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Hallenfussball

Classic-Cup 2020 – Die große Einstimmung

Was für ein prestigeträchtiger Wettbewerb. Der Classic-Cup 2020 in der Holstenkamphalle in Barntrup wird auch in diesem Jahr wieder sämtliche Sehnsüchte erfüllen. Im Vorfeld gibt es jedoch auch kritische Anmerkungen.

Nachdenkliches Hallen-Highlight

Classic-Cup 2020 (hk). Am kommenden Samstag ab 10.00 Uhr geht es wieder rund in der nordlippischen Szene-Stadt. In zwei Sechser-Gruppen bespielen sich die Teams, die von der Bezirks- bis zur B-Liga in Lippe beheimatet sind. Auffällig: Die Mehrzahl der Dutzend Teams entstammt dem FuL-Kreis Detmold, nämlich sieben. Mit dem Gastgeber RSV Barntrup, dem Post TSV Detmold und der SG Hiddesen/Heidenoldendorf sind drei Bezirksligisten Bestandteil, sollten getrost mit der Favoritenrolle leben. Aus den Kreis-Oberhäusern mischen der TuRa Heiden, der TuS WE Lügde, der Blomberger SV, der SV Diestelbruch/Mosebeck und der TuS Horn-Bad Meinberg aus Detmold mit. Aus der A Lemgo sind neben dem SC Bad Salzuflen auch die SG Bentorf/Hohenhausen mit dabei. Ebenfalls zwei B-Ligisten, konkret aus der B1 Lemgo, sind Bestandteil von diesem elitären Wettbewerb. Neben Lokalmatador RSV Barntrup II nimmt auch die SG Extertal/LaSi die kurze Wegstrecke auf sich. Interessant: In der Gruppenphase beträgt die Spielzeit zwölf Minuten, im Endspiel eine Viertelstunde. Köstlich, was RSV-Coach Daniel Barbarito so verrät: „Im Feierraum gibt es Schnitzel, Salate und Kuchen“, werden die Gaumen auch mit weiteren Speisen und Getränken mächtig verwöhnt.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Gruppe A

 

RSV Barntrup
TuRa Heiden
Blomberger SV
SG Bentorf/Hohenhausen
TuS WE Lügde

 

Als gutgelaunter Lokal-Matador geht Coach Daniel Barbarito mit seinem RSV Barntrup in diese Austragung in der Holstenkamphalle. Seine unverkennbare Erklärung: „Ich habe mich schon als Spieler immer sehr auf den Classic-Cup gefreut und als Trainer ist die Freude kein Stück weniger geworden.“ Für ihn ist dieses Turnier in seiner Heimatstadt fast schon zu einem festen Ritual geworden. Ein prüfender Blick in den Spiegel hilft. Es ist heutzutage nicht einfach, Teams und Spieler außerhalb der Serie für Events zu begeistern. Dem Organisations-Team der Roten Teufel muss ein ganz dickes Kompliment gemacht werden, denn Jahr für Jahr locken sie erfolgreich hochkarätige Teams nach Nordlippe. Trotzdem. Man darf sich auch nicht in die Tasche lügen. Barbarito will nicht unerwähnt lassen: „Leider muss man bei dem Teilnehmerfeld seit fünf, sechs Jahren immer mehr Abstriche machen, da sich die lippischen Teams fast ausschließlich auf den LZ-Cup konzentrieren. Dies ist auch völlig legitim, doch bin ich der Ansicht, dass sich die Macher des LZ-Cups mal Gedanken machen müssen, ob der Modus des Turniers so der richtige ist oder ob der

 

D. Barbarito

LZ-Cup nicht dazu beigetragen hat, dass die Vereins-Turniere leider immer mehr aussterben beziehungsweise nur spärlich besetzt werden können.“ Nur wenige Kilometer unweit von Barntrup findet ein Vorzeigeturnier statt, was nachahmenswert ist. Barbarito hat sich informiert, merkt an: „Bei einem Dewezet-Supercup in der Region Hameln/Pyrmont wird sich zum Beispiel über die Vereinsturniere nach einem Punkte-Ranking für das große Finale qualifiziert. Bedeutet: Der LZ-Cup kann weiter LZ-Cup heißen, das Finale in Lemgo stattfinden. Das große Plus wäre, dass die Vereine wieder mehr mit eingebunden werden und von ihren Turnieren profitieren.“ Mit seinen Aussagen trifft der juvenile Coach den Nagel auf den Kopf. Der LZ-Cup ist gut – natürlich. Ein nicht unerheblicher Grund: Die Offiziellen aus den FuL-Kreisen Detmold und Lemgo schenken diesem Wettbewerb eine gewaltige Wertschätzung. Das spüren die Vereine und engagieren sich außerordentlich. Klar sollte aber auch sein: Würde das eine oder andere Event in Lippe auch mehr von den Entscheidungsträgern unterstützt, wäre die Resonanz größer. Was droht? Immer mehr engagierte Initiatoren veranstalten keine Events mehr, was für die Entwicklung im lippischen Fußball nicht gerade förderlich ist. Inwieweit ein Umdenken eintritt, muss abgewartet werden. Für Barbarito, der seinen RSV Barntrup im Herzen trägt, steht eine Sache definitiv fest: „Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mir der Gewinn des Classic-Cups ein Stück weit mehr am Herzen liegt, weshalb ich Samstag auch versuchen werde, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.“ Hinderlich: In der Frühphase dieses Jahres weilen aber so einige Akteure im Urlaub oder sind verletzt, weshalb das Barntruper-Urgestein die Rotationsmaschine anwerfen muss. Das bietet die äußerst lukrative Option, dass Spieler, die bei den lippischen Hallenmeisterschaften eher homöopathisch mit Spielzeit bedacht wurden, jetzt mitwirken werden. Obacht. Den Titelverteidiger der letzten drei Jahre hat Daniel Barbarito ganz weit oben auf seiner Rechnung, wenn es um die Favoritenrolle geht. Er meint natürlich den Post TSV Detmold.

 

TuRa Heiden-Trainer Thorsten Geffers huldigt diesen Wettbewerb, sagt er doch mit reichlich Pathos in seiner Stimme: „Ein tolles Turnier mit ganz viel Tradition. Mit Heiden konnte ich vor einigen Jahren den Pott schon mal holen“, ist diese Erinnerung unauslöschlich für ihn. Als La Bomber vom TuS Horn-Bad Meinberg hat er in grauer Vorzeit sich den Titel als bester Torjäger bei diesem Classic-Cup gesichert, geschah dies wohl rund um die Jahrtausendwende. Ein besonderes Highlight ist zweifelsfrei die attraktive Spielfeld-Umrandung: „Die Rundum-Bande ist klasse und auch anstrengend für die Spieler zugleich. Da der Ball fast immer im Spiel ist, gibt es kaum Unterbrechungen, prima für die Zuschauer“, aber enorm kräfteraubend für die Kicker. In der Aufrechnung zur zweiten Runde bei den lippischen Hallenmeisterschaften werden die Heidener auf bis zu drei Akteure verzichten. Dass dadurch der Eifer schwindet, damit ist nicht zu rechnen, unterstreicht Geffers euphorisch: „Aber wir wollen trotzdem erfolgreich das Turnier bestreiten und viel Spaß beim Classic-Cup zeigen.“ Daher gilt: „Wir freuen uns darauf.“

 

Jungs, wir müssen ehrlich sein. Die diesjährige Hallenturnier-Serie ist aus Sicht vom Blomberger SV eine einzige Offenbarung. Wenn man den Worten vom BSV-Coach Mike Winkler so folgt, dann wird in der Nachbarstadt wohl keine Besserung eintreten: „Auch beim Classic-Cup sieht es so aus, als würde es nicht unbedingt besser.“ In dieser Zeit den Kader vollständig beisammen zu haben, ähnelt aus Blomberger Sicht einer Illusion, denn viele Kicker urlauben oder sind mit der Futsal-Landesauswahl on tour. Ergo: Der Kader stellt sich fast schon von selbst auf. Sich auf dieses Hallen-Zocken angemessen vorzubereiten, ist bei den Nelkenstädtern unrealistisch, fehlt schlichtweg die Hallenzeit. Grundsätzlich ist die Vorfreude aber vorhanden, wenn Winkler ankreuzt: „Die Rundum-Bande in Barntrup ist immer interessant, macht das Spiel noch schneller und anspruchsvoller.“ Die chronisch ambitionierten Teams aus Bad Salzuflen, Barntrup und Lügde bezeichnet er als „favorisierte Hallenteams“, will er auch die A-Ligisten Heiden und Bentorf/Hohenhausen nicht bedeutungsmäßig herunterspielen.

 

Die Verve für diesen Wettkampf ist stets enorm bei Bentorf/Hohenhausen-Obmann Marco Evers. Immerhin hat er bereits während seiner seligen Spielerzeit beim VfL Lüerdissen diesen Wettbewerb wertgeschätzt, lobt gegenüber Lippe-Kick daher: „Ein immer top-organisiertes Turnier und Kompliment an den Veranstalter. Vom Papier her sicherlich hochkarätig besetzt, nur muss man mal abwarten, wie sportlich ehrgeizig die Mannschaften auftreten, da sich ein Großteil für die Endrunde des LZ-Cups eine Woche später qualifiziert hat.“ Er wirft munter die Spekulationsmaschine an: „Vielleicht nutzen Mannschaften dieses Turnier zum weiteren Einspielen oder lassen Spieler zum Einsatz kommen, die vielleicht sonst in zweiter Reihe stehen.“ Was er meint: Die Spielpraxis erfreut sich wohl größter Beliebtheit. Für die Kalletaler geht es primär darum, dass dies ein weiteres wichtiges Element in der Winter-Vorbereitung sein wird, soll der Gaudi im Vordergrund stehen. Dennoch möchte man auch sportlich für Farbtupfer sorgen. Als Vollebbe im Vorbereitungsmodus ist die Tatsache zu benennen, dass die Turnhalle in Hohenhausen aktuell renoviert wird, deshalb keine Trainingszeiten möglich sind. Bitter, dass beim Indoor-Zauber auf einen vernünftigen Keeper nicht gebaut werden kann. Weil: Nicht existent. Evers ordnet die Gewichtung vernünftig ein: „Schlussendlich liegt unser Fokus auch ganz klar draußen auf dem Feld. Die Halle ist aber immer wieder eine schöne Alternative, die Winterpause zu überbrücken“, kann hier doch auch der Weihnachtsspeck akkurat kompensiert werden. Ganz weit oben wird aber die Verletzungsfreiheit angesiedelt.

 

Man muss kein Grundstudium in Medizin absolviert haben, um zu wissen: Durch Andreas Hoffmann fließt Barntruper Blut. Mit dem Trainerkollegen Daniel Barbarito ist er sehr eng befreundet. Mit dem Classic-Cup ist Hoffmann quasi groß geworden, war der Termin für dieses Highlight stets ganz dick angestrichen in seinem Kalender. Seine Augen glänzen, juchzt er zugleich: „Schon immer war dieses Turnier stark besetzt und die Rundum-Bande hat zudem ihren speziellen Reiz.“ Dass die Rivalen in der Gruppenphase bockstark sind, ist nicht zu verhindern, doch man wächst mit den Aufgaben, wie auch der ehemalige RSV-Trainer findet: „Genau das wollen wir ja auch.“ Daher ist die Devise unzweifelhaft: „Wir freuen uns auf enge und spannende Spiele.“ Im Vergleich zu den lippischen Hallenmeisterschaften rücken Kris Pape und Fabian Deppe wieder in den Kader, aber Marcel Walek, Serkan Kayrak, Patrik Blum und Sercan Türkoglu setzen aus.

 

Der Lustfaktor beim SC Bad Salzuflen ist groß, Mitglied von diesem Wettbewerb zu sein. Spielführer Edgar Müller frohlockt: „Ein sehr gut organisiertes und strukturiertes Turnier mit reizvollen Teilnehmern.“ Larifari gehen die Kurstädter nicht in diesen Hallenkick, ist die Freiluft-Saison aber dennoch deutlich wichtiger. Insgesamt gilt: „Alle, die Bock haben und Spaß am Hallenfußball, sind immer dabei.“ Lädierte Kicker werden allerdings nicht eingesetzt, sollen sie zunächst einmal die nötige körperliche Qualität vorweisen. Bereits das Überstehen dieser ersten Turnierphase wird für den Aufstiegsanwärter aus der A Lemgo extrem kompliziert werden, merkt Müller schließlich im Lippe-Kick-Gespräch an: „Ich denke, alle Teilnehmer des diesjährigen Turniers haben eine sehr gute Qualität. Es wird sehr schwer, in unserer Gruppe zu bestehen.“ Emotionen und fußballerische Klasse werden wohl garantiert sein, prophezeit der Badse-Capitano: „Die Zuschauer können ein paar spannende Spiele auf hohem Niveau erwarten.“ Völlig unvorbereitet geht der Sportclub diesen prestigeträchtigen Wettbewerb nicht an, findet eine Halleneinheit pro Woche statt, um sich auf den Classic-Cup angemessen vorzubereiten. Zudem ist bei den Übungseinheiten die Rundum-Bande plagiiert worden, „um uns besser auf das schnellere Spiel dabei einzustellen“, verrät Müller diesen fuchsigen Plan. Fast schon zwillingshafte Züge weist die Kaderzusammenstellung im Vergleich zu den lippischen Hallenmeisterschaften auf. Edgar Müller blickt in die Kugel: „Wer da noch zustoßen wird, wird sich noch zeigen.“

 

 

 

Gruppe B

SG Hiddesen/Heidenoldendorf
Post TSV Detmold
SV Diestelbruch/Mosebeck
RSV Barntrup II
SG Extertal/LaSi II
TuS Horn-Bad Meinberg

 

Schön, dass es auch noch Weltpremieren beim Classic-Cup gibt. Wie? Wann? Warum? Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf nimmt zum ersten Mal an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teil, honorieren die Veranstalter mit dieser Einladung wohl auch die bemerkenswerten Leistungen der Spielgemeinschaft, die sich zu einem absoluten Vorzeigeverein im lippischen Fußball entwickelt hat. Das alte Schlachtross und der aktuelle SG-Coach Markus Rüschenpöhler ist auch als Spieler eine Institution im lippischen Fußball gewesen, nahm der Defensiv-Koloss einst als Post SV Detmold und TuRa Heiden-Kicker an diesem Traditions-Turnier teil. Die rund 25 Kilometer weite Anreise soll sich auch rentieren, verdeutlicht Rüschenpöhler im Lippe-Kick-Gespräch: „Wenn wir spielen, wollen wir auch den bestmöglichen Erfolg erzielen.“ Die Euphorie vor diesem Budenzauber ist enorm, adelt der Aufstiegstrainer doch die „gute Organisation“ von diesem „attraktiven“ und wohl auch „torreichen“ Turnier. Da Rüschenpöhler eine gute Erziehung genossen hat, bedankt er sich brav für die Offerte der Barntruper. Eine präzise Kontrahenten-Recherche hat er jedoch nicht betrieben, denn der Fokus der Spielgemeinschaft liegt auf einer adäquaten Vorbereitung mit Blick auf die Rückserie.

 

Die gut gebräunte Schlagerbarde Roberto Blanco würde wohl den Soundtrack für den Post TSV Detmold liefern, denn der Faktor Spaß genießt allerhöchste Wertschätzung bei den Residenzlern. Das lebende Metronom Tobias Gatzke hofft: „Wir wollen im Flow bleiben, nachdem wir die Zwischenrunde im LZ-Cup wirklich sehr, sehr gut gespielt haben. Wir wollen so weitermachen, Kleinigkeiten verbessern.“ Schließlich lobt er ausdrücklich: „Eine bessere Vorbereitung auf das Finale des LZ-Cups gibt es nicht, fahren wir nach Barntrup, um zu gewinnen.“ Nachdem die Postler nach dem Hattrick den Classic-Cup behalten durften, soll die Seriensiegerschaft eine Fortführung erfahren.

 

Die überdurchschnittlichen Erinnerungen an diese Szenerie liegen bei Diestelbruch/Mosebeck-Coach Sascha Weber schon einige Jahre zurück, ruft er sich nun bei Lippe-Kick ins Gedächtnis: „Ich finde die Rundum-Bande klasse. Dort bin ich als Spieler schon sehr gern hingefahren. Ein perfekt organisiertes Turnier. Immer starke Teilnehmer und eine angenehme Atmosphäre“, haben die Dörenwald-Kicker vorab dafür aber keine konkreten Vorbereitungen getroffen. Sieben Feldspieler und ein Schnapper reisen nach Barntrup, fallen nämlich etliche Jungs krankheitsbedingt aus. Eine schleichende und negative Entwicklung hat Weber beobachtet: „Ich denke, seitdem der LZ-Cup so hoch gehandelt wird, leiden viele andere Turniere darunter. Der Zuschauerzuspruch und auch der Stellenwert für die Spieler hat nachgelassen. Obwohl ich den LZ-Cup auch mag, ist es schade für die anderen Ausrichter. Denn bei solchen Turnieren steht eher der Spaß im Vordergrund und es wird nicht so verbissen gespielt“, vermisst er hier das gesunde Mittelmaß.

 

Da ein Gast kurzfristig abgesagt hat, springt eben die Reserve vom RSV Barntrup auf die Schnelle ein. Fänger Björn Sievert bringt grundsätzlich klar zum Ausdruck: „Auf den Wettbewerb freuen sich alle Barntruper! Vor allem die aus der Zweiten, die normalerweise die Kumpels aus der ersten Mannschaft anpeitschen, nun aber selbst antreten dürfen“, wird dies ein ganz besonderes Erlebnis für die B1-Liga-Kicker sein. Erst vor rund zwei Wochen, auf der Weihnachtsfeier unmittelbar vor dem Heiligen Abend, erfuhren die kleinen Roten Teufel von der Einladung. „Das war natürlich Ehrensache“, daran teilzunehmen, so ein empathischer Sievert. „Sportlich bin ich selbst gespannt, wie viel nach den Feiertagen so drin ist. Wir wollen Spaß haben und die anderen aus unserer Gruppe ärgern, auch wenn wir einige Ausfälle zu vermelden haben.“ In dieser Zeit, so kurz nach dem Feiertags-Marathon, ist es nur allzu verständlich, dass einige Spieler in Urlaubsgefilden weilen oder aus anderen Gründen fehlen. Was Sievert ähnlich wie Barbarito sieht: „Leider nimmt der LZ-Cup mit seinen vielen Zwischenrunden den Vereinen den ‚Glanz‘ der eigenen Turniere. Früher ging beim Classic-Cup immer die Post ab und es war mit der damals einzigen Rundum-Bande das Hallen-Highlight in Lippe.“ Seine Wunschvorstellung wird klar postuliert: „Hoffentlich geht es wieder in diese Richtung.“ Beim Blick auf das Teilnehmerfeld ist aber alles dabei, was Rang und Namen hat, weshalb ein „super Turnier“ realistisch erscheint. Resultierend merkt er via Lippe-Kick an: „Alles in allem freuen wir uns auf diese Veranstaltung und sind gespannt, wie der Tag verläuft. Auf jeden Fall gehen wir als krasser Außenseiter in dieses Turnier.“ Immerhin hat dieser mal so gar nichts zu verlieren. Spannend: Man kickt aus der kalten Hose heraus, hat sich auf diesen Wettbewerb überhaupt nicht vorbereitet, soll die Unterhaltung auf dem Spielfeld bevorzugt behandelt werden. Da Chefcoach Martin Schäfer seinen wohlverdienten Urlaub genießt, wird das Kapitäns-Duo Sievert und Christian Wiebe das Coaching übernehmen.

 

2019 erlebte die SG Extertal/LaSi ihre Erstaufführung beim Classic-Cup. Coach Christian Ziereis schnalzt mit der Zunge, sagt: „Es war ein super Turnier. Es hat riesig Spaß gemacht. Mit tollen Mannschaften und schönem Hallenfußball“, ist es das Gesamtpaket, was ihn mitreißt. Das Lebensglück der Extertaler hängt vom Hallenfußball jedoch nicht ab, doch einige Kicker zocken richtig gerne dort. Als „extrem schwer“ bezeichnet er die Aufgaben in der Gruppe, wird es nunmehr darauf ankommen, die passende Lösung zu finden, um als Außenseiter erfolgreich zu sein. „Man muss schon alles geben“, prophezeit Ziereis nüchtern. Er stellt vollauf verzückt fest: „Im Ganzen ist es ein hochklassig besetztes Turnier und dann mit Bande. Das kann ein richtig schöner Hallenfußball werden. Mit der Rundum-Bande ist auch ein Grund, warum man sich anmeldet“, gibt es dieses Ambiente nicht allzu oft. Als ein „Problem“ hat sich die Kadersituation herauskristallisiert, haben sich doch zahlreiche Kicker krank abgemeldet.

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