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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 1. Spieltag 2020/21

Nach einem halben Jahr Covid19-Pause geht es nun endlich wieder los. Der Ball rollt auch wieder in der B2 Lemgo. Lippe-Kick hat trotz der Pandemie von seiner Ausführlichkeit überhaupt nichts eingebüßt.

 

 

Auf eine gute Nachbarschaft

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben. Testspiele sind Makulatur, nicht vergleichbar mit dem Ernstfall. Das wissen natürlich auch die 17 Mitglieder der B2 Lemgo, die, bis auf den TBV Lemgo III, allesamt in der ersten Runde eingreifen. Unübersehbar: Der Spielplangestalter beweist direkt einen Sinn für Lokal-Derbys, stehen zahlreiche direkt auf der Tagesordnung. Konkret: Die SG Leese/Hörstmar/Lieme II bespielt sich mit dem TuS RW Grastrup/Retzen, der TuS Bexterhagen II mit dem SV Werl-Aspe II, der TuS Lipperreihe II mit dem TuS Asemissen II, der TuS Leopoldshöhe II mit dem TuS Helpup, Aufsteiger SV Wüsten II bekommt es mit der TSG Holzhausen/Sylbach zu tun und der Neuling SC St. Pauli im West-Alm-Kracher mit Yunus Lemgo. Auch die Reserveteams aus Holzhausen/Sylbach und Ahmsen müssen sich keinen Tag Urlaub genehmigen, um sich zu einem fröhlichen Kick zu treffen.

 

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Von Henning Klefisch & André Bell

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

(hk). Wiedergutmachung für die erste Mannschaft betreiben möchte Robert Maros mit seiner Mannschaft der SG Leese/Hörstmar/Lieme II. Immerhin ist doch die Erstvertretung im Kreispokal am TuS RW Grastrup/Retzen erst vor kurzem gescheitert. Sein Wunsch zielt in Richtung Ernsthaftigkeit bei seinem Team ab: „Ich hoffe, dass jeder Spieler verstanden hat, dass nun die Serie losgeht, dass jeder auf uns guckt. Vielleicht zieht die SG LHL II tatsächlich alle Aufmerksamkeit auf sich und punktet überraschend gegen die höher eingeschätzten Gäste. „Wir wollen eine starke Mannschaft auf die Beine stellen, die Fußball spielen möchte mit Grastrup/Retzen“, so der Wunsch von Maros. Selbst hofft er auf Spielkontrolle von seiner Mannschaft, möchte man die Gäste durch ein konsequentes Forechecking die Lust am Spiel nehmen. Zugleich einen frühen Gegentreffer zu verhindern, um aktiv zu sein, das wäre ihm sehr wichtig. Den Testspielen möchte Robert Maros (Bild rechts) nicht zu viel Wertschätzung zugestehen. Immerhin ist hier auch viel experimentiert worden, was in der Vorbereitungsphase absolut gewöhnlich ist. Entscheidend ist für ihn: „Die Jungs müssen bei Laune bleiben, wollen weiter ruhig sein.“ Selbst wenn einmal eine Negativserie Einzug halten sollte, will man den Kopf oben behalten. Schließlich will man sich doch auch für die harte Vorbereitung belohnen. „Mit dieser bin ich sehr zufrieden. Auch wenn die Ergebnisse das nicht so widerspiegeln. Was auch in schwierigen Zeiten für die Spielgemeinschaft sprechen könnte: Die Spieler sind untereinander gut befreundet, verbringen viel Zeit miteinander. „Ein Team ist ein Team“, ist das Motto von Robert Maros sehr leicht verständlich.

 

Ganz viel Tappen im Dunkeln existiert beim TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen. Die Gegner-Analyse erschwert die Tatsache der neu gegründeten Spielgemeinschaft. Um sich nicht verrückt machen zu lassen, empfiehlt Grastrup/Retzen-Co-Trainer Salvatore Völkel (Bild links) im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich denke, wir sollten aus diesem Grund nur auf uns schauen und unsere Leistung bringen. Mental müssen wir den Sieg gegen ihre erste Mannschaft aus dem Kopf kriegen, denn das wird ein ganz anderes Spiel“, sollte man den Kreispokal und die Liga keineswegs miteinander vermischen. Dabei verlief die Einstimmung für den neuen Coach Sebastian Brosch und sein Team „leider sehr negativ“, wie Völkel unverblümt klarstellt. Sieben Niederlagen setzte es auf einen Streich, bekamen die Brosch-Boys noch so gerade die Kurve mit dem 2:1-Pokal-Sieg in Leese. Dass die Test-Phase zu einem Ergebnis-Fiasko mutierte, hat allerdings seine Gründe, musste häufig auf zwölf bis 14 Akteure verzichtet werden. Es bot sich daher sinnvollerweise an, einen Cut unter die Vorbereitung zu machen, sich auf folgende Aufgaben zu konzentrieren. Positivität ist wichtig, wie auch Völkel anmerkt: „Die Trainingssituation ist sehr gut. Wir haben fast immer 15–22 Spieler beim Training. Die neuen Akteure fügen sich alle sehr gut ein und versprühen große Lust, mit ihrer neuen Mannschaft zu spielen.“ Sascha Krencky (Bild rechts) konnte verletzungsbedingt noch keine Kostprobe seines sportlichen Könnens abliefern. Wenn er wieder einsatzfähig ist, transportiert er eine neue Qualität in das Spiel der Rot-Weißen. Bis zu vier Akteure sind angeschlagen, muss in den nächsten Tagen abgewartet werden, ob es bis zum Match-Day reicht. Man hat allerdings vorgesorgt, weil: „Aber der Kader ist groß genug, um ein paar Ausfälle zu verkraften.“ Nach dem Erfolgserlebnis im Pokal hofft der populäre Verein nun auch mit einem Sieg in die Serie zu starten. „Die Jungs haben richtig Bock darauf“, frohlockt Salvatore Völkel gegenüber Lippe-Kick und strahlt im kompletten Gesicht.

 

Olaf Dubbert pfeift dieses Spiel um 12.30 Uhr auf der Bega-Kampfbahn in Lieme an.

 

 

TuS Bexterhagen II vs. SV Werl-Aspe II

Nachbarschaftsduell zum Auftakt der neuen B-Liga Saison. Der SV reist lediglich fünf Kilometer weit zum “Alten Postweg“. „Wir freuen uns natürlich tierisch, dass es wieder losgeht. Ein Heimspiel und dann noch gegen Werl-Aspe II ist ein guter Auftakt. Ich denke, dass nach der langen Pause auch einige Zuschauer vor Ort sein werden“, so TuS-Coach Dennis Lütkehölter. Der Kader der Hausherren hat sich deutlich verändert, da etliche Spieler nun in der dritten Mannschaft spielen werden. Mit Nils Gleisner (Bild rechts), Timo Winter und Björn Gutsfeld sind einige erfahrene Spieler zum Kader dazugestoßen. Serkan Arslan und Kai Hansen schnüren bereits seit dem Winter wieder die Fußballstiefel für die „Reds”. Aus dem letztjährigen Kader der ersten Mannschaft sind Saad Shamo Yousif und Dominik Niekamp nun in die Zweitvertretung gerückt. Lütkehölter: „Wir haben viel Erfahrung und Qualität im Kader, jetzt müssen wir uns in den nächsten Wochen finden und an der Feinabstimmung arbeiten.” Schmerzlich vermissen wird der TuS seinen Kapitän Andre Gronemeier (Bild links), der sich im Testspiel gegen den TuS Asemissen III einen komplizierten Oberarmbruch zugezogen hatte. „Andre wird uns sehr fehlen! Ich hoffe, er kommt schneller zurück als zu befürchten. Die anderen müssen in dieser Zeit auch etwas für ihn spielen – ihm etwas zurückgeben und positive Fußballmomente bescheren“, erwartet der Coach im ersten Pflichtspiel eine Reaktion der Seinen. Serkan Arslan fällt mit Knieproblemen ebenso aus, wie Mittelfeldspieler Jascha Klatt (Oberschenkelprobleme). In den letzten Jahren waren es immer spannende Duell gegen die schwarz-weißen Gäste. Man kennt sich mehr als gut. „Keine Frage, es wird ein enges Spiel. Wir müssen es schaffen, in jedem Moment voll konzentriert zu sein. Wir haben gut trainiert, daher erwarte ich meine Mannschaft selbstbewusst und aggressiv“, ist für Dennis Lütkehölter die Zeit der „Halbgas-Testspiele” nun vorbei. Dort wurden zuletzt allerdings positive Resultate eingefahren. „Wir haben gemerkt, dass wir auch mit schwächeren Phasen Spiele gewinnen können, dieses ist nach einer solch langen Pause immer wichtig fürs Selbstverständnis. Allerdings läuft es in der Liga oft anders. Da muss man schon konstante 90 Minuten abliefern, sonst wird das meistens nichts“, will der Coach keinerlei Nachlässigkeiten im Basisverhalten der „Roten” sehen.

 

Zahlreiche Vagheiten prägen das Meinungsbild vom SV Werl-Aspe II-Urgestein Marius Grimm (Bild links), denn die weiter vorherrschende und immer noch ungezähmte Corona-Pandemie erschwert die Bedingungen erheblich. „Für mich startet eine ganz schwierig einzuschätzende Saison“, murmelt er, erwartet zugleich, dass diese „schwer“ werde, um den Bogen zum Gegner zu schlagen: „Bexterhagen II kann ich ebenfalls schwer einschätzen. Die Gegner in deren Vorbereitung sagen mir nicht allzu viel und die Ergebnisse sind daher schwierig zu beurteilen. Was auffällt, ist, dass Bexterhagen II wohl so wie wir kaum Konstanz in der Startformation hatte.“ So haben die „Reds“ die Testspiele auch als solche genutzt. Als sinnlos erachtet Grimm, irgendwelche Rückschlüsse auf vergangene Aufeinandertreffen zu ziehen, ist hier durch die halbjährige Spielpause einfach zu viel passiert. Klugerweise sollte man sich auf die eigene Darbietung und die Umsetzung des geplanten Systems konzentrieren, um von Anfang bis zum Ende mit einem hohen Konzentrationslevel zu hantieren. Dreimal sind die Asper in den Test-Ring gestartet. Die Bilanz war mit einem Sieg gegen den TuS Eichholz/Remmighausen II (5:3), einem Remis gegen den FC Donop/Voßheide (3:3) und einer Niederlage gegen die Spielvereinigung Hagen/Hardissen (2:6) eher durchwachsen. So perfekt austrainiert sieht Grimm seine Mannen nicht nach dieser Einstimmungsphase, wenn er frisch, fröhlich und frei einräumt: „Zu unserer Vorbereitung kann ich eigentlich nur sagen: „Sie ist nun vorbei”, wobei wir noch einige Spiele und Wochen brauchen, um wirklich auf Temperatur zu kommen.“ Ob Viktor Schneider, Luca Emmerich (Bild rechts), Hidir Özer und Daniel Worthmann am Sonntag anschwitzen, das wird kurzfristig entschieden. Alle vier Spieler plagen sich mit Wehwehchen herum. Definitiv nicht zur Verfügung stehen Alexander Graw (Urlaub) und Maurice von Elm (private Gründe). Neuverpflichtungen sind nicht zu vermelden, führt die sportliche Leitung mit zwei, drei Akteuren immerhin Gespräche. Eine Zusage und der Zeitpunkt vom möglichen Mitwirken stehen derzeit noch gänzlich in den Sternen.

 

Um 12.30 Uhr ist Anstoß. Marcel Lubanski ist auf dem Rasenplatz am Alten Postweg in Bexterhagen für die Spielleitung zuständig.

 

TuS Lipperreihe II vs. TuS Asemissen II

(hk). Zu einem nachbarschaftlichen Aufeinandertreffen kommt es am Sonntagmittag um 12.30 Uhr Der TuS Lipperreihe II begrüßt die zweite Mannschaft aus Asemissen. Die Blau-Weißen sind heiß auf diese Aufgabe, durfte doch Coach Florian Meerkötter bei den Übungseinheiten stets zwischen 15 und 25 Akteure begrüßen. Testspielmäßig haben die Asemisser gut durchgewechselt, erlitt man Niederlagen gegen die A-Ligisten SV Werl-Aspe (1:4) und TSV Oerlinghausen II (1:5). Dem schlossen sich jedoch klare Siege über Kontrahenten wie TuRa Heiden II (3:0), SV Ubbedissen III (11:1), SV Brackwede (9:1), Spielvereinigung Heepen II (4:1) und SV Eintracht Jerxen-Orbke II (6:1) an. Gegen den Bielefelder Kreisliga-Vertreter TuS Brake II mussten die Meerkötter-Männer allerdings mächtig Lehrgeld bezahlen, schluckten eine heftige 1:8-Klatsche. Florian Meerkötter hebt Sinn und Zweck dieser Erkenntnis-Spiele hervor: „Die vielen Testspiele waren wichtig, um die vielen neuen Spieler in unser Spiel zu integrieren.“ Niklas Brühl, der in den kommenden Wochen sein Auftakttraining startet und Steven Reimer (Bild links), der sich einen Schienbeinbruch gegen Heepen II zuzog, deshalb erst im neuen Jahr spielfähig ist, fehlen zum Auftakt. Lippe-Kick wünscht an dieser Stelle gute Besserung in Richtung Steven Reimer. Komm fit wieder, Junge! Ihren mehr als berechtigten Urlaub genießen Walter Lemke und Jonas Epp. Bei einem Trio ist unklar, ob es bis Sonntag reicht. Hier wird spontan über eine Einsatzbereitschaft entschieden. Wie bewertet Florian Meerkötter den Rivalen aus der näheren Umgebung? „Lipperreihe II war für mich letzte Saison eine der spielstärksten Mannschaft der Liga und ist daher gleich zu Beginn eine gute Standortbestimmung und ein harter Auftaktgegner.“ Was die Situation signifikant verkompliziert: „Aufgrund der langen Corona-Pause ist es sicherlich nicht ganz einfach, zu sagen, wie man in die Saison kommt und wo wir zurzeit stehen. Nichtsdestotrotz haben wir eine gute Vorbereitung gespielt und ich sehe uns gut für das erste Saisonspiel vorbereitet“, erwartet Meerkötter eine hochwertige B-Liga-Partie, die von Nuancen beeinflusst wird. Da Meerkötter im Urlaub weilt, werden Co-Trainer Philipp Plaschke und Physiotherapeut Dennis Heinrichs für das Coaching am Sonntag verantwortlich sein.

 

Um 12.30 Uhr pfeift Florian Pascal Heinze diese Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe an.

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Helpup

(hk). Viel mehr Vorfreude geht nicht im Lager vom TuS Leopoldshöhe II, kommuniziert doch auch Sprachrohr Max Meckelmann: „Ein Derby gleich zum Auftakt gibt nochmal eine extra Motivation. Vor dem ersten Saisonspiel ist es immer schwer, den Gegner einzuschätzen.“ Nicht unentdeckt ist geblieben, dass die Helpuper zuletzt im Kreispokal eine hervorragende Figur gegen den großen Favoriten TSV Oerlinghausen abgaben. „Denselben Kampf werden wir auch zu spüren bekommen“, prognostiziert im Lippe-Kick-Gespräch Meckelmann, der seine Mannschaft trotzdem für diese Aufgabe absolut gewappnet sieht. Dreimal sind die Löwen in der Vorbereitung zum Testen angetreten. Nach zwei Siegen über den TuS Bexterhagen II (2:0) und den TuS Eichholz/Remmighausen II (6:2) hat es zuletzt eine 2:5-Niederlage gegen den BSV Müssen III gegeben. Man unterzieht sich in Leopoldshöhe einer Verjüngungskur, verspricht sich Meckelmann immerhin einige positive Konsequenzen davon: „Wir haben das Team noch einmal deutlich verjüngen, und mit hochmotivierten Spielern ergänzen können.“ Nicht nur die Test-Partien, auch die vielversprechenden Übungseinheiten lassen den Brustmuskel bei den Löwen wachsen. Äußerst positiv, dass die Leos ihre bestmögliche Formation aufbieten können. „Von daher hoffe ich auf ein spannendes und hoffentlich faires Derby.“

 

Lippe-Kick kann gar nicht genügend Hüte ziehen aus Respekt vor dem TuS Helpup. Sich in der heutigen Zeit selbstständig zu machen, nach einer Fusion als SG Kachtenhausen/Helpup, das ist ein mutiger Schritt, der sich dauerhaft wohl als der richtige erweisen wird. Für den ehemaligen Bezirksligisten mitsamt Coach Andre Plaß (Bild rechts) ist es ein Gang in unbekanntes Terrain, denn Liga und Kontrahenten sind eher fremde Spielgefährten. Dazu gesellt sich ein zu beachtender Faktor für den ehemaligen Coach des SuS Lage und vom TSV Kirchheide: „Reserveteams sind immer „Wundertüten.“ Die Erklärung folgt prompt: „Man weiß nicht, wer runterkommt“, erscheint oft erst der Überraschungsfaktor am Match-Day selbst. Einerlei. Andererseits: „Es kann aber auch sein, dass welche hoch müssen.“ Deshalb wird der in sich gefestigte Coach jetzt keine drei Nächte wach liegen, sich keine quälenden Gedankengänge durch den Kopf jagen. Der Blick auf sein Team bietet sich hier explizit an, bezeichnet er die jüngst absolvierte Vorbereitung als „eigentlich sehr gut“, will er jetzt nicht dem Zahlenwerk zu viel Beachtung schenken. Vor allem war der Ball ein ständiger Begleiter, sind auch taktische Inhalte geprobt worden. Die Entwicklung bereitet Plaß große Freude, weshalb er seine Mannschaft explizit lobt: „Meine Mannschaft ist neu formiert und hat sich schon sehr gut gefunden, wie ich meine. Wir sind auch davon fest überzeugt, dass wir, je länger wir zusammenspielen, noch besser werden“, greifen die Automatismen dann auch gezielter ineinander. Vor dem Derby fehlen wichtige Protagonisten wie etwa Rost, Holzapfel (beide langzeitverletzt), Rehm, Schmale (Bild links) und Börgers. Urlauber Müller kommt dazu. Das ändert allerdings nichts an der maximal ausgerichteten Marschroute: „Trotzdem werden wir eine Truppe aufstellen können, die gewinnen will. Wir gehen als Underdog ins Spiel, aber freuen uns drauf.“

 

Ralph Marquardt leitet auf dem Rasenplatz in Leopoldshöhe um 12.30 Uhr diese Begegnung.

SV Wüsten II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

(hk). Ohne ein Erfolgserlebnis in Form von einem Testspiel-Sieg beendete Aufsteiger SV Wüsten II die Vorbereitungsperiode. Wir veranschaulichen: Gegen den FC Exter III setzte es zunächst eine 3:6-Niederlage, ging man auch gegen die JSG Wüsten/Kirchheide als Verlierer vom Ort des Geschehens. Immerhin ein Remis ergatterten die Wüsten-Füchse beim torreichen 3:3 gegen die FSV Pivitsheide II. Nicht nur deshalb sieht SVW II-Coach Viktor Melnicuk seine Mannschaft in der Außenseiter-Rolle, ist ein enormer Respekt in seiner Stimme vernehmbar: „Ich erwarte einen spiel- und zweikampfstarken Gegner, der für mich zu einem der Topteams in der Liga zählt!“ Trotz der Sieglosigkeit in den drei Probe-Partien gestaltete sich die Vorbereitung für Melnicuk als wunschgemäß, denn: „Die Männer haben super mitgezogen und wir freuen uns auf den Saisonauftakt!“ Vor allem genoss allerhöchste Priorität, dass eine unterschiedliche Formation ausprobiert, zudem eine flotte Kugel gespielt wurde. Auch der Integrationsprozess der Neuankömmlinge verlief ganz nach dem Gusto vom Übungsleiter: „Unsere Neuzugänge haben sich hervorragend in die Mannschaft integriert und bringen uns sportlich weiter.“ Melnicuk (Bild rechts) steht vor einem echten Luxusproblem. Da nur 15 Kicker mit einem Kadermandat versehen werden dürfen, müssen einige Akteure mit der Zuschauerrolle Vorlieb nehmen. Chancenlos geht der letztjährige C-Ligist keineswegs in dieses Heimspiel, annonciert der Coach schließlich im Lippe-Kick-Talk: „Auch wenn wir als Außenseiter ins Spiel gehen, werden wir uns keinesfalls verstecken! Wenn wir den Kampf annehmen und Holzhausen/Sylbach nicht ins Spiel kommen lassen, wird das eine sehr interessante Partie.“

 

„Der SV Wüsten II ist eines der Aufstiegs-Teams und versucht gleich in den ersten Partien so viele Punkte wie möglich zu sammeln um somit eine gute bzw. sichere Ausgangsposition zu erreichen“, ahnt es TSG Holzhausen/Sylbach-Co-Trainer Liam Koring, der in diesen Tagen seinen Vater und Chefcoach Jörg im Training, Spiel und bei der Pressearbeit vertritt. Er rechnet mit einer echten Herausforderung für seine Kicker, mutmaßt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Deshalb werden sie sehr motiviert in das Spiel gehen und werden uns einiges abverlangen.“ Ganz nach seinem Geschmack ist die Einstimmung auf die neue Saison gelaufen. Im jüngsten Testspiel ist etwa beim SC Extertal mit 1:0 gewonnen worden. Auffällig ist der innere Schweinehund, der von vielen Spielern überwunden wurde, plaudert Koring ein wenig aus dem Nähkästchen: „Wir haben uns mit vielen Einheiten und Spielen gequält und alle haben ordentlich mitgezogen.“ Auf dem Transfermarkt waren die Blau-Weißen sehr umtriebig, haben sich vor allem mit jungen Spielern verstärkt. Für den Assistenten ist es ein Hochgenuss, wie die Neuzugänge aufblühen. „Es macht Spaß, zu sehen, wie sie zu einem Team werden und sich spielerisch weiterentwickeln. Es ist eine super Einheit, ob auf oder neben dem Platz.“ Diese Worte klingen wahrlich verheißungsvoll. Ungünstig, dass Akteure wie Dustin Sundermann, Steven Fiegener (beide muskuläre Probleme) und er selbst (nach erneuter Kreuzband OP) die Ausfallliste füllen.

 

Diese pfeift Detlef Meyer um 12.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten an.

 

FC Union Entrup vs. TSV Schötmar

(hk). Mit diesem Auftakt-Gegner steht der FC Union Entrup vor einer ganz hohen Hürde. FC-Keeper Timm Lessow besticht vor allem mit einer bemerkenswerten Sachlichkeit. Er weiß, dass sein Team eine außerordentliche Leistung benötigt, um für eine lohnende Ausbeute infrage zu kommen: „Den TSV Schötmar als Starter zu haben, ist schon eine große Nummer. Die Namen, die als Neuzugänge berichtet wurden, beziehungsweise bekannt sind, versprechen eine enorme Qualität, die aus unserer Sicht ganz klar B-Liga -Niveau übersteigt“, ist seine Aussage durchaus zutreffend. Was er als Versprechen abgibt: „Nichtsdestotrotz stellen wir uns der Aufgabe mit allem, was wir haben.“ Ein kurzer Blick in die Vorbereitung der Unioner: Nach zwei Remis gegen die SG Istrup/Brüntrup (1:1) und SV Ubbedissen 09 II (5:5), schied man im Kreispokal nach einer 7:8-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den Liga-Rivalen TuS Helpup aus. Es folgte die 0:3-Testspielniederlage gegen die SG Sonneborn/Alverdissen II, ehe pünktlich zum Pflichtspielstart mit 5:1 beim BSV Müssen III ein wichtiger Sieg folgte. „Wir konnten nochmal Selbstvertrauen tanken und freuen uns jetzt auf den Start“, jubelt Lessow gutgelaunt. Allerdings fehlen echte Unterschiedsspieler mit Uli Bornscheuer (Bild rechts), Daniel Penner und Kenan Alp. Trotzdem: „Chancenlos sehen wir uns garantiert nicht. Kampf, Ehrgeiz und die Heimspielatmosphäre können uns helfen, etwas Zählbares zu holen“, glaubt Timm Lessow an die Qualitäten von seinem Team.

 

Was für eine Premium-Vorstellung im Kreispokal vom TSV Schötmar, der es dem Favoriten TBV Lemgo unglaublich schwer machte, sich erst nach Elfmeterschießen mit 8:9 geschlagen geben musste. Davor haben die Schützlinge vom neuen Coach Fatih Ilhan vor allem gegen Teams aus den Kreisen Herford und Bielefeld getestet, konnten sie hier wichtige Erfahrungswerte sammeln. „Unsere Vorbereitung lief gut, die Testspiele waren spielerisch sehr positiv. Natürlich spiegeln die Ergebnisse es nicht unbedingt dar, aber man sollte nicht vergessen, dass Testspiele dafür gedacht sind, einiges an Formationen auszuprobieren“, hat Ilhan diese Testphase umfassend gestaltet. Nach halbjähriger Liga-Pause erfreut sich TSV-Vereinsboss Ersan Dargecit (Bild links) daran, dass es endlich wieder ernst wird. „Endlich ist es wieder so weit und die Saison beginnt“, erklärt er voller Freude im Lippe-Kick-Gespräch. Man trifft auf einen Verein, den man wertschätzt: „An den FC Union Entrup habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen. Es waren immer faire und positive Spiele, unabhängig von den Ergebnissen.“ So ist ihm die Kaderqualität der Unioner offensichtlich, erkennt er im Kader im Abwehr- und Sturmbereich „ein paar gute Akteure, die immer für Überraschungen gut sind“, sind hier beispielhaft Akteure wie Schnapper Timm Lessow oder Edeltechniker Kenan Alp zu nennen. Mit vielen Unwägbarkeiten rechnet Ersan Dargecit mit Blick auf die folgenden Herausforderungen: „Die ersten paar Spiele sind immer sehr schwer einzuschätzen, weil hier die meisten Überraschungen passieren, aber ich denke mal, wenn wir spielerisch dort weitermachen, wo wir letzte Woche gegen Lemgo aufgehört haben, dann sollte den drei Punkten nichts im Weg stehen.“ Die Schötmaraner nehmen die Favoritenrolle bei klarem Verstand an, möchten diese Bürde mit Leistung auf dem Spielfeld untermauern, soll der eigene Matchplan mit jeglicher Konsequenz durchgesetzt werden. Auf Kerem Er müssen die Gäste verzichten, plagt sich dieser mit Knieproblemen herum.

 

Justin Hegerding ist der Spielleiter. Um 15.00 Uhr erfolgt der Anpfiff an der Ilsekampfbahn.

 

SC St. Pauli vs. Yunus Lemgo

(ab). Was für ein historischer Tag für den SC St. Pauli. „Unser erstes B-Liga-Spiel der Vereinsgeschichte“, freut sich Coach Simon Meschonat. „Und das sogar als Derby gegen Yunus. Die Vorfreude ist riesig, wir haben in den Pokalspielen gute Leistungen gezeigt und wollen daran anknüpfen.“ Apropos Pokal. Im Kreispokal der letzten Spielzeit hat der SC St. Pauli bereits gezeigt, dass man Yunus Lemgo schlagen kann. „Jetzt gilt es in einem Ligaspiel dasselbe zu schaffen.“ Allerdings ist der Kontrahent „diese Saison stärker einzuschätzen als in der letzten und wir müssen vernünftig und geschlossen als Team auftreten, um etwas mitzunehmen“, weiß Meschonat. Eines ist gewiss: „Die Saison wird für uns auf jeden Fall eine Menge Spaß bringen. Wir haben die letzten Jahre daran gearbeitet endlich in der Kreisliga B zu spielen und haben uns das nun redlich verdient.“ Personell sieht es für das erste B-Liga-Spiel „eigentlich sehr gut aus. Nur ein paar wenige Jungs sind noch im Urlaub. Leider fallen neben Timon Rose womöglich kurzfristig unser Kapitän Sören Langhammer und Mittelstürmer Jan Billotin verletzungsbedingt aus. Bei beiden wird es sich erst am Samstag entscheiden, ob sie fit sind.“ Trotzdem ist der SC insgesamt „gut aufgestellt“ und hat es „selbst in der Hand, drei Punkte einzufahren.“

 

Yunus-Coach Mehmet Anat weiß, dass das „Derby gegen Platznachbarn ein hartes Stück Arbeit wird.“ Er hat den Gegner beobachtet: „In der Vorbereitung haben sie sich taktisch gut gezeigt.“ Anat muss am Sonntag auf „zwei, drei Stammspieler verzichten“, die im Urlaub oder verletzt sind. Dennoch geht er guter Dinge in das Derby: „Wir haben unsere eigene Taktik, die wir spielen werden und die ich vermittelt haben. Auch die Neuzugänge haben gut ins Team gefunden. Es wächst eine gute Einheit zusammen, die Mischung passt.“ Er ist sich sicher: „Wir werden ein gutes Spiel sehen. Ich freue mich drauf und die Jungs sind auch heiß.“

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. TuS Ahmsen II

(hk). Ganz bestimmt zur Höflichkeit erzogen wurde TSG Holzhausen/Sylbach II-Coach Simon Koring von seinen Eltern. Die schlechte Testspielbilanz vom TuS Ahmsen charakterisiert er schmeichelnd als „eher durchwachsen“, ist für ihn wohl der letzte Eindruck ausschlaggebend. Weil: „Letzte Woche haben sie ein Remis gegen den SC Herford II geholt, die unsere Erste im Test besiegten.“ Deshalb sensibilisiert er seine Schützlinge, den vermeintlichen Underdog nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, nicht mit voller Intensität diese Aufgabe anzugehen: „Ich glaube also nicht, dass uns die gleiche Mannschaft der letzten Saison erwartet, wo die Ergebnisse meist recht deutlich waren.“ Da waren die Ahmser bei der Punktejagd äußerst schüchtern zugange. Als wichtigen Impulsgeber von der Bank ausgehend sieht er zudem den neuen Coach Tobias Frenzel, der mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Coach brilliert, diesen an seine Spieler weitergeben wird. Es arbeitet in den Akteuren der TSG-Reserve, die wie wilde Pferde losgelassen werden wollen von der Leine, strebt der Nachfolger vom zum SV Wüsten abwandernden Coach Henri Ellerbrok das Optimum an: „Nach unserer erfolgreichen Vorbereitung freuen wir uns aber, endlich wieder auf den heimischen Rasen zu dürfen und möchten dem Gegner natürlich die Punkte abnehmen“, um somit den Traumstart in eine spannende Saison zu erleben. Mit welchem Erfolgsrezept agieren die Koring-Kicker denn? „Wir möchten uns natürlich durch die Mischung aus dem zusammengefundenen Team und der individuellen Stärke unserer Spieler durchsetzen.“ Unforced Errors und beim Torabschluss so viel Präzision wie ein Rohrkrepierer prangert der 29-Jährige an, der im Training vor allem am Torschuss feilen möchte. TSG II-Fänger Patrick Bökehof befindet sich im hochverdienten Hochzeitsurlaub. Bis zu drei Ausfälle drohen, weil leicht entkräftet. Es handelt sich dabei um die Spieler Heisler, Born und Janzen.

 

Mädels, Jungs, lasst es uns einfach mal bildlich vorstellen. Eine Szenerie im Hause der Köhnemänner – und Frauen. Ahmsen-Bomber Lothar Köhnemann (Bild links) blickt gen Teppich, etwas schüchtern, hält seine flache rechte Hand an seine Stirn, sagt zu seiner Frau Gemahlin nur: „Schatz, ich möchte nicht darüber reden.“ Der fußballverrückte Alt-Internationale meint die beiden jüngsten Spielzeiten, die für eine psychische Qual gesorgt haben. Rang 14 und 16 sind für den C-Liga-Meister aus dem Jahr 2018 beileibe kein Ruhmesblatt. Äußere Umstände haben die Ahmser jeweils in der Liga gelassen. Dieses Malheur möchte Köhnemann gerne hinter sich lassen, doch ein Problem offenbart sich durchaus: „Dazu ist es noch zu früh.“ Der Grund für seine Skepsis: „Wir bräuchten noch zwei, drei Wochen Vorbereitung mit der Mannschaft, um auf ein angemessenes Level zu kommen. Ja, um einigermaßen konkurrenzfähig mit dem Großteil der Liga zu sein“, sollte sich die TSG Holzhausen/Sylbach II allerdings keineswegs zu früh freuen. Immerhin hat das Kellerkind aus den Vorjahren eine charakterfeste und willensstarke Einheit beisammen, die sich im Übungsbetrieb von ihrer Schokoladenseite präsentiert hat, was den Faktor Einstellung anbelangt. Zunächst boten die Jungs äußerst schwer verdauliche Kost an, gab es im internen Testspiel gegen die Erstvertretung schallende Ohrfeigen beim 0:15-Debakel. Auch das 0:6 gegen den Post TSV Detmold II und das 1:5 gegen den Türkischen Verein Herford II ließen die Laune nicht wirklich ins Unermessliche steigen. Zumal es beim 0:11 gegen den TuS Kachtenhausen wieder zweistellig wurde. Vielleicht lag dies auch an der personellen Besetzung, denn im Tor war die Routine schlechthin zu erkennen und der Abwehrblock war rund eineinhalb Jahrhunderte alt. Einen Funken Hoffnung gab es zuletzt allerdings mit dem respektablen 2:2-Unentschieden gegen den SC Herford II, führten die Ahmser sogar bis kurz vor dem Schlusspfiff mit 2:1. Direkt zum Start voll wettbewerbsfähig, das sind die Ahmser nicht, brauchen sie noch einige Wochen, um ein erträgliches Niveau zu erreichen. Köhnemann befürchtet: „Von daher kommt leider ein Vergleich mit dem Nachbarn aus Holzhausen/Sylbach zu früh. Auch wenn es „nur“ die zweite Mannschaft ist, kommt da schon eine klasse Truppe auf uns zu mit vielen Individualisten, die alle mit der Murmel umgehen können.“ Der TuS Ahmsen II muss vor allem über die Einstellung zum Erfolg kommen, sind es die Primärtugenden, die investiert werden müssen. Äußerst unglückselig, dass direkt zum Serienstart eine Spielsperre von Sokol Kajtazi (Bild links) verbüßt werden muss. Der Grund für diese Bestrafung: „Er hat sich im letzten Spiel etwas zu vehement reingehauen, aber das zeigt uns ja, dass die Jungs gallig sind.“ Die Verjüngungs-Kur sollte nicht verachtet werden, stößt aus der eigenen A-Jugend eine Handvoll neuer Spieler dazu. Mit Philipp Schüler (Bild rechts) kommt ein neuer Leader, ein prominentes Kadermitglied, bringt der Ball-Liebhaber sogar A-Ligaerfahrung mit. Da die dortige Mannschaft über einen exorbitant großen Kader verfügt, werden wohl einige Jungs auch in der Reserve aushelfen. Ob dies am Sonntag tatsächlich der Fall sein wird, muss noch evaluiert werden. Ein zuversichtlich gestimmter Köhnemann meint allerdings: „Ich habe die Jungs letzte Woche gesehen und bin mir sehr sicher, dass, wenn sie nur ins Spiel kommen, dieses auch rocken und bestehen können.“ Beim TuS Ahmsen II stellt man sich den Herausforderungen, wird trotz einer komplizierten Vorbereitung bereit sein, um vielleicht mit der einen oder anderen Überraschung im Kader dem Favoriten ein Schnippchen zu schlagen. Schon jetzt ist klar: Der Abstiegskandidat aus den vergangenen beiden Jahren ist die Wundertüte in dieser Saison.

 

Gani Yildirim pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Holzhausen an.

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