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Handball

TBV Lemgo Lippe – Hitchcock-Angelegenheit gegen den BHC

Lange gut mitgehalten, doch erneut ohne Ertrag die Heimreise angetreten. Der TBV Lemgo Lippe verliert knapp in Solingen. Lippe-Kick liefert den großen Rückblick.

Krimi gegen die BHC-Löwen

Lemgo, 21. November 2019. Der TBV Lemgo konnte die Serie des Bergischen HC nicht stoppen, lieferte den Löwen in der Klingenhalle in Solingen aber einen erbitterten Kampf um die beiden Punkte. Erst in der letzten Spielminute fiel die Entscheidung zum 35:33-Endstand.

Der TBV Lemgo Lippe brauchte lange, um am 14. Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga in Fahrt zu kommen. Auf dem Weg nach Solingen stand der TBV-Tross auf der A2 zwei Stunden lang im Stau, im anschließenden Spiel gegen den BHC fehlte in der Lemgoer Abwehr ebenfalls Bewegung. TBV-Trainer Florian Kehrmann war nach nur sechs Minuten beim Stand von 6:2 gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft wachzurütteln: „Es ist keiner da. Wir schmeißen die Bälle weg und sind in der Abwehr nicht aggressiv genug. Wir hätten auch im Stau stehen bleiben können. Ich will jetzt Körpersprache sehen.“ Die Lemgoer berappelten sich und holten Tor um Tor auf. Abwehr und Torhüter bekamen zwar nach wie vor wenig zu fassen, dafür zündete der TBV-Angriff. Elísson brachte die Lipper zweieinhalb Minuten vor Ende der ersten Hälfte auf ein Tor heran. Nach einer unglücklichen Zwei-Minuten-Strafe gegen van Olphen mussten die Lemgoer bis zur Pause in Unterzahl ran, vergaben vorne zwei Torchancen und kassierten zwei Gegentreffer. Die erste Halbzeit endete mit 19:16 für die Gastgeber.

In der zweiten Hälfte war Lemgo in Solingen angekommen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff holte sich der TBV den Ausgleich. Guardiola traf einmal, Schagen im Doppelpack und Johannesson vernagelte das Lemgoer Tor. Aber auch BHC-Torwart Rudeck lief zur Höchstform auf und hielt seine Mannschaft im Spiel. Mitte der zweiten Hälfte schien die Partie erneut zu kippen, diesmal zugunsten der Gastgeber. Erst kassierte Baijens eine Zeitstrafe, kurz darauf gingen zwei weitere Strafminuten an die Lemgoer Bank. Der BHC nutzte die doppelte Überzahl und zog auf drei Tore davon. Lemgo aber kämpfte und schaffte fünf Minuten vor Schluss erneut den Ausgleich. Im Endspurt hielt es in der Klingenhalle niemanden mehr auf den Sitzen und auch bei den beiden Mannschaften lagen die Nerven blank. Die Entscheidung fiel in den letzten 90 Sekunden. Der BHC ging in Führung, Lemgo spielte den vermeintlich letzten Angriff des Spiels lange aus, kam aber nicht zum Tor. Nach einem Fehlpass machten die Löwen noch einmal Tempo und trafen zum 35:33-Endstand.

TBV-Trainer Florian Kehrmann: „Wir haben in der ersten Hälfte nicht auf dem Spielfeld gestanden und haben in der Abwehr nicht gearbeitet. Im Angriff haben wir gut gespielt, aber hier beim BHC müssen wir viel mehr Abwehr spielen, sonst reicht es eben nicht. Wir müssen uns fragen, warum wir in der ersten Halbzeit nicht besser gespielt haben. Gegen Balingen haben wir jetzt zu Hause das nächste wichtige Spiel. Wir müssen jetzt aber nicht anfangen, nur Abwehr zu trainieren, wir müssen auch die Qualität im Angriff halten. Ich stelle nicht die Mentalität in Frage. Die Anfangsphase war unglücklich, wir haben aber auch gegen den BHC auswärts 33 Tore geworfen. Das müssen wir mitnehmen.“

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Wyszomirski; Elísson (8/2), Kogut (2), Guardiola (4), Carlsbogård (4), van Olphen (1), Theuerkauf (2), Schagen (4/1), Zerbe (n.e.), Cederholm (3), Bartók (n.e.), Hangstein, Reimann (n.e.), Klimek (2), Baijens (3).

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