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Kreisliga B1 Lemgo

FC Unteres Kalletal – Gelingt diesmal der Saisonstart?

Mit drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen ist der FC UK letzte Saison gestartet. Diesmal soll der Saisonstart deutlich besser gelingen.

 

 

Mingram will unter die Top-5

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Mit 27 Punkten aus 15 Spielen beendete der FC Unteres Kalletal die abgebrochene Saison im Niemandsland der Tabelle auf Rang acht. Der misslungene Saisonstart mit drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen brachte den FC UK schnell ins Hintertreffen. Diese Spielzeit will man von Beginn an oben dranbleiben. Wohin die Reise allerdings gehen soll, darüber ist man sich noch nicht so sicher. Zu viele offene Fragen gibt es nach der langen Pause. Verstärkt wurde der Kader bislang nur punktuell, man arbeitet im Hintergrund aber an weiteren Zugängen. Eine klare Meinung vertritt Coach Sven Mingram außerdem in Bezug auf die Situation beim Lokal-Konkurrenten aus Kalldorf.

 

Vier Testspiele hat der FC Unteres Kalletal bereits absolviert. „Die ersten beiden Spiele sind nicht aussagekräftig gewesen, es waren zu schwache Gegner“, meint Coach Sven Mingram (Bild rechts) mit Blick auf die Gegner SC Auetal II (4:2) und Grastrup/Retzen II (7:1). Mit dem FC Exter (2:0) und dem TuS Bexterhagen (1:2) hatte man danach „zwei starke Gegner, wo man dann auch gesehen hat, wo noch Sand im Getriebe ist.“ Mit dem Spiel gegen Exter, das neue Team von Ex-Kalldorf-Coach Stephan Brill, ist Mingram sehr zufrieden gewesen: „Gegen Exter hatten wir mit voller Kapelle antreten können, haben uns taktisch klug verhalten und kaum eine Chance zugelassen. Es sah nach Fußball aus.“ Gegen den A-Ligisten aus Bexterhagen musste der Coach dann drei Stammkräfte ersetzen. „Die Jungs aus der zweiten Reihe sind noch nicht so weit und wir hatten es gerade im vorderen Bereich schwer uns durchzusetzen. Trotzdem haben die Jungs ihr Bestes gegeben.“

 

Dankwerth: „Corona hat seine Spuren hinterlassen“

In den kommenden Wochen warten weitere Testspiele auf die UK-Kicker. Am Sonntag kommt der SC Rinteln II, eine Woche später ist der TSV Eintracht Exten II zu Gast. Die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel steigt dann am 23. August beim FC Union Entrup. UK-Geschäftsführer Fabien Dankwerth (Bild links) findet die zahlreichen Tests gut, „damit wir wieder in den Spielrhythmus finden, da man schon merkt, dass einige Monate nicht wirklich was ging.“ Doch auch vor dem Vorbereitungsbeginn hat der FC UK das Training schon einmal langsam hochgefahren und zweimal die Woche trainiert, „damit die Jungs wieder das Gefühl für den Ball bekommen und fit werden. Denn auch Corona hat bei dem einen oder anderen ein bisschen seine Spuren hinterlassen“, so Dankwerth. Das erste Highlight der Saison findet bereits am 30. August im Kreispokal statt. In der zweiten Runde ist die SG Bentorf/Hohenhausen zu Gast.

 

 

„Wir führen weitere Gespräche“

Schwierig gestaltete sich indes die Verpflichtung neuer Spieler, für Fabien Dankwerth in diesem Sommer ein zweischneidiges Schwert: „Ich persönlich kann einen Wechsel in so einer Zeit nicht gutheißen, da ich der Meinung bin, dass man gerade in so einer Situation dem Verein und seinem Team beistehen sollte. Dennoch haben auch wir Gespräche geführt, konnten aber auch nachvollziehen, dass viele bei ihren Vereinen erstmal schauen wollten, wie es weitergeht.“ Mit Felix Busch-Tolkemitt (Bild rechts), Benedikt Marzog und Justin Bilstein kann der B-Ligist drei junge Spieler begrüßen, die aus der A-Jugend kommen und jetzt im Seniorenbereich ihr Können zeigen wollen. Dazu wechselt Abdullah Haidari von der SG Ben/Hoh zum FC UK, nachdem er nach einer Fußballpause wieder durchstarten möchte. Auch der im Winter gekommene Sascha Kreie kann jetzt „seine Qualitäten einbringen, nachdem Corona das bisher verhindert hat.“ Wieder im Training sind auch ein paar Langzeitverletzte. Zudem ist die Transferperiode noch nicht vorbei: „Wir führen weitere Gespräche. Bis zum Saisonstart ist ja noch etwas Zeit.“

 

Mingram peilt die Top-5 an

So richtig zufrieden ist Coach Sven Mingram mit der bisherigen Vorbereitung trotz der teils ordentlichen Vorstellungen aber noch nicht: „Leider haben wir einige Studenten und auch Jungs, die weiter weg arbeiten. Es ist schwer, alle mal an Bord zu haben. Mit seinen Neuzugängen ist er allerdings „sehr zufrieden. Sie arbeiten gut und sind zuverlässig immer beim Training, sie werden sich noch weiter entwickeln, die Mannschaft besser kennenlernen“, meint er über Busch-Tolkemitt und Haidari. „Es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten.“ Die anderen beiden Neuzugänge waren noch nicht im Training. Mingram wünscht sich weitere Verstärkungen, auch für die Breite des Kaders, denn er findet den Kader aktuell „viel zu klein“ und meint: „Viel passieren darf da nicht. Wenn wir alle gut durchkommen und sich keiner schwerer verletzt ist ein Platz unter den ersten Fünf unser Ziel.“ Zudem will der FC UK „dieses Jahr besser in die Saison starten. Letzte Saison war der Anfang sehr holprig und wir konnten unsere Ziele schnell abhaken, das soll diese Saison anders werden.“

 

 

Mannschaft muss „gezielt an den Schwächen arbeiten“

In die gleiche Kerbe schlägt auch Fabien Dankwerth: „Im Vergleich zur letzten Saison wollen wir natürlich deutlich besser in die Saison starten. Da haben wir im letzten Jahr einige Punkte in den ersten Spielen liegen lassen. Zum Ende der Hinserie hatten wir uns dann stabilisiert und es lief besser. Da wären wahrscheinlich noch einige Punkte in der Rückserie drin gewesen, wenn Corona uns nicht gestoppt hätte.“ Um dieses Ziel aber zu erreichen, muss die Mannschaft „gezielt an den Schwächen in der Vorbereitung arbeiten, um dann in der Saison auf den Punkt da zu sein.“ Wo die Reise in dieser Saison aber hingeht ist aktuell „schwer zu sagen“, findet Dankwerth, denn „man kann nicht abschätzen, wie jeder Verein so aus der Corona-Pause kommt, aber auch, wie die Saison allgemein ablaufen wird.“

 

Mingram lobt Arbeit von Stephan Brill

Abseits des eigenen Vereins macht sich Sven Mingram aber auch Gedanken über das, was in den umliegenden Mannschaften passiert. Kritisch sieht er die Entwicklung in Kalldorf: „Stephan Brill (Bild links) war das Gesicht in Kalldorf. Alles drehte sich um ihn. Ich glaube, wenn sie damals vor sieben Jahren nicht diesen Glücksgriff gemacht hätten, wären die Lichter schon damals ausgegangen. Durch diese Situation und Problematik im Verein ist Stephan auf die Suche gegangen, um Spieler von seinem Konzept und auch vom Verein zu überzeugen.“ Was daraus entstanden ist bezeichnet Mingram als „märchenhaft“, denn: „Stephan hat in kürzester Zeit geschafft, wovon andere Trainer nur träumen: Den Aufstieg aus der C-Liga bis in die A Liga.“ Er lobt die Arbeit von Stephan Brill in den höchsten Tönen: „Er war der Kopf des Vereins, er hat immer sehr professionell gearbeitet und alles für seine Mannschaft getan. In meinen Augen der beste und komplexeste Trainer und in dieser Liga der, der am meisten unterfordert war.“

 

„Da traf Profi auf Amateur“

Der UK-Coach ist der Meinung, dass Brill in Kalldorf zu wenig Unterstützung bekommen hat: „Als Verein hat man zu wenig gearbeitet und zu wenig zum Erfolg beugetragen. Das Große und Ganze, in gewisser Weise auch die Ameisen neben dem Platz, gehört auch dazu. Da hatte Kalldorf einfach zu wenige Leute.“ Dass am Ende die Platzfrage in Kalldorf dazu geführt hat, dass Brill mittlerweile den FC Exter trainiert, ist für Mingram nicht nachvollziehbar: „Dass durch so eine Dummheit dann das Band zwischen dem Verein und Brill zerschnitten wurde, ist doch ganz klar. Da traf Profi auf Amateur und nichts anderes.“ Auch zu Brill-Nachfolger Frank Schwier hat Mingram etwas zu sagen: „Jetzt kommt noch hinzu, dass Frank Schwier auch A-Jugendliche hinter dem Rücken von UK nach Kalldorf geholt hat. Ich hätte mit den Spielern gerne gearbeitet, so war ich auch der einzige Trainer im Kalletal, der sich überhaupt für die Spielgemeinschaft in der A-Jugend interessiert hatte. Die Entwicklung mit Jugendspielern hat man verschlafen, indem man null Interesse gezeigt hat. Gerade in dieser Phase möchte ich Ben/Hoh als Vorzeigeverein stark kritisieren.“

 

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