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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 5. Spieltag 2020/21

Eine volle Dosis A Detmold, die hätten wir hier im Angebot. Schaut es euch an und stillt eure Wissensdurst.

 

Kuczer: „Wir glauben an uns!“

Kreisliga A Detmold (hk). Ladies and Gentlemen, herzlich willkommen zur fünften Runde. Wir blicken zum Nordpol dieser Spielklasse, haben es zwei Teams geschafft, ihre sämtlichen Spiele zu gewinnen. Den Blomberger SV und den TuRa Heiden haben wir etwas genauer im Blick, die alle möglichen zwölf Zähler verbuchten. Auf den ersten Blick wirken die Aufgaben für das Führungsduo nicht unlösbar. Blomberg reist zum TuS Horn-Bad Meinberg, während Heiden bei der FSV Pivitsheide zu Besuch ist. In der Residenzstadt gibt es das Derby zwischen dem Post TSV Detmold II und dem SC Türkgücü Detmold. Mit einem Auswärtssieg in der näheren Umgebung könnte der Sportclub einen großen Sprung machen, sogar die Postler im Ranking überholen. Ebenfalls noch auf den ersten Saisonsieg wartet der TuS Eichholz/Remmighausen, möchte er im Aufsteiger-Aufeinandertreffen dies gegen die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt ändern.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

Post TSV Detmold II vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). Schon das Grundschulkind rechnet schnell im Kopf: Vier Zähler in vier Begegnungen, eins im Sinn, macht exakt ein Punkt pro Spiel. Wahrlich keine furchteinflößende Bilanz vom Post TSV Detmold. II. Dementsprechend grimmig präsentiert sich auch Post TSV II-Spielertrainer Daniel Wichmann im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir können mit den nackten Zahlen nach vier Spielen nicht zufrieden sein – vier Punkte aus vier Spielen!“ Um sogleich mildernde Umstände einzufordern: „Dabei muss man aber fairerweise zugeben, dass wir gegen die derzeitige Top 3 unserer Liga schon gespielt haben, alle Partien auswärts. In Heiden verlieren wir unglücklich, in BHK bekommen wir in der Nachspielzeit den Ausgleich. Diese Dinge sind für uns natürlich nicht erfreulich.“ Wenn man selbst ausgesprochen schwach, der Gegner Blomberger SV dann aber richtig stark spielt, kommt es eben zu einer gravierenden 0:5-Niederlage, wie sie sich eben „Am Rammbocke“ ereignet hat. Einen überzeugenden Auftritt und den bis dato einzigen Saisonsieg legten die Postler beim 3:1-Heimerfolg über den BSV Müssen hin. Nur die Zukunft kann verändert werden. Nach dieser Devise handelt Wichmann, der bei Lippe-Kick die zu beherzigende Vorgabe bereits ausruft: „Wir haben uns das klare Ziel gesetzt, die nächsten Spiele erfolgreicher zu gestalten! Damit wollen wir am Sonntag gegen Türkgücü anfangen.“ Viel Kampf und so einige Meter erwartet er gegen die Jungs aus dem Schulzentrum Mitte, die als Rasenmannschaft sich allerdings erst an den ungewohnten und frisch verlegen Kunstrasen in Detmold gewöhnen müssen: „Wir wollen aber zu Hause unser Spiel durchziehen und die drei Punkte mitnehmen!“ Er verweist mit Vehemenz darauf: „Im Vorbeigehen funktioniert das allerdings nicht, wir werden uns deutlich steigern müssen. Wir haben in Blomberg Einstellung und Wille vermissen lassen, das wollen wir besser machen“, hat er diese Defizite nicht aus seinem Gedächtnis gelöscht.

 

Disziplin und ein vernünftiges Zeitmanagement sind die Schlagworte für den SC Türkgücü Detmold. Für gewöhnlich spielt das Team von Coach Erhan Eksioglu erst am Sonntag-Nachmittag um 15.00 Uhr. Am Sonntag wird die Kugel allerdings bereits um 12.00 Uhr rollen, was der Trainer als eine „ungewohnte Zeit“ beschreibt. Ebenfalls der Gegner bietet einiges Neues für die Residenzler, haben sich doch kadermäßig massive Veränderungen in der Sommerpause ergeben. Nicht nur Coach Daniel Wichmann, auch große Teile der Truppe sind neu dazugekommen. Nach der englischen Woche und einer unnötigen 2:3-Heimniederlage gegen den Aufsteiger CSL Detmold im ersten Detmold-Derby haben die Eksioglu-Männer zuletzt etwas entspannen können. Er gibt die Zielsetzung aus: „Wir wollen uns auf unsere Aufgaben konzentrieren“, verrät er zugleich: „Wir haben sehr gut trainiert und sind auch sehr gut vorbereitet.“ Mangelerscheinungen gab es im Abschlussverhalten, hat Erhan Eksioglu (Bild links) genau hier angesetzt im Training. Hilfreich, um den leicht favorisierten Gastgeber in Schwierigkeiten zu bringen: „Es sind am Sonntag alle Spieler dabei und auch heiß. Ich bin mir auch sicher, dass sie für den ersten Dreier im vierten Spiel alles geben.“ Was zuvorderst steht: „Ich wünsche mir ein faires und schönes Spiel.“

 

Referee Ingo Kröger pfeift dieses Derby um 12.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz vom Werre-Sportplatz an.

 

SV Diestelbruch-Mosebeck vs. SF Berlebeck-Heiligenkirchen

(ab). Der „nächste große Brocken der Kreisliga A“ kommt ins Dörenwald-Stadion, sagt Arne Dreier. Bei den Gästen schätzt er Matthias Kuhlmann sehr, den er für einen „sehr zielstrebigen Manager“ hält. „Somit dürfte das Saisonziel unseres Gegners am Wochenende ganz klar sein“, schlussfolgert Dreier. Das wiederum macht das Spiel für den SV Diestelbruch-Mosebeck „deutlich leichter und bringt eine zusätzliche Motivation für unsere Mannschaft mit sich. Wenn alles passt, können wir BHK eventuell ärgern.“ Arne Dreier jedenfalls freut sich „auf das Spiel.“ Auch die Situation im Kader lässt die Verantwortlichen entspannter schlafen. „Somit stehen uns auch im Training wieder mehr Spieler zur Verfügung“, freut sich Dreier. „So können auch taktische Dinge besprochen und trainiert werden. Die Handschrift des neuen Trainerteams ist immer mehr zu erkennen, auch, wenn wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen. Es wartet noch eine Menge Arbeit auf uns.“ Das hat man auch „in den ersten Spielen klar gesehen“, so Dreier. Mit den Sportfreunden kommt eine Mannschaft, die „einen sehr guten Kader mit hervorragenden Einzelspielern“ hat. „Wenn die Moral am Sonntag passt“, und davon ist Dreier überzeugt, „dann können wir uns auf ein spannendes Spiel freuen. Gerade vor unseren eigenen Fans.“

 

Fünf Teams in der Liga sind bislang ungeschlagen, der SV Di-Mo und die SF BHK sind zwei davon. „Wir wollen unsere Serie sehr gerne behalten“, wünscht sich Matthias Kuhlmann. „Und die Diestelbrucher Serie beenden.“ Damit wäre das selbstredende Ziel auch bereits geklärt. Die vergangenen Partien gegen die Dörenwald-Kicker bezeichnet Kuhlmann als „in Ordnung bis gut.“ Das letzte Aufeinandertreffen gewannen die Sportfreunde mit 4:0. Das „beste Spiel im letzten Jahr“, findet Kuhlmann. Und „an diese Partie wollen wir anknüpfen und genau diese Leistung wieder abrufen. Dann sollten wir wieder dreifach punkten.“ Der Gegner ist aus seiner Sicht „auf dem Punkt fit. Die werden heiß sein, unangenehm zu bespielen und kompakt agieren. Wir müssen auf der Hut sein, klare Pässe spiele, griffig sein, schnell nach vorne kommen, um zum Torerfolg zu kommen.“ Dafür wurde auch diese Woche wieder hart gearbeitet, um das auch im Spiel umsetzen zu können. Am Kader ändert sich nichts, die angeschlagenen und daher fraglichen Spieler sind wie bekannt. „Aber die Breite des Kaders lässt es zu, dass wir darauf reagieren können.“

 

Justin Hegerding ist der Unparteiische dieser Partie, um 15.00 Uhr geht es los.

 

TuS Eichholz-Remmighausen vs. SF Oesterholz-Kohlstädt

(ab). Ein Aufsteigerduell steht am Sonntag an. Für „für beide Teams geht es natürlich back to the roots“, meint Tim Hosch, der sich auch „Kreisliga-B-Feeling“ freut. „Nur eben eine Etage höher.“ Natürlich kennt man die Sportfreunde „besser als die meisten anderen Teams aus der A-Liga und wir wissen auch, was das Team draufhat.“ Letzte Saison gab es in zwei sehr engen Spielen keinen Sieger und auch am Sonntag erwartet Hosch, „dass eine Aktion das Spiel für ein Team entscheiden kann. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe mit hoher Intensität.“ Alternativlos ist das Ziel für die Grün-Weißen: „Für uns gilt es natürlich zu Hause auf Sieg zu spielen.“ Und „trotz der beiden Niederlagen aus den ersten drei Spielen“, haben Hosch und seine Spieler „ein positives Gefühl.“ In der Trainingswoche hat das Trainerteam gezielt „positives aus den Spielen aufgegriffen und dies mit negativen Sachen kombiniert. Herausgekommen sind dabei einige verbesserte Spielabläufe, die wir Sonntag auch einsetzen und uns zu Nutze machen wollen.“ Nach mittlerweile drei bzw. vier absolvierten Spielen kommen „beide Teams so langsam in der Liga an und sehen auch, dass kleinste Fehler bestraft werden und zu wenig Einsatz nicht in Punkte umgemünzt werden“, so der Coach, der aber glaubt, dass sowohl Oesterholz-Kohlstädt als auch seine Mannschaft „das Potential haben, die Liga zu halten.“ Aber: „Beide Teams müssen sich auch konsequent auf ihr Spiel verlassen können und auch mit Rückschlägen umgehen können.“ Um die Bedeutung des Spiels will Hosch nicht groß drumherum reden: „Am Sonntag werden wichtige Punkte für die jeweiligen Ziele vergeben.“ Tim Hosch sieht einen kleinen Vorteil darin, dass die Gäste „schon ein Spiel in der neuen Liga gewonnen haben und insgesamt vielleicht über etwas mehr Erfahrung mit der neuen Klasse verfügen.“ Zusammenfassend erwartet der TuS-Coach ein „hoch interessantes Duell“, aber „weniger taktische Finessen als 100% Leidenschaft auf beiden Seiten.“ Für die Zuschauer ist alles vorbereitet: „Bude hat geöffnet, Bratwurst steht parat.“

 

Ein „nicht so einfaches Auswärtsspiel gegen Eichholz-Remmighausen“, steht für die Sportfreunde an. „Beide Mannschaften kennen sich zu genüge aus der Kreisliga B-Zeit, auch die jüngeren Spieler haben sich oft zu A-Jugend-Zeiten duelliert“, so Björn Brinkmann (Bild links). Während die Sportfreunde zu Hause eigentlich immer „ganz gut gegen sie ausgesehen haben, tun wir uns auf deren Platz schon ein wenig schwieriger.“ Das liegt hauptsächlich am Belag: „Der Kunstrasen ist für eine Mannschaft, die keinen gewohnt ist, sehr schwer zu bespielen. Man muss sich erst an das Filzgeläuf gewöhnen, wie die Bälle springen, wie schnell der Ball bei nassem Wetter wird usw.“ Letzte Spielzeit hat man sich aber gut geschlagen, als man ein schon verloren geglaubtes Spiel in den letzten zwei Minuten noch in ein 3:3 drehen konnte. Zwei Tage später ist man im Kreispokal erst im Elfmeterschießen ausgeschieden. Also wird es auch diesmal ein Spiel „Spitz auf Knopf“ werden, vermutet der Obmann. Eine Tatsache eint beide Mannschaften, nämlich, dass „beide sicherlich nach den letzten Spielen nicht ganz zufrieden mit dem Verlauf der Saison“ sind. „Remmighausen hat einen Punkt in Hörste geholt und ihren spielfreien Tag hinter sich. Allerdings haben sie auch gegen Aufstiegskandidaten wie TSV Horn und Berlebeck-Heiligenkirchen verloren. Das werden die gut einschätzen können und mit uns kommt nun ein Gegner, den sie zu Hause definitiv schlagen wollen.“ Deshalb vermutet Brinkmann auch, dass der TuS „von vornherein drauf gehen“ wird. „Sie werden ein hohes Tempo gehen und uns nicht ins Spiel kommen lassen. Da werden wir ab der ersten Sekunde wach sein müssen.“ Ernüchtert sind die SF Oesterholz-Kohlstädt nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge: „Wir sind im grauen Alltag der A-Liga angekommen und die Aufstiegs-Euphorie ist erst einmal verflogen. Klar, gegen Blomberg können wir einschätzen und kann man auch verlieren, aber gegen FSV Pivitsheide haben wir uns schon was von versprochen und die Mannschaft hat einfach nicht das aufs Parkett bekommen, was der Trainer von ihnen verlangt hat.“ Doch das ist abgehakt: „Wir schauen nach vorn und werden alles daransetzen, um in Remmighausen was zu holen. Wir fahren mit Respekt, aber mit Galligkeit, Willen und Ehrgeiz über die Egge und wenn wir mit drei Punkten nach Hause kommen, sind wir absolut im Soll.“ Fehlen werden am Sonntag David Hoffmann, Lars Haase und Pascal Schäfer. Zudem gibt es „einige angeschlagene, aber es wird eine schlagfertige Truppe geben.“

 

Und die kämpft ab 15.00 Uhr um Punkte. Sebastian Termöllen leitet das Spiel.

 

SuS Pivitsheide vs. BSV Müssen

(hk). „Es wird kein leichtes Spiel“, erklärt SuS Pivitsheide-Coach Karsten Kuczer im Lippe-Kick-Gespräch. Immerhin müssen seine Schlusslichter gegen die zuletzt so aufstrebenden Himmelstürmer aus Müssen antreten. Die sind mit dem berauschenden 4:1-Heimsieg über den TuS Horn-Bad Meinberg endgültig in der neuen Spielklasse angekommen, gaben eine Kostprobe ihrer fußballerischen Raffinesse ab. Kontinuität herrscht bei Kuczer im Bereich der Kommunikation vor: „Wir halten an unserer Marschroute fest und gehen voll konzentriert und motiviert in das Spiel.“ Zuletzt ist gar zweimal ohne ein eigenes Tor verloren worden, beim 0:1 in Heiden extrem unglücklich erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Vier Niederlagen am Stück sind genug, meldet Kuczer zuvorderst an: „Wir wollen die Negativspirale endlich durchbrechen und etwas Zählbares einfahren.“ Obwohl weiterhin viele wichtige Stammkräfte ausfallen, „glauben wir an uns und geben alles“, wird die weiße Fahne an der Hebbelstraße noch längst nicht gehisst.

 

Der Erleichterungsseufzer aus Müssen war bis zu Lippe-Kick nach Heiligenkirchen vernehmbar. Unmissverständlich hat der BSV Müssen mit dem 4:1-Heimsieg unter der Woche gegen den TuS Horn-Bad Meinberg zu verstehen gegeben, dass auch er in der neuen Spielklasse angekommen ist. In den ersten drei punktlosen Spielen hat der Aufsteiger einige spannende Facetten in seinem Spiel gezeigt, bei den knappen Niederlagen gegen die Spitzenteams Blomberg (0:1) und Heiden (2:3) nur knapp einen Ertrag verpasst. Letztlich ist Einsicht der erste Weg zur Besserung und so haben die Müssener die Nebenkriegsschauplätze ruhen lassen, fraßen diese doch zu viel Energie. Flügelflitzer Pascal Swoboda (Bild links) ist qua seiner natürlichen Autorität, durch seine Leidenschaft und vor allem aufgrund seiner fußballerischen Klasse, eine Institution bei den Blau-Weißen. Wenn er redet, sagt er was, spricht er gezielt über die Lehren, die sein Team gezogen hat: „Wir haben gesehen, wenn wir uns nur auf unser Spiel konzentrieren, wir geschlossen als Mannschaft auftreten und wir füreinander kämpfen, es schnell möglich ist, zu punkten. Natürlich lief nicht alles rund und einige Fehler sind uns natürlich unterlaufen, allerdings lässt sich auf der Leistung aufbauen.“ Trainer-Newcomer Jan Brinkmann hat die Fehlerpunkte in den Übungseinheiten klar kommuniziert, weshalb seine Schützlinge wissen, woran angesetzt werden muss. Mit einer angemessenen Euphorie geht der Ballspielverein in diese Partie beim Nachbarverein, besteht grundsätzlich ein enges Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Teams, waren die Pivitker zu langjährigen B-Liga-Zeiten ein traditioneller Maßstab in der Vorbereitung. Dazu gesellt sich die Verbundenheit im Jugendsektor, unterstreicht Swoboda doch gegenüber Lippe-Kick: „Man kennt sich und hat letztendlich auch mit SuS Pivitsheide eine Spielgemeinschaft in der Jugend, sodass ich absolut kein schlechtes Wort verlieren kann. Einige Kicker haben schon beim BSV gespielt, die jetzt die grünen Farben tragen“, werden viele Geheimnisse nicht anzutreffen sein. Eine Vergnügungssteuer muss vor dem Gastspiel an der Hebbelstraße jedoch nicht entrichtet werden, denn das gewaltige Klaffen zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist auch Swoboda doch längst nicht entgangen: „Sicherlich ist der aktuelle Tabellenplatz nicht der Anspruch und die tatsächliche Leistung, die Pivitsheide normal abruft und jährlich eine stabile Leistung in der A-Liga gebracht hat.” Im Vergleich zum jüngsten Match darf Brinkmann auf einen größeren Kader bauen. Wie lautet der Schlachtplan für Sonntag? „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, die Laufleistung sollte stimmen und einen gepflegten Ball wollen wir spielen. Klappen diese Dinge, sehe ich uns mit drei Punkten nach Hause fahren! Was absolut unser Ziel ist, um von den Plätzen unten sich weiter zu entfernen.“ Derzeit haben sie nur läppische zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang.

 

Patrick Jeroch leitet diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Naturrasenplatz an der Hebbelstraße.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. Blomberger SV

(ab). Eine hohe Hürde hat der TuS Horn-Bad Meinberg am Sonntag zu überspringen. „Wir spielen gegen den ausgeglichensten und stärksten Kader der Liga“, urteilt Coach Sascha Möller. Nach dem schwachen Saisonstart der Hausherren „hängen die Früchte sehr hoch.“ Gegen den Blomberger SV will der TuS „eine gute Performance abliefern“ und zeigen, „dass wir stärker sind, als wir es tabellarisch gerade darstellen.“ Dafür hat Möller eine Liste mit Anforderungen: „Wir müssen die Angriffe ins Ziel bringen. Wir dürfen nicht großartig nachdenken, uns mannschaftlich geschlossen wehren. Wir müssen zusammenstehen, eine Einheit bilden.“ Davon zumindest auf dem Spielfeld ausgenommen sind der gesperrte Gianni Bovino und der privat verhinderte Nils Rayczik. Möller hofft, dass seine Truppe dem BSV als erstes Team diese Saison Punkte abluchsen kann: „Wenn wir als Team auftreten, haben wir eine Chance, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir wollen gegen jeden Gegner Punkte holen.“

 

Für den Tabellenführer gibt es allerdings auch nur ein klares Ziel: „Beim Auswärtsspiel in Horn-Bad Meinberg sind drei Punkte das Ziel.“ Aber „trotz der momentan schlechten Phase bei HBM“ gibt es keinen Grund, den TuS auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es gibt genug Beispiele, wo Teams mit dem Rücken zur Wand neue Kräfte freigesetzt haben und gestärkt aus der Krise hervorgegangen sind.“ Genau das soll aber am Sonntag nicht passieren: „Wir wollen dafür nicht der Wendepunkt werden, wobei wir im letzten Aufeinandertreffen auch kein leichtes Spiel hatten und es diesmal sicher nicht anders wird.“ Aber: „Sollten wir unser Spiel durchbringen, sind drei Punkte möglich.“ Wie es in Sachen Personal aussieht, klärt sich erst im Abschlusstraining. Jarrit Karaus, Domenik Johnson und Onur Ünal hatten zuletzt leichte Blessuren, Uzunlar, Reuter und Felker sind zurück, Wilhelmi und Milinski fallen weiter länger aus.

 

Michael Pelster hat ab 15.00 Uhr die Leitung dieser Partie.

 

FSV Pivitsheide vs. TuRa Heiden

(hk). Ganz klar, Respekt an die FSV Pivitsheide. In der abgelaufenen Spielzeit waren die Schwarz-Gelben als Aufsteiger im Tabellenkeller, nun hat sich die Mannschaft weiterentwickelt. Die beiden Saisonsiege legen Zeugnis davon ab. 3:2 im Derby beim RSV Hörste zu gewinnen, beweist Nervenstärke. Sogar mit 4:1 bei den Sportfreunden Oesterholz/Kohlstädt zu triumphieren, steht für ganz viel fußballerische Klasse. Gegen die stark besetzten Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen wurde mit 0:3 verloren, bei der SG Brakelsiek/Wöbbel zuletzt mit 1:3. Die kommende Aufgabe könnte größer nicht sein, unterstreicht dies doch FSV-Coach Dennis Brokmann (Bild rechts) gegenüber Lippe-Kick: „Mit TuRa Heiden erwartet uns eine absolute Top-Mannschaft, die bisher alle Spiele gewonnen hat. Heiden ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit großer Qualität, die über die Jahre zu einer Spitzenmannschaft geworden ist.“ Aus seinem Erinnerungsschatz kramt er hervor: „Gegen Heiden sind es immer Duelle, wo um jeden Meter gekämpft wird.“ Deshalb wird es darauf ankommen, dass die Verteidigung sicherer steht als dies in den ersten Liga-Spielen der Fall war. Weil: „Die Gegentore sind deutlich zu viel und zu einfach. Das müssen wir schnell ändern, ansonsten wird uns Heiden relativ deutlich die Schwachstellen aufzeigen.“ Mit viel Mut möchte die junge Mannschaft dieses Spiel angehen, zudem ein hohes Investment tätigen, um die Voraussetzung für eine Überraschung zu liefern. „Die Jungs sind jung und top-motiviert, nur müssen viele Dinge verbessert werden, um gegen Heiden bestehen zu können.“ Im Übungsbetrieb stand insbesondere die Abwehr unter dem Brennglas, sollen erste Erfolge bereits gegen TuRa Heiden sichtbar werden. Bis auf ein Trio darf Brokmann seine beste Formation ins Rennen schicken.

 

Alle Achtung! Der grandios punktende Tabellenzweite TuRa Heiden ist zu Besuch an der Oerlinghauser Straße. Die Tatsache, dass Heiden auch die engen Spiele wie gegen den BSV Müssen (3:2) und SuS Pivitsheide (1:0) gewinnt, ist ein gutes Zeichen. Der Fleiß wird belohnt, der Fußball-Gott ist aktuell ein verlässlicher Partner für die Jungs von der Rotenberg-Kampfbahn. Beim Vorjahres-Aufsteiger FSV Pivitsheide werden die Heidener voll gefordert, haben die Pivitsheider zuletzt doch Morgenluft gewittert, stehen mit sechs Punkten an der respektablen siebten Tabellenposition. Klar sollte sein: Die Schwarz-Gelben werden alles daransetzen, den Favoritensturz zu betreiben, glaubt Geffers deshalb an eine „kampfbetonte und enge Partie.“ Wie die Brokmänner in der noch taufrischen Saison bisher so agieren, sorgt für großen Respekt bei Geffers, meint er doch, dass diese „bisher schon gut in der Liga unterwegs sind.“ Die 1:3-Niederlage am Dienstag bei der SG Brakelsiek/Wöbbel hat er sich vor Ort angeschaut. Kurz zur Personalsituation: Marvin Scholten und Jann König (Bild links ) geben ihr Comeback. Das Mitwirken von Fynn Weiser und Björn Freitag steht noch in den Sternen. Julian Brune und Hendrik Böke urlauben, Manuel Pellkofer ist verletzt. Eugen Lester Meyer weist noch zu viel Trainingsrückstand auf. Vor dem Spitzenspiel am Dienstag beim Blomberger SV soll die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden: „Wir wollen unsere Serie am Sonntag mit dem fünften Sieg im fünften Spiel weiter fortsetzen. Die Jungs haben die Saison einfach einen Riesen Spaß und wir gehen ohne Druck die Spiele an.“

 

Erdogan Sayan leitet ab 15.00 Uhr diese Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Pivitsheide.

 

FC Fortuna Schlangen vs. Türkischer SV Horn

(hk). Dieses 0:6 bei der SG Brakelsiek/Wöbbel hat bei vielen lippischen Fußballern für große Verwunderung gesorgt. Auch das 0:4 davor gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck schmeichelt eher noch. Dabei begann die Saison mit dem 1:1 gegen den SC Türkgücü Detmold durchaus ansprechend. Seitdem bekommt der Autor dieser Zeilen fast tagtäglich Nachfragen, was denn nur mit dem FC Fortuna Schlangen los sei. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel: Jahrelang verkörperten die Blau-Weißen doch ein Spitzenteam. Der Grund ist ganz einfach: Viele Spieler verließen die Blau-Weißen nach der abgelaufenen Spielzeit. Deshalb sind viele Akteure der C-Liga-Reserve in das A-Team aufgerückt. FC-Betreuer Andre Jesse erklärt bei Lippe-Kick die brisanten Szenen, die sich nach dem Waterloo in der Emmerkampfbahn abspielten. „Es ging drunter und drüber. Einige Spieler wollten direkt aufhören. Wir mussten viele Gespräche führen.“ Jesse (Bild links) fällt nicht aus allen Wolken, dass der Start eher holprig daherkommt, muss sich die Mannschaft doch zunächst einmal an die neuen Herausforderungen in der Spielklasse gewöhnen. Die Ansprüche werden heruntergeschraubt, ist der Klassenerhalt in der Prioritätenliste ganz weit oben angesiedelt. Zur eigenen Personalsituation sagt Jesse: „Wir versuchen, den bestmöglichen Kader aufzustellen, aber wenn es so eine Präsenz ist, wie gegen Brakelsiek/Wöbbel, dann bringt es überhaupt nichts, ob Qualität im Kader ist oder auch nicht.“ Für die sportliche Leitung wird es vor allem darum gehen, die Jungs nach solch einem Tiefschlag aufzurichten, die Motivation zu fördern, weiterzuspielen, die neuen Aufgaben mit viel Esprit anzugehen. Nach dem Abschlusstraining wird Tacheles geredet, steht fest, dass eine längere Besprechung zur aktuellen Situation durchgeführt wird. Vorstand, Trainer und Spieler erörtern die aktuell so problematische Lage, um möglichst schnell einen Aufschwung herbeizuführen. „Es ist aktuell alles sehr schwierig. Mit dem, was wir haben, müssen wir das Beste machen“, kündigt Jesse an, dass zukünftig mit einer Qualitätsverbesserung zu rechnen ist. „Wir arbeiten daran“, darf man sehr gespannt sein, welche spannenden Neuzugänge der gut vernetzte FC-Coach Mark Meinhardt an den Rennekamp locken wird.

 

 

The new way of live beherzigt ganz offensichtlich der FC Fortuna Schlangen. Viel auf eigene Spieler setzen, eher weg von den auswärtigen, meist großen Namen. „Ich denke, dass das sicherlich Zeit benötigt, was sich in den bisherigen Ergebnissen widerspiegelt“, haben die Fortunen erst einen Punkt und ein Tor auf der Habenseite, aber schon elf Gegentore kassiert. Das alles hat derzeit einen Abstiegsrang zur Folge. Von den offensichtlichen Startschwierigkeiten unter dem neuen Coach Mark Meinhardt möchten sich die Egge-Kicker aber nicht einlullen lassen, verhehlt Schmiech im Lippe-Kick-Gespräch doch nicht: „Trotzdem werden wir uns davon nicht blenden lassen, denn sowohl das Unentschieden gegen Türkgücü als auch unser Wissen um die Schwierigkeit von Auswärtsspielen in Schlangen aus den vergangenen Jahren sind uns Warnung genug!“ Schmiech hat eine Sympathie für diese Location entwickelt, zeigt er sich von den Platzverhältnissen, auch von den „euphorischen Zuschauern“, die „auch immer eine gute Stimmung“ transportieren, sehr verzückt. Die Horner sind so langsam in den Rhythmus gekommen, hat der Motor einige Startschwierigkeiten offenbart. Nach dem überzeugenden 3:0-Heimerfolg über den SuS Pivitsheide sind die rot-weißen Adler allerdings endgültig in der neuen Spielzeit angekommen. Eine Mission formuliert Schmiech seinem Team in aller Deutlichkeit: „Für uns gilt es, zunächst die Leistungssteigerung aus dem Spiel gegen Pivitsheide zu bestätigen und auch in Schlangen ballsicher, strukturiert und dominant aufzutreten, um so den angestrebten Auswärtsdreier einzufahren.“ Durch die starke Belastung zuletzt standen beim Mittwochs-Training eher Regenerationsmaßnahmen im Mittelpunkt. Einige Standardsituationen wurden geübt, werden auch die letzten taktischen Feinheiten geprobt. Im Vergleich zum SuS-Match kehren Cihat und Oguzhan Keles, Akin Can und Sergio Frey zurück. Levent Kücüker hat seine vierwöchige Verletzungspause erfolgreich hinter sich gebracht, strotzt vor Tatendrang. Schmiech ist davon begeistert, sagt im Lippe-Kick-Gespräch: „Das ermöglicht uns wieder mehr taktische Möglichkeiten und erzeugt eine höhere Breite im Kader.“ Dafür wird allerdings Enes Ulun wegen eines Muskelfaserrisses in den folgenden Wochen ausfallen.

 

Sascha Kreye ist um 15.00 Uhr der Referee bei diesem Duell dieser beiden lippischen Schwergewichte. Auf dem Kunstrasenplatz vom Rennekamp geht es zur Sache.

 

CSL Detmold vs. RSV Hörste

(hk). RSV Hörste-Coach Ralf Ackmann ist ein fleißiger Trainer, hat den Aufsteiger in seiner Heimpartie gegen Brakelsiek/Wöbbel vor Ort angeschaut, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. „Zweininger und Klassen sowie der eingewechselte Reimer waren sehr auffällig“, so seine erste Bestandsaufnahme. Zugleich nimmt er Bezug auf die spannende Angelegenheit der Residenzler gegen das Spitzenteam Türkischer SV Horn, was CSL nur mit 2:3 verloren hat. „Ihre knappe Niederlage ordne ich hoch ein“, erklärt Ackmann im Lippe-Kick-Gespräch. Dass der Gegner schwer zu bespielen ist, das weiß Ackmann, der folglich lieber den größten Teil der Aufmerksamkeit auf sein Team legen möchte: „Wir müssen auf uns selber schauen und unser System weiterhin stabil halten und weiterhin diszipliniert zu Werke gehen.“ Die Illusion besteht darin, dass beim Abschlusstraining mindestens 14 Akteure einsatzfähig sind. „Dementsprechend liegt der Fokus auf dem System und der Spielidee. Wenn wir dieses umsetzen, nehmen wir mindestens einen Punkt mit nach Hause!“ Wie angedeutet, sind zahlreiche Ausfälle zu konstatieren. Robin Lapp fehlt nach einem Motorradunfall ebenso wie Titus Thormann (Pfeiffersches Drüsenfieber), Mark Koppert (gelb-rot-gesperrt), Tobias Breul (Bild links; im Urlaub), Marcus Baumgartner (Adduktorenprobleme) und wohl auch die erkrankten John Berg und Jannik Heidebrecht müssen aussetzen. Die Sehnsucht nach dem ersten Dreier ist groß bei den Kurort-Kickern, die nach der 2:3-Heim-Niederlage gegen die FSV Pivitsheide zuletzt zweimal remisierten. Erst 0:0 bei Eichholz/Remmighausen, dann 1:1 gegen den TuS Horn-Bad Meinberg.

 

Jörg Kiermeier ist um 15.00 Uhr der Spielleiter auf dem Rasenplatz in Detmold-Hohenloh.

Fahrschule Duru

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