen II die gleiche Differenz zum Rettungsplatz aufweist. Lockhausen reist Richtung Bielefelder Speckgürtel zum TuS Lipperreihe II, während der Ahmser-Reserve mit dem Tabellenzweiten TuS RW Grastrup/Retzen eine fast schon unmöglich zu nehmende Hürde bevorsteht. Aus dem Abstiegsstrudel heraus schwimmen möchte Yunus Lemgo, das beim neuntplatzierten TuS Asemissen II antritt.

 

Von Henning Klefisch

 

TuS Lipperreihe II vs. TuS Lockhausen

Sehr erfreulich für die Hausherren: Einige Spieler geben ihr Comeback. Wiescholek hat seine Erkältung überwunden, Weiss seinen Urlaub erfolgreich absolviert. TuS Lipperreihe II-Coach Sebastian Mathea will nicht verschweigen: „Mit Lockhausen kommt für mich bisher die Überraschungsmannschaft nach Lipperreihe. Bei nur elf Gegentoren und zwei Niederlagen erwarten wir eine schwere, aber trotzdem nicht unlösbare Aufgabe.“ Klar ist: Lipperreihe II wittert seine Chance, besitzt alle Möglichkeiten, um den Favoriten zu Fall zu bringen. Seinem Gegenüber Stefan Braunschweig bescheinigt er, „dort einen guten Job zu machen“, haben sie sich diese Tabellenführung nicht mit fiesen Taschenspielertricks gesichert. Die richtigen Lehren aus dem 3:4 in Holzhausen zu ziehen, das besitzt für Mathea eine ganz große Bedeutung. Wie die Mannschaft trainiert hat, erfreut ihn sehr. „Die unglückliche Niederlage gegen Schötmar soll schließlich die einzige auf heimischen Platz bleiben“, verkündet ein erwartungsfroher Mathea, der mit einer „interessanten Partie“ rechnet.

 

Hätte einer der sogenannten Fußball-Experten vor der Serie den TuS Lockhausen nach dem elften Spieltag als Tabellenführer getippt, ihm wäre wohl ein stationärer Aufenthalt in der Lippischen Nervenklinik empfohlen worden. Nun führt die Mannschaft von Coach Stefan Braunschweig, zur Gattung der Eisvögel zählend, die Tabelle an. Der Ex-Oberliga-Spieler ist kein Idiot, um im Idiom eines gewissen Giovanni Trapattoni zu bleiben. Er weiß, dass vier Punkte Vorsprung auf den Rangzweiten TuS RW Grastrup/Retzen noch längst kein Grund sind, um die Puppen tanzen zu lassen. Dazu ist auch die anstehende Reise zum TuS Lipperreihe II zu anspruchsvoll. Klar, die Westlipper sind zuletzt in der Tabelle extrem abgerutscht, stehen derzeit an Position acht. Dennoch lobt Braunschweig die „individuelle Klasse“, hat sich den Gegner auch schon live vor Ort angeschaut, beim 5:1-Sieg über Yunus Lemgo. „Da waren sie richtig gut“, findet der Fußball-Verrückte. Nicht nur deshalb prognostiziert er seinem Team „ein schwieriges Unterfangen.“ Er kennt Frank Fulland, den Lipperreihe-Coach der A-Mannschaft aus der Vergangenheit, glaubt, „dass einige von der Ersten herunterkommen.“ Dass die Kicker von der lippischen Kreisgrenze dennoch siegreich sein wollen, steht außer Frage. Sehr angetan zeigt er sich, wie engagiert seine Mannschaft unterwegs ist. Am Dienstag ist in Braunschweigs eigener Soccer Arena mit 15 Mann geprobt worden, am Donnerstag ist der „rote Rasen“ am Sepp bespielt worden. Der Grund ist nachvollziehbar: Braunschweig möchte seinen Kickern ein Gefühl dafür vermitteln, wenn in der baldigen nassen und ungemütlichen Jahreszeit häufiger auf diesem Untergrund gekickt wird. Auf die Dienste von Hendrik Stockhecke muss weiterhin verzichtet werden, kuriert er doch einen Kreuzbandriss aus. Lars Valentin Sundermann befindet sich auf Länderspielreise. Es wurde gemunkelt, er wurde für das DFB-Spiel in Estland als Perspektivspieler nachnominiert. Realistischer ist aber, dass er seine Sangeskünste als Groundhopper einsetzt.

 

Um 12.45 Uhr geht es auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe los. Marius Teuber ist der Referee.

TuS Asemissen II vs. Yunus Lemgo

„Yunus ist eine Mannschaft, die offensiv ihre Qualitäten hat, aber hinten anfällig ist“, gibt TuS Asemissen II-Coach Florian Meerkötter seinem Team diese frohe Botschaft mit auf den Weg. Die Bilanz zuletzt lässt sich aus Asemisser Sicht vorweisen, gab es stets Siege für die Blau-Weißen. Daran möchte Meerkötter auch am Sonntag ab 13.00 Uhr anknüpfen, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch deutlich macht: „Wir gehen natürlich mit dem Ziel in das Spiel, die drei Punkte in Asemissen zu behalten.“ Die Asemisser SIegesserie mit vier Dreiern hintereinander hat am letzten Spieltag ein jähes Ende gefunden, als in Wüsten mit 2:4 verloren wurde. Auf die Dienste von Tobias Gröschl, Niklas Brühl, Manuel Epp, Jonathan Epp Yannick Klippenstein und Patrick Dove kann er nicht setzen. Bei Marc Schubert muss noch abgewartet werden. Wieder zur Verfügung stehen jedoch Raffael Giebel, Lasse Huitema, Max Diekhof und Matthias Riediger. Das bietet eine weitere Option, die auch das Asemisser C2-Liga-Team erfreuen wird: „Der eine oder andere Spieler wird dazu Spielpraxis in unserer dritten Mannschaft sammeln und diese verstärken“, so Florian Meerkötter abschließend.

 

Mit ganz viel Konzentration arbeiteten die Yunus Lemgo-Kicker unter der Woche während der Übungseinheiten. Vor allem der Torabschluss genoss ganz viel Wertschätzung, „da wir da unsere größeren Schwächen sehen nach dem Spiel gegen Entrup“, erklärt Yunus-Coach Ali Sen im Lippe-Kick-Gespräch. Bemerkenswert: Obwohl die Temperaturen spürbar gesunken sind, haben die Spieler sehr manierlich am Training teilgenommen. Wie sieht die Gegnerbewertung aus? „Sie stehen vor uns in der Tabelle und gehen somit als klarer Favorit in dieses Spiel. Letzte Saison haben wir unglücklich 3:4 verloren, da man ein bitteres und unnötiges Freistoßtor in der 90. Minute kassiert hat“, möchten die Hansestädter nun mehr Wachsamkeit offenbaren. Auf den Stammfänger Kadir Eygün müssen die Delphine verzichten, ist er doch beim Praktikum. Verletzungsbedingte Fragezeichen stehen noch hinter den Personalien Mert Yilmaz, Erhan Sahin und Cüneyt Kurt. „Trotzdem freuen wir uns auf ein faires und unterhaltsames Spiel“, so Sen im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Paul Koch ist ab 13.00 Uhr der Spielleiter dieser Partie auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen.

SV Werl-Aspe II vs. TuS Leopoldshöhe II

„Leo II wird mit großer Brust nach dem Sieg gegen den TSV auflaufen, aber uns auch nicht auf die leichte Schulter nehmen“, erklärt Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm im Lippe-Kick-Gespräch. Dass die Leopoldshöher den Aufstiegsanwärter TSV Schötmar tatsächlich mit 2:0 bezwungen haben, ist schon ungewöhnlich. Er glaubt, dass es zu einem ausgeglichenen Duell gegen die blau-weißen Löwen kommt. „Entscheiden wird die Defensivleistung und die Effektivität in der Spitze“, ist dies ein Klassiker, wenn es um das Wohl und Wehe einer Partie geht. Über die kompletten 90 Minuten wollen die Asper äußerst konzentriert und sehr engagiert auftreten, „dann sind Punkte drin.“ Ziel ist es für die Zweitvertretung vom SV Werl-Aspe, dass mit einem Heim-Dreier der Kontakt zum Mittelfeld nicht verloren wird. Auf Niklas Rehder (Urlaub) sowie Maurice von Elm (Umzug) und die Langzeitausfälle muss Coach Alexander Ruge verzichten.

 

Um 13.00 Uhr pfeift Referee Rolf Kißler diese Begegnung an.

 

TBV Lemgo III vs. SG Hörstmar/Lieme II

Aus einem freudigen Grund beendet TBV Lemgo III-Coach Serkan Köse sein Engagement beim Aufsteiger. Am Sonntag ist das Derby gegen die SG Hörstmar/Lieme II sein „vorerst letztes Spiel“, denn seine Frau und Köse betreiben Nachwuchsförderung, weshalb verständlicherweise auf das gemeinsame Baby künftig der Fokus gelegt wird. Der allseits bekannte wie beliebte Frank Schröder wird seine Expertise an der Seite von Bastian Klaas daher einbringen. Nun kommt es zum Hansestadt-Derby. Köse erklärt via Lippe-Kick vorab: „Am Sonntag geht es gegen Hörstmar/Lieme I zu Hause, die immer besser in die Saison gekommen sind – aktuell Platz 3!“ Die Johannfunke-Jungs haben sieben Zähler mehr als die TBV-Kicker erspielt, gehen auch aus diesem Grund favorisiert in dieses Spiel. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe, der wir uns aber sehr gerne stellen“, verkündet der scheidende Trainer, der präzisiert: „Wir haben a) nichts zu verlieren und b) oft gezeigt, dass wir auch gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel mithalten können. Wir spielen zu Hause und wollen auch Sonntag auf Sieg spielen, ganz klar“, möchte man den Aufstiegsfavoriten stürzen.

 

Mentale Vorbereitungsmaßnahmen hat das Trainerteam der SG Hörstmar/Lieme II vor dem „ersten, richtigen Derby“ durchgeführt, so plaudert Hör/Lie II-Coach Robert Maros in Gegenwart von Lippe-Kick. Von Beginn an voll im Spiel drin zu sein, mit jeder Faser des Körpers dieses Prestige-Duell anzunehmen, das wird enorm wichtig für die Spielgemeinschaft sein. Die Gäste möchten keiner Hypothek in Form eines Gegentors hinterherlaufen, vielmehr selbst ihre Chance suchen, dann auch nutzen, den gesteckten Match-Plan mit Leben füllen. Maros vertraut den Netzer-Qualitäten von Tor-Ungeheuer Konstantin Levykin. Eine Korsettstange fällt jedoch aus. Es geht um den verletzten Michael Fischer. Der Respekt vor dem TBV Lemgo III ist groß bei Maros, der selbst seine Vergangenheit mit den Hansestädtern hatte. „Beim TBV III sind ehemalige Füchse dabei mit Bezirksligaerfahrung, jahrelanger Kreisliga A-Erfahrung. Lemgo ist Lemgo“, rechnet er mit einem interessanten Match der beiden spielstarken Kontrahenten.

 

Ravel-Lukas Geck leitet dieses Spiel am Sonntag ab 13.00 Uhr auf dem Kunstrasen am Jahnplatz.

 

TuS Bexterhagen II vs. SV Wüsten

Mit dem SV Wüsten gibt der letztjährige Aufstiegsaspirant seine Visitenkarte am Alten Postweg ab. „Der SV hat zwar Qualität verloren, besitzt aber immer noch eine starke Truppe. Gerade in der Offensive sind sie immer für viele Tore gut“, hat sich Bex-Coach Dennis Lütkehölter schon viele Informationen über den kommenden Gegner eingeholt. Die Stimmung aufseiten der Hausherren ist trotz der unglücklichen Niederlage in Hörstmar gut. „Wir haben total viel richtig gemacht und sind wieder auf einem guten Weg. Die Siege werden folgen, wenn wir so weitermachen. Da gibt es keinen Zweifel“, hofft man bereits am Sonntag auf Punkte. Leider ist die personelle Situation der Hausherren miserabel. Gleich die Hälfte des Kaders fehlt an diesem Wochenende, aus unterschiedlichsten Gründen. „Das ist extrem bitter, aber passt irgendwie ins Bild der bisherigen Saison. Gerade wo wir eine Formation und unsere Spielweise wiedergefunden haben, müssen wir massiv umbauen.“ Auch der Dauerregen unter der Woche macht dem TuS-Trainer Sorge. „Wir konnten nur reduziert trainieren, der Platz ist sehr weich. Zum Wochenende wird über die Spielfähigkeit entschieden. Ob an diesem Heimspielsonntag tatsächlich alle Spiele stattfinden können, steht für mich daher auch auf der Kippe.“, wollen die Roten unbedingt auf Punktejagd gehen. Positiv stimmt aufseiten der Gastgeber, dass Leon Schultz wieder das Training aufgenommen hat. Nach seiner Verletzung im April hatte er kein Pflichtspiel mehr bestritten.

 

Mit dem 4:2-Heimsieg hat der SVW die Asemisser Serientäterschaft am letzten Spieltag beendet. Nicht nur mit dem Resultat, auch mit der Darbietung, zeigt sich Wüsten-Pressesprecher Marvin Bahlo mehr als einverstanden, wenn er aufklärt: „Nach dem Sieg gegen Asemissen II heißt es nun, an diese Leistungen anzuknüpfen.“ Die Gefahrenquelle: Auf Rasenplätzen tun wir uns bekanntlich schwer. Ich gehe von einem packenden Spiel aus.“ Trotz der jeweils sechs Punkten und Plätzen Vorsprung mahnt Bahlo an: „Diese Saison sind viele Teams ohnehin auf Augenhöhe und prinzipiell kann jeder jeden schlagen“, haben die Nord-Lichter TuS Lockhausen und Grastrup/Retzen schließlich auch überraschend gegen die Aufsteiger TBV Lemgo III und TSG Holzhausen/Sylbach II verloren.

 

Anstoß ist um 13:00 Uhr in Bexterhagen. Diesen lässt Stefan Wattenberg ertönen.

 

FC Union Entrup vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Die gute, alte Tagesform wird in diesem Spiel das Pendel zugunsten Entrup oder Holzhausen/Sylbach ausschlagen lassen, so die Wahrnehmung vom FCU-Coach Peter Lewecke vor dem Spiel. Eine Gemeinsamkeit ist ihm nicht entgangen: „Wir, als auch unser Gegner, kommen nur schleppend in Schwung. Mein Trainerkollege vermeldet ähnliche Probleme wie bei uns.“ Rang zwölf mit nur 13 Punkten aus elf Spielen entspricht nicht dem Entruper Anspruch. Das ändert aber nichts an folgender Zielsetzung: „Dennoch werden wir am Sonntag alles versuchen, das Spiel für uns zu entscheiden, zumal wir ein Heimspiel haben und unsere Fans nicht enttäuschen wollen.“ In diesen Herbsttagen, in denen die Stimmung rund um die Unioner mehr Blues als Jazz ist, ist der Trainerfuchs Lewecke als Psychologe gefordert. Er muss seinen Schützlingen das so wichtige Selbstvertrauen einimpfen. Welchen Ratschlag gibt er seinem Team mit auf den Weg? „Wir müssen 90 Minuten wach sein und dem Gegner in die Schranken weisen. Sie haben Spieler, welche ganz alleine das Spiel entscheiden können.“ Diese Qualitäten sind in Entrup bekannt, fordert Peter Lewecke daher allerhöchste Wachsamkeit von seinem Team.

 

Ganz erhebliche Probleme tun sich bei TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Stefan Brunk auf, denn er kann den überaus inkonstanten Gegner FC Union Entrup nur sehr schwer einschätzen. Dies stellt eine Parallele zum eigenen Team dar, wie Brunk Lippe-Kick gegenüber erklärt: „Wir selber haben, das ist für mich aber erklärbar, traurig zugleich, auch keine reale Konstante, obwohl wir 21 Punkte haben, was jedoch nichts bedeutet, siehe die Punkte von Platz vier bis zehn“, liegen gerade einmal sechs Punkte – zwei Siege – dazwischen. Eine hohe Meinung hat der erfahrene Übungsleiter über seinen Gegenüber Peter Lewecke, betont er immerhin: „Ich schätze meinen Trainerkollegen menschlich und sportlich sehr, kenne ihn langjährig, und achte ihn so, wie ich ihn kenne, sportlich und menschlich!“ Die Maßgabe für den Tabellenvierten aus Holzhausen/Sylbach ist eindeutig. Zunächst sollen die vollen drei Punkte aus der Ilsekampfbahn entführt werden, ehe eine Besprechung folgt, um dann in bester Stimmung die folgenden Tage zu genießen. Zuletzt berauschte sich der 1912 gegründete Verein häufiger an sich selbst, ist die jüngste Bilanz sehr stolz mit vier Siegen und einem Remis aus den vergangenen fünf Partien.

Olaf Dubbert ist um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Entrup der Referee.

 

TSV Schötmar vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

„Holzhausen/Sylbach II ist eine echt gute Truppe. Die Ergebnisse diese Saison spiegeln zwar eine komische Formkurve wider, was aber nicht an der Qualität dieser Mannschaft zweifeln lassen sollte“, meint TSV Schötmar-Vereins-Boss Ersan Dargecit, wenn er mit Lippe-Kick über den so aufmüpfigen Aufsteiger spricht. Die 2:7-Klatsche in Asemissen hatte offenbar reinigende Wirkung, denn seitdem holte die TSG zwei Siege und ein Remis. Dargecit kennt die Qualitäten dieser „eingespielten Mannschaft“, soll diese bitteschön „nicht als Reserveteam“ betrachtet werden. Weil: „Da sind einige Akteure dabei, die schon gut kicken können.“ Zudem hat die TSG-Truppe bewiesen, dass auch mit Großkaliber umgegangen werden kann. Der Aufstiegskandidat TuS RW Grastrup/Retzen ist mit 3:2 besiegt worden. Das Vertrauen in die eigene Stärke ist groß, kommt die TSG Holzhausen/Sylbach II aus einem Erfolgserlebnis. Anders sieht die Lage bei den Schötmaranern aus: „Wir hingegen stehen ein wenig unter Erfolgsdruck. Nach zwei Niederlagen in Folge müssen wir diese Woche schon drei Punkte holen, um die Gemüter ein bisschen zu beruhigen“, erklärt Dargecit. Auch das Punktekonto würde einen Luftsprung machen, wenn es endlich mal wieder Zuwachs erfährt. Liebend gerne möchte der TSV Schötmar nämlich mit 22 Punkten nach diesem zwölften Spieltag dastehen. „Spielerisch, denke ich, werden wir keine Probleme haben, es ist eher das größere Problem, unser Spiel auch auf das Ergebnis auswirken zu lassen“, klafft allzu häufig eine riesengroße Lücke zwischen Aufwand und Ertrag beim TSV Schötmar. Mit der nötigen Gechilltheit wollen die Lohfeld-Jungs diese unberechenbare Aufgabe angehen. Gut: Sein Comeback nach Verletzungspause gibt Hakan Cetinkaya. Auch Mustafa Ucar steht nach Urlaubsaktivitäten wieder zur Verfügung. Ebenfalls auf der Abwesenheitsliste zu finden: Nihat Durmaz, Fitim Haxhimusa und Moutaz Alqusaibati (beide verletzt). Hinter dem Mitwirken von Sinan Siviloglu steht noch ein dickes Fragezeichen.

 

Es geht trügerisch rund um die Zahlenwerte der TSG Holzhausen/Sylbach II zur Sache. Auf den ersten Blick wirkt der 13. Tabellenplatz ein wenig langweilig, vielmehr gefährlich, denn es sind nur zwei Ränge Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Die fleißige Punkteeinfuhr der TSG-Reserve sorgt aber dafür, dass Entspannung der vorherrschende Gemütszustand rund um den Liga-Neuling ist. Neun Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang beruhigen Körper und Geist ausgesprochen. Zuletzt ist sogar der Tabellenzweite TuS RW Grastrup/Retzen mit einem 3:2-Sieg in die Knie gezwungen worden. TSG II-Coach Henri Ellerbrok findet: „Wir haben aus dem Sieg gegen Retzen natürlich viel Selbstvertrauen getankt, kommen nicht nur spielerisch, sondern vor allem auch punketechnisch immer besser in die Spur.“ Auch bei den so motivierten Schötmaranern wollen die Blau-Weißen weiterhin fleißig punkten. Allerdings hat der juvenile Trainer die Schwere der Aufgabe absolut erkannt: „Gegen einen Absteiger mit der Ambition, oben ein Wörtchen mitzureden, erwarten wir natürlich ein ähnlich schweres Spiel wie gegen Retzen. Zudem spielen wir auswärts, weshalb wir natürlich als Außenseiter in diese Partie gehen.“ Über das Potenzial, tatsächlich die Schötmaraner zu besiegen, verfügt das Team, zwischen Lage und Bad Salzulflen gelegen, definitiv. Ob dieses auch wieder auf dem Spielfeld gezeigt wird, muss aber erst einmal abgewartet werden. „Ich glaube, dass sich die Zuschauer auf ein spielerisch ansehnliches Spiel freuen können, in dem beide Teams stets Lösungen mit dem Ball suchen werden.“ Ein Büßergewand trägt an diesem Wochenende Sebastian Ewers, hat er sich in der Vorwoche beim 3:2-Sieg über Grastrup/Retzen doch die Ampelkarte eingeholt. Auch Regisseur Dustin Sundermann glänzt mit Abwesenheit auf dem Spielfeld. Von Panikattacken wird Henri Ellerbrok deshalb aber noch lange nicht heimgesucht, unterstreicht er doch via Lippe-Kick: „Nichtsdestotrotz bin ich fest davon überzeugt, dass wir auch diese Ausfälle als Mannschaft kompensieren können und durchaus Chancen haben, das Spiel zu gewinnen.“

 

Eugen Lykov pfeift um 15.00 Uhr die Begegnung auf dem Lohfelder Rasenplatz an.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TuS Ahmsen II

Wer von einem Freilos spricht, wenn er über die Erfolgsaussichten des TuS RW Grastrup/Retzen vor dem Heimspiel gegen den TuS Ahmsen II spekuliert, der dürfte es bereuen. Für den rot-weißen Coach Thore Eitner steht fest: „Zu Ahmsen II kann ich wenig bis gar nichts sagen. Man hört wöchentlich neue Infos zu Ahmsen II, aber ich denke, wir sollten uns davon nicht beirren lassen.“ Zwanzig Punkte Differenz sind schon eine echte Hausnummer. Ergo: Grastrup/Retzen geht als haushoher Favorit in dieses Aufeinandertreffen. Allerdings dient die 2:3-Niederlage aus der Vorwoche gegen die TSG Holzhausen/Sylbach II als vorzüglicher Warnschuss, erklärt Eitner doch via Lippe-Kick: „Die vermeintlich leichten Spiele werden uns oftmals zum Verhängnis, sodass ich meine Jungs am gestrigen Abend noch einmal eingenordet habe.“ Dem TuS Lockhausen möchte der Turn- und Sportverein unbedingt auf den Fersen bleiben. Drei Punkte mutieren daher zu einer Pflichtaufgabe. Was stand auf der Agende ganz weit oben beim Tabellenzweiten? „Wir haben uns bei den Trainingseinheiten diese Woche auf den Zweikampf und auf die Spritzigkeit konzentriert, da dies in den letzten Spielen leider vernachlässigt worden ist“, macht Eitner daraus kein Geheimnis. Dramatisch: Gleich die Hälfte des kompletten Kaders fehlt, weshalb ein arg verkleinertes Team zur Verfügung steht. Johann Warkentin, Julien Rohmann, Nico Bösener, Fabian Weber und Sabri Derbas sind allesamt verletzt, Lynus Lenz, Joel Loesch, Sebastian Voelzke, Max Rosenberg und Tim Koring alle im Urlaub oder familiär gebunden.

Der Wikinger König ist so, wie er aussieht: die Ruhe selbst. Aber da wir einen guten und starken Kader haben, können wir dies kompensieren.“

 

Es gleicht schon fast einem Wunder, dass der TuS Ahmsen Woche für Woche zwei Seniorenteams auflaufen lassen kann. Selbst Bomber Lothar Köhnemann wirkt nun mit, ist die Personalnot beileibe gewaltig. Er wird wohl in Grastrup zwischen den Pfosten stehen. „Mehr ist nicht drin, weil die Kondition komplett im Eimer ist“, hat das Cowboy-Leben doch seine Spuren hinterlassen. Die Ziele sind bescheiden beim Schlusslicht. Hauptsache antreten, das ist die Devise. „Bis zur Pause sind es noch sieben lange Spiele, von denen nicht mal eins mehr ausfallen wird. Höchstens in Leo könnte das passieren“, erklärt Köhnemann gegenüber Lippe-Kick schmunzelnd. Man munkelt, Köhnemann ist schon rund um die Werrekampfbahn der Frage nachgegangen, welche Seuche tatsächlich grassiert. Die Ausfallgründe sind von unterschiedlicher Natur. Arbeit, Urlaub, Vaterschaften oder auch Verletzungen, diese von leichter und schwerer Natur. Köhnemann ist keine 20 mehr, weshalb er bedeutungsschwere Worte spricht, wenn er anmerkt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich habe unseren Chef-Betreuer Pitjes gefragt. Er schüttelte auch nur sein weiß-graues Haupthaar.“ Festhalten, liebe Leser: 22 Akteure fallen aus. Köhnemann hat die Telefondrähte glühen lassen, sogar in Hannover durchklingeln lassen, um ehemalige Kicker von einem Comeback zu überzeugen. „Also nicht wundern, wenn dann demnächst auch mal Namen auftauchen, die lange keine Rolle mehr gespielt haben“, warnt er bereits vor. Bis Anfang Dezember möchte man die Mannschaft am Leben halten, um dann in der langen Winterpause einen neuen Schlachtplan zu konstruieren. An dieser Stelle grüßt er die kommenden Gegner mit folgender Botschaft: „Habt ein wenig Rücksicht, falls da ein paar ältere Herren auftauchen.“

 

Detlef Meyer ist um 15.00 Uhr der Referee dieses interessanten Duells. Dieses wird auf dem Rasenplatz in Grastrup stattfinden.

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