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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 1. Spieltag 2020/21

Packende Derbys, volle Sportplätze, dies in neuer Hülle und Fülle. Die Lust auf die neue Serie ist ungebrochen.

Eine bekannte Reise in das Ungewisse

Bezirksliga 3 (hk). Ihr wolltet es. Ihr bekommt es! Die Lippe-Liga im überkreislichen Sektor. Die einen sprechen von der Champions League mit vielen Lippern, vielleicht ist eher die Höx-Lip-Liga angesagt, denn neben den neun Lippern sind auch sieben Höxteraner mit von der Partie. Am Sonntag geht es direkt rein in das neue Abenteuer. Drei Lippe-Derbys stehen direkt zum Auftakt an, wenn der FC Augustdorf auf die SG Hiddesen/Heidenoldendorf, der TuS Lipperreihe auf den SV Eintracht Jerxen/Orbke trifft und der TBV Lemgo sich mit dem TSV Oerlinghausen duelliert. Barntrup empfängt den alten Bekannten Brakel II, Neuling Lügde bekommt es mit dem TSC Steinheim zu tun und der Post TSV Detmold sammelt Bonusmeilen. Für sie geht es Richtung Bad Driburg, zum SV Dringenberg.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch & André Bell

 

SV Höxter vs. VfR Borgentreich

(ab). Für viele Trainer und Journalisten gilt der SV Höxter als der große Aufstiegsfavorit. Als Aufsteiger. Die sinnvollen Investitionen im Sommer verstärken den SV, ohne Frage. Coach Uwe Beck gibt allerdings nichts darum, was andere erwarten: „Es geht für mich und uns keineswegs darum, den Einschätzungen anderer gerecht zu werden. Wir konzentrieren uns darauf, unser Ding zu machen.“ Und das besteht daraus, einen „attraktiven, hochwertigen und schnellen Fußball zu spielen und mutig nach vorne zu verteidigen. Wir wollen, egal gegen wen, das Spiel in die Hand nehmen und dominieren. Das Spielermaterial dafür ist vorhanden.“ Über allem steht aber „die Entwicklung dieser Mannschaft“, so Beck. Und „unabhängig von irgendwelchen Tabellenplatzierungen gilt es Spaß zu haben“ und auch die „Zuschauer dabei mitzunehmen.“ Da würde ein Sieg im Kreisderby gegen den VfR Borgentreich sicherlich zu beitragen. Beck weiß, was da auf seine Truppe zukommt: „Borgentreich ist eine Truppe, die sich eher selten aufgibt. Wir haben großen Respekt und werden sehr körperlich spielen müssen, um zu bestehen. Kommen wir gut rein und bringen unsere Qualität auf die Platte, bekommen wir bestimmt Gelegenheiten, das Spiel in unsere Richtung zu lenken.“ Und auch die personelle Situation tut dem guten Gefühl keinen Abbruch. Zwar werden insgesamt zehn Akteure verletzungsbedingt ausfallen, aber „der große Kader wird das auffangen und wir können Sonntag auch von der Bank noch nachlegen.“

 

Matthias Thamm hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

SV Dringenberg vs. Post TSV Detmold

(hk). Sven Schmidt legt sich fest: „Für mich ist Post TSV Detmold einer der großen Meisterschaftskandidaten. Eine Mannschaft, die sich dieses Jahr noch einmal richtig gut verstärkt hat, über eine enorme Qualität verfügt, spielerisch sehr stark ist“, weshalb der Coach vom SV Dringenberg die Residenzler „absolut zu den Titelkandidaten“ zählt. Dennoch wollen sich die Burgkicker als wehrhaft präsentieren, alles investieren, um die volle Punktzahl zu verbuchen. Vor allem die Komponenten Mut und Aggressivität fordert der Blondschopf von seinem Team ein, sollen die spielstarken Postler auffällig früh attackiert respektive gepresst werden, um beim Spielaufbau auf lange Bälle zurückgreifen zu müssen. Wenn man sich die Vorbereitung etwas präziser vor Augen führt, dann sollte der SVD sehr selbstsicher auftreten. Schließlich wurden doch Rivalen wie der SV Marienloh (5:1), SW Sende (4:0), Albaxen (6:0), SG Boke/Bentfeld (3:2) und der Türkischer SV Horn (2:0) in den Testspielen zurechtgestutzt. Schlappen wurden gegen DJK Mastbruch und Spielvereinigung Brakel (je 1:5) hingenommen. Zu einer 3:3-Punkteteilung kam es bei der SG Bellersen/Aa-Nethetal. Im Kreispokal ist der SV Herste standesgemäß mit 7:2 besiegt worden, unterlag man dem FC Nieheim nach Verlängerung mit 1:3.

 

Mit allerhöchster Wertschätzung in seiner Stimme spricht Post TSV Detmold-Coach Andre Patscha (Bild links) über den kommenden Rivalen: „Der SV Dringenberg ist ein spielerisch gutes Team mit enormer Zweikampfstärke! Sie haben Spieler wie Neumann mit Landesliga-Erfahrung drin, die das Team führen und leiten. Neumann kenne ich noch aus meinen aktiven Zeiten“, sind die Aussagen von Patscha deshalb als höchst seriös einzuordnen. So wirklich zufrieden klingt der langjährige Ballmagnet nicht, wenn er die Vorbereitung seiner Mannschaft als „ein großes Hin und Her“ beschreibt. Dies kann er auch konkreter fassen: „Mal nach Eichholz-Remmighausen auf den Platz, dann nach Pivitsheide und ähnlich verliefen die Spiele!“ Es begann mit einer 2:3-Niederlage gegen den FC Türksport Bielefeld in einem hart umkämpften Spiel. Es folgten Tor-Orgien mit 24 Toren in den vier Partien gegen den SC Borchen (4:0), BSV Müssen (8:1), SW Sende (6:3) und Germania Hagen (6:3). Einen Dämpfer musste die Post-Kutsche beim jüngsten 2:3 beim Türkischen SV Horn mitnehmen. Patscha resümiert gegenüber Lippe-Kick: „Wir konnten aber aus allen Spielen unsere Lehren ziehen und dadurch Fehler analysieren und abstellen!“ Hilfreich ist der personell frische Wind: „Unsere Neuzugänge sind alle sehr gut hereingekommen und haben uns in der Breite besser aufgestellt.“ Die Personalsituation im Team von Chefcoach Ralf Brokmann ist positiv, fehlen nur die beiden Langzeitausfälle Christian „Kikki“ Schiprowski und Michael Ring. Beide sind jedoch im Aufbautraining, scharren mit den Hufen, um wieder munter mitzumischen. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich wieder losgeht“, betont Andre Patscha abschließend im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Im Burgstadion in Dringenberg pfeift Referee Kilian Krämer diese Begegnung um 15.00 Uhr an.

TuS WE Lügde vs. TSC Steinheim

(hk). Alles neu für die Westfälische Eiche aus Lügde, die mit dem neuen Coach Sascha Weber extrem viel getestet hat. Um das Selbstvertrauen zu erweitern, wurden Siege gegen den FC Preußen Hameln (3:2), den Türkischen SV Horn (2:1), die Spielvereinigung Bad Pyrmont II (4:2), TBV Lemgo II (7:1), TuRa Heiden (6:0), zuletzt ein grandioser 6:1-Erfolg über die SG Brakelsiek/Wöbbel, dazu ein Remis gegen die SF Oesterholz/Kohlstädt (1:1) verbucht. Beim FC Augustdorf erlitten die Osterräderstädter eine 2:4-Niederlage. Ein Buch mit sieben Siegeln sind die Gäste aus Steinheim, liegt das letzte überkreisliche Abenteuer für Lügde schon einige Jahre zurück. Beim TuS-Torwart Felix Wessel (Bild rechts) ist die Kellervergangenheit vom TSC nicht verborgen geblieben, sagt er schließlich: „Ich weiß nur, dass sie im vergangenen Jahr im unteren Drittel gestanden haben.“ Nach der langen Pause gieren die Südostlipper wieder nach Pflichtpartien, möchte der TuS WE Lügde auch im überkreislichen Fußball echte Duftmarken setzen, mit einem unverkennbaren Fußball eine eigene Fußball-DNA zeigen. Die Motivation ist am Anschlag, erklärt Wessel bei Lippe-Kick: „Die Vorbereitung war gut, wir hatten mit Ausnahme von einer Woche einen Durchschnitt von 16 bis 17 Leuten im Training. Die Neuzugänge haben sich bisher super integriert und die Testspiele waren auch zumeist positiv“, blickt er zurück. Auf die urlaubenden Philipp Deppe (Bild links) und Patrik Roefs muss verzichtet werden. Trotzdem soll der größtmögliche Ertrag verbucht werden: „Ziel ist es natürlich, am Ende des Tages die drei Punkte an der Emmer zu behalten.“

 

Auf dem Rasenplatz an der Emmerkampfbahn pfeift Lennart Hohmann das Auftaktspiel für den Bezirksliga-Aufsteiger gegen den Vorjahres-Neuling an. Ab 15.00 Uhr rollt der Ball.

 

TuS Lipperreihe vs. SV Eintracht Jerxen-Orbke

(ab). „Neue Liga, neue Gegner“, heißt es für den TuS Lipperreihe, der vor seiner ersten Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte steht. Ein Wort fast die momentane Lage am besten zusammen: „Vorfreude.“ Mit dem SV Eintracht Jerxen-Orbke wartet auf den TuS ein anderer Aufsteiger und zudem ein „spiel- und laufstarker Gegner, der in seiner Entwicklung sicher etwas weiter ist als wir“, wie Timo Kapale meint. Er erwartet also gleich im ersten Saisonspiel, „wie in allen Spielen der Liga, ein knappes und enges Spiel.“ Der TuS Lipperreihe ist „gut durch die Vorbereitung gekommen“ und fühlt sich „bereit für den Start.“ Auch, wenn man bei dem „ein oder anderen die lange Zwangspause noch merkt. Hier und da zwickte es in der Muskulatur, so dass noch nicht alle Spieler auf einem Niveau sind“, so Kapale weiter. Das wird dem TuS vermutlich auch „die nächsten Wochen noch begleiten.“ Deshalb ist der Kader auch ganz „bewusst breit aufgestellt und der Prozess der Vorbereitung ist mit Saisonstart ohnehin noch nicht abgeschlossen“, weshalb das Duell mit den Junx gleich ein wichtiger Prüfstein sein wird.

 

Mit ordentlich Rückenwind nach dem Gewinn des Kreispokals am vergangenen Sonntag fährt der SVEJO nach Lipperreihe. Der Kader ist „mit 16, 17 Leuten, die in Frage kommen, ganz gut bestückt. Wir sind gut gerüstet“, findet Coach Marco Schlobinski. „Zwei Aufsteiger mit Euphorie aus der Aufstiegssaison“ treffen also am Sonntag aufeinander. Der Coach erwartet eine „junge, griffige Mannschaft gegen uns. Wir müssen wach sein, gut dagegenhalten, und wollen defensiv gut stehen, um in der Liga anzukommen und dann auch im ersten Meisterschaftsspiel nach langer Zeit.“ Und wenn das gelingt, soll auch der „Jerxer Fußball“ zu sehen sein: „Wir wollen mutig sein, zweikampfstark, uns viele Abschlüsse erarbeiten. „Dann“, so hofft Schlobinski, „werden wir hoffentlich einen erfolgreichen Saisonstart erreichen.“

 

Schiedsrichter Rene Gimmler aus Paderborn pfeift das Aufsteiger-Duell um 15.00 Uhr an.

RSV Barntrup vs. Spvg Brakel II

(hk). Einen nicht zu unterschätzenden Vorteil hat der RSV Barntrup. Seit zwei Wochen befindet man sich bereits im Wettbewerbsmodus, gab es gleich drei Kreispokal-Spiele, dies gegen hochkarätige Gegner wie Oerlinghausen (4:2), Asemissen (4:2) und gestern Abend SV Werl-Aspe (3:4 nach Elfmeterschießen). Vor allem die jüngste Final-Niederlage nach Duellen vom Punkt schmerzt gewaltig. Solch eine hohe Belastung so kurz vor dem Liga-Start, das ist für Barntrup-Coach Daniel Barbarito schlicht zu anspruchsvoll, sind die Auswirkungen nach den kraftzehrenden Spielen erheblich. „Von daher weiß ich nicht, ob wir am Sonntag zu 100 Prozent in der körperlichen Verfassung sind, über 90 Minuten Vollgas zu geben.“ Sehr wahrscheinlich, dass die Barntruper deshalb gegen die Brakeler-Reserve munter durchwechseln werden. Im Abschlusstraining steht Regeneration ganz weit oben an der Tagesordnung. Die Ausfallzeit für Johannes Lindemeyer (Bild rechts) beziffert er auf zwei bis vier Wochen, hat er sich einer Lungenoperation unterziehen lassen müssen. Martin Rethmeier hängt seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel, wegen einer Verletzung am Fersensporn. Patrick Brinkmann und Jan-Malte Opitz fehlen nur temporär, befinden sich beide jeweils im Urlaub. Trotzdem darf der Coach aus 19 Akteuren seine Startelf auswählen. Die mögliche Erfolgsmischung lautet: „Wir wollen uns auf unsere Stärken besinnen. Das ist ein flaches Kurzpassspiel auf unserem Kunstrasenplatz. Dafür brauchen wir eine hohe Laufbereitschaft, da ich glaube, dass Brakel II sich hinten reinstellen wird.“ Dass bei der Spielvereinigung echte Stützen weggebrochen sind, hat Barbarito registriert, auch, dass sie vor allem Neuzugänge aus den unteren Ligen verpflichtet haben. „Brakel II steht eine ganz, ganz schwere Saison bevor“, befürchtet Barbarito, weshalb ein Heimsieg fast schon zur Pflichtaufgabe wird. Allerdings hat der liebe Fußball-Gott vor dem Erfolg die Arbeit gesetzt, betont der junge Coach im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir müssen mit der nötigen Konzentration, Aggressivität und Laufbereitschaft an dieses Spiel herangehen.“ Seine Warnung ist eindringlich: „Es gibt eine ganz böse Überraschung, wenn wir nur einen Gedanken daran verschwenden, dass wir die drei Punkte sicher haben.“ Dass seine Mannschaft fußballerisch nicht die Glocken vom Kirchturm spielt, weiß der leidenschaftliche Coach, der vor allem an die Mentalität seiner Spieler appelliert.

 

Ganz bestimmt wird die Spielvereinigung Brakel II nicht breitschultrig daherkommen. Nur ein 4:3-Testspiel-Sieg, direkt zum Auftakt beim SV 06 Holzminden, gab es zu bestaunen. Danach folgten sechs Pleiten in Serie in den Gastspielen gegen den SV Germania Bredenborn (0:4), SV Albaxen (4:8), SG Erkeln/Hembsen (1:3), Türkischer SV Horn (1:2), TSV Lenne (3:7) und am Sonntag erst gegen den TuS Lüchtringen (2:4). Einerlei. Diesen Spielen sollte auch nicht zu viel Bedeutung eingeräumt werden, möchte Brakels Trainerfuchs Norbert Dölitzsch damit auch ein Stück weit abschließen, wenn er Lippe-Kick mitteilt: „Trotz der negativen Ergebnisse in der Vorbereitung und unserer angespannten Personallage gehen wir mit Vorfreude in die neue Saison.“ Was wirklich interessant ist: „Der letzte Gegner vor Ausbruch der Pandemie ist auch zugleich der erste in der Meisterschaft. Barntrup, ein starker Gegner, hat in allen Testspielen bislang überzeugt“, ist durchaus eine große Portion Respekt vernehmbar.

 

Ingo Günzel pfeift dieses Spiel um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Barntrup an.

 

FC Augustdorf vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(ab). Mit der Qual der Wahl und einem „großen Kader“, der 23 Feldspieler und zwei Torhüter umfasst, startet der FC Augustdorf in die neue Spielzeit. „Das heißt, am Wochenende werden auch einige Jungs in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen“, verrät Matthias Heymann, der aktuell kaum Grund zur Klage hat: „Im Training ist richtig Feuer drin. Jeder will im ersten Spiel natürlich im Kader und im besten Fall natürlich auch in der Startelf stehen.“ Lediglich auf Samuel Friesen, Mark Babori, Dennis Seiler und Jürgen Rau muss Heymann verzichten, die vier stehen nicht zur Verfügung. Die Gäste aus Hiddesen/Heidenoldendorf zählen für einige zu den Aufstiegskandidaten, Matthias Heymann sieht die SG „im oberen Mittelfeld hinter den Meisterschaftsfavoriten“ und somit mit seiner Tuppe „auf einem Niveau.“ Am Sonntag wird es „auf Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen. Natürlich haben wir zum Ziel, mit drei Punkten in die neue Saison zu starten.“

 

Die Kicker der SG Hiddesen/Heidenoldendorf scharren bereits mit den Hufen und sind „sehr froh, dass wir endlich wieder um Punkte spielen können. Wir haben die Wettbewerbssituation vermisst nach der Corona-Pause“, so Coach Markus Rüschenpöhler. Allerdings wird es „auswärts in Augustdorf, wie immer, sehr unangenehm“ für seine Mannschaft werden. „Gerade am ersten Spieltag wird da richtig was los sein.“ Der FCA ist „immer sehr heiß“ und tritt „körperbetont und aggressiv“ auf. „Augustdorf wird es zu Hause jedem Gegner schwer machen. Meine Jungs wissen, worauf sie sich einstellen müssen.“ Rüschenpöhler wartet ein „packendes Spiel“ und sieht den FCA auf eigenem Platz „leicht favorisiert“, will aber natürlich „auch da punkten.“ Allerdings musste der Coach in den letzten Tagen einige verletzte und angeschlagene Spieler hinnehmen und ist sich „noch nicht ganz sicher, wer auflaufen kann und wird.“ Doch trotz der Ausfälle wird die SG „wie immer eine ordentliche Anzahl an Spielern mit nach Augustdorf nehmen.“ Markus Rüschenpöhler hat „großen Respekt vor der Aufgabe.“ Alles Weitere würde man dann erst „im Verlauf der Saison sehen, wer sich wo und wie einordnet, welche Stärken die Mannschaften haben. Das ist nach der Pause und mit der neuen Zusammensetzung der Liga noch nicht absehbar.“

 

Wilhelm Hackl, ebenfalls Detmolder, pfeift die Partie um 15.00 Uhr an.

 

FC Blau-Weiß Weser vs. FC PEL

(ab). Beim FC Blau-Weiß Weser hat sich im Sommer einiges getan, mit Stefan Lübke, Simon Hartmann und Leon Krüger sind drei Stammspieler der vergangenen Jahre nicht mehr da. Gleichwertig ersetzt werden konnten vor allem diese drei Spieler nicht. Immerhin entspannt sich die personelle Situation im Vergleich zu den letzten Wochen, da mit Alessio Carmisciano, Sebastian Seibt und Timo Bornscheuer drei Spieler in den Kader zurückkehren, §die in der letzten Woche und im Pokal nicht mitmachen konnten“, wie Coach Marcus Menzel meint. „Das ist schonmal positiv.“ Ansonsten sind auch die Blau-Weißen natürlich „wie alle anderen heiß darauf, dass es endlich losgeht, auch, wenn man noch nicht weiß, wo man steht. Das wird sich dann zeigen. Auch den Gegner oder die Vorbereitungsspiele zu bewerten ist relativ.“ Eine klare Zielsetzung gibt es dagegen für seine Mannschaft: „Wir spielen zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten und wollen die Punkte am Platz behalten.“

 

PEL-Coach Matthias Rebmann glaubt, dass es „für jeden Verein schwierig ist, nach so einer Pause richtig in Gang zu kommen.“ Seine Mannschaft ist seit sechs Wochen im Training, es wurden die Abläufe wieder einstudiert. Mit dem FC Blau-Weiß Weser kommt eine schwierige Aufgabe auf den FC PEL zu: „Gegen Weser waren es immer schwierige Spiele für uns, das ist gut organisierter Gegner, gerade in der Defensive. Sie haben ein gutes Umschaltspiel nach vorne, da hat sich aber viel verändert. Der beste Stürmer ist weggegangen, einige andere auch. Da müssen wir mal gucken, wer da spielt und wie sie die Offensive spielen. Das müssen wir uns erst angucken, und dann überlegen, wie wir darauf reagieren.“ Grundsätzlich ist der FC BW Weser aber „immer gefährlich, die haben sich über Jahre eingespielt, das wird sich auch nicht verändern. Besonders gefährlich sind sie immer dann, wenn sie vorlegen, dann wird es ganz schwierig, wieder ins Spiel zurückzukommen. Das müssen wir verhindern, wir wollen selbst in Führung gehen.“ Damit es dann auch klappt mit den gesteckten Zielen: „Wir wollen zum Auftakt drei Punkte mitzunehmen. Das ist uns in der Vergangenheit nicht so oft gelungen. Es wäre wichtig mal einen guten Start für das Selbstvertrauen zu haben.“ Die eigene Spielweise ähnelt im Übrigen der des FC BW Weser. „Auch wir wollen aus der Abwehr schnell nach vorne spielen, das hat im Kreispokalendspiel in der ersten Halbzeit gut funktioniert, in der zweiten nicht mehr, da waren wir dann zu hektisch. Da müssen wir dran arbeiten, das wollen wir besser machen. Und dann werden wir auch gegen Weser zu Torchancen kommen.“ Allerdings sieht es in Sachen Kader „nicht so rosig aus“, wie Rebmann meint. Jonas Riepe fällt noch länger aus, Jan Michels hat kommende Woche einen OP-Termin, auch Timo Koch ist verletzt und Kai Stolte musste im Pokal-Endspiel kurz nach der Halbzeit mit einer schweren Prellung ausgewechselt werden.

 

Anstoß im Beverstadion ist um 15.00 Uhr, Sebastian Rettler leitet das Spiel.

 

TBV Lemgo vs. TSV Oerlinghausen

(ab).TBV Lemgo-Co-Trainer Matthias Olfert macht sich nicht viel aus Testspielen, hat sich deshalb auch „nicht mit den Testspiel-Ergebnissen von Oerlinghausen auseinandergesetzt.“ Er setzt da lieber auf eigene Erfahrungen: „Ich weiß nur, dass Miron ein Schlitzohr ist und seine Jungs heiß gemacht hat. Die werden am Sonntag alles reinhauen. Miron kennt ja die meisten Spieler und wird sich darauf einstellen.“ Auch die von den Ergebnissen der eigenen Testspiele kann sich der TBV Lemgo „nichts kaufen. Die sind Vergangenheit. Am Sonntag beginnt alles wieder bei null.“ Aber das Trainerteam hat dennoch Schlüsse aus den Spielen ziehen und so die Stärken im Training ausbauen und die Schwächen minimieren können. In Sachen Zielsetzung backt Olfert zunächst kleine Brötchen: „Wir sind Aufsteiger und müssen uns in dieser Gruppe erstmal behaupten. Oerlinghausen spielt schon Jahre oberklassig. Die sind mit allen Wassern gewaschen.“ Höchst zufrieden zeigt sich der Co-Trainer über die Neuzugänge: „Serkan Erdem hat unsere Offensive variabler gemacht. Mit Eddy Müller und Manuel Süllwold sind zwei erfahrene Spieler dazugestoßen. Bei Daniel Esko merkt man nicht mehr wirklich, dass er aus der A-Jugend kommt. Alle haben sich gut integriert und passen perfekt in unser Team.“ Verzichten müssen die Hansestädter am Sonntag auf Roman Spieß, Dennis Hildebrand (beide verletzt), Daniel Supper (krank), Arno Warkentin (beruflich in Leipzig) und Daniel Esko (privat). „Ansonsten machen alle anderen Spieler es uns sehr schwer, eine Mannschaft für Sonntag zu nominieren.“ Ziemlich wahrscheinlich ist, dass Manuel Warkentin aller Voraussicht nach wieder ins Tor zurückkehren wird. „Letzten Sonntag wurde er noch geschont“, so Olfert.

 

Die Trainingswoche beim TSV Oerlinghausen verlief gut, die Trainingsbeteiligung ließ kaum Wünsche offen und die „Jungs sind heiß auf den Saisonstart.“ Es kann also losgehen. TSV-Kicker und Co-Trainer Tobias Dingerdissen vermutet, dass es beim TBV Lemgo ein „ausgeglichenes Spiel“ wird, „wo Kleinigkeiten den Unterscheid machen.“ Der TBV verfügt über eine „weitestgehend eingespielte Truppe mit schnellen und technisch starken Spielern, da müssen wir dagegenhalten.“ Die ersten beiden Pflichtspiele nach der Corona-Pause, die beiden Pokalspiele gegen Barntrup und Helpup, waren noch nicht das Gelbe vom Ei. „Klar besser werden muss das Zusammenspiel, wir müssen zusammenarbeiten, uns mehr zutrauen. In den letzten Wochen hat das Selbstvertrauen gefehlt im spielerischen Bereich“, so Dingerdissen. Entscheidend wird am Sonntag der „Einsatz und Kampfgeist“ sein, „sonst geht man als Verlierer vom Platz.“ Doch der Co ist guter Dinge: „Die Jungs wissen Bescheid, worauf es ankommt und wir sind optimistisch, die Punkte entführen zu können.“ In Sachen Kader muss man bei zwei, drei angeschlagenen Spielern noch abwarten, ob es bis Sonntag reicht. Einen letzten Tipp hat Dingerdissen noch: „Wir müssen am Sonntag ein besseres Spiel als die letzten beiden an den Tag legen, um erfolgreich in die Saison zu starten.“

 

Moritz Busch-Tolkemitt pfeift die Begegnung um 15.00 Uhr an.

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