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Bezirksliga

Historisch – TuS Horn-Bad Meinberg

Frank Laabs, der ballgewandte Mittelfeld-Antreiber, hat die ruhmreiche Zeit beim lippischen Traditionsverein TuS Horn-Bad Meinberg entscheidend mitgestaltet. Hier ist seine Story in der Rubrik „Historisch.“

 

„Es hat fast jedem Spaß gemacht!“

 

Historisch ( hk). Jaja, was waren das noch für glorreiche Zeiten für den TuS Horn-Bad Meinberg, der Anfang bis Mitte der Nuller-Jahre den lippischen Fußball in der Bezirksliga mit Frank Laabs vertreten hat. In dieser Zeit demonstrierte auch Laabs, dass er mit der Murmel umzugehen wusste, schwelgt in glückseligen Erinnerungen, als ihn Lippe-Kick auf diese Hochphase anspricht: „Ich erinnere mich noch an vieles“, startet er seinen persönlichen Rückblick, um dann präziser in der Historie zu kramen: „Ich erinnere mich an den „Langen“ Wolfgang Wächter, der mich geholt hat, Friedhelm „Schlingel“ Schling als ersten Vorsitzenden, Andreas Ridder als zweiten Trainer. Ralf Brockmann übernahm als dritter Coach, Lars Dr. Niere, und natürlich den besten Menschen des TuS 1912, den es je gegeben hat, Kasi Schierenberg.“ Die Mischung war interessant. So gab es einige alte Hasen, wie Fänger Gaby Thiel, die Kicker Bernd Stach, „Osti” Ostermann, John Mathews und natürlich “Laabes”. Einige junge Wilde mischten munter mit, ob der erst 18-jährige Steven Hengstler (Bild rechts), Stefan Poorten, Björn Brinkmann aus Kohlstädt, Stefan „ Buggi“ Burkhardt, Christian „ Burmi“ Burmeister, Julian „ Jule“ Maichner oder auch Sturmtank Jochen Werger. Unvergessen für Laabs: „Gegenspieler waren wir selbst im Training. Fünf gegen zwei – mit Erni Stach, wenn er da war, und nicht beim Kaffee in der Kabine, zwei Verletzte“, ging es bei diesem Warmmachspiel immer ordentlich zur Sache. Das von Wächter praktizierte Training war intensiv, für Laabs waren es „gefühlte drei Stunden.“ Welche Auswahloptionen standen zur Diskussion? „Abbruch oder noch zehn Minuten länger“, erklärt Laabs gegenüber Lippe-Kick. Er führt mit einem Lachen im Gesicht weiter aus: „Aber es hat fast jedem Spaß gemacht, auf dem tiefen Geläuf dem jeweiligen Trainer sich zu zeigen.“

 

„Kampf und Siegen, danach ein Bierchen“

 

Auch die Ergebnisse in der dritten Bezirksliga-Staffel waren ganz ansprechend. In der Spielzeit 2002/03 stand ein einstelliger Tabellenplatz mit schlussendlich acht Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang im Endklassement. In der Folgesaison wurde es beträchtlich besser, denn der dritte Rang war ein vorzeigbares Ergebnis – mit 59 Zählern

A. Schlingmann

auf der Habenseite. Platz sechs mit sechs Zählern weniger im Vergleich zum Vorjahr und in der letzten Saison von Laabs der elfte Rang mit 42 Punkten waren die Zahlenwerke in seiner weiteren Zeit bei den Hornschen. Inwieweit haben sich seine drei Trainer in der Spielidee unterschieden? Für Frank Laabs steht fest: „Das war von Trainer zu Trainer unterschiedlich. Bei Wächter war es Kampf und Siegen und danach ein Bierchen. Für Andreas Ridder war es wichtig, mit einem weniger gutem Team das Beste herauszuholen. Ralf Brokmann überzeugte mit seiner Akribie. Man musste unverletzt zu Kasi Schierenberg an die Theke

kommen.“ Als Lipper hilft man sich untereinander. Das galt auch einige Jahre später, im Jahr 2011, als der RSV Barntrup in die Landesliga aufstieg. Der TuS Horn-Bad Meinberg leistete fleißig Schützenhilfe, schlug den Barntruper Aufstiegsrivalen TuS Erkeln mit 2:1. Laabs hat immer noch den laufenden RSV-Boss Andreas Schlingmann vor Augen. „Er war vor Ort, rannte quer über den Platz und umarmte mich“, erklärt der mittlerweile 46-jährige Laabs. Seine Gene hat er weitergegeben, auch wenn sein Sohn Hendrik noch auf Kreisliga-Ebene kickt, für den SuS Pivitsheide unter Coach Karsten Kuczer. Laabs, ein Fußballer durch und durch, weiß, dass er seinem Sprössling in der Jugend stets geholfen hat. Er sagt: „Er hatte in der Jugend bei Jerxen/ Orbke eine super Zeit“, weshalb er seinen Sohn bis nach Rheine und Dortmund vor Ort unterstützte. Ein Tränchen muss das leidenschaftliche 1. FC Köln-Mitglied verdrücken, nörgelt er lachend: „Nur für den Effzeh wird es wohl nicht reichen.“ Dennoch wünscht er seinem Sohnemann, ebenfalls FC-Mitglied, bei den Pivitkern „alles Gute.“ Vom lippischen Fußball hat er sich trotzdem etwas weiter distanziert, gibt er bei Lippe-Kick zu. Was er allerdings beobachtet hat: „Der Zusammenhalt in den einzelnen Vereinen, denke ich, ist schon noch da. Über Qualität lässt sich streiten. Ich wäre mal gespannt, ob wir noch mal eine Mannschaft aus Lippe in der Landesliga sehen“, wird er dies wohl erst erleben, wenn seine Haare grau sind, er sich im wohlverdienten Ruhestand befindet.

 

 

 

 

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