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Kreisliga B2 Lemgo

TSG Holzhausen/Sylbach – Darum ging Brunk wirklich

Sympathisch offene Worte verwendet der Ex-Coach vom Lemgoer B2-Ligisten bei Lippe-Kick, warum er vor einigen Wochen vorzeitig seine Dienst quittierte.

 

„Hatte keine Lust und Kraft mehr“

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Wie Lippe-Kick bereits vor dem 15. Spieltag im Vorbericht erwähnte, ist Stefan Brunk von seinem Traineramt bei der TSG Holzhausen/Sylbach zurückgetreten. Einige Unbeteiligte, vor allem aus der B2-Klasse, sind äußerst verwundert über diesen Schritt gewesen, deutete doch für sie nicht auf solch ein promptes Ausscheiden. Brunk selbst relativiert jedoch: „den Verein und Spieler der TSG I, die mich kennen und mit denen ich gut zusammengearbeitet habe, war es sicher keine Überraschung, eher nur nachvollziehbar“, ist dies das Ende einer Entwicklung gewesen, die er kritisch bewertet. Ihm haben vor allem die so wichtigen Elemente wie „Spaß“ und „Freude“ und „Lust“ gefehlt.

 

 

Von Henning Klefisch

 

Die Defizite, die aufgetreten sind, waren vielschichtiger Natur. Natürlich sorgt auch die sportliche Situation mit einer Platzierung im vorderen Tabellenmittelfeld nicht gerade für Begeisterungsstürme. Dennoch war die externe Erwartungshaltung vielleicht zu hoch. Einige mutmaßliche Experten haben fälschlicherweise die TSG in den Rang eines Aufstiegsfavoriten gehoben. Brunk intervenierte meist dagegen, betont klar und deutlich: „Es gab viele Probleme, die ich nicht beeinflussen, geschweige denn steuern konnte, die schon lange existierten und ich hatte keine Lust und keine Kraft mehr, dagegen anzuarbeiten.“ Was kann er denn konkret damit meinen? Die Übungseinheiten finden auf dem sensiblen Rasenplatz in Holzhausen statt, sind es gleich drei Seniorenmannschaften, auch die A-Jugend, die zusammen darauf trainieren. In der Winter- und Sommervorbereitung herrschen erschwerte Bedingungen vor, denn dieser Platz ist in den Spielpausen nicht belastbar. Stets und ständig hat Brunk auf diese Defizite hingewiesen, ohne aber Besserung erfahren zu haben.
Die negativen Konsequenzen: „Die Trainingsquantiät und daraus resultierend Qualität war meistens mehr als kontraproduktiv, konkret auch für mich als Trainer nur unbefriedigend bis vergiss es“, möchte er diese Probleme nicht weiter thematisieren. Durch das Ausscheiden vom TSG-Urgestein Clemens Wolf als Manager herrschte hier eine Vakanz vor, denn Brunk musste als eierlegende Wollmilchsau fungieren, sich um viele Themen auch außerhalb vom Rasen kümmern. Auch die Kommunikation mit der eigenen Reserve, die bekanntlich in diesem Sommer den Aufstieg in das Lemgoer Kreisunterhaus realisierte, bot noch viel Luft nach oben: „Absprachen wurden nicht eingehalten, was mich als Mensch, Trainer und mehr nur störte“, hadert Brunk deutlich.

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