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Was macht eigentlich…? Teil 3: Christian Arnold

Christian Arnold war einer der besten und erfolgreichsten Fußballer in Lippe. Der langjährige Coach der „alten Schule“ ist seit Jahren in diesem Sektor allerdings nicht mehr tätig. Lippe-Kick-Reporter Henning Klefisch hat sich mit ihm unterhalten.

 

 

„Fühle mich auch ohne Verpflichtungen wohl.“

 

Allgemein (hk). Sind wir doch mal ehrlich: Man kann über Christian Arnold denken, was man will, aber seine Erfolge sprechen für sich. Seine fußballerische Ausbildung genoss der mittlerweile 49-Jährige beim Westdeutschen Amateurmeister von 1950, dem TSV Detmold, dies auf dem legendären Pinneichen-Sportplatz. Es folgten Stationen als Senioren-Kicker in der Oberliga beim TuS Paderborn/Schloss Neuhaus, bei der Spielvereinigung Brakel, beim TuS Horn-Bad Meinberg (Verbandsliga), TSV Detmold (Landesliga) und beim Bezirksliga-Vertreter BSV Heidenoldendorf. Auch als Spieler setzte er Duftmarken, trainierte den TuS Lüdenhausen, FSV Pivitsheide, TuS Eichholz/Remmighausen, zuletzt den TuS Horn-Bad Meinberg. Gleich dreimal wurde er lippischer Torschützenkönig, gewann im Januar 2004 sensationell den LZ-Cup mit dem TuS Lüdenhausen, mit dem er in der gleichen Spielzeit die beste lippische Mannschaft stellte. Und: 2016 führte er zusammen mit Erhan Eksioglu das Auswahlteam Detmold zu einem beeindruckenden 5:2-Erfolg gegen die favorisierte Lemgoer Auswahl beim Best of Lippe-Kick in Barntrup.

 

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Von Henning Klefisch

 

Für den diplomatischen Dienst bietet sich Christian Arnold (Bild links) nicht an. Bei ihm weiß man, woran man ist. Er sagt die Wahrheit, auch wenn sie unbequem ist. Was sich im lippischen Fußball so abspielt, das nimmt er aufmerksam wahr, besucht gerne auch die Partien von seinen Ex-Vereinen, um dort mit alten Weggefährten „das eine oder andere Pläuschen zu halten oder ich tausche Erinnerungen aus“, erklärt Arnold, der sich beim lippischen Fußball-Portal seines Vertrauens in heimischen Gefilden weiterbildet: „Und die Ergebnisse am Sonntagabend nachschauen auf Lippe-Kick sind natürlich fest im Ablaufplan verankert.“ Dort hat er auch nachvollzogen, dass nach jahrelanger Wanderschaft der Lipper durch die ersten drei Bezirksligen in der kommenden Spielzeit endlich wieder eine lippische Bezirksliga-Gruppe zustande kommt, ist diese mit gleich neun Lippern bestückt. Diese Einteilung sieht er „positiv“, erklärt er doch völlig treffend: „Da ist die Möglichkeit für einen lippischen Landesligisten natürlich viel höher als vorher. Und das wäre ja mal wieder etwas.“

 

 

 

„Fast alle Vereine haben dieselben Probleme.“

 

 

Als „etwas problematisch“ betrachtet er den Schwund an Vereinen, dementsprechend auch der Mannschaften. Bereits in den Junioren fällt es auf, dass immer mehr Jugendspielgemeinschaften gemeldet werden, kommen auch im Seniorenfußball SG’ s immer mehr in Mode. Auf Dauer wird dies definitiv die Quantität, infolgedessen auch die Qualität deutlich mindern. „Es gibt hier natürlich auch immer Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen haben fast alle Vereine dieselben Probleme“, gibt Arnold via Lippe-Kick zu bedenken. Wie sieht es mit einem Trainer-Comeback aus? „Wenn etwas Interessantes kommt, kann man da sicherlich drüber nachdenken. Es muss halt alles passen und Spaß machen und da spielt die Liga erst einmal keine Rolle“, würde er wohl auch als Entwicklungshelfer im Trainer-Sektor aktiv werden. Seine Erklärung für die mehrjährige Pause: „Als ich 2016 aufgrund gesundheitlicher Probleme aufhören musste, war zwei Jahre erstmal absolute Ruhe und ich musste langsam wieder fit werden. Danach gab es die eine oder andere Anfrage und auch nette Gespräche. Letztendlich hat es aber nicht sollen sein. Im Moment fühle ich mich auch ohne Verpflichtungen wohl“, betont er, lässt sich zugleich ein Hintertürchen offen: „Man soll aber niemals nie sagen.“ Bis dahin spielt er gerne Tennis, kickt in den Alt-Herren oder erkundet das schöne Lipperland mit seinem Motorrad.

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