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Kreisliga B Detmold

SuS Pivitsheide II – Kapitän Müller geht von Bord

Seine Konsequenzen zieht nach zweijährigem Wirken Sören Müller, der mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer-Amt zurücktritt. Lippe-Kick liefert dazu die Hintergründe.

„Tut mir unglaublich leid für den harten Kern”

 

Kreisliga B Detmold (hk). Die Ausbeute in der Vorsaison war mager. Klar, man hätte sich vor dem Serien-Stopp durch Corona noch retten können. Doch ein Dutzend Punkte aus 19 Partien, das war keine Bilanz zum Zungeschnalzen. Nun zieht Coach Sören Müller die Reißleine. Selbst war er ein Mentalitätsspieler, ein Stabilisator in der Defensive, der mit seiner Aggressivität, seinem cleveren Stellungsspiel und einer kompromisslosen Zweikampfführung beeindruckte. Vor allem war jedoch seine Einstellung ein Pluspunkt bei ihm. Genau dieses Kriterium vermisst er nun bei seinen Schützlingen, weshalb er wenige Tage vor dem Saisonstart seinen Trainerdienst vorzeitig quittiert.

 

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Sören Müller

Wie bereits im Lippe-Kick-Insidereport angedeutet, hat der letztjährige Team-Detmold-Auswahltrainer gemerkt, dass seine Jungs nicht mehr wie gewünscht mitziehen. Er kritisiert unverblümt: „Leider hat sich in den letzten Wochen der Vorbereitung herauskristallisiert, dass der Ehrgeiz und die Ziele, die ich als Trainer verfolge, nicht mit denen einiger Spieler zusammenpassen.” Die erste Spielzeit tituliert er durchaus als erfolgreich, stand doch ein vorzeigbarer neunter Tabellenplatz als Saison-Ausbeute. Dann folgte der Exodus von vielen Spielern in der ersten Mannschaft, was es dem avantgardistisch geprägten Coach erschwerte, die zweite Mannschaft weiterzuentwickeln, „einen sicheren Tabellenplatz zu erspielen und als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen.” So kam es zur jüngsten Flop-Saison, aus der ein natürlicher Ehrgeiz hätte geweckt werden sollen. Der Hindernis-Grund: „Leider war die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung so gering durch unterschiedliche, teils kuriose Gründe, dass ich einfach nicht die Möglichkeit sehe, Fußball, so wie ich ihn mir vorstelle, der Mannschaft näherzubringen und die mir gesetzten Ziele zu erreichen.” Alle Spieler über einen Kamm zu scheren, sie mit der Kritik pauschalisierend zu behandeln, nein, das vermeidet er. Zugleich beweist er Empathie, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch klarstellt: „Es tut mir unglaublich leid für den harten Kern, die alles gegeben haben und kann nur sagen, macht weiter so.” Zudem verwendet er auch Worte der Dankbarkeit, indem er sagt: „Ich möchte mich für die zwei Jahre recht herzlich bedanken und wünsche allen Spielern und dem gesamten Verein ein erfolgreiches Jahr und viel Erfolg für die Saison.”

 

Müller in der Beobachter-Rolle

 

Im fußballverrückten Familienvater brennt es zu sehr, um dem Trainerjob Lebewohl zu sagen. Die Marschroute ist für ihn feststehend: „Was die Zukunft angeht, möchte ich selbstverständlich wieder auf die Trainerbank zurückkehren”, lodert das Feuer für den Kick weiterhin in ihm, gilt Müller als ehrgeizig und motiviert. Er brennt für eine neue Herausforderung, sagt er doch bei Lippe-Kick: „Mir macht es unglaublich viel Spaß, als Trainer zu arbeiten.” Wie sieht die nähere Zukunftsplanung aus? „Man wird sehen, ob das eine oder andere interessante Gespräch folgt. So lange werde ich mir die eine oder andere Mannschaft auf dem Sportplatz anschauen, die man sonst nur als Gegner kennt und die Chance nutzen, einfach mal ein bisschen rumzukommen auf den lippischen Fußballplätzen.” Die Enttäuschung steht SuS Pivitsheide-Obmann Henning Diekmann ins Gesicht geschrieben, bekräftigt er gegenüber Lippe-Kick: „Ich habe in einem längeren Telefonat versucht, ihn davon zu überzeugen weiterzumachen. Das hat leider nicht funktioniert. Ich finde es sehr schade, dass er aufhört, bedanke mich für die gute Zusammenarbeit“, hat es dem langjährigen Pivitker große Freude bereitet, mit Müller zwei Serien zu agieren. Diekmann rechnet fest damit, dass man sich im lippischen Fußball wiedersehen wird, steht für ihn vor allem fest: „Für mich ist wichtig, dass man sich in die Augen schauen kann.“ Für die Zukunft wünscht der 35-Jährige seinem Ex-Coach „alles Gute“, geht man trotz der plötzlichen Entscheidung freundschaftlich auseinander.

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