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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 6. Spieltag 2020/21

Kurz durchatmen, dann hinein in die sechste Runde der B2 Lemgo. Lippe-Kick hat sich mit den Vereins-Vertretern einfach mal so unterhalten.

Dargecit rechnet mit Lemgoer Defensiv-Bollwerk

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Der Kaffeekonsum wurde in Detmold/Heiligenkirchen in den vergangenen Wochen massiv gesteigert. Schließlich standen doch so einige Nachtschichten im September, auch schon ab Mitte August, auf dem Programm. Ob Hochzeiten, Familienfeste, alles fiel aus. Es müssen eben Prioritäten gesetzt werden, denn Kunde ist König. Vorberichte und die Nachbetrachtung, all das musste möglichst schnell, dazu natürlich ausführlich und aussagekräftig, der lippischen Fußball-Gemeinde präsentiert werden. Da ist natürlich die Erleichterung groß, dass künftig etwas tiefer durchgeschnauft werden darf. Im FuL-Kreis Lemgo sind die englischen Wochen – mit Ausnahme vom Kreispokal-Viertelfinale – in dieser Intensität nicht mehr anzutreffen. Die folgende sechste Runde bietet quasi den Eintritt in eine neue Zeitrechnung, sind auch die Trainer froh, endlich wieder eine volle Trainingswoche zur freien Planung zur Verfügung zu haben.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Ahmsen II vs. TuS Lipperreihe II

(hk). Man kennt die Geschichte vom mühsamen Eichhörnchen, was fleißig auch mit kleinen Schritten zum Erfolg kommt. So ähnlich gestaltet sich auch die Situation für den TuS Ahmsen II, der schon dreimal als Verlierer vom Spielfeld gehen musste, dies nach meist deutlichen Niederlagen. Zugleich allerdings wurden bei den zwei Remis gegen St. Pauli (2:2) und Leopoldshöhe II (3:3) auch wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Zwei Zähler ist der Rettungsrang derzeit entfernt. Der kommende Gast wird anspruchsvoll zu bespielen sein, warnt Coach Herrmann Achilles im Lippe-Kick-Gespräch schließlich: „Lipperreihe II hat drei von fünf Spielen gewonnen und weist deshalb eine wesentlich positivere Bilanz aus. Was uns betrifft, möchten wir genau da anknüpfen, wo wir Mittwoch aufgehört haben.“ Hier hat gar nicht einmal so viel gefehlt, um tatsächlich den ersten Saisonsieg zu feiern. Am Ende ist es zu wenig Cleverness, weshalb es zu einer Punkteteilung kam. Die Automatismen greifen immer besser ineinander, soll ein weiterer Entwicklungsschritt gegen den TuS Lipperreihe II gegangen werden. Achilles verrät: „Verletzungsbedingt haben wir vom Mittwoch-Kader einige Absagen, aber das sollte umso mehr Ansporn für die Spieler sein, die jetzt nachrücken“, zählt er auf motivierte Kicker, die ihre eigenen Perspektiven verbessern wollen. Zwei Stützen geben mit Kevin Buchmann (Bild links) und Spielführer Thomas Peters ihr Comeback im Team. Da der Wettergott Petrus auch nicht mehr so kolossal von oben strahlt, es insgesamt kühler wird, wird zum ersten Mal in der Saison mit „herbstlichen Bedingungen“ zu rechnen sein“, wie Achilles gegenüber Lippe-Kick verkündet. Er frohlockt: „Einige neue Variable, aber das Ziel sollten wieder drei Punkte sein!

 

Jonas Friesen ist um 12.30 Uhr der Spielleiter auf dem Kunstrasenplatz der Werrekampfbahn in Ahmsen.

 

SC St. Pauli vs. SV Wüsten II

(ab). Im Duell der beiden Aufsteiger, die letzte Saison noch gemeinsam in der Kreisliga C2 Lemgo gespielt haben, ist klar, „dass es für Wüsten und für uns gleichermaßen wichtig ist. Eindeutig ein Sechs-Punkte Spiel, in dem wir endlich den ersten Saisonsieg einfahren wollen“, so Simon Meschonat vor dem Duell. „Einen wirklichen Favoriten gibt es wohl nicht.“ Der Coach sieht aber einen positiven Trend, was seine Mannschaft betrifft: „Spielerisch konnten wir in den letzten Wochen größtenteils überzeugen, auch, wenn wir gegen Lieme nicht ganz so gut aufgetreten sind wie zuvor.“ Leicht angespannt ist die Personallage, durch die vergangenen englischen Wochen geht der SC St. Pauli „etwas angeschlagen in die Partie, auch, wenn sich die Personalsituation im Vergleich zu Mittwoch wieder verbessert.“ Neben Klemen, Billotin und Wildner fehlen kurzfristig auch Warkentin und Peters. Dennoch hat Meschonat gegen Wüsten II wieder „mehr Möglichkeiten, was Startelf und Bank betrifft, um nochmal mit voller Kraft in die Partie gehen zu können. Wir wollen über 90 Minuten unser Spiel auf den Platz bringen.“ Dennoch ist die Erleichterung groß, „dass wir danach wieder mit normalem Training unter der Woche und den Spieltagen am Sonntag planen können.“

 

Für SVW-Coach Viktor Melnicuk ist es das „Duell der Leidensgenossen.“ Sowohl der SC St. Pauli als auch der SV Wüsten II haben sich „noch nicht so richtig in der B-Liga zurechtgefunden“, urteilt Melnicuk. „Mal schauen, wer am Ende des Spiels einen Schritt weiter ist.“ Das Spiel zwischen dem SC und dem TuS Ahmsen II hat sich der Coach angeschaut. Und dort hat er „eine sehr gute und eingespielte Mannschaft gesehen, der es etwas an Spielglück gefehlt hat. Mit Langhammer, Billotin und Drexhage hat Pauli hervorragende Kicker, auf die wir aufpassen müssen.“ Aber eine „sehr gute Mannschaft“ hat auch er zur Verfügung: „Wir werden mit allen fairen Mitteln dagegenhalten.“ Und auch, wenn der SVW am Donnerstag gegen Holzhausen/Sylbach „vieles auf dem Platz richtig gemacht“ hat und es am Ende nicht gereicht hat“, fährt der Aufsteiger „mit breiter Brust nach Lemgo, um den einen oder anderen Punkt wieder mit nach Hause zu nehmen.“ Gute Nachrichten gibt es von der Personalfront: Kapitän Stephan Kroll hat seine Blessur auskuriert und steht zur Verfügung.

 

Michael Knöner pfeift das Spiel um 12.30 Uhr an.

 

Yunus Lemgo vs. TuS Bexterhagen II

(hk). Zwei Pleiten in Serie müssen erst einmal verdaut werden aus Sicht von Yunus Lemgo, die nach dem Start-Hattrick mittlerweile auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. Trotz der jüngsten Schwächephase, die durch das 1:4 gegen Leopoldshöhe II und das 1:5 gegen Lipperreihe II hervorgerufen wurde, rangieren die Delphine auf einem annehmbaren fünften Tabellenplatz. Rein tabellarisch gehen die Hansestädter favorisiert in dieses Spiel, obwohl Coach Mehmet Anat weiterhin dabeibleibt: „Wir spielen immer noch gegen den Abstieg.“ Sechs Punkte Vorsprung haben die Lemgoer auf den Rotlichtbezirk, den der Aufsteiger SV Wüsten II anführt.
Mehmet Anat hat sich informiert über den TuS Bexterhagen II: „Sie haben eine gute, geschlossene Mannschaft. Der Kampfgeist und die Moral sind hervorzuheben“, müssen die fußballerisch so talentierten Yunus-Jungs vor allem die Primärtugenden anwenden. Sehr hilfreich für das eigene Spiel ist die Rückkehr von Ahmet (Bild links) und Yusuf (Bild rechts) Tümenci, damit der kompletten Schaltzentrale im Mittelfeld. Hamzer Yalcin muss nach seiner roten Karte gegen Lipperreihe II aussetzen und Cihan Deniz fällt ebenfalls aus. Tayfun Osman Ergün hat sich im jüngsten Ligaspiel gezerrt. „Dieser Ausfall tut mir richtig weh”, gibt der “Magier” zu. Bei Ergün muss mit einer vierwöchigen Zwangspause gerechnet werden. Der neue 190 Zentimeter große Innenverteidiger Nadil erlebt seine Premiere für die Delphine, die sich nach den beiden Pleiten wieder freischwimmen wollen. Der Modellathlet besticht mit einem sauberen Passspiel, einer Kopfballstärke, ist zudem trotz seines hohen Gardemaßes extrem beweglich. Anat verrät: „Ich habe ihn mir extra ausgesucht. Er soll Stabilität in die Abwehr bringen.“ Das ist erst der Anfang, denn in der Winterpause kündigt Anat gleich drei Neuzugänge an. „Die Mannschaft wird mit der Zeit immer mehr ein neues Gesicht erhalten.”

 

Gästecoach Dennis Lütkehölter erwartet eine enge Partie. „Yunus hat sicherlich mehr Qualität als in den letzten Jahren. Die ersten Ergebnisse haben gezeigt, dass sie stabiler sind. Ich möchte allerdings die Siege ebenso wenig überbewerten, wie die letzten Niederlagen. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.” Für seine Mannschaft wünscht er sich ein Erfolgserlebnis. „Wir sind am Ende einer englischen Woche, in der wir die höchsten Hürden bespielen mussten und die Jungs sich als Team fantastisch verkauft haben. Nun gilt es, diese Leistung noch einmal zu wiederholen und offensiv unsere Chancen zu nutzen“, weiß der erfahrene Coach, dass ein Sieg den Blick auf die Tabelle deutlich positiver gestalten würde. „Wir hatten ein hartes Auftaktprogramm und sind tabellarisch nicht ganz da, wo wir hingehören. Am Sonntag wird es abermals eine Kraft- und Willensfrage. „Ich glaube, dass diese Woche auch von Yunus viel abverlangt hat. Nun heißt es, sich noch einmal zu straffen.” Personell fehlen weiterhin die drei Langzeitverletzten, wie auch Stühlmeyer, Gleisner, Gutsfeld und Piel. Zurück in den Kader kehren Fabian Butzkies (Bild links), Kampmann, Salih Yousif, Shamo Yousif und Kampmeier. „So langsam kommen wieder Alternativen hinzu. Darüber bin ich sehr froh“, freut man sich auf das Spiel auf der West-Alm, welches dann auch das Ende der englischen Woche darstellt. „Ich sehe diese drei Spiele im Block. Danach wird abgerechnet! Die Leistung stimmte, aber die Punkteausbeute noch nicht. Diese wollen wir am Sonntag gerne aufstocken.”

 

Stefan Wattenberg leitet auf dem Rasenplatz auf der West-Alm diese Begegnung ab 15.00 Uhr.

 

TSV Schötmar vs. TBV Lemgo III

(hk). Die Einschläge kommen immer schneller für den TSV Schötmar, so lautet zumindest die Hoffnung derer, die sich Patzer von dem rot-schwarzen Panther erhoffen. Der zähe 1:0-Heimsieg über den TuS Bexterhagen II wurde mit ganz viel Mühe und dank eines ultraspäten Tores eingefahren. Mit einem blauen Auge kam der ehemalige Bezirksligist noch einmal davon, behielt somit die einwandfreie Bilanz von vier Siegen zum Auftakt. Die Torbilanz von 25:2 ist sensationell, dazu ein bemerkenswertes Indiz für diese enorme Offensivpower des TSV Schötmar. Vielleicht war diese knappe Kiste auch der richtige Wachmacher, denn in den Übungseinheiten unter der Woche waren die Jungs sehr fleißig, bewiesen, dass sie „heiß“ sind vor dem nächsten Heimspiel, dieses Mal gegen die dritte Mannschaft vom TBV Lemgo. Es wird auf Lösungen im letzten Angriffsdrittel ankommen, vermutet doch TSV-Vereinsboss Ersan Dargecit im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich gehe mal davon aus, dass Lemgo III aufgrund der Stärke unseres Kaders sehr defensiv spielen wird. Ich denke mal, die Spielweise wird der von Bexterhagen II letzte Woche ähneln.“ Achtung: Mit den Reds haben die Schötmaraner ihre liebe Mühe und Not gehabt. Nach dem fulminanten Auftakt werden die Edeltechniker aber damit rechnen müssen, dass zukünftig viele Kontrahenten zunächst einmal kräftig Beton in der eigenen Defensive anrühren werden. Zuversichtlich zeigt sich Dargecit, der auf die Saisonzähler 13 bis 15 hofft: „Wir sind dennoch gut vorbereitet, die Jungs sind motiviert. Vor heimischer Kulisse steht einem Sieg eigentlich nichts im Weg.“

 

Einen weit ausschweifenden Monolog möchte Dennis Driedger (Bild links) nun nicht anwenden, um das Stärken-Profil des TBV Lemgo III zu erläutern. „Ich denke, der Kader und die ersten Spieltage sprechen Bände!“ Schon vorzeitig die Demission anzukündigen, sich willenlos abschlachten lassen, das wollen die Blau-Weißen tunlichst vermeiden, hat doch der 5:3-Sieg über den TuS Asemissen II für reichlich Selbstvertrauen gesorgt, das 4:4 gegen den TuS Helpup gezielt die Sinne geschärft. „Wir wollen das umsetzen, was wir die letzten Spiele nicht über 90 Minuten geschafft haben: Kompakt stehen, erstmal die Null halten. Wenn das funktioniert, kann man sich auf die Offensive konzentrieren.“ Als mau charakterisiert er die Kadergestaltung, muss auf zahlreiche wichtige Spieler verzichtet werden. Erst am Matchday selbst kann er hierzu glaubwürdige Aussagen treffen.

 

Chris Brocke ist am Sonntag um 15.00 Uhr für die Spielleitung der entscheidende Mann. Gespielt wird auf dem Rasenplatz im Lohfeld.

 

TuS Helpup vs. SV Werl-Aspe II

(hk). Die beiden letzten Auswärtsspiele haben doch das Selbstbewusstsein deutlich gesteigert. Sowohl der Auswärtserfolg in Bexterhagen, aber auch das wundervolle 4:4-Comeback-Match in Lemgo, haben unterstrichen, welche großartigen menschlichen und sportlichen Fähigkeiten diese Helpuper-Mannschaft vereint. Da passt es zum guten Stimmungsbild, dass die Personalmisere so langsam ein Ende nimmt. „Wir werden am Sonntag wieder 14 gute Spieler im Kader haben“, verrät TuS-Trainer Andre Plaß. Über die Rückkehr von Yorrick Rehm und MaximilianThe fox in the boxRost freut sich Plaß außerordentlich. Grundsätzlich hat für ihn Bestand: „Wir werden keinen Gegner unterschätzen. Wenn wir schnell zu unserem Spiel finden, sind auch Punkte drin.“

 

So greifbar wie Seife fällt die Analyse über den TuS Helpup aus. Mal gewinnen sie überzeugend in Bexterhagen, dann verlieren sie gegen Leopoldshöhe II. Die bisherige Saison wird am besten durch das schwankende Auswärtsspiel beim TBV Lemgo III wiedergegeben. In der Frühphase der Partie lagen die Plaß-Jungs scheinbar uneinholbar mit 0:3 zurück, um dann ein sagenhaftes Comeback hinzulegen. Nach 90 packenden Minuten stand es letztlich 4:4-Unentschieden. Deshalb ist es auch die Unsicherheit, die bei Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm dominiert, wenn er zu einer Gegner-Bewertung gebeten wird: „Helpup kann ich aktuell gar nicht einschätzen. Es scheint bei denen auch eine starke Tagesformschwankung zu geben. Sie haben zwei, drei starke Individualisten, die eine Entscheidung bringen können“, sind vor allem die jüngsten Doppeltorschützen wie Torben Kessemeier und Marc Schubert hervorzuheben. Die Asper haben es satt, dem Feld hinterherzulaufen, wollen sie endlich auch einmal das Gefühl erleben, Punkte zu ergattern. „Ob es uns gelingt, wird die Abschlussgenauigkeit und die Konzentration in der Defensive zeigen.“ Seine Hoffnung: „Vielleicht platzt der Knoten ja am Sonntag mal vorne und wir schießen ein Tor.“ Zunächst einmal möchte der SV Werl-Aspe II ein Abwehr-Bollwerk errichten, liegt die Priorität darauf, ohne Gegentor zu bleiben. Florian Rausch (Knöchel), Viktor Schneider (Knie), Soumah (Bild links; Familie) und Alexander Schneider (Erste) fehlen. Die Mannschaft wird auf jeden Fall einer Rotation unterworfen, sind die Einsätze von Daniel Worthmann (Knöchel) und Marius Grimm (Zerrung) noch unklar.

 

Imdat Yumusak ist auf dem Helpuper-Rasenplatz um 15.00 Uhr der Spielleiter.

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. FC Union Entrup

(hk). Nein, er tut das nicht aus Gründen der Höflichkeit. Dafür ist TSG Holzhausen/Sylbach II-Coach Simon Koring zu ehrlich. Mit einer schwer zu nehmenden Hürde rechnet der 29-Jährige vor dem Spiel gegen den FC Union Entrup. Die Ergebnisse bestätigen ihn in seiner Aussage: „Entrup hat knapp gegen Grastrup/Retzen verloren und unsere Erste besiegt. Daher sind wir natürlich auf der Hut und ich sehe, trotz unserer aktuell etwas besseren Platzierung, Entrup in der klaren Favoritenrolle.“ Dabei haben die Blau-Weißen schon stattliche sechs Punkte mehr eingesammelt, was sieben Plätze Vorsprung bedeutet. Koring, ganz offensichtlich ein eifriger Leser von einem lippischen Fußball-Portal, führt weiter aus: „Bei Lippe-Kick lese ich zwar häufiger von Personalknappheit, dafür machen sie ihre Sache als Team wohl ziemlich gut und haben einen sehr kompetenten Trainer mit klarer Vorstellung an der Seite.“ Da die TSG-Reserve sich wie ein Chamäleon sehr gerne dem Kontrahenten anpasst, soll gegen einen starken Kontrahenten mit einer sehr guten Leistung die Wahrscheinlichkeit auf einen erneuten Sieg steigen. Erst am Donnerstagabend gelang nämlich ein 3:1-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SV Wüsten II. Allerdings hat der Vorjahresaufsteiger in vielen Belangen nicht sein Optimum erreicht. Positiv: Das Spiel beim engagierten Aufsteiger kam nicht zum Kippen. Vor allem die Entruper-Konterattacken haben es Koring so richtig angetan, möchte man mit einer guten und resoluten Restverteidigung diese schon im Entstehen zerplatzen lassen. „Wir wollen selbst mit einem einfachen und schnellen Ball überzeugen“, erhofft sich Koring (Bild links) Schnörkellosigkeit im eigenen Spiel. Heisler ist im Urlaub, Aydin erkrankt, deshalb sein Mitwirken noch unklar. Die Spätschicht-Fraktion steht wieder zur Verfügung, auch der zuletzt urlaubende Dyck. Die angenehme Folge: „Wir haben also nahezu die Qual der Wahl.“

 

Zwei Saisonsiege hat der FC Union Entrup bisher eingefahren. Ein berauschender 4:0-Auswärtserfolg beim Vorletzten TuS Ahmsen II ist unter Pflichtsieg einzuordnen. Der 4:2-Coup in Holzhausen hat für manche Verwunderung allenthalben gesorgt. FCU-Fänger und Obmann Timm Lessow (Bild links) möchte sich auf keinen Fall auf die falsche Fährte locken lassen, wenn er treffend darauf hinweist: „Es wäre leicht zu sagen, ‘Wer die Erste schlägt, muss die Zweite auch schlagen.“ Ich glaube, dass es bei Holzhausen/Sylbach II nicht so leicht wird.“ Immerhin haben doch die Männer von Coach Simon Koring zwölf von 15 Punkten geholt. Einzig beim Primus TuS RW Grastrup/Retzen unterlagen sie in einem Hitchcock-Spiel mit 3:5. „Die Zweitvertretung hat ihre Aufgabe offensichtlich bisher gut gemacht und die Punkte gesammelt. Wir stehen in der Pflicht, die Punkte zu holen.“ Mathis Hüsig und Tobias Althoff fehlen in diesem Gastspiel.

 

Vladimir Federau ist um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Holzhausen der Spielleiter dieser Partie.

 

TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen vs. TuS Leopoldshöhe II

(hk). Der Turn- und Sportverein aus Grastrup/Retzen hat ein Etappenziel erreicht. Mit einem hart umkämpften 3:2-Auswärtssieg beim FC Union Entrup entriss das Team von Coach Sebastian Brosch dem TSV Schötmar die Tabellenführung, rangiert mit fünf Siegen aus fünf Partien ganz weit oben. Jeweils drei Punkte Vorsprung, vor Schötmar und der TSG Holzhausen/Sylbach II, sind zu konstatieren. Gegen den Tabellenneunten TuS Leopoldshöhe II gibt es für Brosch ein Aufeinandertreffen mit seiner Vergangenheit. „Die Spieler sind mir nicht unbekannt“, hat er doch vor kurzer Zeit die Leo-Erstvertretung gecoacht. Dass die Leos nach einer flüchtigen sportlichen Durststrecke mit dem 4:1 bei Yunus Lemgo und dem 3:3 bei Ahmsen II vier Punkte aus den letzten beiden Partien eingesammelt haben, freut ihn sehr, hegt er doch weiterhin Sympathien für die blau-weißen Löwen. „Ich freue mich, dass Leopoldshöhe II wieder mehr Spieler zum Training begrüßen darf, damit eine gewisse Daseinsberechtigung hat. Auch das Mitwirken von Sean Kruse gefällt mir“, hat er dies während seiner Zeit in Leopoldshöhe so nicht erlebt. Am Sonntag feiert Brosch seinen Geburtstag. Ehrensache, dass er trotzdem coacht. Sein Geburtstagswunsch in Richtung seiner Mannschaft ist unübersehbar adressiert: „Ein überzeugender Heimsieg mit einer konstant guten Vorstellung.“ Die Gäste sind aber nicht vergleichbar mit der Mannschaft aus den Vorjahren, weshalb Brosch sein Team sensibilisiert: „Sie werden meinen Jungs alles abverlangen. Da wird auch viel notwendig sein gegen Leo. Der Teamgeist passt. Sie haben auch gar keine so schlechten Einzelspieler, auf die man aufpassen muss“, spekuliert er, dass vielleicht einige Verstärkungen aus der A-Liga-Mannschaft nach unten gereicht werden. Dennoch sieht Brosch seine Mannschaft in der eindeutigen Favoritenrolle, die seine Rot-Weißen auch absolut annehmen wollen. Leistungsmäßig soll an die vergangenen fünf Partien angeknüpft werden, möchte man die Tabellenspitze dadurch verteidigen. Die vielen harten englischen Wochen so mit Bravour überstanden zu haben, macht Brosch stolz. Mit einer angemessenen Trainingssteuerung haben die Grastrup/Retzen-Jungs die Maximalausbeute errungen. „Wir werden als Mannschaft auftreten, werden versuchen, unseren Stiefel herunterzuspielen. Wenn wir es endlich mal schaffen, auch über 90 Minuten Fußball zu spielen, sollte gegen Leopoldshöhe II auch der dreifache Punktgewinn möglich sein. Lassen wir das vermissen, wird das wieder eine enge Kiste“, befürchtet er dann eine gesteigerte Belastung für die eigene Nervenkraft. Eine wichtige Personalie: Nach der verletzungsbedingten Auswechslung in Entrup muss Sebastian Voelzke wohl auch am Sonntag aussetzen.

 

Vor dem bisher unantastbaren TuS RW Grastrup/Retzen haben die sonst so tollkühnen Löwen einen Heiden-Respekt. Was bei Leopoldshöhe II-Sprachrohr Max Meckelmann die Furcht noch ein wenig steigen lässt: „Wir habe sie diese Saison bereits zweimal gegen unsere erste Mannschaft spielen sehen, und die Entwicklung zwischen beiden Partien war enorm.“ Vor allem dem Coach Sebastian Brosch gewährt er den Bärenanteil an dieser Situation, lobt Meckelmann seinen ehemaligen Wegbegleiter in den höchsten Tönen: „Ich kenne Sebastian noch aus Leopoldshöher Zeiten, und weiß daher natürlich um seine Qualitäten als Trainer, sowie als Mensch. Es macht jedes Mal Spaß, ihn wiederzusehen.“ Zu einer Trauerveranstaltung könnte das folgende Spiel allerdings mutieren, wenn die gleichen Fehler vom Mittwoch-Spiel gegen Ahmsen II wiederholt werden sollten. Ein merkwürdiges Abwehrverhalten ermöglichte den Grün-Weißen das eine oder andere Gegentor. „Dann“, so schwant Meckelmann bereits Böses, „wird uns Grastrup/Retzen gnadenlos bestrafen und abschießen.“ Der TuS Leopoldshöhe II möchte unbedingt zur Stolperfalle für den haushohen Favoriten werden, weshalb sich die Jungs „auf freiwilliger Basis zum Training getroffen haben.“ Lockerheit stand in dieser Einheit auf dem Programm, wurde vor allem am Spielaufbau gefeilt, zudem auch die Motivation neu ausgerichtet. Coach Daniel Seifert darf auf seinen Wunschkader vor dem Duell beim Gipfelstürmer setzen.

 

Paul Koch leitet ab 15.00 Uhr die Partie auf dem Naturrasenplatz in Grastrup.

 

TuS Asemissen II vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme II

(hk). Ein Mann des offenen Wortes ist seit jeher TuS Asemissen II-Coach Florian Meerkötter (Bild rechts), wirkt er zunächst etwas stutzig, als er einige Aussagen zum kommenden Kontrahenten liefern soll. Wenn man ihm lauscht, ist das absolut verständlich. „Aufgrund der neuen SG kann ich den Gegner ehrlicherweise nicht wirklich einschätzen, da sich im Personal einiges geändert hat. Ich erwarte eine Mannschaft, die kämpft und kompromisslos in die Zweikämpfe geht.“ Dieser Spielführung müssen sich die West-Lipper erwehren, haben sie erst am Mittwoch-Abend einen schmutzigen 1:0-Sieg beim Schlusslicht SV Werl-Aspe II eingefahren. Grundsätzlich wollen die Asemisser eine konstante Leistung über die volle Spielzeit abliefern. Die Mutmaßung: „Individuell sind wir vermutlich die bessere Mannschaft, müssen unsere Leistung aber auch erst einmal abrufen.“ Derzeit befinden sich die Blau-Weißen in relativ sicheren Tabellengefilden, ist es ein Mittelfeldplatz mit etwas Distanz zur Spitze, aber auch nach unten, der die aktuelle Realität bedeutet. Meerkötter spürt, dass noch mehr möglich ist, sagt deshalb bei Lippe-Kick: „Wir sind lange noch nicht bei unserem Leistungsmaximum. Aber wir versuchen, von Spiel zu Spiel dort hinzukommen.“ Die Match-Praxis muss erlangt werden, greifen dann auch die Automatismen besser ineinander über. Einige wichtige Kicker müssen jedoch ersetzt werden. Wer? Patrick Dove (Beruf), Johannes Driediger (privat), Steven Reimer (verletzt) und Erkan Aymandir (1. Mannschaft). Ein weiterer Aspekt, der Personal zieht: „Zusätzlich haben wir am Wochenende etwas Not am Mann, sodass der eine oder andere Spieler, der Mittwoch nicht im Einsatz war, bei unserer dritten Mannschaft zum Einsatz kommen wird.” Es werden glücklicherweise auch einige Rückkehrer begrüßt. Matthias Riediger, Dennis Müller und Manuel Kesting (Bild links) stehen wieder zur vollständigen Verfügung. Bei Michel Klippenstein und Michael Sedlaczek muss am Match-Day getestet werden, ob sie körperlich für einen Einsatz infrage kommen. Mäkeln möchte Meerkötter nicht, konstatiert er doch vergnügt: „Insgesamt steht mir ein guter Kader zur Verfügung.“

 

Große Schwierigkeiten beweist SG Leese/Hörstmar/Lieme II-Coach II Robert Maros (Bild links) beim Blick auf den TuS Asemissen II: „Ich kann dieses Team ganz schlecht einschätzen“, ist doch vieles neu für die Spielgemeinschaft. Extrem unangenehm liegt aber noch die Erinnerung vom letzten Vergleich im Magen, hat die letztes Jahr noch unter dem Namen SG Hörstmar/Lieme II firmierende Maros-Truppe mit 2:0 geführt, dann doch noch mit 2:3 verloren. „Das war ein bisschen mies“, kommentiert er diese unnötige Pleite gewohnt ehrlich. Der exzellent vernetzte Maros hat einige Gespräche mit Personen aus der Trainerbranche geführt, die mit ihrer Equipe schon gegen das Meerkötter-Team antraten. Welche Erkenntnis haben ihm diese Telefongespräche gebracht: „Das ist eine starke Mannschaft wegen des Kunstrasenplatzes. Da wir eine Rasenmannschaft sind, müssen wir beißen, zusehen, dass wir auch die Zweikämpfe gewinnen, zudem spielerisch einige Dinge lösen.“ Maros erwartet ein Kurzpass-Spiel der Hausherren, die eine fußballerische Lösung präferieren. Ein Gegenmittel: „Wir müssen eng stehen, die Zweikämpfe gewinnen, müssen immer wieder probieren, sie gleich anzulaufen, schnell zum Abschluss kommen“, soll mit der Umsetzung seiner Wünsche die Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht werden, die volle Punktzahl einzuheimsen. Die sechs erzielten Tore stellen hinter dem TuS Bexterhagen II (5 Treffer) und SV Werl-Aspe II (2) zusammen mit dem TuS Ahmsen II (6) den drittschlechtesten Wert in der gesamten Spielklasse. Mit einem Zähler Vorsprung belegen die Maros-Männer einen Nichtabstiegsrang, sind für den Klassenerhalt auch auswärts Punkte dringend erforderlich. Andre Borchardt, Tim Robert Kruse, Marc Strathmeier und Marek Hanheide stehen am Sonntag allesamt nicht zur Verfügung. Diese Verluste wiegen zweifelsfrei schwerwiegend.

 

Marcel Lubanski pfeift dieses Spiel am Sonntag um 17.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen an.

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