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Kreisliga B Detmold

Kreisliga B Detmold – Vorbericht 14. Spieltag 2019/20

Der vorletzte Spieltag der Hinrunde steht an und hat ein echtes Spitzenspiel im Gepäck. Der BSV Müssen reist nach Remmighausen.

 

Wieder Spitzenspiel in Remmighausen – Derby in Hohenloh

Kreisliga B Detmold (ab). Was ist das für eine spannende Saison. Woche für Woche gibt es mindestens ein Spitzenspiel, weil so viele Teams an der Tabellenspitze liegen. An diesem Sonntag duellieren sich der TuS Eichholz/Remmighausen und der BSV Müssen. Für Tabellenführer CSL Detmold steht das Derby gegen den Hakedahler SV an. Zwei Spielausfälle gibt es ebenfalls, in Falkenhagen (gegen Di/Mo II) und in Brüntrup (gegen Hiddesen/Heidenoldendorf II) kann nicht gespielt werden. Abstiegskampf gibt es auch: Der SuS Pivitsheide II empfängt Sabbenhausen/Elbrinxen und der Blomberger SV II spielt gegen Kachtenhausen/Helpup. Für Serientäter SuS Lage geht es gegen Belle/Cappel, den Anfang um 12.00 Uhr macht der FC Augustdorf II gegen die SF Oesterholz/Kohlstädt.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

FC Augustdorf II vs. SF Oesterholz/Kohlstädt

(ab). Der FC Augustdorf II geht im Spiel gegen die SF Oesterholz/Kohlstädt voll auf den Heimvorteil. Gespielt wird nämlich auf dem schmalen Heidesportplatz. Das könnte gegen die Gäste aufgehen. „Kohlstädt ist eine sehr körperlich spielende Mannschaft“, weiß Adam Penkalla, „die dieses Jahr vielleicht aufsteigen kann.“ Körperlich spielen kann der FCA II zwar auch, dennoch wird es „ein sehr schweres Spiel“ für die Gastgeber.

Für die Sportfreunde geht es am Sonntag also auf den „den ungeliebten kleinen Kunstrasen in Augustdorf. Das ist für jede Mannschaft glaube ich eine Herausforderung“, so Obmann Björn Brinkmann, denn: „Du kannst da einfach nicht so spielen wie auf normalen Plätzen.“ Brinkmann selbst würde sogar „nochmal mit Libero spielen, da dir die langen, hohen Dinger aus der gegnerischen Hälfte nur so um die Ohren fliegen und selbst ein harmloser Einwurf wirkt wie eine Flanke.“ Erschwerend kommt hinzu, dass man „zu dieser Zeit bei Reserve-Mannschaften auch immer schauen muss, wer da spielt, wer z.B. runter von der ersten Mannschaft kommt usw.“, weshalb Brinkmann „zu Augustdorfs Mannschaft nicht viel sagen“ kann. Außer: „In der Vergangenheit waren sie immer spielstark und oben in der Tabelle anzufinden. Deswegen glaube ich, dass sie nicht ganz zufrieden mit der Saison sind. Aber auf ihrem Kunstrasen werden sie sich was ausrechnen.“ Für die Gäste heißt das, „mit den Gegebenheiten schnell klarzukommen.“ „Ein schönes Spiel kann es nicht geben“, so der Obmann. „Einfach, schnörkellos, effizient, hinten kompromisslos, das sind die Schlagwörter für Sonntag. Ich hoffe, dass wir nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder Punkte aus Augustdorf entführen können. Drei sind auf jeden Fall das Ziel.“ Personell sind ein paar Spieler angeschlagen.

Dirk Vögeli pfeift das Spiel um 12.00 Uhr an.

 

SuS Pivitsheide II vs. SG Sabbenhausen/Elbrinxen

(ab). SuS-Coach Sören Müller findet die SG „momentan schwer einzuschätzen.“ Eigentlich hat er die Gäste zu Saisonbeginn deutlich stärker eingeschätzt, „momentan stehen sie nicht so gut, aber das heißt nicht so viel. Wenn da zwei, drei Spieler fehlen, dann hakt alles schon.“ Generell schätzt Müller die SG „spielerisch stärker ein als uns, das muss man ganz klar sagen. Aber wir werden definitiv dagegenhalten.“ Unter der Woche hat Müller im Training viel Wert auf technische Sachen gelegt, auch das Passspiel stand im Vordergrund. „Wir wollen natürlich auch mitspielen und uns nicht nur hinten reinstellen. Vorne haben sie Kai Gast, der natürlich ein absoluter Top-Torjäger ist, einer der besten in der Liga, da müssen wir besonderes Hauptaugenmerk drauflegen“, so der Coach. Sören Müller freut sich zudem auf das Wiedersehen mit Sven Großmann, mit der im Sommer zusammen die Lippe-Kick-Auswahl B & C Detmold betreute. Er hofft auf „ein faires Spiel, in dem die Punkte bei uns bleiben.“

 

Die Tabelle lügt nicht und in der liegt die SG Sabbenhausen/Elbrinxen nur einen Zähler vor einem Abstiegsrang und auch nur drei vor dem SuS Pivitsheide II, der die rote Laterne innehat. Entsprechend ist diese Partie ein „ein absolutes Spiel gegen den Abstieg“, wie SG-Kicker Julian Will feststellt. Es gilt, „den Gegner nicht zu unterschätzen, nur, weil sie auf dem letzten Platz stehen.“ Schließlich hat man „letztes Jahr dort auch nur 3:3 gespielt.“ Die Gastgeber werden „viel über den Kampf kommen“, da ist sich Will sicher, das heißt: „Da müssen wir dagegenhalten.“ Und auch an der Tatsache, „dieses Spiel unbedingt gewinnen“ zu müssen, „führt kein Weg dran vorbei.“ Nach der unfreiwilligen Pause – das letzte Spiel bestritt man am 26. Oktober – freut man sich bei der SG darauf, „wieder Fußball spielen zu können.“ Allerdings sieht es „personell nicht so rosig aus. Wir müssen gucken, dass wir 14 Spieler zusammenbekommen“, so Julian Will.

Um 12.30 Uhr pfeift Olaf Dubbert die Begegnung an.

 

CSL Detmold vs. Hakedahler SV

(ab). Mit dem Hakedahler SV kommt „eine schwere Aufgabe“ auf den CSL Detmold zu. „Durch das Derby hat das Spiel eine gewisse Spannung“, so Alfred Leingang. Und eine schwer einzuschätzende Mannschaft ist der HSV obendrein: „Hakedahl hat gegen Istrup/Brüntrup gewonnen und gegen Falkenhagen verloren. Es ist also spannend zu sehen, auf welche Art Mannschaft wir am Sonntag treffen werden. Wir gehen aber von einem umkämpften und spannenden Spiel aus, in dem wir hoffentlich als Sieger hervorgehen“, so der CSL-Co-Trainer. Klar ist, dass man „keinen Gegner unterschätzen“ darf, „denn dann werden wir dieses Spiel verlieren. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und hoffen, an unsere letzten Spiele anknüpfen zu können.“ Im Detail heißt: „Wir werden also unser Spiel versuchen den Hakedahlern aufzudrängen, um uns Chancen herausspielen, um das Spiel zu gewinnen.“

 

Nuri Kurt erinnert sich an die letzten Spiele gegen den CSL und meint: „Die Spiele gegen CSL waren in der Vergangenheit immer interessant.“ Allerdings: „Das letzte Aufeinandertreffen war deutlich zu Gunsten von CSL, das haben wir nicht vergessen und freuen uns, die Gelegenheit wieder zu haben, das wettzumachen.“ Allerdings muss der Hakedahler SV für dieses Vorhaben auf die verletzten Engin Ayik, Emir Tiganj und Half Ak verzichten.

 

Michael Giannotti ist der Leiter dieses Duells, um 14.30 Uhr geht es los.

 

SuS Lage vs. SG Belle/Cappel

(ab). SuS-Coach Branko Trailovic kann zum kommenden Gegner „nicht viel sagen“, schließlich hat man noch nie gegeneinander gespielt. Aber: „In der Liga kann jeder jeden schlagen“, so der Coach. „Wir denken von Sonntag zu Sonntag und versuchen uns auf jedes Spiel neu vorzubereiten.“ Und das konnte Trailovic im Training am Donnerstag mit 18 Spielern machen, die Trainingsbeteiligung ist großartig. „Das finde ich klasse“, so Trailovic. „Die Jungs haben Spaß an der Sache. Wir freuen uns alle auf das nächste Spiel und können es nicht mehr abwarten, dass das nächste Spiel stattfindet. Im Moment läuft es ganz gut. Ich bin mit der Einstellung der Jungs super zufrieden.“ Es sind in diesem Jahr aber noch „vier Spiele zu spielen. Wir versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen und am besten ungeschlagen zu bleiben. Dann können wir am 7. Dezember in unsere Weihnachtsfeier gehen.“ Sehr erfreulich: In den letzten Spielen finden mehr und mehr ehemalige SuS-Zuschauer den Weg an den Platz und unterstützen die Mannschaft. „Viele habe ich schon nicht mehr gesehen, seit die Zuschauer vom Platz verbannt worden sind. Jetzt kommen alle zurück und das finde ich super.“

 

Für SG-Coach Timo Welsandt ist der SuS Lage „ein richtig guter Gegner.“ Er erklärt: „Der Absteiger ist nach Startschwierigkeiten jetzt gut in der Liga angekommen. Wenn die so weitermachen, kommen die sicherlich oben noch rein.“ Zu den Stärken des SuS kann Welsandt aber „nichts sagen, ist für uns ja Neuland“, weshalb der Coach „wirklich mal gespannt“ ist, „was die Lagenser auf die Platte zaubern.“ Die SG nimmt „den Schwung aus dem letzten Spiel mit“ und strebt die volle Punktzahl an. Personell sind die Gäste gut aufgestellt, „wir werden versuchen, Lage das Leben so schwer wie möglich zu machen. Für ein, zwei Treffer sind wir immer gut, dann werden wir sehen, wofür es reicht.“

 

Kevin Rehberg pfeift das Spiel um 14.30 Uhr an.

TuS Eichholz/Remmighausen vs. BSV Müssen

(hk). Wenn es nach dem TuS-Coach Tim Hosch geht, dann bekommt es seine Mannschaft am Sonntag mit dem „absoluten Favoriten auf Platz eins“ zu tun. Er kann seine hohe Wertschätzung auch argumentativ belegen, sagt er doch: „Müssen spielt konstant seit längerer Zeit in der B-Liga um den Aufstieg mit und diese Saison machen sie auf mich den Eindruck, dass sie den entscheidenden Evolutionsschritt gegangen sind.“ Die direkten Duelle haben meist die Müssener gewonnen, erinnert sich Hosch mit Grauen zurück: „Letzte Saison konnten wir keinen Punkt gegen den BSV holen, haben dabei auswärts sogar 0:8 verloren.“ Obwohl seine Grün-Weißen zwei Plätze besser situiert sind, dazu einen Zähler mehr auf der Habenseite haben, möchte er sein Team nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. Ein Grund für diese Skepsis ist im unsäglichen Verletzungspech begründet. Stamm-Schnapper Magnus Kemna fällt bis zu zwei Monate aus. Dazu gesellen sich weitere Lädierte, auch Sperren. Ergo resümiert Hosch gegenüber Lippe-Kick: „Man kann schon sagen, dass wir etwas gebeutelt in die Begegnung gehen.“ Jetzt voreilig die Punkte per Post nach Müssen zu senden, irgendetwas abzuschenken, das kommt für Tim Hosch überhaupt nicht in Betracht, beweist er durchaus Selbstvertrauen, wenn er sagt: „Allerdings haben wir durchaus einen breiten Kader und haben über die Saison und die Vorbereitung stark darauf geachtet, dass jeder Spieler in der Lage ist, die Aufgaben aus unserem Spielsystem valide umzusetzen. Das bedeutet, es wird sicher Umstellungen geben, aber wir werden mit 13 bis 14 Leuten antreten, die absolut alles auf den Rasen werfen werden.“ Fleißig war der TuS in dieser Trainingswoche unterwegs, sich der komplizierten Personalsituation bewusst. Die Analyse von Hosch hat ergeben, dass der BSV Müssen äußerst kompakt verteidigt, dazu auch mit einem dynamischen Umschaltspiel zu brillieren weiß. „Sie sind ein Spitzenteam, weil sie Fehler sofort bestrafen. Wir haben bisher aus jeder unserer Niederlagen etwas gelernt und auch gegen CSL haben wir wichtige Erkenntnisse gezogen“, hat sich hier als persönliche Ebbe erwiesen, dass vor dem gegnerischen Gehäuse zu oft die falsche Lösung gewählt wurde. Bei Lippe-Kick gibt der juvenile Coach bereits ein Versprechen ab: „Wir werden auch unseren Match-Plan konsequenter umsetzen!“

 

Der TuS Eichholz/Remmighausen hat sich zu einem echten Aufstiegskandidaten gemausert. Mit 28 Punkten nach 13 Partien belegen sie den zweiten Platz, was für den Sprung in die lippische Elite-Kreis-Liga berechtigt. Voller Respekt äußert sich deshalb auch Müssen-Flügelflitzer Pascal Swoboda vor dem Gastspiel in der Fried: „Ich denke, sie haben sich im Hinblick auf letzte Saison gut verstärkt und einige Lehren gezogen, sodass sie nicht zu Unrecht dort oben stehen.“ Meistens ging es ausgesprochen eng zur Sache, wenn sich die beiden langjährigen B-Ligisten duelliert haben. Den jüngsten Vergleich allerdings entschieden die Blau-Weißen relativ eindeutig für sich. Was in der Vorsaison gewesen ist, besitzt für Swoboda jedoch keine Gültigkeit, da sich die Kaderzusammensetzung seitdem kolossal verändert hat. Wie fällt seine Überprüfung vom TuS aus? „Eichholz/Remmighausen ist eine Mannschaft, die viel über den Kampf kommt, aber auch gute Einzelspieler hat. Besonders gute Erinnerungen habe ich an Noah Pais Cardoso, mit dem ich das diesjährige Best of Lippe-Kick-Spiel gespielt habe, ein feiner Kerl“, haben sich die beiden geselligen Typen auch außerhalb des Spielfeldes sehr gut miteinander verstanden. Auf dem Platz werden die Sympathien jedoch abgestellt. Müssen befindet sich in unmittelbarer Schlagdistanz zu den aufstiegsberechtigten Rängen, ist punktgleich mit dem Tabellendritten SF Oesterholz/Kohlstädt (27) – bei einem Spiel weniger – und besitzt zudem durch den neuen Stolz, den Kunstrasenplatz, einen Bonus, dass die englischen Wochen automatisch reduziert werden. Um den Anschein auf Erfolg zu untermauern, waren die Blau-Weißen im Übungsbetrieb strebsam. Spielerische und körperliche Inhalte wurden exakt geprobt, ist der Wunsch von Swoboda leicht ersichtlich: „Wir wollen da weiter machen, wo wir aufgehört haben und als einheitliche und geschlossene Mannschaft auflaufen. Wenn wir unser spielerisches Element sowie Zweikampfstärke und Siegeswillen an den Tag legen können, wird es etwas werden mit den drei Punkten“, wodurch definitiv der Sprung hinauf auf einen Aufstiegsplatz gelingt. Da ist es nur bitter, dass die Begegnung des BSV Müssen bei der SG Sabbenhausen/Elbrinxen den Witterungsverhältnissen zum Opfer gefallen ist. Der TuS Eichholz/Remmighausen, der vor heimischer Kulisse denkbar knapp mit 1:2 dem CSL Detmold unterlag, ist da besser im Rhythmus. Swoboda äußert am Ausfall offene Kritik: „Für mich ist das etwas fragwürdig, da alle anderen gespielt haben.“ Seine Laune wird deutlich gesteigert, als er über die Personalsituation berichtet. Nur auf die beiden Urlauber Lucas Kramer und Pascal Swoboda muss verzichtet werden – neben den Langzeitverletzten.

 

Heike Schnittcher pfeift diese Begegnung am Sonntag um 15.00 Uhr an.

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