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Kreisliga B2 Lemgo

SV Wüsten – Zuversichtlich, achtsam, aber ohne Stress

Beim SV Wüsten ist es wie an der Fleischtheke. Es stellt sich die Frage: Darf es gerne etwas mehr sein? Bahlo findet: Bitte nicht zu viel Stress.

 

„Nuancen werden entscheiden“

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Jung und unbekümmert anstatt alt und erfahren, der Wechsel auf der Trainerposition beim SV Wüsten rückt die neuen Verhältnisse zurecht. Achim Wenzel wurde durch den aufstrebenden Henri Ellerbrok ersetzt, der vom Ligakonkurrenten TSG Holzhausen/Sylbach II zu den Wüsten-Füchsen gelotst werden konnte. Das Trainer-Karussell drehte sich zuletzt auffällig schnell, beerbte Wenzel doch erst ab Sommer 2019 Sebastian Milde, den es zum FC Donop/Voßheide zog. Ebenfalls im Spielerkader begrüßt der neue Coach einige frische Gesichter.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Mit Philipp Smerat (Bild links) hat der Tabellensiebte aus der Vorsaison einem neuen Schnapper einen Wechsel schmackhaft gemacht. Smerat hütete zuletzt den Aluminiumkasten vom VfB Schloß Holte und bringt einige löbliche Meriten mit, wie auch SV Wüsten-Pressesprecher Marvin Bahlo findet: „Er hat schon höher gespielt, hat Führungsqualitäten, ist kommunikativ.“ Ebenfalls neu im Team sind Yanik Hesse, Frederik Wöhler, Sunit Saran und Rico Brandsmeier. Das Quartett vereint der Wüstener-Stallgeruch, haben sie allerdings die letzten Jahre nicht mehr vereinsmäßig gekickt. „Sunit Saran und Frederik Wöhler (Bild rechts) haben auch schon eine Menge Erfahrung, eine gute Übersicht und sind gute Führungsspieler, die die Jungen mitnehmen können“, attestiert Bahlo ihnen. In Hesse (Bild links unten) sieht er einen Kicker mit einer „guten Ballbehandlung“, der auch in Gänze „technisch sehr stark“ ist, somit auch im gegnerischen Abwehr-Dickicht dank seiner exquisiten Fähigkeit den Durchblick wahrt. „Daher verlief die Integration der Neuen problemlos, da sich alle untereinander und auch das Umfeld kennen“, erklärt Bahlo gegenüber Lippe-Kick. Das Torwartcoaching wird ein Stück weiter professionalisiert, kommt mit Dennis Tacke ein ehemaliger Torhüter, um in diesem Segment konkret anzuleiten. Sturmtank Ibrahim Sory Camara (SV Werl-Aspe) hat dagegen ebenso den Verein verlassen, wie Joel Sinn und Kai Richner (beide aufgehört mit Fußball).

 

 

 

„Abstandsregelungen und Gesundheit sind das Wichtigste”

 

Henri Ellerbrok

Die Fußarbeit ist relativ früh wieder begonnen worden bei den Wüstenern, benennt Bahlo die Hintergründe, die dazu geführt haben: „Wir haben bereits so früh wie möglich versucht, wieder mit dem Fußball spielen zu beginnen, weil uns der Austausch untereinander einfach wichtig ist und wir allen die Möglichkeit bieten möchten, sich sportlich zu betätigen, gerade auch für Kinder und Jugendliche.“ Dies ist auch der Grund, warum der SVW gemeinsam mit der Stadt Bad Salzuflen ein Hygienekonzept auf den Weg gebracht hat, was realistisch ist. Zunächst sind etwa Übungen in Kleingruppen abgehalten worden, gab es dann den Startschuss mit der angemessenen Vorbereitung im fortgeschrittenen Monat Juli. Bahlo unterstreicht: „Abstandsregelungen und letztendlich die Gesundheit aller Spieler und Betreuer ist für uns natürlich das Wichtigste.“ Zurück auf den Platz: Gegen den Detmolder B-Ligisten SuS Pivitsheide II ist ein komfortabler 5:1-Kantersieg eingefahren worden. Es folgen Probematches in Brake und Kirchheide, gegen Lüerdissen, ehe am 30. August das Kreispokal-Spiel gegen den SV Werl-Aspe den Saisonstart einläutet. „Nun wollen wir in den nächsten Freundschaftsspielen das Gelernte im Training weiter versuchen umzusetzen und die Automatismen zu stärken“, so die Marschroute, die Bahlo seinem Team mit auf den Weg gibt.

 

„Spaß haben und fair miteinander umgehen“

 

Zu viel Druck mit dem Festlegen von einem konkreten Saisonziel heraufzubeschwören, das möchte Marvin Bahlo tunlichst vermeiden, kann er diese Vorsicht auch angemessen erläutern: „Gerade im Fußball zeigt sich, dass durch eine Aktion alles ganz anders laufen kann als erhofft. Letztendlich spielt das Glück immer eine große Rolle und Nuancen entscheiden darüber, ob es in die eine oder andere Richtung geht.“ Allerdings: „Das bedeutet nicht, dass auch wir keine Ziele verfolgen“, was im Detail lautet: „Ein Ziel ist es, zum Beispiel die Jugendspieler weiter an den Seniorenbereich heranzuführen. Ein weiteres lautet, dass alle sich wohlfühlen, Spaß haben und fair miteinander umgehen. Das klingt für die meisten selbstverständlich, ist aber immer wieder eine große Herausforderung, gerade im Fußball.“ Allerdings ist vor allem dies für den Amateurfußball ausschlaggebend, lässt dann der sportliche Erfolg nicht allzu lange auf sich warten. „Daher bin ich froh, dass wir das hinbekommen“, so ein zuversichtlicher Marvin Bahlo, der abschließend mitteilt: „Für die nächste Saison hoffe ich, dass wir diese hoffentlich ohne größere Zwischenfälle durchbekommen und einen spannenden, fairen Wettbewerb haben. Insbesondere vor dem Hintergrund wieder steigender Fallzahlen.“

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