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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 12. Spieltag 2019/20

Sieben Partien voller Spiel, Spaß und Spannung gibt es am Sonntag zu erleben. Lippe-Kick bereitet euch darauf etwas konkreter vor.

Kurstädter bitten Groß-Katzen zum Spitzenspiel

Kreisliga A Lemgo (hk). Die Runde begann am Donnerstag-Abend mit einem extremen Torfestival – aber keinem Sieger. 3:3 endete dieser sportliche Spieltagseröffner zwischen dem SV Werl-Aspe und dem TuS Brake. Sonntag gibt es einen Sechserpack um 15.00 Uhr. Dazu das „Spätspiel“ zwischen dem SC Bad Salzuflen und dem TuS Leopoldshöhe, was eine halbe Stunde später angepfiffen wird. Der Klassenbeste TuS Lipperreihe hat den Stolz vom Kalletal, die SG Bentorf/Hohenhausen, zu Besuch. Der Tabellenzweite TBV Lemgo reist währenddessen zum abstiegsbedrohten TuS Bexterhagen.

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

TuS Asemissen vs. VfL Lüerdissen

(hk). Unterhaltung und Spannung, das waren wichtige Inhaltsstoffe bei den Spielen zwischen dem TuS Asemissen und dem VfL Lüerdissen zuletzt. TuS-Kicker Gerrit Barthelmeus kramt in der Gedächtniskiste, wenn er anmerkt: „Ich kann mich nicht erinnern, dass es mal ein klares Ergebnis gab.“ Hilfreich ist es für die Asemisser, dass die „unnötige 0:2-Niederlage“ gegen den TBV Lemgo aus der Vorwoche vernünftig verarbeitet wird. Offenherzig räumt Barthelmeus ein, dass er über Lüerdissen nicht viel Tiefgreifendes sagen kann, denn: „Eine Gegner-Analyse ist bei dem Gegner immer schwer, mal spielen sie richtig gut und ärgern somit die Großen und dann haben die manchmal Spiele gegen Gegner, bei denen man nicht versteht, wie die gegen die verlieren können“, ist diese Imponderabilität eine echte Gefahr. Einzig bezüglich des Ausfalls von Pehle herrscht Klarheit. Bei zwei, drei Akteuren muss Coach Carsten Skarupke noch ein wenig abwarten.

 

Brocken-Zeit steht für den VfL Lüerdissen auf dem Programm. Nach dem 2:0-Heimsieg über den TuS Ahmsen steht jetzt die 26 Kilometer weite Anreise nach Asemissen auf dem Programm. „Eine Mannschaft, die offensiv enorm stark besetzt ist mit Pollakowski, Bartri, Bergen und Kemena“, hat VfL-Spielertrainer Tim Steffen auch Namen parat, die für Gefahrenpotenzial sorgen können. „Wenn sie ins Rollen kommen, wird es schwer! Mit Carsten Skarupke haben sie zusätzlich einen erfahrenen Trainer, der bei seinen Vereinen stets gute Arbeit gemacht hat!“ Nicht ohne Grund besitzt Steffen solch eine hohe Meinung über Skarupke, war dieser doch in der Herforder B-Jugend sein Coach. Auch danach gab es auf den Fußballplätzen der Region einige Berührungspunkte. Wie wollen die Asemisser zum Erfolg kommen? „Für uns gilt es, schnell ins Spiel zu kommen und körperlich zu agieren, den Spielfluss des Gegners zu stoppen!“ Die Lüerdisser müssen auf den gesperrten Bailis verzichten. Hinter den erkrankten oder angeschlagenen Havadir, Linnenbrügger und Quast steht noch ein Fragezeichen.

 

Sascha Kreye ist der Referee um 15.00 Uhr auf dem Asemisser Kunstrasenplatz.

 

TuS Ahmsen vs. BSV Leese

(hk). Transfermäßig gab es durchaus Bewegungen zwischen dem Tabellensechsten TuS Ahmsen und dem Vorletzten aus Leese. Vor der Serie ist Abwehrchef Tobias Frenzel ebenso an die Ilse gewechselt wie der wohl beste Fänger der abgelaufenen A-Liga-Spielzeit, Bengt Pyka, für den es eine Rückkehr an die Werrekampfbahn ist. „Schade war für uns, dass die beiden erst im Juni ihre Entscheidung getroffen haben“, ärgert sich Ahmsen-Coach Michael Tönsmann darüber ein wenig. Da sein Fänger Marcel Übbing verletzungsbedingt ausfällt, wird der routinierte Christoph Schlautkötter seine Fangkünste demonstrieren. Tormaschine Sören Seifert muss neben all den Langzeitverletzten ebenfalls passen im Aufeinandertreffen zweier langjähriger B2-Widersacher. Eine Angelegenheit besitzt für Tönsmann allerdings weiterhin Gültigkeit: „Aber – wie auch in den letzten Wochen – wollen wir auch dieses Mal nicht jammern. Unsere Qualität muss reichen, um auch in dieser Situation auf Sieg zu spielen“, gehen die Grün-Weißen als Favorit in dieses Heimspiel.

 

Die Erinnerung ist glorreich. Nach einer taktischen Meisterleistung gelang dem BSV Leese ein Auswärtserfolg in Ahmsen, als es zum letzten Mal um Punkte und Tore in der Werrekampfbahn zwischen den beiden ging. Am Ende bliebt dem Ballspielverein aber nur der unliebsame zweite Tabellenplatz, ging in dieser Saison doch Ahmsen als Erster hoch in die A-Klasse. Die personelle und fußballerische Qualität hat sich bei den Ahmsern seither deutlich verbessert, was auch Leese Co-Trainer Jan Plöger so empfindet: „Über den Gegner braucht man auch nicht viel sagen, außer Seifert, Jahn und Co. Eine Mannschaft mit überragender Qualität. Es wird ein hartes Stück Arbeit, bei dem wir aber, wenn wir so konzentriert und motiviert zu Werke gehen wie gegen Lipperreihe, nicht chancenlos sind.“ Der Negativtrend vom stark gestarteten Aufsteiger scheint unaufhaltsam zu sein. Trotz der starken Performance beim 0:2 gegen die angesprochenen Lipperreiher war dies die sechste Niederlage in Serie. Plöger ordnet völlig treffend ein: „Wir brauchen Punkte, aber diese Woche hat auch wieder gezeigt, dass der Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist und nicht das wichtigste. Wir sind auch in Gedanken bei der Familie und bei den Teammitgliedern und dem gesamten TSV Horn aus deren Mitte wieder ein viel zu junger Mensch gerissen wurde“, spricht er über den unter der Woche verstorbenen Mehmet Yavuz.

 

Rainer Lengert ist um 15.00 Uhr der Spielleiter auf dem Kunstrasenplatz in Ahmsen.

TuS Lipperreihe vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Mit der Reiserei ist irgendwann auch mal genug. Nach drei auswärtigen Partien ist die Vorfreude vor dem Heimspiel gegen die SG Bentorf/Hohenhausen groß beim Spitzenreiter aus Lipperreihe. Mehr als vier Wochen ist das letzte Spiel vor heimischer Kulisse an einem Kreisliga-Sonntag bereits her. Jetzt kommt die volle Portion Unberechenbarkeit auf die Westlipper zu, was auch Co-Trainer Timo Kapale so anmerkt: „Mit Ben/Hoh erwartet uns eine kleine Wundertüte, in jedem Fall schwer einzuschätzen. Eine junge Mannschaft mit einem sehr erfahrenen Trainer, die sich bislang deutlich unter Wert verkauft hat – unserer Meinung nach.“ Die Grundtugenden müssen gelebt werden. Wenn dies umgesetzt wird, dann sind die fußballerischen Qualitäten groß genug, um aufzustocken. Was gibt es von Kapale zur Personalsituation zu berichten? „Kadertechnisch leiden wir etwas unter der ersten Schlechwetter-Phase. Drei, vier Spieler sind angeschlagen.“ Chefcoach Frank Fulland muss nun abwägen, ob er es riskiert, diese Spieler auch mit einer spärlichen Anzahl an Übungseinheiten ins kalte Wasser zu werfen – oder eben nicht.

 

SG Bentorf/Hohenhausen-Obmann Marco Evers macht sich keiner Falschaussage verdächtig, wenn er anmerkt: „Ich denke, der Tabellenstand regelt am Sonntag die Favoritenrolle“, bleibt den Kalletalern die Rolle als Underdog im Gastspiel beim Klassenbesten. Diese Rolle wird noch dadurch verstärkt, dass das kongeniale Angriffsduo Brand (Leistenprobleme) und Westhoff (Rotsperre) mit Abwesenheit glänzt. Auch Marvin Hartwig könnte sich dazugesellen, denn er hat Beschwerden mit seinen Adduktoren. „Keine guten Voraussetzungen wieder mal“, seufzt Evers. Ergänzend: „Bei anderen Vereinen fehlen selbstverständlich auch immer mal ein, zwei Stammkräfte. Bei uns sind es aber jeden Spieltag drei bis fünf Stammkräfte, die ausfallen. Das geht an die Substanz und nervt so langsam.“ Dabei ballt er die Faust in der Tasche. Trotzdem möchte die Spielgemeinschaft eine hervorragende Visitenkarte abgeben. Evers kann wieder lachen, bemerkt er doch: „Ein Silberstreif am Horizont: die urlaubenden Reger und Leon Hartwig sind wieder dabei.“

 

Fabio Phil Peretzke ist um 15.00 Uhr der Spielleiter beim Aufeinandertreffen zweier langjähriger A-Ligisten. Auf dem Lipperreiher Kunstrasenplatz wird gespielt.

 

TSV Oerlinghausen II vs. TBV Lemgo II

(ab). Identischer könnte der bisherige Saisonverlauf der beiden Kontrahenten kaum sein. Vier Siege, zwei Unentschieden, fünf Niederlagen, lediglich die um einen Treffer bessere Tordifferenz lassen den TBV Lemgo II vor dem TSV Oerlinghausen II in der Tabelle dastehen. TSV-Coach Jan Rüter rechnet entsprechend mit einem „absolut ausgeglichenem Spiel, bei dem es Stand jetzt keinen Favoriten gibt. Am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Damit diese Kleinigkeiten zugunsten der Bergstädter ausfallen, wünscht sich Rüter, dass seine Mannschaft „wieder souveräner im Ballbesitz“ auftritt und „die vielen technischen Fehler“ vermeidet, die den TSV „in den letzten Wochen immer wieder zu schaffen machen.“ Denn: „Wir wollen unbedingt die drei Punkte am Kalkofen behalten und so werden wir auch auftreten.“ Personell muss Rüter auch dieses Wochenende in die Wundertüte greifen, die Grippewelle greift in Oerlinghausen um sich. „Mal abwarten, für wen es bis zum Sonntag reicht, oder auch nicht“, so der Coach.

 

TBV-Coach Benjamin Rawe analysiert die Tabellen-Situation ebenfalls und meint: „Wir stehen mit dem TSV Oerlinghausen II punktgleich im Mittelfeld und führen quasi gemeinsam diese große (aktuell) abstiegsgefährdete Gruppe an.“ Deshalb erwartet auch Rawe ein „sehr ausgeglichenes Spiel, in dem es darauf ankommt, weniger Fehler zu machen als der Gegner.“ Allerdings gestalte sich die Einstellung auf den Gegner „eher schwierig“, denn „man hat kaum Berührungspunkte und durch die jeweils ersten Mannschaften kann der Kader bei beiden Teams Überraschungen parat halten.“ Jedoch wollen die Hansestädter „an die Leistung aus der letzten Woche anknüpfen“, das eigene Spiel durchbringen und „am Ende mit etwas Zählbarem nach Hause fahren.“ Verzichten muss der TBV Lemgo II dabei auf König (privat) und Rachlinski (Muskelfaserriss). Außerdem entscheidet sich bei Wellmann ein Einsatz erst kurzfristig.

 

Malte Arend pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

TuS Bexterhagen vs. TBV Lemgo

(hk). Für den Drittletzten TuS Bexterhagen wird die Aufgabe gegen den Tabellenzweiten aus Lemgo sehr anspruchsvoll. Dies bestätigt auch Vereins-Boss Thorsten Dodt, als er von Lippe-Kick zu einer kurzen Einschätzung gebeten wird: „Die Ausgangslage ist ziemlich klar: Da wir gegen die Reserve vom TBV ja nun schon verloren haben, wird es Sonntag nochmal deutlich schwerer.“ Die Reds gehen als krasser Außenseiter in dieses Spiel, haben sie in der Vorwoche gegen den TBV II deutlich mit 1:5 verloren. Nun glaubt Dodt an das Rückgrat seiner Mannschaft, prophezeit: „Wahrscheinlich haben wir elf Männer auf dem Feld, die sich nicht einfach so ergeben werden.“ Für unbestimmte Zeit fehlt noch Julian Droste. Lädiert sind Marc Hotes und Timon Rother, sind darüber hinaus auch keine Rückkehrer aus dem Lazarett der Langzeitverletzten zu erwarten. Verachten sollten die Bexterhäger nicht: Gelingt ein echter Überraschungscoup gegen diese bockstarken Lemgoer, dann könnte das ein positives Schlüsselerlebnis für den weiteren Saisonverlauf bedeuten. Gefährlich: Der Abstand von einem Zähler auf den Abstiegsrang ist minimal.

 

Spielplangestalter, du hast das Herz am rechten Fleck. Vielleicht gibt es für diesen schlauen Dachs bei den Heimspielen des TBV Lemgo künftig eine Fanta gratis. Der plausible Grund: Die TBV-Reserve bespielt einen Spieltag zuvor stets den folgenden Gegner der Ersten, weshalb der clevere TBV-Trainer Matthias Wölk die Analyse direkt vor Ort betreiben kann. Zuletzt etwa hat das Lemgoer B-Team mit 5:1 gegen den TuS Bexterhagen am Jahnplatz gewonnen, nun reist Team A in den südöstlichen Zipfel des Lipperlandes. Eine Gefahr des Unterschätzens besteht für Wölk nicht, wie er Lippe-Kick auch glaubhaft versichert: „Meine Jungs sind demütig genug. Ich habe nicht das Gefühl, dass da einer nachlässt. Der Kader ist so breit, da kann sich das keiner erlauben. Wir werden das Spiel sehr ernst nehmen“, um den Führenden TuS Lipperreihe auch gehörig unter Druck zu setzen. In irgendeiner Form sorglos zu werden, dazu besteht kein Grund. Allerdings spielen die Hansestädter beim SC Freiburg der A Lemgo, denn der Platz am Alten Postweg ist relativ klein, die Atmosphäre sehr leidenschaftlich. Daher: Ein echter Hexenkessel also, der die Heim-Mannschaft nach vorne tragen kann. Wettergott Petrus hat es kräftig schütten lassen in den vergangenen Tagen. „Das berücksichtigen wir“, verrät Wölk, der glaubt, dass der Gegner „über den Kampf ins Spiel finden will, tief steht.“ Selbst ist es ganz entscheidend, dass der Favorit die Partie vernünftig adaptiert, mit heißem Herz und kühlem Kopf dieses Spiel angeht. Thomas Specht ist im Urlaub, Arno Warkentin sogar für sechs Wochen, hat er doch Elternzeit und reist in das Land seiner Frau, nach Paraguay. Oliver Hett ist am Samstag auf einer Hochzeit. Ob er bis Sonntag wieder voll spieltauglich ist, weiß nur der liebe Gott. Nachdem Patrick Kötter gegen Asemissen (2:0) einen Tritt abbekommen hat, muss kurzfristig entschieden werden, ob er mit einem Kadermandat bedacht wird.

 

Jannik Simon ist der Spielleiter auf dem Rasenplatz am Alten Postweg.

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Leopoldshöhe

(ab). Nach dem Dämpfer gegen Lipperreihe und dem schwachen Pokal-Spiel gegen den kommenden Gegner, ist der SC Bad Salzuflen wieder in der Spur, zeigte beim 4:1 bei Bentorf/Hohenhausen, zu was man in der Lage ist, gewann souverän. Nun hat man erneut die Chance gegen Leopoldshöhe, immerhin der Tabellenfünfte der Liga, also mitnichten ein einfacher Gegner. SCB-Coach Frank Biermann weiß auch, was von seiner Mannschaft gefordert wird: „Wir müssen den Kampf annehmen und konzentriert und mit der nötigen Power spielen, damit wir auch Sonntag einen Dreier einfahren.“

 

Die Gäste haben „im Pokal gezeigt, dass wir mithalten können und wenn nicht, sogar besser waren“, so Coach Chris Martens. Diesmal erwartet er aber eine „andere Mannschaft von Bad Salzuflen, die, wie wir, anders besetzt waren, um Spielern eine Chance zu geben.“ Doch die Löwen haben „gut trainiert“ und werden „alles raushauen.“ Martens geht „zuversichtlich ins Spiel“, will „mindestens einen Punkt holen“, aber „auf drei Punkte spielen.“ Dazu müssen die Gäste „die Räume gut zu machen, dann sehe ich Chancen für uns. Die Jungs sind heiß, wir sind uns aber auch bewusst, dass Bad Salzuflen klarer Favorit ist. Wir wollen aus der Außenseiterrolle für eine kleine Überraschung sorgen.“ Die Leos haben sich „viel vorgenommen. Wir wollen den Aufwind mitnehmen und gehen mit breiter Brust ins Spiel.“ Die „junge, hungrige Mannschaft will mehr, sich mit solchen Mannschaften messen und auf Augenhöhe sein.“ Martens sieht seine Mannschaft „da noch nicht“, findet aber: „Wir sind immer für eine Überraschung gut.“

 

Moritz Busch-Tolkemitt ist ab 15.30 Uhr der Schiedsrichter für das Spiel. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten.

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