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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 16. Spieltag 2019/20

Heute Abend geht es weiter in der überkreislichen „Landgruppe.“ Vorab bringt euch Lippe-Kick in Stimmung.

Das Soylu-Familientreffen in Neuenbeken

 

Bezirksliga 3 (hk). Schwer beschäftigt sind die Akteure der Bezirksliga 3 in diesen Tagen. Unter anderem das Lipper-Trio Post TSV Detmold, SG Hiddesen/Heidenoldendorf und der RSV Barntrup muss im gleichen Rhythmus wie die deutschen Europa-League-Starter Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg antreten, warten doch jeweils am Sonntag wieder die nächsten Partien. Bei den Jungs aus dem Fürstentum gibt es ein Heimspiel zu erleben. Dies feiert der Post TSV Detmold, der das sieglose Schlusslicht TSC Steinheim empfängt. Jeweils in das Paderborner Land reisen müssen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf (zum SCV Neuenbeken) und der RSV Barntrup (zum TuRa Elsen).

 

Von Henning Klefisch

 

Post TSV Detmold vs. TSC Steinheim

Die Personalsituation beim Post TSV Detmold hellt sich wieder etwas auf. Philip Wichmann, Marco Rüskaup und Tobias Stork stehen glücklicherweise wieder zur Verfügung, „was uns natürlich enorm Qualität bringt“, betont Manager Michael Grundmann im Lippe-Kick-Gespräch. Auch die Krake ist zurück: „Marcel Zimmer wird wieder im Tor stehen und uns hinten große Stabilität geben.“ Optimismus ist Trumpf bei ihm, stellt er schließlich klar: „Ich bin mir sicher, dass wir dann auch ein paar Spiele in Folge gewinnen können.“ Das deutliche 4:0 in Lauenförde hat die Stimmung im Post TSV-Lager deutlich verbessert, sind vor allem die Primärtugenden von den Brokmännern brillant umgesetzt worden. Beim noch sieglosen Tabellenletzten lauert die Gefahr des Unterschätzens, weshalb Grundmann bekannt gibt: „Steinheim ist ein gefährlicher Gegner, den wir mit viel Kampf bekämpfen müssen. Auch wenn es bei Steinheim aktuell nicht so gut aussieht, können sie in der Liga jedem Gegner Probleme bereiten.“ TSC Steinheim-Spielführer Tuncay Aydin ist sich im Klaren: „Wir haben ein sehr schweres Spiel vor uns.“ Das Problem für die Steinheimer: Zahlreiche Akteure müssen aussetzen, weshalb Aydin meint: „Wir sind total der Außenseiter.“ Die Möglichkeit zu punkten, die gibt es dennoch: „Wenn wir aber wie ein Team auftreten, können wir jeden in dieser Liga ärgern. Ich hoffe, das ist heute jedem Akteur bewusst“, so sein Wunsch im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Nexhat Behrami pfeift in der Detmolder Werre-Arena ab 19.30 Uhr dieses Spiel an.

 

TuRa Elsen vs. RSV Barntrup

Mit einem überzeugenden 3:1-Heim-Erfolg im Lipper-Duell gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf ist der RSV Barntrup auf einen Nichtabstiegsrang gehuscht. In diesem Spiel, aber auch beim 0:2 in Bad Lippspringe, hat sich die Meinung vom RSV-Trainer Daniel Barbarito manifestiert, dass seine Aufsteiger konkurrenzfähig in dieser neuen, alten Spielklasse sind. Noch besser – sie sogar gegen Teams aus den nördlichen Tabellengefilden auf Augenhöhe agieren. „Bis auf die Top-Vier können wir in der Bezirksliga mit jedem Gegner mithalten“, treten die Roten Teufel die 50 Kilometer weite Anreise in den 16.000 Einwohner-Ort an, um maximal zu punkten. Sehr erfreulich aus Trainersicht: Er tritt annähernd mit voller Kapelle in der Paderstadt an, ist es ein 18-Mann-Kader, der ihm zur Verfügung steht. Es wird daher sogar zwei Spielern mitgeteilt, dass sie dem sportlichen Treiben aus der Ferne zuschauen müssen. Nur Dennis Meier und Kevin Tschernjawskij können nicht mitwirken. Mit freier Sicht auf den ebenfalls abstiegsbedrohten Gastgeber: „Elsen ist die Mannschaft, die unter Druck steht“, können die Schwarz-Weißen aber mit einem Dreier im heimischen Dreizehlindenstadion die Barntruper überholen. Diese Tatsache sorgt bei ihm für die Aussage: „Von Elsen wird spielerisch und kämpferisch etwas kommen müssen“, wünscht sich Barbarito eine eigene Fortführungs-Story der gezeigten Leistung aus dem Hiddesen/Heidenoldendorf-Spiel. Der Trainer-Novize Daniel Barbarito wächst mit den Aufgaben. Weil: Es ist ein enormer Unterschied, ob man die Bezirksliga als Spieler oder als Trainer wahrnimmt. Spannend: „Ich stelle mich immer mehr auf die Gegner ein, habe mir da auch schon ein, zwei taktische Sachen überlegt, sodass wir gut darauf eingestellt sind und drei Punkte mitnehmen werden“, so die Ankündigung vom eloquenten Coach im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Sven Jedreizak ist auf dem neuen Kunstrasenplatz in Elsen der Referee für diese Partie.

 

SCV Neuenbeken vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

Marco Cirrincione ist ein Mann, der sich akribisch auf die Gegner vorbereitet. Der Coach vom Aufstiegskandidaten SCV Neuenbeken sagt via Lippe-Kick daher auch über die SG Hiddesen/Heidenoldendorf: „Ich habe sie bereits einige Male gesehen. Letztes Jahr, aber auch diese Saison.“ Der Respekt ist enorm vor dieser Herausforderung, die hart werden wird, immerhin hat die Spielgemeinschaft doch bewiesen, dass sie gegen Spitzenteams mehr als nur mithalten kann. Die Matches gegen die Schwergewichte Mastbruch und Bad Lippspringe haben die Lipper jeweils mit 2:1 für sich entschieden. Cirrincione lobt den Widersacher: „Der Aufsteiger spielt bisher eine bravouröse Serie.“ Was von ihm nicht unentdeckt geblieben ist: „Sie sind jung, willig, taktisch gut geschult und haben sich schnell in der Bezirksliga akklimatisiert.“ Ebenfalls nicht zu verachten: „Außerdem trifft unser aktuell bester Torschütze, Miguel Soylu, auf seinen Heimatverein. Sportlicher Leiter dort: sein Vater Lütfi“, wird Hiddesen/Heidenoldendorf auf den neunfachen Saisontorschützen sehr aufmerksam aufpassen. Neuenbeken weiß: Das 1:1 in Borgentreich war der richtige Warnschuss. Welche Lehren zieht Cirrincione aus dieser Partie? „Aus dem vergangenen Spiel nehmen wir mit, dass ein paar Prozent weniger in dieser Liga nicht reichen und wir insbesondere in unserer personellen Situation (acht Spieler fehlen) immer ans Maximum gehen müssen, um die Spiele erfolgreich zu gestalten.“ Back to the Basics, das ist die Devise, die das Team aus dem rund 2400 Einwohner-Ort beim Training unter der Woche beherzigt hat, möchte doch der SCV-Übungsleiter den Fußball tunlichst nicht verkomplizieren. Seine Prophezeiung ist eindeutig: „Am Donnerstag wird die Mannschaft gewinnen, die mehr will. Die Mannschaft, die Tugenden wie Kampf- und Laufbereitschaft präsentiert.“

 

Für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf wird es in den beiden folgenden Spielen richtig anspruchsvoll. Die beiden besten Teams der Liga stellen sich dem Aufsteiger in den Weg. Heute Abend geht es zum Tabellenzweiten SCV Neuenbeken, am Sonntag ist der Spitzenreiter SV Heide Paderborn in Hiddesen vorstellig. Für SG-Trainer Markus Rüschenpöhler stellt dies überhaupt keine Überraschung dar, dass die beiden etablierten Bezirksligisten diese Liga anführen, hat er dies bereits im Vorfeld der Serie so prognostiziert. Es ist ein Stück weit beeindruckend, wie Neuenbeken in den Heimspielen die Gäste malträtiert, sind es bis dato stets deutliche Angelegenheiten für die SCV-Jungs gewesen. Interessant: Der niedrigste Erfolg war mit drei Toren Differenz. Jeweils einem 4:1 über den Post TSV Detmold und den FC BW Weser. Die Lipper müssen die Abwehr dichthalten, zugleich wollen sie eine Reaktion nach der Minusleistung beim 1:3 in Barntrup liefern, wo es an vielem gemangelt hat. Nach dem Spiel möchte der aktuelle Tabellensechste mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen, überzeugt davon sein, alles gegeben zu haben. Dass die Blau-Gelben nicht zu packen sind, stimmt so nicht, hat dies zuletzt der Punktgewinn vom VfR Borgentreich unter Beweis gestellt. „Borgentreich ist keine Mannschaft aus der Tabellenspitze“, kann man hier Rüschenpöhler nicht widersprechen. Daher spekuliert er: „An einem guten Tag von uns und an einem nicht so guten Tag von Neuenbeken ist da sicherlich einiges möglich.“ Jannik Sprengelmeyer fällt nach seiner Schulterverletzung für das heutige Spiel wohl aus.

 

Auf dem Kunstrasenplatz in der Bekekampfbahn in Neuenbeken pfeift Alexander Asabin um 19.30 Uhr an.

Dorothea Design

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