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Kreisliga C1 Lemgo

SG Kalldorf II – Rasche zieht weiter

Sieben Jahre lang bekleidete Jens Rasche verschiedene Ämter bei der SG Kalldorf II. Nun ist dieses Kapitel beendet. Lippe-Kick schaut darauf.

Rasche sehnt sich nach Tapetenwechsel

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Auf den ersten Blick ist alles prächtig bei der SG Kalldorf II. Mit 13 Punkten auf der Habenseite rangieren die Schwarz-Gelben im Tabellenmittelfeld an siebter Stelle. Doch hinter den Kulissen rumort es gewaltig, denn die Kaderdezimierung ist erheblich bei den Kalletalern. Es hat vielmehr ein wahrer Exodus eingesetzt. Warum wählt der langjährige Coach Jens Rasche also diesen Schritt und zieht weiter? „Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft wird nicht mehr voll. Beim Training wurden es immer weniger Spieler“, so seine plausible Erklärung.

 

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Von Henning Klefisch

 

Natürlich war der Kader-Aderlass der wichtigste Grund, warum Rasche für sich kein erfolgreiches Fortkommen mehr sah. Konkret haben sich David Spengler, Fabian Müller und Daniel Riesenberg komplett abgemeldet. Ralf Remmers (Bild links) versucht sich nun eine Etage höher – in der ersten Mannschaft in Kalldorf. Sascha Kreie ist zum Ligakonkurrenten FC Unteres Kalletal II gewechselt. Auch den einstigen Goalgetter Justin Mayer (Bild rechts) zieht es woanders hin. Konkret zum SC Vlotho II. Dominik Thieme ist weggezogen. Auf der Zugangsseite klafft eine riesengroße Lücke. Rasche selbst erkannte, dass er offensichtlich nicht mehr alle Spieler erreichte, weshalb sein Ausstieg nun die logische Konsequenz ist. Richtig nervig: Einige Akteure waren extrem unzuverlässig, haben sich erst ein, zwei Stunden vor der Übungseinheit von dieser abgemeldet. Die Konsequenz: Zum Trainingsstart war oft nur eine Handvoll Mohikaner anzutreffen. Samt Trainer konnte dann gepflegt drei gegen drei gespielt werden. Natürlich sind auch einige Trainingseinheiten mangels Masse komplett ausgefallen. Ungünstig für die, die sich tatsächlich die Zeit genommen haben. „Das fanden die nicht so toll, zogen sich auch immer weiter zurück“, schildert Rasche die negativen Begleiterscheinungen. Auch kam keine richtige Heimspielatmosphäre auf, denn durch die Tatsache, dass der Rasenplatz in Kalldorf nicht bespielbar war, musste häufiger nach Talle oder Westorf ausgewichen werden. Für die Gastfreundschaft der jeweiligen Vereine bedankt sich der 41-Jährige an dieser Stelle außerordentlich. Die Problematik: „Es wurde stellenweise sehr umständlich.“ Wie es tatsächlich mit dem Rasenplatz in Kalldorf weitergeht, steht für Rasche noch in den Sternen, deutet derzeit nicht viel darauf hin, dass er im Sommer wieder bespielbar ist. Unklar ist zudem noch, wer ab der neuen Serie Obmann bei der SGK sein wird. Rasche findet: „Die Strukturen passen nicht mehr so, wie es am Anfang war.“

 

„Es waren sehr schöne Jahre“

 

Es sollte aber auch nicht alles schwarzgemalt werden, denn fortan existiert ein Fußball-Gremium, was sich speziell um die Belange der zweiten Mannschaft kümmern möchte. Immerhin. Tendenziell läuft es darauf hinaus, dass eine Neuner-Mannschaft für die Rückserie gemeldet wird. „Dem Trainer wünsche ich an dieser Stelle viel Erfolg, auch alles erdenklich Gute und starke Nerven für den Job“, drückt Vorgänger Jens Rasche ganz fest beide Daumen. Sieben Jahre lang war er für die Kalletaler aktiv, hat Höhen und Tiefen miterlebt, ein Jahr pausiert. Eine Spielzeit lang bekleidete er den Job als Fußball-Obmann. „Es waren sehr schöne Jahre mit der einen oder anderen guten Feier und tollen Siegen und Aufstiegen. Die Zusammenarbeit mit Trainer Stephan Brill war immer hervorragend“, hat er nun allerdings die Zeichen der Zeit erkannt, um etwas Neues anzustreben. Möglicherweise tut der frische Wind der SG Kalldorf II auch gut. In Groll verlässt Jens Rasche keineswegs die Spielgemeinschaft, kündigt er doch an, dass er dieser hin und wieder auch einen Besuch abstatten möchte. Rasche verlässt den Fußball-Kreis Lippe. Ihn zieht es künftig zum FC Blau-Weiß Holtrup – in die Kreisliga B Minden Süd. Wie kommt diese Beziehung zustande? „Den Verein kenne ich ganz gut, habe dort jahrelang selbst gespielt. Ich kenne den Vorstand auch sehr gut“, gehören diesem sogar Spieler an, mit denen Rasche einst in einem Team zusammen gegen den Ball getreten hat. Für den leidenschaftlichen 1. FC Köln-Anhänger ist es eine echte Herausforderung, nun eine Erstvertretung zu coachen, freut er sich darauf schon sehr. Die Realität lautet nach vier Zählern aus 13 Partien Tabellenkeller. Nach derzeitigem Stand ist der Klassenerhalt bereits jetzt erreicht, hat doch der SV Bölhorst/Häverstädt II zurückgezogen.

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