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Bezirksliga Staffel 2

Bezirksliga 2 – Vorbericht 14. Spieltag 2019/20

Zwei Spitzenspiele stehen an für Augustdorf und Oerlinghausen. Der FCA hat Avenwedde zu Gast, der TSV reist zum FSC Rheda.

 

Reichlich Top-Spiele am Sonntag

Bezirksliga 2 (ab). Der 14. Spieltag wartet mit einer ganzen Reihe Top-Spiele auf. Zuerst sind da die Spiele des FC Augustdorf gegen den SV Avenwedde und des TSV Oerlinghausen beim FSC Rheda zu nennen. Aber auch außerhalb von Lippe geht es zur Sache, denn Tabellenführer FC Türk Sport Bielefeld empfängt den Tabellendritten TuS Dornberg zum Spitzenspiel. Für Spannung ist auch im Tabellenkeller gesorgt, wo sich der SC Wiedenbrück II und der Gütersloher TV im direkten Duell gegenüberstehen. Derby-Stimmung gibt es in den Partien zwischen dem TuS Friedrichsdorf und dem VfB Schloß Holte, sowie im Spiel zwischen dem SC Bielefeld 04/26 und dem TuS 08 Senne. Außerdem im Programm: Schwarz-Weiß Sende gegen den SC Hicret Bielefeld.

 

FC Augustdorf vs. SV Avenwedde

Obwohl beide Teams in der Tabelle nur drei Punkte trennt – der SVA liegt als Vierter zwei Ränge vor dem FCS – sieht Matthias Heymann die Partie „nicht als 50/50-Spiel.“ Denn: „Wenn man sieht, was Avenwedde für Möglichkeiten hat, sind wir sicher klarer Außenseiter.“ Aber nicht chancenlos. „Natürlich ist bei uns zu Hause alles möglich“, so der FCA-Coach. Der SV Avenwedde ist das erste der Spitzenteams, das dieses Jahr zum FCA fährt. „Bei den restlichen Top-Mannschaften waren wir jeweils zu Gast. Leider konnten wir nicht punkten.“ Doch zu Hause wollen die Sandhasen ihre „unsere gute Heimbilanz weiter ausbauen.“ Zumal sich auch die personelle Lage nach und nach verbessert. Kevin Sömmer, Nick Matties, Louis Tick, Samuel Friesen und Björn Wirtz kehren in den Kader zurück. „Eventuell reicht es auch schon bei Tobias Schaad“, so Heymann, der sich über „deutlich mehr Möglichkeiten“ freut, was gleichzeitig aber auch für das Trainerteam bedeutet, dass „wieder schwere Entscheidungen anstehen.“

 

Nach etwas holprigem Start in die Saison, nur ein Sieg gelang in den ersten drei Spielen, gehört der SV Avenwedde nun wieder definitiv zur Spitzengruppe der Liga. Von den folgenden zehn Spielen hat man nur das gegen Spitzenreiter Türk Sport Bielefeld verloren. Zuletzt gelang ein 2:1-Erfolg gegen den Tabellenzweiten FSC Rheda. Coach Jakob Bulut, der vor der Saison vom Gütersloher TV gekommen war, hat dem SVA seine Spielidee von Partie zu Partie näher bringen können. Nun will man mit dem FCA eine Mannschaft, die man im Nacken spürt, auf Distanz halten. Allerdings wird es für den SVA „das schwierigste und komplizierteste Auswärtsspiel in der ganzen Saison“, wie Bulut meint. Denn: „Sie sind extrem heimstark, aber auch auswärts ist das eine sehr einheitliche und stabile Mannschaft, die jetzt schon seit Jahren in der Bezirksliga spielt und eine absolute Reife und ein stabiles Gerüst bildet.“ Letzte Saison hat Bulut mit dem GTV zweimal gegen den FCA gespielt, das Hinspiel ging 2:3 „verdient verloren“, im Rückspiel gelang auf dem kleinen Kunstrasen auf dem Heidesportplatz die Revanche. Am Sonntag soll es auf Rasen gehen. „Aber das nehmen wir, wie es kommt“, so Bulut. „Wir müssen uns auf jeden Fall auf den schweren Gegner einstellen und wir wollen natürlich jetzt schauen, dass wir unsere letzten beiden Spiele gegen Augustdorf und Wiedenbrück II erfolgreich gestalten, das heißt gewinnen.“ Auch nach Augustdorf fährt der Tabellenvierte mit dem Anspruch, die „beste Leistung abzurufen, mit dem Hintergedanken, zu wissen, dass das keine Laufkundschaft sein wird, denn es wird sehr schwer.“ So ist man auf „schwere 90 Minuten“ eingestellt, will aber auch zeigen, dass man es „wirklich schaffen kann.“ Dazu müssen die Blau-Weißen eine „gute Leistung bringen. Ob es dann am Ende dafür reicht, müssen wir gucken.“ Bulut glaubt an seine Jungs: „Wir werden mit positiven Gedanken hinfahren und alles raushauen, was wir haben.“ Allerdings sieht die personelle Lage „nicht so gut aus. Wir haben mehrere verletzte, aber das darf keine Ausrede sein. Der SVA wird mit dem gleichen Kader nach Augustdorf reisen, der schon letzte Woche gegen FSC Rheda zur Verfügung stand. „Wir wollen nicht meckern, wir wollen keine Ausreden haben. Wir fahren da jetzt trotzdem gemeinsam hin und ja schauen, was am Sonntag bei rumkommt.“

 

Das entscheidet sich ab 14.30 Uhr auf dem Sportplatz am Schlingsbruch. Schiedsrichter Ansgar Eickmeier kommt aus dem Kreis Höxter.

 

FSC Rheda vs. TSV Oerlinghausen

Beim FSC Rheda stand unter der Woche auf die Aufarbeitung der Niederlage in Avenwedde auf dem Programm. „Wir haben über unsere Fehler gesprochen. Die erste Halbzeit hatten wir komplett verschlafen und in puncto Zweikampfverhalten und Bereitschaft war das gar nichts“, monierte Coach Vittoria Lombardi. Seine Worte in der Halbzeit haben die Mannschaft wachgerüttelt und dann lief es besser, dennoch war es „auf 90 Minuten gesehen auch spielerisch kein gutes Spiel“ des FSC. Die Daten hätten für einen Punkt oder mit viel Glück auch für drei Punkte gereicht, aber auf 90 Minuten gesehen, weil wir auch spielerisch nicht gut waren, also nicht wie gewohnt agiert haben, haben wir dann auch verdient verloren, was jetzt kein Beinbruch ist, weil es eine gute Truppe ist, die Qualität hat.“ Das Training unter der Woche fand „mit viel Wut im Bauch“ statt. „Zwei intensive Einheiten“ hat Lombardi mit seiner Mannschaft absolviert. „Ich bin mir ganz sicher, dass die Jungs sich am Sonntag nochmal von ihrer sehr guten Seite zeigen. Wir spielen zu Hause und auf Kunstrasen, was meiner Mannschaft natürlich auch liegt, weil sie technisch gut ist. Wir wollen die drei Punkte holen, damit wir auch den Anschluss nicht verlieren auf Türk Sport und da müssen wir auf jeden Fall wieder an die Leistungsgrenze gehen und griffig und aggressiv ins Spiel gehen“, so der Coach. Lombardi freut sich auf das Wiedersehen mit TSV-Coach Miron Tadic. „Ich habe als Spieler sehr oft gegen ihn gespielt. Er war zu der Zeit als Trainer bei Arminia III in der Landesliga, da habe ich bei Avenwedde gespielt. Wir haben uns auch immer gut verstanden, wir haben uns beide geschätzt. haben vorm Spiel und nachher nochmal geschnackt. Er ist ein feiner Mensch und wie gesagt, ich freue mich sehr aufs Wiedersehen mit ihm.“ Zugleich ist es für Lombardi auch die erste Begegnung als Trainer mit Tadic. Als Spieler hat er es gegen Tadic immer so empfunden, „dass er immer spielerisch gute Truppen zusammen hatte, die taktisch gut agiert haben. Man konnte auf jeden Fall die Handschrift des Trainers erkennen bei ihm. Ich glaube, da legt er auch viel Wert drauf, deswegen wird das wir uns eine harte Aufgabe, eine sehr schwierige Aufgabe, da gerade im Offensivbereich von Oerlinghausen mit Engmann und Johannhörster zwei Spieler spielen, die wissen, wo das Tor steht. Die werden wahrscheinlich aus einer halben Chance ein Tor machen, deswegen müssen wir sehr wach sein in der Defensive, sehr konzentriert agieren und die beiden im Blick behalten“, hat sich der Coach viele Gedanken über den kommenden Gegner gemacht. Von seiner Truppe fordert er, dass sie „eine Reaktion zeigt.“ „Wir wollen dieses Spiel gewinnen, also werden wir so auch in die Partie gehen, auch, wenn es sehr schwer wird, müssen wir wieder unser Spiel durchdrücken und dann bin ich eigentlich ganz guter Dinge, dass wir das auch packen können.“ Der Kader gibt aktuell „viel her“, der Coach kann aus dem Vollen schöpfen, mit Arijan Halili kehrt ein Langzeitverletzter zurück in den Kader. Es wird „auf jeden Fall ein interessantes und sehr enges Spiel“, mutmaßt Vittoria Lombardi.

 

Für den TSV Oerlinghausen spricht eindeutig die Bilanz. In sechs Spielen gegen den FSC Rheda ging man fünf Mal als Sieger hervor, ein Duell endete Unentschieden. Am 32. Spieltag der Saison 2016/2017 sicherte man sich mit einem 5:3 in Rheda den Klassenerhalt. Man hat also gute Erinnerungen an den Gegner. Doch trotz, oder gerade wegen dieser guten Bilanz ist der FSC auch diesmal „nicht zu unterschätzen“, so Milko Micanovic, der im letzten Duell selbst noch als Torschütze glänzte. Er erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe“ und kann sich nicht vorstellen, „dass einer von beiden gewaltig unter die Räder kommt.“ Aber er ist sich sicher: „Wenn wir unseren Stiefel runterspielen wie zuletzt gegen den SCB und vorne die Tore machen, dann werden wir auch in Rheda nicht verlieren.“ Den Gastgeber schätzt Micanovic stark ein: „Die sind sowohl geschlossen als auch individuelle sehr stark. Die wollen oben dran bleiben, also müssen sie, der Druck liegt auf ihrer Seite.“ Für den TSV Oerlinghausen war der letzte Sieg gegen den SC Bielefeld 04/26 „sehr wichtig“ und die Bergstädter wollen mit einem weiteren dreifachen Punktgewinn „endgültig von unten weg.“ Ziel aus den letzten beiden Hinrunden-Spielen in Rheda und in der kommenden Woche gegen Augustdorf sind vier Punkte. „Dann hätten wir eine gute Bilanz“, so der Co-Trainer. Die Tagesform wird am Sonntag wohl eine entscheiden Rolle spielen, denn „einen Favoriten gibt es in dem Spiel nicht.“ Personell kann man beim TSV aus dem Vollen schöpfen.

 

Schiedsrichter ist Hermann Brechmann aus dem Kreis Paderborn, los geht es um 14.30 Uhr auf der TSG-Kampfbahn in Rheda.

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